Rituale Romanum: das römische Ritual
11. Dezember 2009
Ein lieber Freund versucht Techniken aus dem Christentum mit seiner schamanischen Praxis zu vereinen. Die Worte, die bei den Austreibungen verwendet werden erinnern mich stark ans Rituale Romanum, das ich seinerzeit noch auf Latein durchgeachert habe. Heute versteh ich das Latein nicht mehr.
Das Herauslocken eines Dämons aus einem Körper ist anfangs noch recht sanft beschrieben, es endet mit einem regelrechten Kampf mit Herauszwingen eines besetzenden Wesens. In gewisser Weise gibt es da sicherlich Gemeinsamkeiten mit verschiedenen schamanischen Methoden. Gedacht war das Rituale Romanum für das Austreiben böser Geister, die als Gegenstück zum christlichen Gott auftreten.
Die schamanische Extraktion in ihren vielen Varianten hat eine weitere Parallele: sie wird in meinen Augen zu viel angewendet. Man schaut zuweilen gar nicht, was sich da festgesetzt hat oder geschweige denn, dass es etwas eigenes sein könnte. Die Kirche hat da sogar ein Reglementarium, das entscheidet, ob eine Austreibung stattfinden darf oder nicht.
In den wenigen Texten, die ich gelesen habe von der etwas anderen Ausbildung, die mein Freund da angeht, kann ich keinen pragmatischen Ansatz finden. Man zieht was raus und füllt dann mit göttlicher, bedingungsloser Liebe wieder auf. Niemand fragt, was da vorher war, wie in vielen schamanischen Praktiken z.B. ein Seelenteil. Niemand fragt, weshalb wurde dem “fremden” Wesen Platz geboten, warum ist da ein Loch gewesen, wo so ein Wesen rein kam, warum das Loch entstanden ist und weshalb man eine Symbiose mit dem fremden Wesen eingegangen ist. Es wird rausgerissen und gut ist.
Das versteh ich nicht ganz.
Das Thema wird mich wohl noch etwas beschäftigen müssen. Mein Freund darf sich zur Zeit nicht mehr mit seinen Geistern auseinandersetzen. Nicht mehr solche “Dinger” rufen. Eigentlich nicht das Dümmste, um sich der etwas anderen Ausbildung wirklich widmen zu können.
Schamanische Anderswelten und der Alltag
19. November 2009

Ich werde oft, wenn nicht sogar sehr oft nach Dingen und schamanischen Techniken gefragt, wie man denn nun Geister sehen kann etc. - Diese Techniken sind nicht öffentlich abrufbar in der Schamanenstube, natürlich auch nicht in der Schamanenschule. Den sogenannten Mittelweltblick lehre ich in der Schule, respektive ich belgeite die Lernenden an die Punkte heran, da sie selber ihre Zugänge entwickeln.
Eine Methode, die ich des öfteren anwende, nenne ich Achterbahnfahren. Sie ist ziemlich rüde und manch einem wird dabei komplett schlecht. Das schnelle Wechseln zwischen Andersweltreisen und Alltagswelt wird dabei geübt. Doch wie ich das genau mache, das kann ich wiederum auch nicht öffentlich schreiben. - Zuweilen suche ich Wege, den Lesern der Schamanenstube Dinge näher zu bringen, ohne gleich die zahlenden Schüler vor den Kopf zu stossen. So bleiben die Methoden der Schamanenschule halt einfach in der Schule, für die Schüler bereit.
Auf der anderen Seite hab ich schon viele gesehen, die vielleicht ein Buch schreiben und dann Seminare über genau die Themen in ihren Büchern machen. Insofern: man zahlt für meine Zeit, die ich für die Begleitung aufwende. Geheimwissen ist es ja nicht, aber im Internet wird kopiert, was das Zeug hält. Das ist in Schamanismus-Kreisen auch nicht anders. Die AGB der Schule beinhaltet dort eine Klausel, dass das Kopieren der Texte der Schule nicht erlaubt ist und zu saftigen Strafen führt.
Die Anfragen an die Schamanenstube, ob ich nicht in diesem und jenem Fall eine Ausnahme machen könnte und meine Schamanismus Techniken frei herausgeben könnte, bleiben wie bisher unbeantwortet. - Ist nunmal so.
*smile*
Wenn’s einfach nicht so recht duften will…
29. März 2009
Ich fertige ja in meiner Schamanenstube sogenannte Wunschkerzen an. Das hört sich ziemlich esoterisch an, aber es wirkt, und das ist es, worauf es mir ankommt.
Ich mache ja die Dinge der Anderswelten gerne real, sprich hat jemand z.B. einen Bären als Krafttier, rate ich dazu, sich eine Bärenfigur zuzulegen, oder ein Bild eines Bären auszudrucken, der dem Bären auf den schamanischen Reisen am ehesten entspricht. Einfach um die Dinge greifbar zu machen. Anderswelten und Alltag näher bringen.
So ähnlich verfahre ich mit den Wunschkerzen. Der Prozess dazu ist ziemlich langwierig: ich bereise die Auftraggeber und berate mich mit den Geistern, welche Inhaltsstoffe für die Aufgabe der Kerze wichtig sind. Daneben hauchen die Geister den Kerzen Kraft ein, womit die Wunschkerzen als eine Art Transportmittel dienen. Zuweilen auch für Seelenteile.
So kommt oft einiges zusammen, auch Dinge, die ich erst mal organisieren muss. Beim Herstellen der Kerze kehrt Ruhe ein, ich gehe die einzelnen Punkte der Reisen nochmals durch und lasse mit meinen Händen real werden, was ich da erlebte. Der Kunde bekommt dann die fertige Kerze und wir machen gemeinsam ein kleines Ritual, um ihre Kraft ins sich aufzunehmen. Meistens tu ich das via Skype.
Was nun etwas fehlt ist der Geruch. Es ist zwar für die Kraft der Kerze nicht nötig, dass man die einzelnen Inhaltsstoffe riecht, aber es wäre eine schöne zusätzliche Unterstützung. Ich hab schon Kerzen mit viel Tannenharz gemacht und da hat man das Harz gut gerochen, allerdings ist die Entflammbarkeit nicht nur auf den Docht beschränkt dabei. *g*
So hab ich mich gestern an drei Kerzen gemacht: eine mit viel Styrax, eine mit viel Misteln und eine mit Bockshornklee. Die Herstellung der Kerze bin ich so angegangen, dass ich erst den äusseren Rand der Kerzen geformt habe und dann in der Mitte beim Docht eine ganze Menge der Duftstoffe angefüllt habe. Zum Schluss mit Wachs verschlossen. Es liess auf viel hoffen…
Wie man sieht, hat die Anordnung der Duftstoffe sehr gut funktioniert. Vorwiegend in der Mitte der Kerze, beim Docht, taucht wie im Bild das Styrax auf.
Nur: von Styrax Duft weit und breit keine Spur. Es kommt nicht zur Verbrennung. Die Kerzenflamme brennt ja über dem Wachs und dem Styrax. Die Hitze reicht nicht, um nach unten hin das im Wachs schwimmende Styrax zu verräuchern. - War ja eigentlich klar.
Wie gesagt, für die Wirkung der Kerze spielt es keine Rolle, ob es duftet, aber schön wärs halt schon als Zusatz gewesen.
Ich hab noch eine Idee, die allerdings nicht mit allen Ingredienzien funktioniert: die kalte Enfleurage ohne das Aufteilen der Fettzellen durch Ethylalkohol. Meine damaligen Experimente mit selbstgemachtem Alant-Parfüm werden mir von Nutzen sein dabei. Es bleibt spannend. - Ich mache diese Arbeit unglaublich gerne.
Wenn einem die Teelichter ausgehen
26. November 2008
Tja, was tut man dann?
Mein Teelichter-Vorrat ging zu Ende und ich musste Räuchern. So nahm ich die Räuchervorrichtung aus dem Teetassen-Henkel heraus und steckte sie auf eine grosse Ikea-Kerze.
Was mir dabei auffiel: die Flamme einer grossen Kerze ist viel heisser, sie brennt natürlich auch höher.
So verräucherte meine Mischung im Sieb diesemal etwas schneller. Es war kein Dünsten mehr, eher ein Verbrennen.
Nicht optimal für alle Kräuter, aber durchaus praktikabel.

