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Der Schamanismus Blog Seite 1

Schamanische Rituale und Themen zum Schamanismus


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Die Schweiz verlassen und auswandern


Die Schweiz verlassen
Wie kommt man denn auf die Idee, die Schweiz verlassen zu wollen? Vor bald drei Jahren haben wir den Entscheid gefällt, der Schweiz der Rücken zu kehren. Wir haben ein Leben lang in der Schweiz gearbeitet, gelebt und gewohnt. Heute resümieren wir und gehen. Warum tun wir das?


Finanzieller Aspekt

Viele Ausländer haben auch heute noch das Gefühl als Schweizer verdiene man viel und sei reich. Dass es in der Schweiz Armut gibt, ist niemandem so richtig bewusst - noch nicht mal den Schweizern selbst. Im Jahr 2019 lebten 8.7% der Schweizer unter der Armutsgrenze. Besonders schlimm: die meisten davon sind über 65 Jahre alt. Würden wir hier bleiben, würden wir ebenso verarmen, wie viele andere Schweizer auch. Wir werden uns aber nicht von sozialen Institutionen abhängig machen, nur weil die Schweiz als Wirtschaftsland für kleine Unternehmen ein hartes Pflaster ist. In der Schweiz als Ehepaar zu leben, kostet pro Monat zwischen SFr. 4'000.- und SFr. 6'000.-. Sicher kann man noch günstiger leben. Wir schaffen es teilweise mit SFr. 3'500.-. Unsere Altersvorsorge dagegen ist bescheiden: neben der Schamanenstube gab es immer Teilzeitjobs, um das Leben hier finanzieren zu können. Mit Teilzeit erwirtschaftet man aber keine gesunde AHV oder Pensionskasse. Wenn wir also nach Reglementierung pensioniert werden, wird uns das Geld nicht reichen. Die Einkünfte der Schamanenstube sind zwar okay, aber für die Schweiz reicht das nach der Pensionierung nicht.


Schweizer Abgründe

Nach zusammen über 100 Jahren als Schweizer dürfen wir uns unser eigenes Urteil über uns Schweizer als Volk erlauben. Damit das nicht zu hart tönt, setzen wir es in "wir"-Form. Zum einen schreiben wir über "uns" Schweizer, um nicht zu vergessen, was wir alles erlebt haben. Zum anderen werden wir bald Menschen sein, die ihre Heimat verlassen haben. Es interessiert also niemanden mehr, was wir über die Schweiz denken.


  • Wir Schweizer sind kein gutes Volk
    Gegen aussen sind wir natürlich "neutral". Aber hinter dieser Fassade sind wir Schweizer im Vergleich zu anderen Völkern auf gewisse Weise eher ein verwerfliches Volk. Wir gönnen selten jemanden etwas ohne mindestens eine höher zu wertende Gegenleistung, auch nicht untereinander. Jeder ist stets auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Geht es anderen schlecht, hebt sich der Stolz, dass man besser sei als andere. Der kaum zu bewältigende Überlebensinstinkt scheint diese Härte zu fordern. Das "Verwerfliche" im Volk nehmen wir als Folge der Notwendigkeit wahr, immer mehr leisten zu müssen, als es eigentlich bauchen würde.


  • Wir Schweizer sind hochaggressiv
    Schweizer meinen andere Autofahrer erziehen zu müssen, wenn nötig mit blecherner Gewalt. Wenn etwas als unrecht empfunden wird, greifen wir reflexartig an: teils sogar mit Existenz bedrohender Gewalt. Das haben auch die zwei uns nachfolgenden Generationen nicht gelernt. Im Gegenteil, sie machen mit demselben Blödsinn weiter. Auch sie fühlen sich im Recht obwohl es nicht so ist. Fährt man vorgeschriebene 50 km/h, hängt einem der Hintermann 10cm am Arsch. Wir provozieren es rauszufinden, dass alles nicht so ist wie wir es meinen.


