Feuriges Harz und Bockshorn
21. Februar 2009

Tja. Harz und Bockshorn geräuchert im leeren Teelicht-Schälchen ergeben zuweilen interessante Effekte.
Schamanische Reise zur Erleuchtung
20. Februar 2009

Erleuchtung ist zur Zeit ein Diskussionsthema in meinem Umfeld und so mache ich mich auf eine schamanische Reise zur Erleuchtung. Mal schauen, wo mich das hinführt.
Ich räuchere Wachholder. Getrocknete Beeren, die ich zerheckselt habe. Nur Wachholder zu räuchern ist sehr intensiv, es fühlt sich aber richtig an für die Reise.
Ich schwinge mich ein und lande an meinem Platz. Meine Elefant ist da, mein Kauz kommt elegant von hinten links angeflogen und ladet mit ihrem ganzen Gewicht auf meiner Schulter. Ich witzle mit ihr und sage ihr, sie sei denn schon recht schwer so im Anflug mit der Schulter aufzufangen. Sie meint, das hole mich direkter in die Andeswelt. Mit einem Schupf. Ich pflichte ihr bei.
Mein Elefant wirkt ruhig und gelassen. Ich frage ihn, ob er mich begleiten möchte auf einer Reise zur Erleuchtung. Er nickt. Schuschu hält sich fest und will auch mit. Die beiden wirken sehr gelassen und ich frage sie, was denn los sei. Wir riechen den Wachholder den Du uns mitgebracht hast. Das trägt uns auf dieser Reise.
Ich schlage vor, den Weltenbaum mal wieder afzusuchen und so marschieren wir los. Den Weg kürzen wir ab aus meiner Geistwelt heraus und landen etwa einen Kilometer vom Weltenbaum weg in der Mittelwelt. Viel Volk tummelt sich hier. Viel Betrieb. Mich erinnert die Szene irgendwie an Second Life und ich will da nicht hin. Gehen wir direkt? - Auf meine Frage hin schweben wir schon hoch in die Oberwelten.
Wir drehen uns auf einen Platz, an dem wir alleine sind. Weshalb nahm ich so viele Leute wahr? - Erleuchtung ist ein grosses Thema, erklärt mein Elefant.
Wir sind in einer Wüste, einer unendlichen Ebene, sandiger, leicht roter Boden. Vor uns schwebt ein Mann im Schneidersitz, der hell erstrahlt ist. Ich muss mit Schuschu auf meinen Schultern auf den Rücken meines Elefanten klettern, um mir das genauer anzusehen.
Um den Mann herum verläuft rechts um ihn drehend eine Art Lichtschleier, wie ein kleiner Wirbel, der überall wieder hell erstrahlt. Kügelchen, vorwiegend goldene umkreisen ihn zusammen mit diesem Lichtwind.
“Du bist ein Erleuchteter”? frage ich ihn. Ich sagt, er gebe sich Mühe, ja. Und wie ist es? - Ich erlebe zwischenzeitlich eine Einheit mit allem, was ist. Alles spielt miteinander zusammen, in einem grossen Gefüge. Nichts ist wichtig. Das tönt schön, sage ich und frage ihn, ob ich auch mal darf. Er winkt mich heran und meine Krafttiere nicken mir zu. Viel Spass, sagt Schuschu.
Der Mann schwebt etwas herunter auf den Boden und ich kann in diesen Wirbel mit einsteigen. Er gibt mir die Hand, die sehr weich ist und ich setze mich neben ihn auf dieses schwebende Etwas. Es hält, es fühlt sich an wie so eine Massageliege von unten. Wie kleines Stromkribbeln. Da ich kein Schneidersitz-Mensch bin, winkle ich meine Beine an.
Ich mache mich bereit. Es kann losgehen.
Wir heben uns ganz langsam empor, getragen von einem lichtigen Etwas. Um mich herum dieser Wirbel, der sich nicht zu schnell, aber sehr kontinuierlich und und in einger gewissen haltgebenenden Stärke dreht. Die Kügelchen werden mitgezogen und umkreisen uns.
Das Licht wird heller, es ist, als ob uns das Licht von unserer Umwelt abschneidet, wie eine Lichtwand. Ich kann meinen Elefanten noch sehen. Das Gefühl, hier zu schweben, ist angenehm, ich spüre meinen festen Willen, mich festhalten zu wollen, mich wurzeln zu wollen, den Halt nicht zu verlieren. Ich will nicht mitgedreht werden.
Mein Begleiter sagt, ich solle loslassen.
Okay, keine Erdung, alles loslassen.
Ich werde leicht, so leicht, dass ich gewichtslos bin. Mein Körper wird durchsichtig und das “Material” des Strudels um uns herum durchfliesst mich.
Ein tolles Gefühl, wenn auch ungewohnt. Ich atme das in mich auf und das gibt mir wieder Halt. Das ist der falsche Weg. Ich sage meinem Nachbarn, mir fehlt etwas. Das ist mir zu wenig Substanz. Er sagt: genau das ist es. Lasse die Substanz los, alles Körperliche.
Skeptisch wie ich bin brauche ich eine ganze Weile, mich darauf einzulassen und ich glaube, ich schaffe das nicht ganz.
Meine Erwartungshaltung ist gross, ich warte auf irgendeine Erkenntnis und spüre denselben Drang in meinem Nachbarn. Hier sind wir eins, nichts ist wirklich wichtig, gar nichts. Ich bleibe ein paar Minuten in diesem Zustand und bitte meinen Begleiter, nun wieder anzuhalten. Das kann er sehr gut und wir schweben langsam wieder in Richtung Boden, der Schleier wird durchsichtiger und ich sehe meine Krafttiere.
Ich bedanke mich herzlich bei meinem Begleiter und schiebe mich nach vorne, um über dieses von unten Halt gebende, unsichtbare Etwas drüber zu steigen.
Als ich draussen bin und vor meinen Krafttiere stehe, macht es Schupp hinter mir und ich nehme beim Umdrehen wahr, wie die ganze Ersheinung in einem unglaublich schnellen Tempo in den Himmel hoch schiesst.
Aus der Spuk, weg ist er.
Ich schaue meine Krafttiere etwas ratlos an. Sie mich auch. Schuschu sagt, sie wisse noch was. Wir gehen nach rechts weiter, drehen uns einen Berg hinauf und kommen in eine Klosteranlage, dort in einen Raum mit Regalen. In den Regalen sind Tücher. In diesen farbigen und schönen, aber leicht verstaubten Tüchern sind Papierrollen eingewickelt. Es gibt Unmengen davon. Hier scheint wohl alles über die Erleuchtung drin zu stehen. Ist etwas viel, sage ich zu Schuschu und sie zuckt ihre Flügelschultern hoch.
Ich habe genug, ich mag den modrigen Geruch dieser Tücher nicht und wir kehren zurück. Ich habe das Geefühl, mich reinigen zu wollen. Mein Elefant sorgt dafür mit einer Wasser-Dusche aus seinem Rüssel.
Ich danke meinen Krafttieren und kehre zurück.
Kleines Update des Orakelsees
17. Februar 2009
Es macht mich einfach wuschig, dass der Orakelsee immer mal wieder nicht funktioniert mit dem Internet Explorer. Zudem sieht er damit in meinen Augen wüst aus.
So hab ich halt das Frageformular nochmals überarbeitet. Kein transparenter Hintergrund mehr für die Textbox, dafür eine aufklappbare Hilfe zum Befragen des Orakels.
Ich mag meinen See, insbesondere die vielen unterschiedlichen Kunden. Es gibt immer noch welche, die glauben, ich würde Fragen noch gratis beantworten. Das tu ich nicht, keine einzelne Frage. Das wäre unfair denen gegenüber, die sich die Mühe machen, bei Paypal die 5 Euro zu bezahlen.
Mir begegnen Bitten, ich möge doch antworten auch ohne bezahlen, man habe ja kein Geld. Nun, wenn jemand keine 5 Euro hat, frage ich mich, wie er dann im Internet surft. - Nun, nicht mein Problem.
Der Orakelsee ist weit gewachsen und ich hab immer mehr Freude daran, am See zu sitzen und die Fragen zu beantworten.
*smile*
Neuer Räuchertopf
15. Februar 2009

