Krafttiere und Totem

Krafttiere - warum Tiere?

Wir begegnen auf unseren schamanischen Reisen unseren Krafttieren. Bei der Betrachtung einer solchen Andersweltreise darf nicht ausser Acht gelassen werden, dass unser Gehirn unsere Wahrnehmungen interpretieren muss. Somit ist alles, was wir auf unseren Reisen sehen, hören, schmecken, riechen und fühlen stets eine subjektive Wahrnehmung.

Dass wir Wesen begegnen, zeigt sich an deren Auswirkungen. Nur wie diese Wesen, diese Geister genau aussehen, das ist für unser Gehirn schwer in Bilder zu fassen. Es nimmt die naheliegenste Form. Die Geister leben, bewegen sich, agieren. Also muss es etwas Lebendiges sein. Oft sehen wir sehr klar erst einmal Augen und schon formt unser Gehirn daraus entweder einen Menschen oder eben ein Tier. Da die Gefühle beim Umgang mit Krafttieren sehr vertraute Gefühle sind, wird unser Gehirn daraus etwas Liebevolles machen. Bei den einen sind es Engel, wenn eine christliche Vorprägung da ist, andere sind mit Elfen und Kobolden unterwegs, usw.

Krafttier Eule


Lebensabschnitt-Begleiter

Krafttiere können aus unserer Erfahrung heraus wechseln. Neue können hinzu kommen, alte können sich verabschieden. Wir sehen Krafttiere als Lebensabschnittbegleiter. Wir entwickeln uns, manchmal nach vorne, manchmal zurück. Und in jeder unserer Lebensphasen kann uns ein anderes Krafttier begleiten.
Es macht auch Sinn, dass entweder ein Krafttier seine Form ändert oder es komplett ausgetauscht wird: die Kraft des Tieres darf sich wandeln, wie auch wir uns in unseren Lebensabschnitten wandeln.

Krafttier Bedeutungen

Die Bedeutungen von Krafttieren werden oft einer Art Horoskop Auslegung zugeordnet. Die Schamanenstube wehrt sich sehr dagegen und wir halten das für definitiv falsch.
Die Wahrnehmung der Geister ist eine sujektive Angelegenheit. Das Gehirn interpretiert Wahrnehmungen. Und das nicht nur durch das Sehen, sondern alle unsere Sinneseindrücke werden zusammen genommen und veranlassen somit unsere Gehirn, ein Bild daraus zu formen.
Ein Krafttier ist subjektiv. Insofern hat es auch nur für den einzelnen eine ganz persönliche Bedeutung. Diese ist nicht in Büchern zu finden, die Krafttiere kategorisieren. Die Bedeutung für Dich ist entscheidend.
Was allerdings hilfreich sein kann, ist es, das Krafttier auf einer schamanischen Reise selbst zu befragen: warum bist Du eine Eule, ein Löwe oder eine Schlange?
Ebenso raten wir, sich mit dem weltlichen Tier auseinander zu setzen. Was hat das in den Anderswelten als Krafttier gefundene Wesen hier im Alltag als normales Tier für Eigenschaften.

Sein Krafttier finden

Ein Krafttier ist ein ständiger Begleiter. Es sorgt für unser körperliches und geistiges Wohlergehen. Auch kann es uns durch die Anderswelten führen. Oft sind Krafttiere in den unteren Welten zu finden. Die Geister scheiden sich, wie man dies nun bewerkstellligt LamaEinige sagen, man soll ein auftauchendes Tier einfach fragen, ob es sein Krafttier sei, andere meinen, man müsse einen Tier mindestens dreimal begegnen, bevor man von einem Krafttier sprechen kann. Am Ende ist es eine persönliche Sache: man wird schon spüren, wenn ein Krafttier auftaucht. Eine enge, vertraute Verbindung stellt sich ein. Ein "zu sich kommen".
Sein Krafttier mit sogenannten Krafttierkarten zu finden, halten wir für Blödsinn. Die einzige Methode ist die schamanische Reise in unseren Augen.

Totem

Mond Falke

Die Erfahrung zeigt, dass es auch Krafttiere gibt, die sich über viele Lebensabschnitte nicht verändern. Da spricht man in der Regel vom sogenannten Totem Tier.
Das Totem zeigt sich eher selten, es muss nicht imme an vorderster Front mit dabei sein, sondern taucht gerne bei tiefgehenderen Themen auf, die einen Einfluss auf das gesamte Leben haben. Es ist eher im Hintergrund.

Unterschiedliche Krafttiere

Krafttiere werden auch Seelentiere genannt. Je nach Aufgabe, die man in seiner schamanischen Praxis ausführt, können auch mehrere Krafttiere noch dazu kommen. So ist es gut möglich, dass ein Krafttier v.a. bei Heilungen anwesend ist. Da sprechen wir von Heiltieren oder Heilertieren.