    Wir Schweizer sind asozial
    Die Corona-Krise bringt das Schlechte der Schweizer zum Vorschein. Wir sind ein Land mit prozentual vielen und lauten Corona Impfgegnern. Die Impfgegner per se sind nicht das Problem, aber praktisch jeder von ihnen hat sich radikalisiert. Wut erzeugt wie überall Gegenwut.  Sagen wir, jemand bekommt wegen einer Triage keinen Platz im Krankenhaus. Als Geimpfter würde man von Bett zu Bett gehen und fragen, ob der geimpft ist, der da liegt. Ist er es nicht, wird wohl der eine oder andere Schweizer die Stöpsel des Ungeimpften ziehen wollen um das Bett zu übernehmen. Wir Schweizer opfern unsere Freiheit für unser gedachtes Recht. Wir töten gedanklich für ein Recht, das wir nur denken zu haben. Die Provokation findet sich hier in der Leugnung der Existenz des Virus und mit Corona-Parties.


    Wir Schweizer sind emotional unterentwickelt
    Der emotionale Quotient neben dem Intelligenzquotienten ist bei unserem Volk stark verkümmert. Niemand scheint wirklich mit Gefühlen klar zu kommen. Verdrängung heisst die Schweizer Art, sich Problemen zu stellen. Einzig der Stolz ist wirklich wichtig. Man will ja was sein. Dieser Drang entstammt immer dem eigentlichen Wissen: man ist im Grunde minderwertig. Gegenüber anderen können wir Schweizer gar nicht wirklich nahe sein, da wir mit uns selbst nicht im Reinen sind.


Positive Schweiz
Es gibt auch gute Eigenschaften der Schweizer. Da jeder ständig versucht, sein Bild im Aussen zu wahren, kann man sich auf die Schweizer verlassen. Die Gefahr, das Gesicht zu verlieren, ermöglicht sehr hohe Qualitäten. Es führt auch dazu, dass wir gerne spenden. Vieles wird zwar als Kavaliersdelikt gesehen, aber wenn wir sehen, dass jemandem ein Unrecht angetan wird, schreiten wir ein. Insofern sind wir durchaus brauchbar. Und wir lassen andere sonst gerne in Ruhe. Je weniger man sich einmischt, je weniger Probleme gibt es. Im Vergleich zum Ausland: die Schweiz ist sicher sauberer als manch anderes Land. Ebenso sind unsere Strassen recht gut unterhalten.



Qualitäten im Ausland

Seit drei Jahren sind wir unterwegs und suchen nach emotionalen Qualitäten im Ausland. Erst waren wir in Griechenland, respektive auf Kreta. Die Kreter sind leider ebenso aggressiv. Hinter der vorgespielten Freundlichkeit gegenüber den Touristen finden wir reine Waffengewalt und mittelalterlichen Patriarchalismus. Über viele Jahre fuhren wir nach Italien und haben die Freundschaften dort sehr genossen. Anders als bei uns Schweizern werden Gefühle offener gezeigt und gelebt. Wir hielten Italien von der emotionalen Qualität her immer für ein Traumland. Es gibt nur einen Nachteil: Italiener sind vorwiegend in Italien emotional intelligent. Viele Italiener spielen sich im Ausland auf, als ob ihnen alles gehöre: sie rotten sich zusammen und nehmen sich Rechte heraus, die gegenüber anderen feindlich sind. Das ist uns in v.a. Spanien sehr stark aufgefallen.

Als wir das erste Mal nach Spanien fuhren, erlebten wir eine emotionale Intelligenz weit über dem, was wir darüber zu wissen glauben. In Spanien ist nichts wichtiger als das Gespräch. Man tauscht sich sehr rege und tiefgehend aus. Das letzte Land auf unserer Liste ist Portugal. Das drittsicherste Land auf der Welt (die Schweiz kommt nachher) beherbergt neben dem hohen EQ eine Freundlichkeit der Menschen, die ihresgleichen sucht. Wir werden uns mit Portugal noch näher befassen. Wir wissen nur: in der Öffentlichkeit furzt man dort anscheinend recht häufig und Autofahren können die Portugiesen nicht.


Die Reise beginnt

Das Haus der Schamanenstube ist im Dezember 2021 verkauft. Auch die meisten Einrichtungsgegenstände sind via Tutti weg. Wir sind frei. Diesen materiellen Zustand der Freiheit zu erlangen, hat uns viel Kraft gekostet. Als erstes erholen wir uns. Danach machen wir alles schön und sauber für die neuen Besitzer und düsen los. Der Plan ist es, mit dem Auto über Frankreich nach Spanien zu fahren und von dort nach Portugal. Ob das aufgeht, steht noch in den Sternen. Momentan hat der Alternator des Opels seinen Geist aufgegeben und wir überlegen, ob sich eine Investition noch lohnt. Aber darum kümmern wir uns nach dem Erholen. Wir tauchen frisch geboostert in den Winterschlaf ab.