Unser neues Räuchertöpfchen fanden wir im Brockenhaus. Ein Kupferkessel, der auf drei Füscchen steht, angefüllt mit Sand, Waldmoos rundherum und der von Shambaland gehauene Schieferstein, ebenfalls mit wenig Sand aufgefüllt. Der Stein lässt sich rausnehmen und die Räucherreste so gut abstreifen.
Es räuchert sich gleich anders im grossen Topf!
*froi*

Sonntägliches Ghostbusting
15. Februar 2009

Seit ca. 2-3 Wochen haben wir einen etwas neugierigen Besuch. Ein Wesen, das sich immer mal wieder zeigt und blöd im Raum rumsteht. Diese Woche ging ich es endlich an (man denkt ja immer, das klärt sich wieder von selbst) und machte eine Reise zu dem Wesen. Mein Elefant und ich brachten es ins Totenreich. Beim Rausgehen lief das Wesen einfach wieder durch die Wand hindurch und spukte darauf wieder rum im Haus.
Am Trommelanlass letzte Woche wurde es auch von anderen gesehen, wie es gierig sich über unser Buffet lehnte.
So setzen wir den Termin auf heute Nachmittag, dem Ding den Garaus zu machen. Ich zimmerte dazu eine spezielle Kerze und wir entschieden uns für Tabakfallen, um es zu verbrennen. Rion begleitet uns beim Ritual.
Das Wesen war schnell angelockt und in die mit Wein betränkte Tabakfalle eingeschlossen. Verbrannt wurde es mit meinem kleinen Flammenwerfer im Kupfertopf.
Nun ist das Haus wieder frei und fühlt sich gleich anders an. Danke liebe Rion für Deine Mitarbeit!
*froi*
Die räuchernde Kräuterfibel
13. Februar 2009
Ganz ganz früher gabs diese handlichen kleinen, in Plastik eingeschweissten Pflanzen-Bestimmungs Büchlein, die in die Hosentasche passten.
Eins hab ich noch, eins über Giftpflanzen. Da hats ein Foto drin und etwas Text zur Pflanze.
Was fehlt und was es nicht gibt für einheimische Pflanzen: ein Räucherbuch. Wenn ich so im Wald unterwegs bin, find ich allerlei Dinge, die ich gerne zum Räuchern ausprobieren möchte. Dazu würd ich gern wissen, welche Teile der Pflanze sich dazu eignen. - Was es nicht gibt, muss man selbst machen. So startet heute dieses kleine Buchprojekt der Schamanenstube, um dieses Wissen sammeln zu können und es natürlich öffentlich anderen Interessierten zur Verfügung zu stellen.
Ich bin am Anfang, aber das Projekt gefällt mir. Es wird langsam im Hintergrund wachsen.
Ich freu mich über mein Kräuter-Räucherbuch.
*smile*
Trommeltag in der Schamanenstube: einfach mehr…
8. Februar 2009

