Vertrautes aus dunkler Nacht
28. April 2009
Aus dem Wald, auf der anderen Seite der Töss ertönte der Ruf schon vor ein paar Tagen.
Noch undeutlich, aber er war da.
Und heute laut und deutlich:
Schuschuschuschuuuu….
Die Eulen sind wieder da und bringen Sicherheit.
Ich freu mich über das unablässige Rufen aus der Nacht an mein Fenster.
Schu schu schu schuuuuuuu….
Zwei Bilder
24. April 2009


Ägypten und seine Kräuter
21. April 2009
Eine liebes Mitglied meines Schamanismus Forums wohnt in Ägypten und streift immer mal wieder über die dortigen arabischen Märkte. Sie nutzt zu unserer Freude den zum Schamanismus Forum gehörigen Shop für die Mitglieder, um ihre Waren dort zu präsentieren und zum Direktverkauf anzubieten. Ich find das total spannend!
Stimmiger und arbeitsreicher Trommeltag
19. April 2009
Unser Trommeltag beginnt mit dem Eintreffen der ersten Trommler. Nives setzt sich mit uns im Garten auf die Bank vor dem Trommelraum und wir geniessen die wärmende Sonne und freuen uns, einfach zu sein. Apollon gesellt sich dazu und bilden die erste Gesprächsrunde. Eine neue Mistel findet den Weg in unsere Verarbeitungsmaschinerie (Messer und Wiegemesser). Kuma schenkt uns einen Smudgestick, was uns sehr freut: Danke Euch schön!
El moro gesellt sich dazu und es ergibt sich eine Männerrunde in der Küche bei Kaffee und geköpften Osterhasen. Der Kaffeeduft liess die mittlerweile zahlreichen Damen hochlocken und wir bilden eine freudige Runde in der Küche. Wird wohl Zeit fürs Trommeln!
Nives und el moro übernehmen das Absmudgen und wir kommen zügig voran. Das Wetter spielt nicht mit und wir verwerfen Gedanken an ein Waldtrommeln, sondern trommeln uns ein erstes Mal richtig ein. El moro übernimmt das Geisterrufen, umrundet von aktivem und äusserst kraftspendendem Trommeln. Sehr schön!
Farbenmeer erscheint mit einer Steinbock-Trommel aus Bachmann’s Fundus, die erst mal etwas nachgespannt werden darf. Kuma zeigt uns die unglaubliche Wasserbüffeltrommel von Remue und wir staunen über die Dicke des Fells und den satten Klang. Rions Remodrum hat etwas gelitten und die Rettungsversuche scheitern erst einmal. Rahmen und Remo-Fell werden benutzbar sein, aber so wie es ausschaut, muss sie fein säuberlich auseinander genommen werden. Die Remo wurde wahrscheinlich nass und hat an einer Stelle eine ungewöhnliche Welle. Das könnte noch spannend werden, wie man sie weiter verwenden kann.
Unser erstes Vorhaben widmet sich Rion, die wir gerne betrommeln und sie dazu in der Mitte der Gruppe reist. Bei 9 Trommlern tönt das gewaltig. Rion erlebt eine aufregende Reise, die sie uns detailliert berichtet.
Im Kreis des ersten Krafttankens an dem reichhaltigen Büffet, das sich wieder einmal farbenprächtig präsentiert, ergeben sich Berasselungsgespräche. Drei dürfen berasselt werden und drei Rasseln, begleitet von drei Trommlern.
Wir teilen den Trommelraum auf in drei Ecken, in welchen je einer mit Rasselarbeit zu Gange ist. Der Raum füllt sich mit Gerassel, sanftem und heftigem, wieder sanften und interessanter Weise im Einklang mit allen Rasseln im Raum. Ich selbst hab nicht viel davon mitbekommen, ich war in meiner Arbeit versunken. Rasselarbeit ist gerne körperlich sehr schweisstreibend, aber eine erfüllende Sache. Ich hab Freude am Rasseln.
