Irrwege mit Geschenken

29. Juni 2009

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Floh FreudeGestern Sonntag hatten wir lieben Besuch von Nives. Uns lachte das Wetter und nach einem Spaghetti-Essen kugeln wir uns in die Sonne. Raus in die Wälder.

Natürlich sehr zur Freude von Floh, die kühle Bächlein und die Kühle des Waldes sehr genoss.

Wie immer: Thalia und ich finden nichts, aber wir dachten zu wissen, wo es durchgeht. So tappelten wir frohen Mutes in die Wälder.

Und da wir uns schon bald auf Irrwegen befanden, geschah es natürlich: ein Milan (oder eher ein Habicht?) landet direkt vor Nives auf einem Baum.

Gespannt bleiben wir stehen, was nun geschehen würde. Mit leisem Flüstern sprachen wir von der Feder, die der Vogel zu verlieren gedenkt und harrten der Dinge.

Milan Feder

Ein spannender Moment. Wir standen sehr nahe bei dem Tier, das sich in unserer Gegenwart gar nicht mal so unwohl zu befinden schien. Die Stille dauerte nicht allzu lange. Wir hatten erkannt, worum es ging: das Federngeschenk.

Vogelflug Vogelflug Vogelflug

Erstaunlicher Weise setzt er zum Abflug direkt auf uns zu an und verliert dabei die für Nives bereitgehaltene Feder.

Vogelflug Majestät

… bis er schliesslich majestätisch an uns vorbeifliegt und uns dabei die ganze Zeit anschaut. Das war ein sehr eindrückliches Erlebnis. Wir alle vier, inklusive Floh, stehen mit offenen Mündern da und staunen.

Seht ihr meine Feder?

Vogelflug

Winkender Abflug Fast mit einem Lächeln, das sogar etwas schelmisch wirkt, spreizt er seine Flügel, um dicht an uns zu winken und verabschiedet sich über unsere Köpfe.

Die Fotos wurde allesamt nicht wirklich scharf, es war nicht gerade einfach, diesen Moment festzuhalten.

Im tiefen Wald, ganz allein ereignete sich dieses Schauspiel.

Und das Tolle dabei: er liess seine Feder fallen, frisch ab Vogel.

Feder im Baum

Der etwas schelmische Eindruck wurde uns dann schon klar, als wir die Feder herunterschweben sehen und sie sich in einem hohen Bäumchen verfängt.

Bäumchen schüttel Dich So übt sich Thalia in der Bäumchen Schüttel Dich - Technik, was die Feder zu Boden gleiten lässt.

Das kleine Wunder im Wald lässt uns aktiv werden, beflügelt uns und so kommt die liebe Nives zu einer Feder, die wir alle sehr bestaunen. Es ist schon was besonderes, so eine Feder frisch ab Vogel. Ganz was besonderes. Wir freuen uns alle sehr.

Unseren Weg setzen wir beglückt fort und gelangen über Steilhänge immer tiefer in den Wald hinein. Mitten drin, im Steilhang hängend, ich gerade mal wieder aufgrund älterer Turnschuhe den Berg runter rutschend an Nives vorbei, klingelt ihr Telefon.

Nives kann sich kaum halten vor Lachen, als sie mich vorbeirutschen sieht und ich gleite elegant an ihr vorbei. *lach*

Verzauberter Brunnen

Wir werden belohnt für den Aufstieg durch einen verzauberten Brunnen, der Frische und Kühle spendet.

Vogelnest

In einer Ecke eines grossen Vogelhauses mitten im Wald entdeckt Thalia noch was ganz Feines und berichtet mit flüsternder Stimme von dem kleinen Schatz, dem wir in gebührendem Abstand kurz begegnen dürfen. Ein Vogelnest mit Jungvögeln drin.

Obelisk Nun, wir haben uns verlaufen im Wald und kommen an einer Stelle raus, die ca. 4 km weiter weg ist als dort, wo wir planten.

Unser Ziel war eigentlich eine Berghütte mit Bergbeiz.

Ein seltsamer Obelisk mit Bedachung weist uns das Ende des Weges und wir kehren um in die Zivilisation.

Aber nicht für lange: mit dem Auto finden wir die Bergbeiz und geniessen bei erfrischenden Getränken tiefgehende und stärkende Geschichten und Gespräche.

Auf dem Rückweg begegnen uns noch Johanniskraut und noch ein Kraut, dessen Namen mir gerade schon wieder entfällt.

Das Johanniskraut wird angesetzt: ich kenne kein besseres Mittel gegen Verbrennungen:

Johanniskraut Johanniskrautöl

geschrieben von Schamanenstube in Allgemeines

Die Schreie

26. Juni 2009

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Heute Morgen fuhr ich hinter einem Viehtransporter her.

Die Kühe darin muhten fürchterlich.

