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Öffentliche Lebensberatung


Es wurde öffentlich um Rat gefragt. Können Sie konstruktiv helfen?

Schamanenreise begleitend zur krebstherapie

Julia schreibt am 24.07.2021



Liebe Schamanenstube, was sagt ihr zu folgendem Thema:
mein freund hat magenkrebs und kämpft gerade um sein überleben. ich bin ausser mir vor angst und doch gebe ich mich optimistischer, als ich bin. mein freund war schon immer sehr ambivalent und zieht sich bei problemen zurück. nun hat er sich komplett zurück gezogen, ist zurück zu seiner familie, mir gegenüber ja, feindselig. lügt mich an, angeblich telefon kaputt, etc. ich versuche mein ego zu überwinden und nicht allzu verletzt zu sein, so ausgeschlossen zu werden. er kann nicht anders.
ich habe das gefühl dieses krebsgeschwür ist das resultat seines leidvollen lebens, seiner unfähigkeit, seinen gefühlen freien lauf zu lassen und frei zu leben (er ist roma, gefängnis, kokain, unsichere bindung an mutter). sein vater ist exakt im gleichen alter auch an magenkrebs gestorben. ich möchte ihn retten, wollte ich schon immer. aber er entwischt mir, wie ein stück seife in meinen händen. er ist zugänglich für das "spirituelle", "das, was nicht sichtbar ist" so nenne ich es mal jetzt. wäre eine schamanenreise eine möglichkeit, seine chemotherapie, seine heilpraktikerbehandlung (das körperliche) auch seelisch zu unterstützen? ich weiß, heilversprechen sind unseriös, ich möchte wissen, ob so eine schamanenreise ihm helfen kann, das alles besser zu bewältigen. wo und wie finde ich einen schamanen, der sich mit schwereren problemen auseinandersetzen kann?
ich selbst würde gerne eine schamanische reise machen, möchte aber nicht enttäuscht werden, weil es so viele lifestyle-schamanen gibt - bitte nicht als angriff werten! wir wohnen in berlin. danke im voraus, ich vertrau jetzt mal einfach eurem rat, liebe grüße, julia



  • Schamanenstube

    Liebe Julia

    So wie Du schreibst, ist der Krebs recht weit fortgeschritten. Eine schamanisch-emotionale Begleitung erfordert Gespräche und direkten Kontakt. Das ist Dir im Moment verwehrt. Diesen Willen empfinden wir als zu akzeptieren.
    Dass er zurück zu seiner Familie gegangen ist, kann wahrscheinlich auch ein Rückzug in eine Sicherheit zu sein. Das fühlt sich gut an, auch wenn es natürlich für Dich sehr schwierig ist.
    Es geht eher um eine Begleitung zu Sterben, so wie wir lesen. Diese Begleitung findet er vielleicht bei seiner Familie und es gibt auch von medizinischer Seite her professionelle Unterstützung in diesem Prozess. Du schreibst, da ist eine Heilpraktikerbehandlung. Es gibt im paläativen Bereich sehr gutes und geschultes Personal. Sich da an den Pulk der sogenannten Schamanen zu wenden, kann alles auch noch verschlimmern.

    Du schreibst, Du würdest gerne eine schamanische Reise zu ihm machen. Dazu braucht es - nach unserer Ethik - immer seine Erlaubnis. Es fehlt aber der Kontakt. Du hast noch nie eine solche Reise gemacht. Wir lesen Deinen Willen dazu und nehmen das als quasi letzten Strohhalm wahr. Es ehrt Dich, alles versuchen zu wollen.

    Wir wünschen euch viel Kraft!
    Liebe Grüsse aus der Stube


  • julia

    hallo liebe schamanen, vielen dank für eure schöne antwort, das bedeutet mir viel. der gedanke, dass er im kreise seiner familie sicherheit findet, kam mir auch schon - aber es tut gut, es von außen auch bestätigt zu bekommen. etwas lächeln musste ich bei dem "pulk" an schamanen, die dann auch noch dabei sind. nun ja, palliativ wird er zwar nicht behandelt, sondern potenziell kurativ - aber ja - es ist fortgeschritten. ich denke, ich werde eine schamanische reise machen und vielleicht öffnet er sich mir wieder und macht auch eine. der erstkontakt zu euch war ja schon einmal sehr positiv. habt dank für eure worte und auch für euch alles gute!


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