In einer zweiten Runde legen sich noch zwei weitere in paralleler Ausrichtung zum Berasseltwerden hin und el moro und ich teilen uns die Arbeit. Im Raum findet sich ein kleines fremdes Wesen, das darauf aus war, Kraft zu ziehen und sich anhaftete, allerdings in einiger Entfernung. Ich folge dem Rat der Geister, es mit Saugtechnik zu entfernen und bugisiere einen Bergkristall in meinen Mund, der mir als Schutz und zugleich Falle dient. Eine sehr interessante Arbeit.
Wieder ist viel Zeit vergangen und wir finden uns in der Küche zum Essen ein. Es gibt Suppe und Fingerfood mit feinen Dipps. Die Runde geniesst und unterhält sich sehr angenehm. Es ergeben sich weitere Arbeitswünsche. El moro möchte ein Heilritual durchführen und ich schlage dazu einen Heilkreis vor. Flugs sind wir auch schon mitten in der Arbeit. Den Heikreis bereite ich mit einer Kerzenmeditation vor und gleich in einem Fluss baut el moro seinen heiligen Raum innerhalb des Kreises auf. Der Kreis fühlte sich für mich sehr kraftvoll und richtig an. El moro erledigt zwei gewichtige Arbeiten, die wir durch unsere wirkende innere Kraft unterstützen dürfen. Es wird deutlich, wie stark so eine Arbeit sein kann und der Schutz der Mitwirkenden perfekt aufgebaut werden kann. Ich werte die Arbeit als äusserst produktiv und routiniert. Super gemacht!
Es findet sich im Anschluss eine Trommelweihe für Kuma’s Wasserbüffel, was ich ebenso als schöne Arbeit empfand. Eingeleitet von der Gruppe reist Kuma zum Geist des Büffels, und übernimmt während der Reise das Trommeln bei deren Vorstellung für ihre Geister. Mir hat das sehr zugesagt und fühlte sich stimmig an. “Etwas fehlt”, aber wir kommen nicht drauf.
Den Abschluss bilden wir mit Farbenmeer’s Reise zur Krafttierpflege, die sehr intensiv und bewegend wurde. Lange positive Diskussionen folgen. Ich danke Farbenmeer für ihr offenes Schildern der Reise. Wir enden mit einer Diskussion über Kraft, Lebenskraft. Wie man sie findet, sich stärkt und wie schlimm das Wort Batterie sich auswirken kann.
Ich freue mich über diesen tief gehenden, produktiven und stimmigen Tag. Danke Euch allen!
*froi*
Wanderer
Ostern, Edelsteine und der Walensee
16. April 2009

Um die Ostern rum bekommen wir lieben Besuch und nutzen die starke Frühlingssonne, um bei uns etwas in die Hügel zu fahren. El moro’s Feuerwunder verhilft uns dazu, köstliche Kräutererfahrungen zu machen. Der kleine Hobi Feuergrill ist ein kleines Wunder: zusamenfaltbar und lässt sich mit minimalem Hölzchenaufwand zu einem heissen Feuer bewegen, das uns innert Minuten eine wunderbare Räucherglut verschafft. Geniales Teil!

Einige Tage später werden wir von el moro und Frau nach einem hochgenüsslichen Mittagsmahl zum Haus der Edelsteine begleitet. Die draussen frei rumliegenden Rosenquarze sind nun schön geordnet und zieren den Parkplatz zum neuen Gebäude. Das Haus ist umgezogen auf die andere Strassenseite in einen Betonbunker. Die Athmospähre des früheren Holzbaus ist verloren.
Wir staunen mit ungläubigen Augen über die neuen Preise, die wir später dann zu Hause mit den alten Rechnungen vergleichen. Z.B. mein grosser Bergkristall, den ich vor etwas mehr als einem Jahr gekauft habe, kostete damals an die 380 SFr. Der gleichgrosse und gleich geschliffene Bergkristall kostet im neuen Gebäude 720 SFr. - Das verschlägt uns die Sprache.