Das Helfersyndrom als Krankheit


Eichhörnchen

Wenn ungefragte Hilfe zu Problemen führt, stellt sich bei den Opfern der Syndromtäter eine Abwehrhaltung oder Abhängigkeit ein. Menschen mit einem Helfersyndrom könnte man als Menschen bezeichnen, die es lieb meinen. Dem ist in unserer Wahrnehmung gänzlich nicht so.


Helfen für Stolz und Macht: Machtergreifung über das Helfersyndrom

Wir widmen uns dem Thema Helfersyndrom aus der Ecke einer therapeutischen Massnahme zur Stärkung des Selbstbewusstseins. Es gibt bestimmte Situationen, da altruistisches Helfen eine therapeutische Massnahme sein kann. Um das greifbarer zu machen, nehmen wir ein Bild hervor, das jeder kennt: man hilft einer alten Frau über die Strasse. Die Beweggründe für diese Hilfe lassen wir noch aussen vor, da es sich um eine Massnahme handelt. Auf der anderen Strassenseite verabschiedet man sich von der alten Frau und geht weiter.


Wie fühlt man sich danach?
Gehen wir davon aus, die alte Frau wollte tatsächlich über die Strasse und war über die Hilfe froh. Alles gut, alles in Ordnung. Im Helfenden steigt jetzt ein Gefühl von Stolz auf. Das kann ein sehr schöner Stolz sein, der nur für einen selbst ist. Man wird von dieser Hilfe niemandem erzählen. Man hat es einfach getan. Gemäss Susanne Fiske hat man im Wärme-Kompetenz Modell wahrscheinlich aus einem Gefühl des Mitleids gehandelt. Das darf sicher sein.

Wo war die Macht?
Stolz und Macht sind leider gute Freunde. Der empfundene Stolz nach dem Helfen darf der Machtergreifung über das eigene Schicksal dienen. Es kann zu einer Selbstdefinition führen, da man sich etwas "besser" fühlt. Insofern ist als therapeutische Massnahme die Aussage: "Helfen hilft einem selbst" richtig.
Jetzt kommt aber der Knackpunkt: das stimmt nur als Massnahme.


Helfen ohne zu Fragen

Einmal auf den Geschmack gekommen, kann es zu einer Verschiebung von Werten kommen:
Helfen ist etwas Gutes: ja, aber man muss fragen.
Helfen nach dem Fragen ist etwas Gutes: ja, aber man muss die Antwort abwarten und zuhören

Viele Menschen haben das Gefühl, das Helfen selbst ermächtige sie, die Macht über andere kurz oder sogar langfristig zu nehmen. Das wird allerdings gar nicht wahrgenommen. Die Rechtfertigung: "ich habe ein Helfersyndrom" verschleiert dazu die eigene Werteverschiebung.


Beispiel Verträge

Man macht mit jemandem etwas ab und einigt sich auf einen gemeinsamen Plan, wie man vorgehen möchte. Dieser Plan gibt allen Sicherheit und der Vertragserfüllung steht prinzipiell nichts im Wege. Wird eine der Planungsdaten nicht erfüllbar, kommuniziert man das und einigt sich erneut. Jemand mit Helfersyndrom kann das Ereignis als etwas heranziehen, das zu einer Machtergreifung führt: da dieser Punkt jetzt nicht geht, ändert man den Folgepunkt, damit doch alles aufgeht. Das kommuniziert sogar jemand mit Helfersyndrom. Der andere fühlt sich dabei übergangen. Selbst wenn er jetzt kommuniziert, dass man das nicht will, wird das gar nicht mehr gehört. So können ganze Verträge platzen, auch wenn sie schon weit vorgeschritten sind.
Ein Helfersyndrom ist eine dysfunktionale Störung. In so einem einfachen Beispiel kann es verhehrende Folgen für das Vertrauen und die ganze soziale Bindung haben.


