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Öffentliche Lebensberatung


Es wurde öffentlich um Rat gefragt. Können Sie konstruktiv helfen?

Ist die Liebe echt?

Gast schreibt am 04.09.2015



Liebe Schamanenstube, ich habe vorhin eine Frage abgeschickt, allerdings in der falschen Rubrik, nämlich unter "Schamanismus Fragen und Antworten". Kann diese meine Anfrage hieher unter E-Beratung verschoben werden? Cornelia
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Liebe Schamanenstube
Ich bin seit 35 Jahren mit meinem Mann verheiratet. Seit 20 Jahren liebe ich einen anderen Mann, der ebenfalls verheiratet ist. Für uns beide ist klar, dass wir aus Verantwortung unsere Ehepartner nicht verlassen werden, die übrigens bis heute nichts von unserer Liebesbeziehung wissen.

Mein Herzensmann denkt eher rational und ist einfach glücklich darüber, dass wir unsere Liebe leben dürfen in dem Rahmen, wie es eben möglich ist.

Er und seine Ehefrau leben seit einigen Jahren getrennt. Dennoch halten sie weiterhin Kontakt. Sie haben ein grosses, gemeinsames soziales Netzwerk und verbringen zusammen einen grossen Teil der Sommermonate im Ferienhaus am Meer, das sie mit Freunden teilen. Das bedeutet, dass ich im Sommer von mir aus keinen Kontakt zu ihm aufnehmen kann. Er schickt mir alle 14 Tage eine SMS, kommt aber meist alle paar Wochen für kurze Zeit zurück in die Schweiz, um seinen Geschäften hier nachzugehen. Das gibt uns dann Gelegenheit, uns für 2 - 3 Stunden zu treffen. Alle unsere Treffen können nicht länger dauern, weil ich nicht länger von Zuhause weg sein kann. Ist er in der Schweiz, ist eine Kontaktaufnahme meinerseits möglich, jedoch nur nachts. Dies aus Vorsicht.

Mit diesen Beschränkungen, die vor allem durch seine Lebensart bestimmt sind, tue ich mich immer wieder schwer. Ich fühle mich als diejenige, die sich seinem Leben anpassen muss.

Dazu kommt, dass ich erst vor kurzem durch Bekannte erfahren habe, dass er und seine Frau schon länger nicht mehr zusammen wohnen. Mich hat es sehr getroffen, dass er selber mir das nie gesagt hat und mich bewusst in einem falschen Glauben liess. Er hat sich entschuldigt. Der Grund sei seine Vorsicht zum Schutz unserer Liebesbeziehung gewesen.

Obwohl er mir immer wieder sagt, dass er mich liebt, ist mein Vertrauen seither beschädigt. Wenn wir zusammen sind, zweifle ich nicht an seiner Liebe. Es fühlt sich alles richtig an. Doch in den Tagen und Wochen dazwischen frage ich mich, ob seine Liebe echt ist oder ob ich für ihn einfach jemand bin, mit der man auf Abruf ein paar schöne Stunden geniessen kann, dieweil das übrige Leben nicht gross beeinträchtigt wird. Er kennt diese Gedanken und weiss, dass ich mich damit schwer tue, bleibt aber dabei, dass er mich liebt, und dass die Situation nun einfach so ist wie sie ist und wir doch das Beste daraus machen müssten.
Er gibt mir zu verstehen, dass er meine Anwandlungen gut ertragen könne, weil er wisse, dass die in Abständen immer wieder mal kämen, aber auch wieder vergehen würden. Er findet dann immer, dass die wenige Zeit, die wir für uns haben, zu schade sei, um Probleme zu wälzen, die nach seiner Meinung doch gar nicht bestünden. Er liebe mich doch und Punkt. Dass ein richtiges, ernst genommenes Gespräch für mich hilfreicher wäre, das begreift er nicht so recht. Er ist ein Mann mit Grundsätzen und darin eher stur und somit wenig flexibel. Am besten sollte alles so bleiben wie es ist.

Ich weiss nun nicht, ob ich von meinem Herzensmann einfach zuviel erwarte, wenn ich denke, dass Liebe sich darin zeigen würde, dass er etwas mehr für unsere Beziehung aufwendet, sich etwas häufiger per sms bei mir meldet, oder auch einmal auf eine seiner vielen Aktivitäten verzichtet, um Zeit für uns zu haben. Darf ich seine echte Liebe an solchen Sachen festmachen oder gar daran zweifeln? Vielen Dank und Gruss, Cornelia



  • Gast

    Liebe geteilte Frau, geniesse und erkunde deinen Mann, vor dem du alles verscheigst.Wer ist er und wer bist du?
    Herzlichen Gruss, J.


  • Schamanenstube

    Liebe Cornelia

    Gerne haben wir Deine Nachricht hierher verschoben.
    Beim Lesen tun sich uns mehrere Gedankenfelder auf. Vielleicht dürfen wir diese Räume eröffnen.

    Partnerschaft aus Verantwortung

    Du sprichst wenig von der Beziehung zu Deinem Mann. Wir entnehmen, dass Du nur aus einem Verantwortungsgefühl bei ihm geblieben bist und noch bist. Oft sagt man so etwas als eine Art Rechtfertigung, um eine Schuld zu verbergen. Uns drängt sich der Gedanke auf, Du nimmst durch die Tatsache des anderen Mannes diese Verantwortung gar nicht wahr. Täuschen wir uns?
    Der Verrat ist ja dennoch begangen, auch wenn die beiden anderen Ehepartner davon nichts wissen. Emotional mit dem Verrat umzugehen ist oft nicht einfach. Die Schuld begleitet ihn.

