Jahreskreisfeste - Das Jahr der Sonne
Die Kelten und ihr KalenderDie Kelten haben unzählige Bauwerke errichtet. Viele davon, wie z.B. Stonehenge sind genauestens auf die Sonnwenden ausgerichtet. Das sind die Tag-und Nachtgleichen der Umlaufbahn um die Sonne.Die Tage um die Sonnwenden wurden zu Festtagen erkoren. Ihre Bedeutung war markanter als heute: vorwiegend die Landwirtschaft musste klar wissen, ab wann die Saat auf die Felder kommen kann, wann Erntezeit ist usw. Die vier Sonnwendfeiern werden begleitet von Mondfesten, womit wir von acht Festen ausgehen können. Der UrfreitagDie keltische Woche umfasste ca. zwei Wochen. Man richtete sich nach dem Mond, der von Neumond bis Vollmond eine Zeitspanne bemisst. Diese Zeitspanne war eine keltische Woche. Der Wendepunkt dauerte in der Regel drei Tage, also vom 14. Tag bis zum 16. Tag. Der damalige Freitag war jeweils der dreizehnte Tag des Mondes. Unser ominöse Freitag der Dreizehnte kommt somit in ein ganz anders Licht. Wir sprechen vom Urfreitag. Und ja: auch heute "spinnen" die Menschen kurz vor dem Vollmond, zuweilen auch vor dem Neumond. Das ist auch nicht verwunderlich, wir sind Gewohnheitstiere und so alte Gewohnheiten wie ein Wochenrhythmus sind tief in uns verwurzelt. Warum sie spinnen? - Na kurz vor dem Wochenende sind immer alle aufgeregt.Das KeltenjahrSamhain (Mondfest 31.10. / 1.11)Das keltische Jahr endet um Samhain in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November. Hier kommt alles zum Stillstand, nichts wächst mehr, das Jahr ist vorbei und man beginnt, sich für den kältesten Jahresabschnitt in sich selbst zurück zu ziehen. Die Erde erstarrt, die Dunkelheit herrscht über das Land.Es ist die Zeit des Todes. Sein Inhalt besteht aus der Ehrung der Ahnen, den Verstorbenen. Im Medizinrad wenden wir uns gegen Norden. |
![]() |
|
Jul, Yule, Mittwinter (Sonnenfest 21.12.)Die Mitte der dunklen Jahreszeit ist erreicht. Die Sonne hat sich heute so weit zurück gezogen, wie sie schon fast verschwindet. Die längste Nacht ist da. Überall werden Julfeuer entzündet, um der Sonne den Weg zurück zu uns zu zeigen.Wir springen über das Julfeuer, voller Hoffnungen auf das kommende Sonnenjahr. es darf wieder heller werden, die Tage dürfen wieder länger werden. Es ist eine Zeit des Orakelns, der Weissagung und der Aussichten auf die folgende Sonne. |
![]() |
|
Imbolc, Lichtmess, Brigid (Mondfest 1.2. / 2.2.)Die Keime der Erde erwachen und zeigen ihre Häupter. Deine Gedanken zum neuen Jahr dürfen zur Reife gebracht werden, erste Dinge handfest werden. Die Zeit des Reifens ist angebrochen.Was bis hier seit Yul geblieben ist, darf zum Leben erwachen. Von Altem wird Abschied genommen. Die Kraft der Sonne nährt nun das zum neuen Leben Geborene. |
![]() |
|
Ostara Sonnenfest (Frühlingsäquinox 20.3. / 21.3.)Das Sonnenfest Ostara ist der Frühlingsbeginn. Die Sonne hat sich definitiv entschieden, einen neuen Umlauf zu tun und ihre Kraft wird stärker von Tag zu Tag. Wir springen über die Ostara-Feuer, lassen Altes hinter uns und nehmen mit in die Sonnenkraft, was gedeihen soll. Nun wächst, was wir ernten werden. |
![]() |
|
Beltane (Mondfest 30.4. / 1.5)Die Mitte des Keltenjahres ist erreicht. Die Gedanken an Samhains Todesstimmung ist ins Gegenteil gewandelt: Neues wird erschaffen, alles pflanzt sich fort und feiert das Leben. Beltane ist ein Lebensfest, voller Kraft und Tatendrang. Pläne sind in Mitten ihrer Umsetzung, es wird gebaut, Erfundenes konstruiert. Wild sind die Gefühle, voller hochtragender Euphorie. |
![]() |
|
Litha (Sonnenfest 22.6. / 23.6.)Mittsommer, der höchste Stand der Sonne ist erreicht. Wir entzünden das Sonnenfeuer, das das Werden von der Pflege trennt. Was Du ersonnen und erschaffen hast, darf nun zur Vollendung hin gepfelgt und weiter ausgebaut werden. Beim Sprung über das Feuer nimmst Du mit, was es wert ist, Dich weiter zu begleiten und lässt zurück, was erfolglos war. |
![]() |
|
Lughnasad, Lammas (Mondfest 31.7. / 1.8.)Lughnasad wird auch des Schnittfest genannt. Es ist jetzt die Zeit, mit der Ernte zu beginnen. Du hast geplant, verwirklicht und gepflegt. Nun darf geerntet werden, die Früchte Deiner Arbeit eingeholt werden. Du bereitest Dich vor, mit Deiner Ernte dem kommenden Winter zu begegnen. |
![]() |
|
Mabon (Sonnenfest 21.9. / 22.9)Die Tag- und Nachtgleiche im Herbst beendet die Erntephase. Zeit für den Dank und das Gefühl der Ruhe kehrt ein. Du bist bereit für die kalte Jahreszeit, hast Deine Speicher gut gefüllt. Es ist das Fest der Gerechten. |
![]() |








