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  • schreibt über Orakelsee

    Wie funktioniert Hellsehen? Was ist Hellsichtigkeit? - Artikel über das Wahrnehmen von Ordnungen in schamanischer Trance und den Einsatz vom Kartenlegen

    Mar
    2018

    30


    Orakelsee
    Seit einiger Zeit hat die Schamanenstube den Orakelsee wieder öffentlich zugänglich gemacht. Die erste Zeit bestand aus Entwicklungen, Bugfixing und Erweiterungen. Nun kehrt Ruhe ein am online Kartenlegen. Wir wissen, wir sind die einzigen im Netz, die zusammen mit Tarot3d echtes Kartenlegen am Bildschirm ermöglichen. Es war uns wichtig, keine fremden Karten zu verwenden und damit Künstlerrechte zu veletzen, sondern eigene Karten zu malen. Die digitale Malerei hat untrüblich zur Stimmung am Orakelsee beigetragen: Ruhe, friedliche Fernsicht und das Gefühl, für Menschen da sein zu können.

    Eher selten nehmen wir die Trommeln mit an den See. Wir setzen uns ins grüne Gras auf den Hügeln um den See oder an den flachen Stellen, an welchen der Übergang zwischen Boden und Fliessen ineinander übergeht. Dort unten ist es einfach, den Blick in die andere Wahrnehmungsebenen zu wechseln. Den Kopf nahe am Wasser lässt die Augen über das meist glatte Wasser gleiten. Man spürt die tiefe des Sees und die Bewegung der Oberfläche bis hinaus in die tieferen Wasser. Die leichten Bewegungung erlauben das Atmen mit dem See. Wie von selbst steigt die blaue Kugel aus dem Wasser auf und wird umhüllt von einem Glitzern. So seltsam das anmuten mag, so vertraut wirkt das Bild und fügt sich gänzlich in die Landschaft mit ein. Es ist, als ob sie schon vorher da gewesen wäre.


    Die Orakelkugel

    Die Orakelkugel dreht sich langsam. Sie zieht aus den Tiefen des Sees Wasser an ihrer Seite hoch, das in feinen Tropfen an ihr herunter perlt. Es sieht aus wie feine Nebelschwaden, die sich über die Kugel ziehen und in glitzernden Tropfen an ihr runtergleiten. Die Mitte der Kugel steht fast still. Einige dunklere Regionen erkennt man. Sie drehen sich langsamer. Das liegt daran, dass die Kugel recht gross ist. Das Beschreiben wird schwierig, wenn man bewerten muss, ob sie durchsichtig oder nicht ist. - Es ist anders. Man kann durch sie hindurch sehen, aber nicht in den Hintergrund des Sees. Man sieht nicht das Ufer auf der anderen Seite, nicht die Bäume auf den Hügeln dahinter. Man sieht in die Ordnungen der Menschen hinein, die sich dem See widmen. Ohne konkrete Fragestellung ist das ein nicht greifbares Durcheinander, das aber schön anzusehen ist. Manchmal erblickt man Fetzen von etwas, das sicher Sinn machen würde, wüsste man die Frage dazu.

    Die Kunst des Lesens der Ordnungen besteht darin, eine Frage dem richtigen Bild zuzuordnen. Wobei die Bilder in der Kugel nicht still stehen, sondern sich Bewegungen abzeichnen. Sie zeigen, was unter den Vorkommnissen und Bestrebungen liegt. Alles, was man tun muss, um hinter die Dinge zu schauen, ist sich einer Frage an das Orakel intensiv zu widmen und zu warten, bis man versteht, was sich da bewegt. Oft denkt man nicht an Unvermutetes.


    Was ist Hellsehen?