Aber el moro hellt den Tag auf: wir bekommen einen Hobi Feuerteufel geschenkt, was uns unglaublich freut. Das ideale Lagerfeuer für unterwegs, zum Räuchern oder für den Grill-Cheese. *megafroi*

Den Abend verbringen wir in Weesen am Walensee in unserem Lieblingsrestaurant und sitzen das erste Mal draussen zum Abendessen in diesem Jahr. Das war sehr schön und ein krönender Abschluss.
Ein Mammutbaum wird entdeckt und wir können rund herum etwas abgefallene Baumrinde auflesen. Wir sind gespannt darauf, wie die Rinde verräuchert riechen wird und was sie uns sagen wird.
Wir haben viel unternommen, sind etwas aus unseren täglichen Rhythmen gekommen, aber pendeln uns gerade wieder ein. Wir merken, wir sind Gewohnheitstiere, die ihre festen Zeiten benötigen. Das finden wir etwas schade, obschon es für Floh viele Vorteile in sich birgt. Wir finden diesen Frühling einen Mittelweg.
Und am Samstag ist grosser Trommeltag! - Die Luftfeuchtigkeit ist von 20% auf 50% gestiegen, was die meisten unserer Trommeln durch schlaffes Durchhängen zum Ausdruck bringen. Da wird wohl nachspannen angesagt sein… *smile*
Omage 3 erster Bericht
16. April 2009
Ich nehm die Kapseln jetzt seit bald zwei Wochen. Mehr wissen tu ich nicht, woher auch, müsst ich was lesen. *g*
Die Kapseln selbst verursachen etwas Blähungen. Das liegt wohl aber nicht am Fischöl, sondern eher am Kapselmaterial. Das ist in etwa derselbe Effekt wie zuviele Gummibärchen.
Da muss ich durch, hab ich für mich entschieden. Ich achte darauf, wirklich 6 Stück pro Tag einzuwerfen. Vergess ich sie, nehm ich 6 Stück aufs Mal.
Über die Wirkung kann ich vielleicht ansatzweise etwas generelles sagen: das Interesse wird gesteigert. Das ist ziemlich erstaunlich. Ich beginne, mich für Details mehr zu interessieren. Ein innerer Antrieb, der einen zu einem Staunen über Dinge führt, über die man sonst nicht staunt.
Vielleicht liegt gerade da ein Schlüssel, aktiver zu leben, obschon ich dachte, ich lebe zumindest geistig aktiv. Es geht in der Tat viel mehr.
Ich bin ein Nullpunktmensch, sprich ich fange bei jeder Sache, die ich angehe von Null aus an. Das verhindert oft, dass ich vorgefasste Meinungen, Erfahrungen und Bilder gleich hervoziehe und daraus über eine Situation urteile. Ich beobachte mit den Kapseln mehr, lasse auf mich wirken, anstatt sofort einzuschätzen. Das ist eine Art Verhaltensänderung, allerdings keine Änderung, sondern eher eine Intensivierung bestehender Verhaltensmuster, die ich für positiv für mich halte.
Mir gefällt die Richtung, in die es geht.
Eine unverhoffte Mistel
9. April 2009
Völlig unverhofft kommen wir in den weiteren Genuss einer Mistel: el moro legt sie uns vor die Haustüre und wir freuen uns sehr darüber!
Sie ist so frisch, wie ich noch nie eine in der Hand hatte. Butterweich lassen sich die Blätter abstreifen, die Früchte purzeln nur so herunter und die vielen Blüten trennen wir ebenso mit den Fingern einfach ab.
Die Stile sind ganz weich und lassen sich viel leichter schneiden, als bei den anderen Misteln, die wir dieses Jahr auf heruntergefallenen Ästen finden.
Eine schöne Arbeit ist es, Misteln zu bearbeiten. Ich lasse Bilder sprechen über das sanfte Grün, das strahlende Gelb und die weichen Stile:



