Wie sieht schamanische Arbeit aus?

Erlebnis mit einem Schamanen

wie ein schamane sein handwerk macht ist wahrscheinlich von mensch zu mensch total verschieden. viele reden auch nicht darüber und würden niemals anderen sagen, wie sie arbeiten, was sie genau machen.
meine aufgabe ist aber mein wissen weiterzugeben, und deshalb möchte ich euch von meiner ganz persönlichen weise, wie ich extrahiere erzählen.

zugesehen habe ich zum ersten mal bei gschwandler georg in tirol, als er im zuge eines seminares eine fremd-besetzte frau von den wesen befreite, die sie besetzten.
es waren etwa 8 leute im raum, während er diese frau behandelte.
ich kann mich an einzelheiten nicht mehr erinnern, weiß nur noch, daß er ihr irgendein kraftobjekt ins genick legte und sie daraufhin zusammengebrochen ist, was uns “grünschnäbel” ziemlich schockierte.

meine geistwesen haben damals ihr flügel vor meine augen gehalten und mich aufgefordert, den raum zu verlassen- mir ging`s echt dreckig. ich traute mich aber nicht aufzustehen, weil ich die behandlung nicht stören wollte- steckte also in einer zwickmühle, denn ich hatte ganz intensiv das gefühl, daß ich sofort da raus muss.

als alles zu ende war hab ich georg kurz gesagt, daß ich sofort raus will, er hat nur genickt und ich bin gerannt als würde ich gejagt werden von irgendwas.
ich konnte mich draußen erst beruhigen, als ich mich zwischen einige bäume setzte und das gefühl hatte, sie würden mich trösten, umarmen, beschützen.

als ich später wieder zurück ging, sprachen die anderen seminar-teilnehmer gerade darüber, was sie empfunden hatten während der behandlung dieser rfau. eine sagte, sie hätte das gefühl gehabt, jemand würde sie an den haaren ziehen, eine andere hatte brechreeiz, eine dritte musste wie ich auch- weinen.

georg sagte, das wäre ganz normal, denn jeder von uns hätte teile in sich, die auf diese art der extraktion ansprechen, und diese teile bekämen es mit der angst zu tun,weil sie fühlen, daß es ihnen hier an den kragen geht, daß sie rausgeholt werden aus den körpern, in denen sie schmarotzen…

ich habe mich seit diesem erlebnis nie wieder herangetraut an extraktionen und wollte nichts mehr davon wissen- meine art, mich nicht damit auseinandersetzen zu müssen war es, einfach zu sagen:”das kann ich nicht, ich habe keine pfeile” (damit meinte ich die aussage von georg, daß er von equador-indianern magische pfeile bekommen hätte, die ihn während des aussaugens daran hindern, etwas aus versehen zu verschlucken- diese pfeile sitzen in seinem rachen)

jahre später habe ich dann doch zum ersten mal eine extraktion gemacht, und es war ein sehr intensives, aber nun doch schönes erlebnis- mir ging es auch hinterher total gut.

seither mache ich es eigentlich regelmässig und es geschieht immer auf die gleiche weise, meine handlungen geschehen ohne daß ich nachdenken müsste, es ist, als würde ich geleitet werden.

ich setze mich neben den “klienten” (ich finde das wort blöd, aber mir fällt jetzt nix besseres ein).
ich habe eine starke räucherung angezunden, es durftet nach salbei, harz und rosen-weihrauch und ich habe sehr viel davon genommen, es raucht ordentlich.
ich habe tabakfallen vorbereitet, midnestens 6 oder 7 davon.
ich verwende einfache papier-taschentücher, in die ich jeweils den tabak einer zigarette des klienten einwickle- und mit sehnenmaterial zubinde.
alle gegenstände die ich benutze werden dreimal durch den rauch gezogen, ich verteile den rauch über meinem kopf, meinem herzen und wasche mir damit gesicht und hände.
dann verteile ich mit einer adlerfeder den rauch über dem klienten, von kopf bis fuß, und reinige in raschen zügen die aura vom kopf beginnend bis zu den füssen.

ich nehme meine rassel und beginne, rechts neben dem kopf die rassel kreisförmig zu bewegen, sodaß die steine in der rassel nur an der wand der rassel herumgedreht werden.
mit dieser fließenden bewegung rassle ich den ganzen körper ab. immer am kopf beginnend, einmal links, einmal rechts, einmal in der mitte.

sobald dieses fließende geräusch unterbrochen wird, und die rassel ein stotterndes geräusch macht, weiß ich, daß etwas “sitzt”. ich nehme diese stellen auch als schwarze löcher im körper deutlich wahr.
an diese stellen stelle ich dann meine tabakfallen.

nachdem ich alle tabakfallen platziert habe, nehme ich wieder die rassel und rassle damit nur über den fallen, sodaß ich damit die eindringlinge herauslocke, sie werden also im tabakbeutel gefangen.

hinterher verbrenne ich die tabakfallen sehr rasch, sodaß sich die eindringlinge in rauch verwandeln.

nachdem ich alle eindringlinge entfernt habe, beginne ich wieder mit der rassel den ganzen körper dreimal von kopf bis fuß abzurasseln um mir sicher zu sein, daß jetzt alles frei ist. wenn nichts mehr stottert, und die steine sich fließend bewegen, und ich keine schwarzen löcher mehr erkennen kann, nehme ich wieder rauch und adlerfeder zu hilfe und streife die aura des klienten aus.
oder ich mache es mit der trommel, die ich über den kopf des klienten halte, ich schlage dann einmal kräftig drauf und ziehe die trommel über den ganzen körper nach unten.

habe ich keine tabakfallen zur verfügung, dann ziehe ich eindringlinge auch mit der adlerfeder aus dem körper, und gebe sie in meine trommel, wo ich die eindringlinge dann im freien durch fingernägel-kratzen auf der trommelhaut verscheuche.
habe ich den verdacht, daß zwar alle eindringlinge entfernt, aber trotzdem der körper noch nicht in ordnung ist, dann gehe ich in die gesitwelt des klienten und reinige seinen tunnel von insekten, die ich an der tunnelwand wahrnehme, und ich werfe die insekten am ende des tunnels ins licht mit der bitte sie mögen wo hinkommen, wo sie niemandem schaden zufügen
Sonja

 

Schamanische Operation