Der gestrige Trommeltag war einmal mehr ein gelungener Tag voller freudvoller Menschen. Die Vorbereitungen waren etwas grösser, da wir 10 Trommler erwarteten. Wir dachten, das sprengt den Trommelraum. Aber wir fanden uns alle sehr gut zusammen und verbrachten dann sogar den Tag mit 11 gern gesehenen Menschen. *froi*

So bugsierten wir unser Sofa aus dem Trommelraum heraus und unsere Donnertrommel stellten wir hochkant an die Wand. Für Floh gabs ein separates Plätzchen, wo sie alles im Überblick behalten konnte.
Thalia und ich reinigten uns schon vorher mit Rauch und da traf auch schon Nives mit einer Ladung Feuerholz ein, die uns den Tag erwärmte. Überhaupt wurde wieder sehr viel mitgebracht: von Räucherwaren über Ess- und Trinkwaren zum richtig schlemmen! Ich denke, allen ging es auch von der Verköstigung sehr gut. *froi*

Das Foto von der Gruppe gestaltete sich etwas schwierig, einige Gesichter entflogen der Linse.
Den Tag gestalteten wir etwas anders als sonst: unsere Absicht war es, bedeutend mehr zu trommeln und gemeinsam in der Runde zu sitzen. - Das haben wir ohne grosses Zutun erreicht und wir verbrachten intensive Trommelrunden mit anschliessend harmonischen Gesprächsrunden. Es war eine richtige Freude, Teil der Gruppe zu sein und sich so wohl zu fühlen.
Das Absmudgen gestalteten wir im Zweimann-Betrieb, was dadurch viel schneller ging als früher. Wir fanden uns schnell im Trommelraum und begannen alsbald mit dem ersten Trommeln. Da ergab es sich, dass da schon die Geister gerufen wurden, getragen von 11 Trommlern im Einklang. Gewaltig fühlte sich der Teppich aus Trommeln an, in welchem wir uns bewegten.
Wir sprachen ein wenig über die geplante Schuschu-CD(s) und bedeckten den Boden des Trommelraums schon schnell mit den mitgebrachten Liegematten. Ich erinnere mich an ja vier nebeneinander liegenden Reisenden, die rundherum betrommelt wurden. Die anschliessenden Besprechungen der Reisen und des Trommelns selbst war ein Erlebnis durchtränkt von Offenheit und Gemeinschaftsgefühl. Es war einfach stimmig und schön. Eine gute Gruppe!

Es gab eine Huckepack-Reise begleitet von Handtrommeln und alsbald zeigten sich die ersten Hungergefühle. Floh wurde vorverköstigt. Nach und nach füllte sich die Küche mit vielen Gesichtern, Thalia übernahm die Rolle des Chef de cuisine und es wurde Couscous für alle gezaubert, begleitet von feinen Salaten, die alle mitgebracht wurden. Es war toll, ein Geschmackserlebnis aus allen Ecken, was sich wunderbar zusammenfügte, unterstützt durch hervorragende Weine.
Danke allen für die vielen einzelnen Zutaten, die unseren Trommeltag wieder einmal auch zu einem kulinarischen Erlebnis werden liess!
Wieder im Trommelraum ging es ans Eingemachte, ein kleine Extraktion wurde von Rion durchgeführt, bei der alle mithalfen und rundherum mit Rasseln einen Operationsraum schufen. Sehr gute und von der Gruppe getragene schamanische Arbeit.
Die Zeit ging trotz des kürzeren Pausen schnell voran, es gab nochmals viele schamanischen Reisen und ganz zum Schluss, als wir nur noch 6 Trommler waren noch die geplante geführte Reise.
Bis zum Schluss empfand ich den Tag durchgehend als Bereicherung und freute mich über die vielen Gesichter, die sich sichtlich wohl fühlten.
Thalia dankte und entliess in der Nacht die Geister und wir kippten müde und zufrieden in tiefen Schlaf.
Wir hoffen, alle sind wohlbehalten durch den uns zum winterlichen Abschied winkenden Schnee gekommen.
Ich freu mich über das Schuschu!
*smile*