    Oft wird Hellsichtigkeit als eine Gabe bezeichnet. Da denken wir etwas anders. Es ist eine Technik, die viel mit einem persönlich zu tun hat. Passend würden wir es als eine gewisse Faulheit des Sehens bezeichnen. Wenn wir im Alltag etwas sehen, versuchen wir dem Gesehenen sofort einen Sinn zuzuweisen. Vielleicht können wir als Beispiel den Flug eines Pfeils über den See nehmen. Wenn man ihn sieht, weiss man instinktiv wo er etwa landen wird und von wo er abgeschossen wurde. Macht man ein Foto mit kurzer Verschlusszeit von dem Pfeil, der gerade über den See fliegt, so scheint er im Bild über dem See zu schweben. Es ist nicht klar, wie schnell er unterwegs ist. Auch ist unklar, in welche Richtung er fliegt. Er könnte genauso gut rückwärts fliegen. Womöglich wurde er auch nur an einer Schnur befestigt und baumelt über den See. Dennoch versuchen wir, im Bild nach Sinn zu suchen. Die nahelegenste Vermutung ist: er fliegt in Pfeilrichtung. Dieses Suchen nach Sinn, nach einem Einordnen der Wahrnehmung ist eine anstrengende Geschichte. Sie läuft automatisch. Denn im Alltag benötigen wir diesen Automatismus.

    Wer zwei oder dreimal versucht hat, die Realität anders zu betrachen und damit die Möglichkeit offen zu lassen, dass alles auch anders sein könnte, findet vielleicht Gefallen daran. Es heisst nicht, dass man die Alltagstauglichkeit verliert.

    Den Dingen nicht gleich Sinn zu verleihen, ist eine Freiheit. Man kann sie durch Faulheit erreichen. Dabei sprechen wir von einer Faulheit der Wahrnehmung. Aus schamanischer Sicht befindet sich bei der Wahrnehmung direkt der Gerechtigkeitssinn. Dieser wertet und orndet ein, was das Zeug hält. Seine Ressourcen sind Gewissen, Ethik und das Wissen über Gesetzmässigkeiten. So nehmen wir aus schamanischer Betrachtung die Welt wahr. Es gibt so hochtrabende Wörter wie wertfreies Denken. Das ist im Alltag nicht möglich. Wir würden beim Gehen direkt an die nächste Wand klatschen. Die Faulheit besteht darin, dass man es sich gönnt, die Wertemaschinerie mal aussen vor zu lassen.

    Der Zustand beim sog. Hellsehen ist also als ziemlich doof zu bezeichnen, betrachtet man ihn aus dem Alltagsbewusstsein. Hellsehen verhält sich ähnlich dem schamanischen Trancezustand. In der Geschindigkeit dieser Trance wird es möglich, etwas doofer die Welt zu betrachen. Das liegt daran, dass unser Gehirn im Alltagsbewusstsein nur drei Dinge miteinander vergleichen kann. Stellt man sich einen Würfel vor, auf dessen oberseite vier Punkte sind und geht etwas näher ran, so kann man gleichzeitig immer nur drei Punkte sehen. Man weiss, der vierte ist da und man kann den Blick auch auf den fehlenden schweifen lassen, nur geht dabei einer der anderen verloren. Unser Gehirn ist im speziellen Zustand der schamanischen Trance fähig, alle vier Punkte gleichzeitig wahrzunehmen.

    Das tönt erst einmal nach einer Bereicherung der Fähigkeiten. Das ist es aber nicht, weil wir es uns nicht gewohnt sind, einen Sinn im Vergleich der vier Dinge zu finden. Den Blick kann man dabei als "weich" bezeichnen. Das Erkennen von Zusammenhängen ist bei Hellsichtigkeit nicht mehr an Logik gebunden, sondern an ein emotionales Schweifen über Zustände. Meist dauert es eine ganze Weile, bis man aus dieser speziellen Wahrnehmung etwas kognitiv fassen kann. Er danach ist etwas in Worten fassbar. Diese Worte entsprechen nicht unbedingt der Wahrnehmung, sondern sind oft nur eine Annäherung. Das Wahrnehmen von vier Einflüssen auf eine Situation ist nicht logisch. Ein kleiner Teil geht dabei gerne verloren. Vielleicht erklärt das die Ungenauigkeit einiger Aussagen.