Schwächen zeigen führt zum Auslösen der Machtübernahme

Da der eine Vertragspunkt nicht machbar ist, zeigt sich der Vertragspartner enttäuscht. Von der kranken Person kommt nur das Unverständnis, warum man nicht darauf eingehen will. Man hat ja geholfen. Und es wird weiter auf der für den anderen womöglich als Absurdität bezeichneten Hilfe beharrt. Immer wieder wird quasi getröstet, dass man ja eine Lösung gefunden hätte. Es wird weder nachgefragt, ob die Lösung auch für die andere Partei genehm ist, noch wird ein Veto wahrgenommen, egal wie oft dieses fällt.


Das Gefühl der Unschuld

Ein Helfender kann in keiner Weise nachvollziehen, dass er irgendetwas gemacht haben soll, was gegen die Abmachung war. Man wollte ja nur helfen. Selbst nach mehrfachen Erläuterungen, erscheint es nicht ganz klar begriffen zu sein. Die Unschuld als Gefühl ist eine Folge des Helfersyndroms. Da die Rechtfertigung ja schon bester Freund der Lüge ist, wird der Weg über das sogenannte Vergessen oder Ausblenden von Tatsachen geöffnet. Die Unschuld akzeptiert keine Tatsachen, sie blendet alles aus um zu beschützen, was die eigentliche Absicht war. Das ist ein unbewusster Verteidigunsmechanismus über den Selbstbetrug. Die Machübernahme wird durch das lieb gemeinte Trösten verschleiert.
Das sind natürlich keine guten Voraussetzungen für die Weiterführung eines Vertrags. Ein Helfersyndrom ist etwas Gewalttätiges, Unanständiges und Gefährliches.


Auswege aus dem Helfersyndrom

Wir kennen keine erprobten Wege aus diesem Syndrom. Normalerweise nennen wir jemandem in der Schule, dass es fast unmöglich sein wird, mit dem Syndrom für das Wohl von Menschen sauber zu arbeiten. Über Mitleid gerechtfertigte Machübernahme ohne Schuld stösst uns ab. Wir machen uns Gedanken über ein Herangehen an diese Krankheit:


Ausschluss
Schliesst man Menschen mit dieser Krankheit aus, wird sie sich vielleicht eher verstärken. Der Drang nach Selbstdefinition und Zugehörigkeit könnte stärker werden. Das macht den Weg frei, immer mehr Gründe zu finden, um jemandem helfen zu können.


Verhaltenstherapie
Über Trigger das Verhalten selbst erkennen zu können, kann einen Schritt darstellen. Erst wenn man sein eigenes Verhalten greifen kann, ist eine Änderung überhaupt möglich. Die Trigger könnten via Sensibilisierung auf Gefühle und Aktionen definiert werden:

Anerkennung als Krankheit
Die Unschuld verhindert generell die Anerkennung als Krankheit. Dieser erste Knackpunkt kann sehr wichtig sein. Man wird sehr selten bei sich selbst diese Krankheit diagnostizieren wollen. Besser ist es, man erzählt von anderen Fällen, in denen man sich selbst erkennen kann.

Trigger Mitleid
Kommt Mitleid auf, darf die Frage gezündet werden: was will ich jetzt aus Mitleid tun? - "Ich werde schaden." So ein Satz kann das Gewissen nach und nach wieder richtig stellen. Dabei ist auf den Aufbau des Selbstwertes zu achten, um sich nicht runter zu machen, sondern in eine neue Richtung zu gehen.

Trigger Helferstopp
Wenn man merkt, man will helfen oder ist schon mitten drin: "Ich schade gerade anderen Menschen".

Stolz aus anderen Quellen
Der Stolz aus dem Helfen heraus ist das Negative beim Syndrom. Gezieltes Aufbauen eines normalen Stolzverhaltens kann in einer Therapie sicherlich erreicht werden. Damit kann sich das Grundbedürfnis Stolz auf andere Ebenen ausdehnen. So kann auch das Vernachlässigen eigener Bedürfnisse durch das Helfersyndrom angegangen werden.

Trigger Machtübernahme
Wenn man merkt, dass man jetzt für andere etwas organisiert, für sie denkt, ihnen Gutes tun will: "Ich schade gerade..."


Ursachenfindung
Bei der Ursachenfindung tut sich ein weites Feld aus, das bei jedem wahrscheinlich komplett anders geartet ist. Beginnen würde man vielleicht beim Selbstwertgefühl und der Selbstdefinition. Da finden sich sicher Hinweise auf sozialer Ebene: wie erreicht jemand sein Zugehörigkeitsgefühl, seine Anerkennung als Teil einer Gesellschaft. Das kann runter bis in die Kindheit gehen. Wie gesagt, da eröffnet sich ein weites Feld, das lange Sitzungen mit sich führen kann.