Ich denke, sie wussten, es geht zum Schlachthof.

“Es ist bald vorbei, bald werdet ihr auf eine Wiese mit saftigen Kräutern geführt. Da scheint die Sonne, es hat ein Bächlein mit frischem Wasser, keine Fliege stört Eure Ruhe. Es ist bald vorbei und ihr könnt auf die Alm.”

Ich bat mein Krafttier, sie zu begleiten, ihnen den letzten Weg kurz zu machen und sie danach hoch auf die Alm zu führen.

Schuschu bringt sie über eine Holzbrücke über einem kleinen Bächlein, erdiger Boden, links und rechts Tannen. Hoch in Serpentinkurvenwegen, hoch auf die Alm mit grünstem Gras, strahlendem Alant und beblümten Kräuterecken. Die eine Kuh hat ein Büschel Blümchen gemächlich in ihrem Maul hin und her gekaut.

Dennoch hör ich sie noch schreien.

geschrieben von Schamanenstube in Allgemeines

Det äne am Bergli…

26. Juni 2009

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Imene Kürsli bi Züürii
Da gahts ums Dossieeer.
Und mis isch so mii-iies

Das tuet eim so weeehh.

————-

Aber tüüf i mir inä
Da finge i kän Schmerz
Wil alles woni tuenä

das tueni mit em Herz.

geschrieben von Schamanenstube in Allgemeines

Litha: das Glätten der inneren Wogen

21. Juni 2009

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Litha - Alban Heruin - Midsommer

Ich erinnere mich an einige Litha-Begehungen der letzten 10 Jahre. Irgendwie war Litha für mich nie sehr mittig. Vielleicht einfach nicht mein Fest?

Die Zeit des Feuersprungs, da alles fertig ist, alles sein Wachstum erreicht und jetzt nur noch reifen muss. Der Sprung über das Feuer der Arbeit, hin zur Umsorgung. Ein fliessender Sprung irgendwie.

Arbeit, die pflegt darf nun beginnen. Alles ist gebaut, alles steht, will nun selbst erstarken. Und ich? - Fertig geplant, fertig gebaut, jetzt nur noch ausbessern… - Das ist nie mein Ding, ich bin eher der Typ, der Dinge erschafft, Neues macht und aus dem Boden stampft.

Der Sprung übers Litha-Feuer ist für mich der Sprung in die Passivität. Diesen mag ich nicht vollziehen, diesen mag ich nicht gehen. Und genau deshalb gilt es für mich aufzupassen, nicht zu zerstören, was ich gebaut habe, sondern bedacht an die Dinge heran zu gehen und sie zu wässern.

Kritische Selbstbetrachtung zu den Jahreskreisfesten ist gut. Litha ist für mich schwierig. Und genau deshalb mein persönliches Motto für diese Zeit: “Da geh ich durch!”

Die zwei Wochen Zivilschutz sind rum. Viel Neues gabs nicht, ausser dass ich Roux (Mehlschwitze von Knorr) entdeckt habe, aber so weltbewegend ist das nicht. Ich habe gekocht: Spaghetti mit Tomatensauce und Gehacktem obendrauf, Bratwurst mit Zwiebelsauce und Rösti, Pouleflügeli vom Grill mit Polenta und Randensalat, Szegediner Goulasch. Das Erstaunen der Truppe, als sie erfuhren, dass ich gar kein Fleisch esse, war spannend. *lach*

Ich hab eine Rechnung gemacht: 25 Leute im Schnitt in einer 5-Tage Woche ernährt =  8 SFr. pro Tag für einen Kopf. Das erstaunt doch sehr. Wenn man gross einkaufen kann, wirds billig. Da war auch Kaffee, Sandwiches, und jeweils Dessert und Salat dabei.

Na, jedenfalls gings gestern raus in die Natur zum Lithafest, dann den Orakelsee machen und nächste Woche nach Zürich in einen Doofkurs für ca. 3 Wochen.

Die Arbeit der Schamanenstube konnte ich eingeschränkt machen an den Abenden, mehr aber nicht. Ich fühl mich ferienreif. Ich will mir Zeit nehmen. Erst mal für ein paar schöne Dinge.

So fuhren wir mit dem angesammelten Alt-Brot des Zivilschutzes an den Greifensee.

Als erstes begegnet uns eine Wiese mit seltenen Kräuterchen: hier der Wildhopfen, der natürlich geerntet wurde. Zwei ganze Hundesäcklein voll aus einer Wiese, die übervoll mit Grillen so laut zirpte, dass der Boden zu vibrieren schien.

Ich muss mich erst noch schlau machen, welche Teile ich verwenden kann zum Räuchern. Ich nehm an, die Frucht ist es. Sie ist herzförmig. So spar ich mir vielleicht das eine oder andere Bier. *g*

Mit unseren ca. 4 Kilo Altbrot schleppen wir uns durch die brütende Sonne an den See und finden ein Schattenplätzchen.