    Bewegte Realität

    Aus dem Geschriebenen oben kann der Eindruck entstehen, dass in einem hellsichtigen Zustand alles still steht und man aus einem ruhenden Bild abliest. Das ist nie der Fall: die vier oder manchmal mehr Dinge bewegen sich alle. Aus der Gefühlslehre der Schamanismus Therapie ist bekannt, dass Kraft immer in einer oder mehreren Ordnungen fliesst. Das kann man sich vorstellen, wie Wasser, das in einer Regenrinne fliesst. Ohne Regenrinne entsteht vielleicht ein still stehender Tümpel. In der Rinne bewegt sich das Wasser bei etwas Neigung. So verhält es sich auch mit den Begebenheiten unseres Alltags. Er steht nicht still, er bewegt sich. Was man also beim Hellsehen erkennt, sind die Bewegungen. Daraus kann man die Ordnungen, also die verschiedenen Regenrinnen ableiten. Das Kartenlegen kann einem dabei entscheidend helfen: die Karten bilden die Ordnungen ab. Darin bewegen sich die Kräfte. Auf diese Weise kann man Aussagen darüber machen, was passieren wird. Quasi: die Richtung des Pfeils ist wieder sichtbar, weil sich alles bewegt.





  • schreibt über Orakelsee

    Kartenlegen am Orakelsee geht den Weg, Felder zu eröffnen. Die mystische Wahrnehmung weicht dem Orakel Markt aus: Schamanismus Therapie am Orakelsee

    Feb
    2018

    25






    Passt das Wahrsagen in schamanische Gefilde? – Das allgemeine Bild vom Schamanismus formt sich aus Trommeln, Rasseln und wilden Tänzen, alles eingehüllt in mystischen Rauch. Was immer da gemacht wird, hat die Wahrsagerei da einen Platz? - Das äussere Bild des Schamanismus lässt für ernsthaft Praktizierende nicht vermuten, was wirklich gemacht wird. Man kann Schamanismus mit zwei Grundzügen umschreiben: schamanische Wahrnehmung in Trance und schamanisches Wirken. Das sind die Grundbausteine der Schamanismus Therapie. In dieser Basis finden sich noch keine Glaubensvorstellungen. Sie ist frei von religiösen Zügen. Es geht in erster Linie um die ungefilterte Wahrnehmung. Und genau hier findet die Zukunftsschau ihren Platz: in der Wahrnehmung.



    Wie geht diese mystische Wahrnehmung?

    „In Glaskugeln steigen mystische Nebel auf, die Bilder auf die Zukunft freisetzen, die Karten auf dem Tisch sprechen mit ihren Bildern über das, was passieren wird, fremde Stimmen sprechen durch den Körper der Kartenleger.“
    Das einzig Übernatürliche oder Ungewohnte in der Kombination von Schamanismus und der Wahrsagerei ist der schamanische Trancezustand. Dieser unterscheidet sich von Zuständen wie der Hypnose und tiefen Meditationen. Die Schamanenstube proklamiert seit jeher, dass die schamanische Trance ein Zustand wacher als wach ist. Sieht man sich schamanische Völker an, so wird ziemlich kraftvoll getanzt und in sehr schneller Rhythmen Krach gemacht. In dieser Geschwindigkeit liegt der Schlüssel: bei 240 Schlägen wie zum Beispiel von einer Trommel geht das sogenannte Corpus Callosum schlafen. Das ist ein Organ im Gehirn, das einfach gesagt die linke und die rechte Gehirnhälfte voneinander trennt. Machen wir ein Experiment? - Stellen Sie sich bitte eine Sekunde lang bitte keinen rosaroten Elefanten vor:


    Rosaroter Elefant
    Nun gut, wir haben den Elefanten in glänzender Farbe dahin gemalt. Aber selbst wenn nicht: die linke Gehirnhälfte versteht Sprache: „eine Sekunde lange nicht einen rosaroten Elefanten vorstellen“. Mister Links kann sich unter einem rosaroten Elefanten nichts vorstellen und muss Mister Rechts befragen, die rechte Gehirnhälfte. Mister Rechts kann in Bildern denken, versteht aber das „nicht“ nicht. Also malt Mister Rechts den Elefanten hin, färbt ihn schön rosa und Schwupps: man hat den Elefanten gesehen. Die Kommunikation zwischen den beiden Hirnhälften läuft über ein Organ, diesem sogenannten Corpus Callosum.
    Stellen Sie sich vor, was geschieht, wenn dieses Kommunikationsrelais schlafen geht. Die rationale Denkweise verbunden mit dem Denken in Bildern, Gerüchen und weiteren Wahrnehmungen verschmilzt zu einem Brei. Man kann getrost sagen: in schamanischer Trance wird man strunzdumm. Wir hoffen, etwas unterscheidet sich dennoch von kompletter Dummheit: je länger man in diesem Trancezustand verweilt, je besser kommt man damit klar. Er bietet einen „übernatürlichen“ Vorteil: im Alltagszustand kann unser Gehirn drei Dinge miteinander gleichzeitig vergleichen. In schamanischer Trance sind es mindestens vier. Wir denken, hier liegt die magische Vier Castanedas Emanationen des Adlers verborgen. Es ist aber nicht so, dass man auf einmal besser denken kann. Es ist um ein Vielfaches schwieriger, mit den eigenen Wahrnehmungen umzugehen. Vielleicht können wir das mit LSD-Trips vergleichen. Irgendwelche Muster, Farben oder was auch immer treten unkontrolliert auf. Ob man einen LSD-Zustand nutzen kann, können wir nicht beantworten. Die schamanische Trance erlaubt es eher, sich in so seltsamen Wahrnehmungsgebieten zurecht zu finden. Die Gefahr der Annahme, dass die Welt so sei, wie man sie unter Trommeleinfluss wahrnimmt, ist sehr stark gegeben. So entstehen aus diesen Wahrnehmungen gerne Glaubensvorstellungen, die im rationalen Alltag nicht mehr funktional sind. Mit anderen Worten: man kann durchknallen.


    Kraft und Ordnung

    Jede Krafteinwirkung bewegt Dinge. Wenn man einen Ball kickt, bewegt er sich. Er bewegt sich aber mehrheitlich in die Richtung, in welche man ihn kickt. Diese Richtung ist die Ordnung, in welcher sich die Kraft freisetzt. Beim Kartenlegen wird die Ordnung, in welcher sich eine Situation befindet, in den Karten abgebildet. Das tönt mystisch, ist aber nur der Ausdruck dessen, was die Situation ausmacht. Das ist vergleichbar mit dem Auftrag: „Bitte malen Sie die aktuelle Situation mit Fingerfarben“. Das Bild wird vielleicht nicht schön, aber es kann klare Linien und Formen beinhalten. Das ist die Ordnung. Der Rest ist einfach: man liest die Ordnung und schaut, wohin die Kraft fliesen wird.
    Das ist Kartenlegen.
    Natürlich gibt es viele Theorien darüber, wie das Kartenlegen oder das Wahrsagen funktioniert. Die Schamanenstube arbeitet mit der Vorstellung, dass sich Kraft in Bahnen bewegt. Am Ende gibt uns das die Sicherheit, Orakelfragen richtig beantworten zu können.




    Kartenleger Häuschen

    Der Kartenleger-Markt 2018

    Die Karten zu legen ist keine Angelegenheit mehr, da jemand während einer schamanischen Arbeit Sicherheiten sucht oder nach Richtungen im Leben sucht. Es ist ein Job, der sich in einem extrem gewachsenen Markt behaupten muss. Wer gut ist, wird seine Kunden haben. Aber heute dauert das. Dies erlebt auch die Schamanenstube, die am Orakelsee wieder Karten legt.
    Ca. 2010 mussten wir die Arbeit am damaligen Orakelsee einstellen, weil sie zu viel Zeit in Anspruch nahm. Die Schule für Schamanismus Therapie wollte gelebt werden. Heute kehren wir zurück zur Arbeit an der Front. Wir merken: es kämpfen Tausende um Kunden. Selbst in der relativ kleinen Schweiz haben es einige verstanden, mit nur fünf Antwortstrategien Kunden zu binden.
    Wir machen es wie immer anders, komplett anders: ruhig, in die Tiefe blickend und kundengerecht. Wir sagen niemanden, was er oder sie zu tun hat, sondern eröffnen Felder.