Lösung Psychotherapie

Die Psychotherapie kennt das Syndrom sehr gut und ist sicher die richtige Anlaufstelle für diese Krankheit. Die Schamanismus Therapie ist hier die falsche Anlaufstelle. In den Ausbildungen bemerkt man es rasch. Es ist eine dysfunktionale Ausgleichsstörung mit zwanghafter Attribution und ganz und gar nichts "Liebes".

Hausverkauf mit emotionalem Stress


Seelenhaus

Vor sehr langer Zeit waren wir auf der Suche nach einem grösseren Zuhause für die Schamanenstube. Damals fanden wir ein Traumhaus in Thal auf der Appenzeller Strassenseite. Dieses Haus konnten wir nicht erwerben, weil unser Geld für die Bieterrunden nicht gereicht hat. Das brachte uns zur heutigen Schamanenstube.

Gerade sind wir dabei das Haus wieder zu verkaufen, das uns die letzten zehn Jahre Schutz, Wärme und Geborgenheit bot. Das ist ein grosser Schritt für uns. Wir entschliessen uns, unser Haus ohne Bieterrunden zu verkaufen. Es soll niemand das Gefühl bekommen, nicht genug Geld für seinen Traum zu haben. So haben wir Menschen gesucht und gefunden, die für uns emotional stimmen. Wichtigstes Kriterium ist die Tierliebe. Um die Stube herum gibt es viele wilde Tiere, wie viele Spatzen, Meisli, Rotkelchen, Wintergoldhähnchen, Amseln, drei Tauben, Buntspechte, Elstern und ab und an den Sperber. Im Garten gibt es den Igel, die Eichhörnchen, den Feuersalamander und sicher noch Tiere, die wir nur gehört haben. Der Teich wird von einer Libelle jedes Jahr bewacht, damit der Frosch seine Ruhe hat. Ebenso paddeln kleine Molche im Teich wohlig umher.

Diese Tiergattungen in einem Facebook-Inserat zu nennen führt zum Verbot des Inserats. Die Bots von Facebook haben entschieden, dass wir wohl Tiere über Facebook verkaufen wollen. Selbst nach eingelegtem Widerspruch gelten wir für das Fratzenbuch neu als Tierhändler. Facebook ist definitiv nicht für einen Hausverkauf brauchbar.


Makler für den Hausverkauf?

Makler fallen für uns in die Kategorie unanständiger, kompetenzfreier Lügner. Warum sollten wir jemanden engagieren, der auch nur an den bekannten Stellen inserieren kann? Können Makler bessere Fotos machen und Texte für Inserate schreiben als wir? - Nein. Wir wurden von ca. 150 Maklern als Reaktion auf unser Inserat angeschrieben oder von ihnen angerufen. Die Anrufer haben wir gefragt, ob sie lesen können. Im Inserat steht: "Makler unerwünscht". Selbst sogenannt namhafte und grosse Maklerbüros durften sich von uns anhören, wie die Schulzeit in der Primarschule abläuft: "Können Sie sich bitte notieren: Aa Bb Cc".
In unserem Briefkasten finden sich dicke Dossiers, teilweise mit Schöggeli drauf, in denen herausgestellt wird, wie gut die Makler seien. Wir konnten solche Ordnungen noch nicht mal als Schoggi runterbringen. Wir legen alles in die Rundablage. Es ist nicht nötig, einen Makler zu engagieren. Wir können bestätigen, dass man ohne Makler zu Käufern kommt. Wenn man sich etwas Zeit für Fotos, eventuell ein Video und einen Text über sein Haus nimmt, finden sich genug Käufer.
Wir mussten damals bei unserem Hauskauf erst einmal den Makler loswerden und haben ihn rausgekauft. Das liess einen anständigeren Hauskauf zu. Das Hauptargument von Maklern ist ihre sogenannte Datenbank mit potentiellen Kunden. Wir meinen aber, wer ein Haus kaufen will, der schaut sich selbst um. Insofern sind alle Namen auf so einer Liste keine Käufer für unser Haus.


In der Hand der Natur

Wir legen den ersten Entscheid für in Frage kommende Käufer auf dem Umgang mit Tieren. Das können wir natürlich nicht testen. Aber wir können schauen, wie die Natur auf die jeweiligen Käufer reagiert. Ebenso achten wir darauf, wie das Haus selbst reagiert. Bei den allerersten ist zum Beispiel ein Bild herunter gefallen, das seit zehn Jahren an seinem Platz hing. Ein Bild von Avalon mit einem gespannten Pfeilbogen. Das liess uns aufmerksam werden: "Passt auf!". Der Marktwert unseres Hauses wäre in der derzeitigen Immobiliensituation um eine halbe Million höher als der von uns ausgerufene Preis. Wie gesagt: keiner soll das Gefühl haben, dass sein Geld nicht reiche.
Das erste Paar wollte handeln, also gingen wir ein wenig runter. Dann wollte es mit nicht wirklich stichhaltigen Argumenten weiter handeln. Die Ordnung durch das herunterfallende Bild und einer zusätzlich geplatzten Glühbirne war besiegelt. Nein danke. Wir handeln nicht mit euch und setzen den Preis wieder rauf.


Emotionale Auf und Abs

Wir haben diesem Haus viel zu verdanken. Es hat uns nach kurzem anfänglichem Rumgezicke sehr viel ermöglicht. Die riesigen und hohen Räume haben uns und unsere Kunden weit nach vorne gebracht. Das hier ist unser Traumhaus. Könnten wir es mitnehmen, würden wir es einpacken.

Es gibt nach dem ersten Paar gleich weitere interessierte Paare. Das erste hat sehr schöne Zeiten mit uns am Tisch verbracht, geplaudert, erzählt und sie haben sich auch emotional etwas geöffnet. Zwischendurch gab es Aussagen, die uns innerlich aufschrecken liessen. Da wurden Dinge im Gespräch umgedreht und versucht, emotional Druck aufzubauen. - Wir haben uns gefragt, ob sie sich wohl unsere Website überhaupt etwas angesehen haben? Wir unterrichten emotionales Wahrnehmen. Könnte es sein, dass wir emotionale Spielereien wahrnehmen können?

Das Ganze lief wie ein Greedy Therapie-Gespräch mit Reflektionen: wo sind die schönen Dinge, wo sind wir emotional daran, uns abzuwenden? Aber wir selbst sind nicht die einzigen, die Wirkungen wahrnehmen. Bei einem dieser Gespräche haben wir gehört, wie die Elstern draussen Alarm schlugen. Zufälligerweise verliessen die potentiellen Käufer das Haus über den Wintergarten und haben das gar nicht mitbekommen. Als wir danach ums Haus gingen, um die Haustür zu schliessen, bemerken wir draussen ein Schlachtfeld. Mitten drin sitzt der Sperber und fliegt davon, als er uns sieht. Er hat eine der drei Tauben über den ganzen Sitzplatz und den Garten verteilt.
Tags darauf sehen wir die zwei übrigen Tauben und wissen: es war die stets zerzauste dritte Taube. Es kommt das Gefühl auf: für das Haus es ist Zeit, mit Altem aufzuräumen. Wir machen eine schamanische Reise zum Hausgeist. Er meint nur: "es ist, was ist". Später am Abend kommt die Frage der Käufer: verkauft ihr uns das Haus? - Wir sagen ja, das können wir uns vorstellen.


Solange nichts verkauft ist, ist alles unsicher

Wir machen gemeinsam einen Plan aus, wie der Hauskauf und alles drum herum laufen sollen. Wann macht wer was, was machen wir noch am Haus etc. - Alles steht, ein gutes Gefühl.
Leider verstreichen fast zwei Monate und wir merken, wie wir unsere Termine nicht mehr guten Gewissens aufrecht erhalten können. Unsere Planung kippt. Es gibt einen Zeitplan, wann der Termin für das Zahlungsversprechen der Bank ist und wir dann den Termin beim Grundbuchamt machen können. Das gab uns die Möglichkeit, Termine auf Madeira zu machen und ein Mietshaus zu reservieren.
Nach langer Wartezeit wird uns mitgeteilt: nein, sie werden die abgemachten Termine nicht einhalten können. Man erklärt uns, wir könnten ja trotzdem den Termin beim Grundbuchamt machen, auch ohne ein unwiderrufliches Zahlungsversprechen. Stopp! So war das nicht abgemacht. Wir haben besprochen, wie das laufen soll und wir alle waren einverstanden. Wir fragen drei Mal nach, ob das wirklich so gemeint ist. Drei Mal bestätigt man uns, wir könnten es ja anders als abgemacht machen. In uns steigt grosses Misstrauen auf. Unsere Zusage platzt. Fast zwei Monate für ein Zahlungsversprechen und dann den Ablauf umdrehen? - Unser Vertrauen ist weg.