Ich hab jetzt angefangen, Wachs zu sammeln. Teelichter brennen oft gar nicht zu Ende, oft bleibt was übrig.
Jetzt such ich nach einer Möglichkeit, Kerzendochte zu machen. Die Kerzen werde ich giessen, das Wachs im Wasserbad erwärmen und selbst Kerzen machen. Ohne allzu viel Sauerei dabei zu machen.
Gerade grosse Kerzen brennen meist seltsam ab und ihr Wachs lässt sich nicht vollständig verwenden.
Ich schau mal im Internet, was man als Docht benutzen kann.
Dummer Dummer Internet Explorer
12. November 2008
Wie ich erst jetzt durch Hinweise erfahren habe, können viele gar keine Fragen an den Orakelsee stellen. Warum? - Nun, sie surfen mit Internet Explorer 7. Da erscheint zwar ein Fragekästchen, aber man kann nicht wirklich reinschreiben. Die Schrift ist nicht zu sehen.
So blieb mir nichts anderes übrig, als für alle Internet Explorer Surfer das Hintergrundbild beim Fragekästchen rauszunehmen.
Das sieht dann so aus:

Für alle anderen, die mit moderneren, oder sagen wir funktionsfähigen Browsern ausgerüstet sind, bleibt die Ansicht, wie sie gedacht ist:

Tut mir leid für alle Microsoft Fans. Der Orakelsee muss bei Euch ohne Layout auskommen.
*smile*
Google Sitelinks die zweite
27. Oktober 2008

Man hats nicht einfach mit Tante Google. Im Moment ist die Schamanenstube wieder drin. Interessanterweise deckt sich das mit dem Wechsel des Servers, weg von speed-net.
Na, ich freu mich drüber!
*smile*
Eingetopft
14. Oktober 2008
Die Wintervorbereitungen sind im Gange. Holz haben wir immer noch keins (waren zu faul anzurufen, respektive dann die Folgen zu tragen und das Holz ins Haus bugsieren zu müssen).
Aber die gesammelten Kräuter, Beeren und Hölzer nehmen langsam geordnete Formen an.
Links im Bild: der getrocknete Liguster, fein säuberlich vom Holz des Ligusters getrennt waren die Beeren nun darauf, zerheckselt zu werden und uns dann mit ihrem Duft zu erfreuen.
Der in den Wäldern gesammelte Farn hat beim Trocknen unglaublich viel an Volumen abgegeben. So wurde aus einem grossen Haufen grad mal 2 Tabakdosen voll.
Ich bin gespannt auf den Farn. Ich find ihn sehr schön anzuschauen und freue mich darauf, ihm zuzuhören, wenn er den Raum mit seinem Duft erfüllt.
Auch den Liguster kenn ich räuchertechnisch nicht.
Das wird ein spannender Winter.
Ich finds schön, die in der Wärme des Sommers gewachsenen Pflanzen dann mitten im Winter nochmals zu geniessen, beim Räuchern zu Yul vielleicht. Aber sicherlich werden wir nicht so lange warten können.
*g*