    Therapeutische Ansätze - Felder eröffnen

    Beim Glauben und der mystischen Attestierung zur Weissagung ist es schwierig, therapeutische Rahmenarbeit zu leisten. Es melden sich Menschen, die zum Beispiel verzweifelt ihre Ex-Partner zurück wollen. In fast panikartigen Zuständen entzieht sich ihnen manchmal die Fähigkeit, Rückfragen zu lesen. Wir empfinden es wie beim Schamanismus: man will konsumieren und nicht sich auf etwas einlassen. Konsumieren heisst beim Wahrsagen: man will gesagt bekommen, was man tun soll. - Das erfüllt der Orakelsee nicht.
    Ein therapeutischer Einstieg ist beim Kartenlegen möglich, indem man die Verantwortungsabgabe zur Verantwortungsübernahme macht. Ein Element dabei ist das Ziehen der Karten: in einer Stimmung, die sich intensiv mit der Fragestellung befasst, lassen sich die Karten ziehen, die auch etwas Wichtiges aussagen können. Findet das Kartenlegen vor Ort in der Stube statt, ist es viel einfacher, die Rahmenarbeit aufzubauen, als im Online Orakelsee. Sich auf ein Online-Gespräch einzulassen, bedingt das Schreiben. Das ist nicht jedem gegeben. Deshalb setzen wir Skype und Whatsapp-Calls ein, um den Kunden die Nähe zu geben, sich tief auf seine Fragen einzulassen.


    Was interpretiert ein Kartenleger am Orakelsee?

    Die Antwort würde lauten: die Karten natürlich. Das ist schon richtig. Es stellt sich aber die Frage, ob eine Hoffnung abgebildet wurde oder die tatsächliche Entwicklung einer Situation. Viel zu oft steht in den Karten genau das, was schon in der Frage als Wunsch mitschwingt. Ein Beispiel: „Kommt mein Ex zu mir zurück“. Im Kartenbild steht die Hauptperson ganz nah beim Partner. Die Schwierigkeit besteht nun im Herausfinden, ob die Hoffnung abgebildet wurde, dass er zurück kommt oder ob er wirklich zurückkommt. Das lässt sich nicht auf den ersten Blick sagen. Zuweilen liefert das Nachfragen etwas Greifbares. Die Schamanenstube denkt, einen Weg gefunden zu haben, diese Gedanken transparent zu machen: mit sogenannten Lifestreaming. Das sind Videos, die den Bildschirm des Kartenlegers zeigen und man dabei hören kann, wie er sich im Kartenbild bewegt. Damit erzielen wir eine recht gute Kundennähe. Youtube hat uns schnell rausgeworfen: zu viel stetig gleicher Inhalt. Können wir nachvollziehen: man sieht immer nur den Bildschirm mit den Karten. Facebook ist da weniger heikel und lässt diese Streams zu. Neue Technik erlaubt Altes. Das ist schön.
    Die Technik erlaubt es, über die beratende Funktion der Wahrsagung heraus zu gelangen: die Macht darf beim Kunden bleiben. Das geschieht durch das Eröffnen von Felder. Wir beweisen am Orakelsee in unseren Kartenlegungen, dass dies möglich ist:

    Schauen Sie mal vorbei....





  • schreibt über Schamanismus-Therapie

    Die Sicherheit ist ein Gefühl, das wir uns gerne durch äussere Sicherheit erschaffen. Gibt es Sicherheit ohne immateriellen Boden?

    Dez
    2017

    11


    Tür
    Mit den Räumen unseres Zuhauses schaffen wir uns Sicherheiten. Dazu mag auch ein Bankkonto gehören, eine Versicherung, ein Vorrat. Materielle Sicherheit schafft emotionale Sicherheit. So ist das Materielle ein Mittel zum Zweck der Erschaffung emotionaler Sicherheit. Diese scheinen wir seit Anbeginn der Menschheit zu brauchen. Wozu?