Die Enten mit ihren Lachgesichtern empfanden den Event äusserst anziehend und erschienen in grosser Zahl.

Auch Floh empfand das Glitzerwasser äusserst anregend und vollführte mit ihren 13 Jahren richtige Kunststücke.

Die Schwäne und Enten am Greifensee sind sehr zutraulich. Vielleicht fast etwas zu sehr.

Ich musste aber feststellen, dass so ein Schwan doch recht viel Kraft beim Zupacken mit dem Schnabel hat, wenn man das Brot nicht direkt loslässt. So ein Daumen ist schnell drin im Schnabel. *lach*

Mit dem Bötchen “Heimat” fuhren wir noch über den See und genossen das Lüftchen beim Rübertuckern. In Maur fanden wir noch hochgewachsenes Mädesüss.

geschrieben von Schamanenstube in Allgemeines

Betrachtunsweisen

13. Juni 2009

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Ich habe mich im Zivilschutz noch nie wohl gefühlt. Woran das genau liegt, ist schwer zu eruieren. Die tun hier zwar durchwegs sinnvolle Dinge, aber die Menschen, die sich hier tummeln, sind irgendwie von einem anderen Schlag. Es wird über Paris Hilton, Fussball und andere Belanglosigkeiten geredet. Und das nicht als Smalltalk, sondern mit einer Ernsthaftigkeit und Gewichtigkeit, dass ich mich frage, ob da wirklich ein Lebenssinn dahinter stecken kann. Mir ist das alles fremd, dennoch hab ich in der ersten Woche Zivilschutz versucht, diese Begeisterungen zu verstehen. Nachfühlen kann ich es nicht, immer wieder hörte ich Leitsätze, die den Menschen Meinungen bilden wollen und dies auch mehr als erfolgreich auch tun.

Es wird grossen Teils gar nicht nachgedacht über die Dinge, sondern einfach den Leitsätzen gefolgt. Das ist mir ein Rätsel. Ist das ein Leben? - Ich finde darin weder eine gesunde Lebenseinstellung, noch wirklich echte Freude an Dingen. Alles gespielt, gekünstelte Lacher, die gut eingeübt sind und schnelle Problemverdrängung.

Ich war Beobachter dieser Phänomene. Mir taten nur die Füsse und Beine weh, mehr nicht.

Seltsam.

geschrieben von Schamanenstube in Allgemeines

Eingeschränkte Zeiten

8. Juni 2009

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Hallo zusammen!

Passend zu dem seit heute für 2 Wochen andauernden Zeitverlust, erscheint ein Artikel im Tagesanzeiger. Wir kommen wegen olive grünen Aufgeboten nur sehr spärlich zum Orakelsee, zur Schamanenschule und zu schamanischen Arbeiten.  Die Zeit muss eingeteilt werden.

Wo ein Mitarbeiter der Schamanenstube ist?

Da: Klick.

geschrieben von Schamanenstube in Allgemeines

Schamanisches Gehen

31. Mai 2009

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Schamanisches Gehen

Mehrere Mitglieder der Trommelgruppe Schuschu haben die Seminare von Georg O. Gschwandler besucht und finden sich zusammen, um gemeinsam ihre Übungen zu machen. Neben vielen Praktiken zum Aufbau des Energiekörpers, gibts auch das sog. “schamanische Gehen”. Im Bild die Folgen davon… *g*

Schamanisches Liegen

Wir haben einen erquickend fröhlichen und befreienden Tag erlebt. Nach den Energiekörperübungen machten wir uns auf ins Zürcher Oberland und gingen durch wunderschöne Landschaften. Das schamanische Gehen lässt nicht wirklich einen Standard-Blick auf die Landschaft zu, sondern dient vielen anderen Dingen. Auf einem Hügel, den wir mühelos erklommen angekommen, setzten wir uns hin und übten das Starren in aller Ruhe.

Die Ruhe wich innerer Energie, die aufkaum und einige im Übermut sich den Hügel wieder runterkullern liess. Es quieckte und es rollten Körper die Wiesen herunter. Blind gingen sie danach auch noch eine rechte Strecke und wir zogen die Probanten aus der Ferne jeweils wieder gerade, wenn die Richtung schlimmeres befürchten liess.

Spannend! Und eindrucksvoll zugleich!

Schuschu Bier

Mit gemeinsamen Grillen, der Weihe einiger Schamanenspiegel und dem Einsatz der Donnertrommel der Schamanenstube verbringen wir den Abend und bis in die Morgenstunden diskutieren wir weiter.

Müde fiel Floh auf dem Rentierfell in tiefen, gesunden Schlaf:

Langhaar und Rentier

Was für ein schöner Tag!

*froi*

geschrieben von Schamanenstube in Allgemeines