Wir durchleben Tage des Nachdenken, des Hineinfühlens und Abwägen, wo ist unsere Ehre durch das Verraten-Werden verletzt und warum genau fühlen wir uns jetzt betrogen. Verträge sind uns wichtig, die bricht man nicht und sagt dann, man sei ja selbst schuld, wenn man den Termin jetzt nicht auf Gutglauben mache. Unsere Verkaufszusage und die ganze Planung ist nichtig. Wir entschliessen uns jetzt alles anders zu machen.


Der Schnellere gewinnt

Wir entschliessen uns allen mitzuteilen: wer zuerst unterschreibt, dem gehört das Haus. Die Inserate liefen permanent weiter und neue Interessenten durchliefen das Kennenlernen. Und ja, es gibt gleich nach dem Entscheid "der Schnellere gewinnt" Interessenten, bei denen die Natur reagiert: alles ist friedlich, der Buntspecht turnt an den Stangen rund ums Vogelhaus herum, das Eichhörnchen zeigt sich sogar zweimal direkt am Teich, als wir am Tisch mit Käufern sitzen und es sehen können.
Es fühlte sich gut für uns an, als wir die Verantwortung über den Hauskauf dem Haus und der Natur selbst überliessen. Nach dem Startschuss sind gleich dreieinhalb Parteien da. Alle drei Paare passen auf ihre Weise zum Haus und zur Natur.

"Der Schnellere gewinnt" - was für eine dumme Idee!
Das ältere Paar ist geschockt. Das verstehen wir gänzlich nicht. Schliesslich haben sie sich nicht an die Abmachung gehalten. Das jüngere Paar schafft es in kürzester Zeit alle Unterlagen richtig zusammen zu stellen und schickt uns das Zahlungsversprechen. Wir staunen, dass das anscheinend doch zügig gehen kann. Bravo!

Ab jetzt überschlagen sich die Ereignisse im Minutentakt. Seit drei Wochen ging unser Garagentor nicht mehr ganz zu. Also lassen wir es reparieren. Bevor der Monteur kommt, fahren wir zum Einkaufen. Just in dieser Zeit trifft das Versprechen der Jüngeren ein. Tja - das Garagentor funktioniert vor der Reparatur wieder. Das Grundbuchamt ruft an, während der Monteur am Tor arbeitet und mögliche Fehler sucht. Das jüngere Paar hat den Termin. Gleich darauf ruft das ältere Paar an und hat es möglich gemacht, die Unterlagen auf einmal sehr schnell zu haben (vorher mussten wir fast zwei Monate warten). Das dritte Telefon ist das Grundbuchamt, das einen früheren Termin mit dem älteren Paar ausgemacht hat. Der Monteur ist mittlerweile weg. Und die Tür des Tors geht nicht mehr zu. Keuchust!

Abgeschlossen ist es erst, wenn der letzte Kugelschreiber vom Kaufvertrag abgehoben wird. Es gibt ein drittes Paar. Ihnen teilen wir alles mit. Sie wollen auf Standby bleiben und warten, was passiert. Es ist, was ist. Anderentags geht die Türe zu als wäre es nie anders gewesen. Hallo Hausgeist, spinnst du?


Sich selbst bemächtigendes Helfersyndrom

Wir können mit dem älteren Paar sprechen. Sie sind im Moment vorne. Wir wollen herausfinden, warum sie sich nicht an die mündliche Abmachung gehalten haben. - Es geht sehr lange im Gespräch, bis ihnen trotz klaren Nennens überhaupt bewusst wird, was sie getan haben. Wir sitzen auf unserer Bank und hören zu. Irgendwann kristallisiert sich heraus, dass man die Änderung der Abmachung uns zu Liebe machen wollte. - Sie hätten gemerkt, dass wir uns unsicher und gestresst gefühlt hätten und wollten uns damit helfen. Das liege am Helfersyndrom.