    Der Sinn des Gefühls der Sicherheit

    Im therapeutischen Schamanismus ist die Sicherheit ein sehr grosses Gefühl. So gross, dass sie ein Gebiet kennzeichnet, das einem ganzen Kontinent gleich kommt. Auf diesem Land, dieser starken Erde, siedeln sich viele Gefühle an, die ohne Sicherheit nicht existieren. Die Ruhe zum Beispiel kann nur empfunden werden, wenn ein Boden aus Sicherheit sie stützt. Es gibt Menschen, die empfinden in stressigen Zeiten eine Ruhe, weil sie die Sicherheit spüren, welche Richtung sie gehen müssen. Die Dankbarkeit benötigt Sicherheit, um auf gefestigtem Boden Liebe zu empfinden. Die Liebe selbst tränkt die Erde der Sicherheit, um Geborgenheit zu erschaffen. Es gibt viele Keimlinge der Sicherheit. All diese Keime der Sicherheit empfinden wir in der Regel als positiv.


    Immaterielle Sicherheit

    Was wäre, wenn aller Besitz, den wir anstreben, nur dazu dient, uns das Gefühl der Sicherheit zu erschaffen? Dann bräuchten wir eigentlich nur sehr wenige materielle Dinge. Aber wir bräuchten auch die Fähigkeit, Sicherheit ohne Rahmen zu erleben.
    Geht das?
    Die Folgen für die Wirtschaft wären fatal. Sicher ist, dass wir uns schon immer materiell geprägt die Sicherheit verschafft haben: wer nicht jagt oder sammelt, der verhungert.

    Es ist in unseren Augen nicht falsch, sich materielle Sicherheiten zu schaffen. Es ist ganz im Gegenteil genau im Sinne unserer Natur, überleben zu wollen und uns zu entwickeln. Was Materialismus mit Entwicklung zu tun hat? – Nur auf der Sicherheit können wir uns entwickeln, denn hier sind die Gefühle beheimatet, die wir brauchen, um über uns hinaus zu wachsen. Ideenfunken zünden auf diesem Boden, nicht im Kampf, der erst die Sicherheit zu erreichen versucht. Und ja: in grösster Angst können wir Ideen haben, um Auswege zu finden. Der Gedanke an eine gelungene Flucht zum Beispiel kann uns bereits das Gefühl der Sicherheit in der Unsicherheit vermitteln.


    Sicherheit ohne Boden

    Die Frage lautet, ob man das Gefühl Sicherheit erschaffen kann, ohne Sicherheit zu besitzen. Die Antwort ist ein klares Ja. Hier helfen viele Dinge:

    • der Glaube an eine bessere Zukunft
    • die Notwendigkeit des Überlebens
    • die Trauer über Verlorenes
    • Vertrauen in andere
    • aufbauende Selbstdefinition
    • Beziehungen

    Es gibt noch viele Dinge mehr, die einem neben dem Besitz zu Sicherheit verhelfen. Vielleicht wissen Sie noch einige?


    Was hindert an der Sicherheit?
    • die stillstehende Traurigkeit
    • Rechtfertigungen, warum etwas nicht klappen soll
    • Opferhaltungen und Jammern
    • übertriebener Aufbau von Bedrohungen
    • Abgabe der Verantwortung über das eigene Leben
    • u.v.m.




  • schreibt über Gesundheit

    Schweizer Restaurants werben mit regionalen Produkten. Schaut man sich die Produzenten der Region an, fragt man sich: ist das gut?

    Aug
    2017

    29


    Laguiole MesserNein, das sind keine Waffen. Das sind Gourmet-Werkzeuge, so gefährlich sie aussehen mögen. Wenn es etwas gibt, wofür sich die Betreiber der Schamanenstube outen müssten: wir lieben den Genuss, beim Essen, Trinken und was Atmosphären anbelangt. Also keine Sorge, wir sind nicht gefährlich. Wir sehen nicht mal so aus :-)