    Abhängigkeitsverhältnisse

    Jetzt, da es nicht so gut um die Zweit-Beziehung zu stehen scheint, lesen wir natürlich hauptsächlich negative Wertungen über den Zusatzmann.
    Das erste, was uns auffällt, ist eine emotionale Abhängigkeit von dieser Liebe. Du musst Dich anpassen, erhältst wichtige Informationen erst durch andere, seine Beteuerungen scheinen auf Dich nicht als Wahrheit zu wirken, Du musst quasi um Audienzen bitten, etc.
    Die Abhängigkeit zeigt sich für uns darin, dass Du mit der Situation, wie sie ist, nicht glücklich zu sein scheinst. Du möchtest mehr SMS und mehr Zeit von ihm als eine Art Liebesbeweis. Bist Du das arme Opfer, das auf Liebe hofft?

    Vertrauen

    Wie wir lesen, hat sich Dein Vertauen ihm gegenüber verändert, als er Dir nicht mitteilte, nicht mehr mit seiner Frau zusammen zu leben. Der erste Gedanke ist natürlich: warum will er jetzt nicht mehr Zeit mit mir verbringen?
    Wird Vertauen hinterfragt, existiert es bereits nicht mehr. Das Schweigen über die Trennung stellt vielleicht einen Verrat an Dir dar. Verrat ist sehr schwierig in Einklang mit Ordnungen der Liebe zu überstehen.
    So könnte es eine Abschwächung Deiner Liebe zu ihm darstellen, dass er Dich verraten hat. Wie es um seine Liebe zu Dir bestellt ist, spielt nur bedingt eine Rolle. Wir denken, Deine Liebe hat sich verändert.

    Kannst Du dazu etwas sagen?

    Liebe Grüsse
    Die Schamanenstube


  • Gast

    Liebe Schamanenstube
    Vielen Dank für das ausführliche Eingehen auf meine Darlegungen.

    Partnerschaft aus Verantwortung:
    Doch, ich denke schon, dass ich mich dafür verantwortlich fühle, dass es meinem Mann, der viel älter ist als ich und auf Hilfe angewiesen, so gut als möglich geht. Er könnte sonst wohl nicht mehr zuhause leben.

    Abhängigkeitsverhältnis:
    Ja, das ist wohl richtig. Ich fühle mich emotional von dieser Liebe abhängig. Eigentlich möchte ich das nicht, aber es ist dennoch so. Eine Beziehung, wie wir sie haben, ist durch die Einschränkungen, durch das Nicht-Richtig-Leben-Können dieser Liebe eine fragile Sache. Zuviel kann nicht unmittelbar geklärt werden, bleibt manchmal offen oder missverständlich. Zuwenig Zeit um zu klären und zuviel Zeit, um zu hinterfragen, zu grübeln. Eigentlich müsste ich doch im Innersten wissen, dass es reicht, dass ich diesen Mann liebe und dass auch er mich liebt und zwar auf seine eigene Art. Statt dessen versuche ich, abzuwägen, ob da ein Ungleichgewicht besteht. Das macht unzufrieden und das tut nicht gut. Ich bin mir eigentlich bewusst, dass Liebe ein Geschenk ist und nicht gefordert werden kann.

    Vertrauen:
    Natürlich hat sich meine Liebe verändert, weil sie einen Verrat erlitten hat. Eigentlich erwarte ich wohl, dass er sich nun anstrengt, mir das Vertrauen in seine Liebe zurückzugeben. Müsste ich ihm das so sagen?

    Lieben Gruss, Cornelia


  • Schamanenstube

    Liebe Cornelia

    Danke schön fürs Einsteigen auf die verschiedenen Gedankenbereiche und Deine Antworten.
    Wir möchten gleich auf Deine Schlussfrage eingehen, ob Du ihn auffordern sollst, Dir mehr Liebesbeweise zukommen zu lassen.

    Unser Gefühl sagt uns Nein. Die Folge dieser Aufforderung könnte sein, dass er unsicher wird, wie er sich verhalten soll. Die emotionale Distanz kann auch auf seine Unfähigkeit hindeuten, emotional kommunizieren zu können.
    Eine Änderung könnte auf Deiner Seite passieren: Deine Wahrnehmung Deines Lebens könnte sich vielleicht in eine Richtung entwickeln, da Du es Dir gut gehen lässt. Sprich dass es eine Cornelia gibt, ohne diesen Mann und es ihr gut geht. Aus dieser Basis heraus könntest Du Dir diesen Mann ab und zu gönnen, als i-Tüpfelchen.
    Wäre es möglich, die Richtung Deiner Liebe auf Dich zu lenken, Dir zu schauen, Dir Gutes zu tun und Dich als wichtigste Person in Deinem Leben zu empfinden und Dir auf dieser Basis Dinge zu gönnen?

    Herzlich, die Schamanenstube


  • Gast

    Liebe Schamanenstube
    Vielen herzlichen Dank für Deinen Rat. Ich werde ihn beherzigen, denn es ist die einzige Möglichkeit, mit dieser Situation so umzugehen, dass sie mir nicht schadet. Ich werde mein Denken und Wollen dahin lenken, dass es mir auch ohne diesen Mann gut geht, damit ich mir aus dieser Situation heraus das Zusammensein mit ihm als i-Tüpfelchen gönnen darf. So wie Du es beschreibst. Mein Herz muss bei mir bleiben und der Rest ist Geschenk.

    Nochmals vielen, vielen Dank! Das ist mir eine echte Hilfe. Cornelia.


  • Schamanenstube

    Liebe Cornelia,
    gerne helfen wir weiter: spürbar kann Dein eigener innerer Wert werden, die Wahrnehmung von Dir selbst als Frau, innere Schätze können benannt werden und ein Umsorgen von Dir selbst mit schönen Dingen in den Tagesplan einfliessen.
    Herzlich, die Schamanenstube


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