Wir wissen um die grosse Gefahr von Helfersyndromen. Leider haben das sehr viele Menschen, sogar solche die legitimiert mit anderen Menschen arbeiten. Dieses Helfersyndrom hat in diesem Fall dazu geführt, dass sie vertragsbrüchig wurden. Es ist eine Anmassung, Aktionen durchzuführen, weil man denkt, man helfe damit. Hilfe wird nur zu Teil, wenn darum gebeten wird. Alles andere empfinden wir als übergriffig.

Mit dem Verstehen, weshalb man den Ablauf ändern wollte, müssen wir in die Selbstreflektion. Ein Mitleid wegen attestiertem Helfersyndrom würde so oder so dazu führen, dass wir die Käufer nicht mehr wollen. Aber das wäre eine Reaktion von uns und der Verkaufsentscheid liegt gar nicht bei uns, er liegt beim Haus. Dennoch müssen wir damit klar kommen. Unser Nachdenken nach dem Treffen führt uns zurück zum Gedanken an die Natur. Wir haben von Beginn an als eine Art Zuni-Ritual der Natur die Entscheidung abgegeben. Damit sind unsere Empfindungen aussen vor. Eigentlich mögen wir die beiden Käufer - bis auf das Syndrom. Wir belassen ihre emotionalen Fehler in ihren Systemen. Wir legen uns schlafen.


Der Entscheid

Das jüngere Paar meldet sich per Mail noch während unserem Gespräch mit dem älteren Paar. Sie schreiben, dass sie aufgeben. Sie können keinen früheren Termin realisieren. Das Mail sehen wir erst am anderen Morgen. Damit ist die Sache definitiv entschieden. Das Rennen hat das ältere Paar gemacht.

Unsere Bank wollte das Zahlungsversprechen, um die Penalty des leicht vorzeitigen Ausstiegs aus unserer Hypothek anschauen zu können und alles richtig in die Wege zu leiten. Wir sprechen mit der Bank, dass die ursprüngliche Art, wie wir verkaufen wollten, jetzt doch anders läuft. Wir können das klären. Wir müssen einfach am Tag der Unterschrift das Zahlungsversprechen der Bank zustellen.

Unsere Termine auf Madeira sind mittlerweile längst hinfällig. Die aktuelle Omikron Corona-Variante macht zudem Portugalreisen schwierig. Nach der Unterschrift werden wir alles neu organisieren müssen. Die Zusagen, was und wann was in der Phase bis zur Schlüsselübergabe passieren wird, sind alle hinfällig. Wir werden das erst wieder anschauen, nachdem wir uns aus diesem ganzen Prozess gelöst haben. Wir haben momentan die Nase voll. Mittlerweile ist hier Schnee gefallen. Für die Vögel draussen haben wir Speckschwarten zum Picken.


Grundbuchamt

Die Unterschrift wird geleistet. Damit ist für uns diese emotionale Reise des Verkaufens vorbei. Der Tag verläuft sehr schön und harmonisch. Ein schönes Abendessen krönt die Unterschriften. Was wir nicht wussten: das ist nur ein Kaufvertrag. Sicherheit für die Käufer gibt es erst beim Eintrag ins Grundbuch. Das ist uns nicht recht. Es lässt sich aber nicht ändern, sonst müssten die Käufer die Steuern für 2021 bezahlen. Wir müssen den Eintrag nächstes Jahr kurz vor der Übergabe machen. Ob das ein gutes Gefühl bei den Käufern gibt? - Wir stehen so oder so zu unserem Wort. Nach dieser ganzen Odyssee können wir verstehen, dass eine Unsicherheit bleibt. Das Grundbuchamt ist hier nicht hilfreich. Schade. Aber da müssen alle jetzt halt durch. Wir brauchen eine Auszeit.

Wie man ein Haus für alle auf schöne Weise verkauft, können wir nicht beantworten. Wir hätten es gerne so gemacht. Jetzt ist alles klar und gegessen. Einen Tipp für den Verkauf eines Hauses haben wir nicht. Wir können nur sagen: Makler braucht es nicht, Käufer finden sich mehr als genug. Einfach etwas Geduld haben.

Wir sehen die Freude in den Augen der Käufer. Jetzt ist alles gut.
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