    Seit langer Zeit möchten wir einen Artikel über ein geflügeltes Wort in der Werbung von Restaurants verfassen: "Regionale Produkte und Erzeugnisse". Es gibt heute sehr, sehr viele Gasthöfe, die sich mit dieser Werbung brüsten. Lange haben wir gezögert, diesen Artikel zu schreiben. Wir dachten, wir könnten falsch liegen. Nach unseren Erfahrungen im Piemont und wieder ersten Erlebnissen in der Schweiz sehen wir uns nun so stark in unserer Meinung bestätigt, dass wir es beim Namen nennen: man müsste sehr oft bei regionalen Produkten hierzulande sagen: nein danke.
    Bauern, die vor lauter Subventionen nur noch Zeit haben, Menschen an Waldrändern argwöhnisch zu beobachten, Milchkühe so zu mästen, dass sie nicht mehr richtig gehen können und eine Unfreundlichkeit an den Tag legen, dass man den Kopf schüttelt, sind zumindest im Toggenburg, aber auch im Zürcher Oberland nach unserer Erfahrung Menschen, von denen wir keine Produkte wollen. Wir wollen nichts aus solchen Händen essen, trinken oder kaufen. Lieber erwerben wir z.B. ein argentinisches Stück Fleisch. Fragt man Spitzenköche, verwenden sie sehr selten lokale Produkte. Das Fleisch von Rindern, die nie einen Stall gesehen haben, hat eine x-fach höhere Qualität. Es gibt in anderen Ländern Tomaten mit Geschmack, Radieschen, die einem einen kleinen Schock versetzen, katerfreien Wein und Menschen, die stolz auf ihre Produkte sind.
    Nicht alles ist hier so schlecht, wie man jetzt denken könnte. Es gibt Ausnahmen in ganzen Produktlinien, die wir Schweizer wirklich im Griff haben. Aber: das reicht einfach nicht. Und es reicht überhaupt nicht, einfach die Preise hoch anzusetzen, um wenigstens das Gefühl von Qualität vorzugaukeln.



    Schweizer Lug und Betrug

    Wir kauften damals in Gähwil, Kirchberg frisches Brot. Nach dem hörbaren Ping des Mikrowellenherds bekamen wir schön warmes Brot. Für das Gefühl frischen Brots reichte das nicht. Wir bestellten bei regionalen Bauern Hartholz fürs Cheminée, natürlich zum Hartholzpreis. Als die Hälfte davon Tannenholz ist, meinte der Bauer: das braucht es zum Anfeuern. In einem teuren Restaurant in Kirchberg waren wir mit einer Kundin. Durchfall und Übelkeit begleiteten uns, unsere Kundin übergab sich noch im Garten der Schamanenstube. Das Steueramt der Gemeinde Kirchberg meinte, wer täglich Teilzeit arbeitet, darf auch nur prozentual den Weg zur Arbeit abziehen. Im Sertig meint die Geschäftsleitung, wir seien selber schuld, ein gutes Zimmer zu buchen, wenn sie nebenan bauen würden. Die Kantonspolizei Graubünden mussten wir erst mal eine Stunde lang davon überzeugen, dass das Betrug war, schon nach der ersten Satz der Definition im Strafgesetzbuch. Schliesslich kenne man sich. Ist das die Schweiz? - Man könnte es meinen.




    GammelfleischLetzte Woche waren wir bei einem Italiener mit Bewertung 4.7 von 5. Wir bitten den Chef an den Tisch, er möge bitte das servierte Fleisch probieren. Seine Antwort: "Sie müssen nicht bezahlen, nicht mal die Getränke". Nun, er war ehrlich. Verlieren auch Italiener in der Schweiz ihre Begeisterung für Genuss und Qualität? Was machen wir in der Schweiz nur falsch?

    Wir denken, jeder kann solche Erlebnisse vorweisen. Sie bleiben einem in Erinnerung. Die guten Erlebnisse haften weniger im Gedächtnis, nur die ganz Guten. Und ja, es gibt die Guten. Zum Beispiel erleben wir gerade in der Markthalle Trivisano Freundlichkeit und kompetente Beratung zu den dortigen Produkten. Wir erhalten hochwertiges Fleisch und gute Weine, sogar zum Sonderpreis. Wer uns kennt, weiss, dass man uns etwas genuss- und qualitätssüchtig bezeichnen könnte. Und wir finden gute Qualitäten in der Schweiz. Vor den diesjährigen Erlebnissen haben wir stets nur die wirklich Guten bewertet. Dahin kehren wir zurück.




    Pizza

    Wie betrügt man nicht?

    Wir denken, wer seine eigenen Produkte selbst mag, die Arbeit schätzt und aktuellen Stolz auf das Geleistete am Produkt empfinden kann, der hat es nicht nötig, respektive kommt gar nicht auf den Gedanken, zu betrügen. Qualität alleine reicht nicht. Sie ist nichtig, wenn das Gefühl zu ihr nicht stimmt. Da sind wir natürlich wieder voll im Schamanismus: die innere Ordnung, mit welcher man Dinge tut, darf sich von Anfang bis zum Schluss durchziehen. Es reicht nicht, wenn ein Bauer seine Kühe liebevoll pflegt, der Metzger seinen Job liebt, man an der Theke aber froh sein muss, wenn die Verkäuferin sich doch noch herablässt, es einem zu verkaufen. Die ganze Kette muss stimmen. Dazu muss auch die Verkäuferin einen guten Lohn erhalten, damit sie ihrem Job unbelastet begegnen kann.
    Verkaufsleiter und Verkaufsleiterinnen in Restaurants, in Shops und in Betrieben könnten die richtigen Personen sein, sich neben Absatzzahlen auch um das emotionale Befinden ihrer MitarbeiterInnen zu kümmern. Wo Kundenkontakt stattfindet, wird die Qualität eines Produktes mitbestimmt. Es muss den Menschen im Verkauf in den Bereichen Firmenbild, Produkte und beruflichem Umfeld gut gehen. Das ist in der Schweiz schwierig, wir sind längst zu einer Dienstleistungsgesellschaft mutiert. Der Wert der Dinge hat oft keinen wirklichen Wert mehr. Das schlägt sich auf die Produktion wie auf den Verkauf nieder.
    Die äusseren Rahmenbedingungen sind unumgänglich, wenn man Menschen den Rahmen bieten möchte, ihre Hingabe, ihre Werte und ihr Können ausleben zu leben. Die Faultiere und - uf Züritüütsch: d'Säuhünd müssen weg. Wer beim Riechen eines Produkts fast Tränen in die Augen bekommt, muss gefördert werden. Der Überlebenskampf heute macht das schwierig. Vielleicht darf ein grosser Teil dieser Chef-Verantwortung auf die Menschen übergehen, die Hingabe leben. Statt ständig etwas Neues zu suchen, wo man seine Hingabe leben könnte, darf die Verantwortung in die Hand genommen werden, sich im aktuellen Leben eine emotionale Grundlage zu schaffen, statt im Aussen Gründe zur Selbstverhinderung zu suchen.


    Wie steht man hinter den Dingen?

    Es liegt nicht an der Herkunft, Liebe, Hingabe und Stolz leben zu können. Viele Italiener in der Schweiz zum Beispiel verwechseln Stolz auf eine Arbeit mit Hochmut. So kommt das Essen in italienischen Restaurants nach unserer Erfahrung nicht an Restaurants in Italien heran. Aber wir sind auf der richtigen Fährte: es geht um Liebe, Hingabe und Stolz, mit dem richtig umgegangen wird.
    Aus der Gefühlslehre wird schnell klar, dass verletzter Stolz zu Trotz führen kann. Auf diesem Weg wird das weggeworfen, was Qualität hat. Merkt man, dass man in einen Trotz verfällt, kann man auch begreifen, dass man sich gerade selbst schadet. Der Weg vom Stolz in den Hochmut führt aber auch zu einer Abwertung. Gibt es einen Mittelweg?
    Findet man ein Produkt, das man verkauft, gut oder macht eine Arbeit, weil man sie gut kann, wird die Beziehung von einem selbst zum Produkt oder zur Arbeit eine ganz persönliche, ja fast private. Der erste Kraftakt einer Überwindung ist es dann, diese Privatheit nach aussen zu tragen. Sprich: zu verkaufen. Es braucht diese Überwindung wegen der Gefahr, sich dafür schämen zu müssen, dahinter zu stehen. Die Folge dieser Scham ist die Abwertung der eigenen Qualität. Wertet man die eigene Arbeit ab, so wird man sie auch nicht mehr gut machen. Das Problem mit der Authentizität beginnt also schon sehr früh: bei der Angst vor der Scham.










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