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Der Schamanismus Blog Seite 3

Schamanische Rituale und Themen zum Schamanismus


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Jeder ist zu Höherem berufen


Berufung

Jeder Mensch ist zu Höherem berufen. Zumindest fühlt sich jeder so. Ist das gerechtfertigt? Unsere menschliche Natur rechtfertigt diesen Traum absult. Wir brauchen sogar diesen Wunsch, ja dieses innere Wissen, dass dem so ist. Das gibt uns einmal Motivation und einmal die Möglichkeit, wegen irgendwelchen Umständen der Berufung nicht nachkommen zu können. Der schmale Grat zwischen Jammerer und erfolgreichen Menschen entpuppt sich oft als schwieriger Entscheidungsweg gegen das Opferdasein.


Fühlst Du Dich auch zu Bedeutendem fähig?

Das ist etwas Gutes! Entscheidend kann die Art und Weise sein, wie du damit umgehst. Das Gefühl, ja das innere Wissen über ein eigenes Schicksal, das sich zu etwas Grossem hinbewegt, kann die Wege im Aussen so formen, dass man tatsächlich dahin kommt. Meist kommt einem die Intelligenz in die Quere. Man weiss ja, was Realität ist und verneint sich selbst gegenüber gerne die im Moment unmöglich erscheindenden Ziele. Wir arbeiten meistens gegen unser eigenes Gefühl.
Wir haben aber kein Problem damit, uns selbst im Verborgenen mit diesem Träumen anzufüllen. Wir tragen es nur nicht nach aussen, weil man wegen des Zugehörigkeitsdrangs natürlich nicht als "verrückter" dastehen will. Am Ort unserer Geheimnisse sind wir oft sehr kindlich. Und hier ist alles möglich. Nur dass alles möglich ist - sprich zu viele Möglichkeiten zu haben - verunmöglicht alles. Man kann sich auf etwas einschwören. Zum Beispiel: man wird in einem schönen Haus wohnen. Kann man diesem Traum immer wieder Kraft geben, wird er möglich.


Kraft und Ordnung - schon wieder dieses Thema

Wenn wir immer wieder erklären, wie Gefühle, Kraft und Ordnung zusammenhängen, dann darum, weil dieses Verständnis unmögliche Dinge möglich machen kann. Und das auf ganz logische Art und Weise. Der Traum von einem Haus ist eine Ordnung. Vielleicht ein Bild, wie der Ausblick aus diesem Haus sich darstellt. Dieses Bild ist das Muster. Kraft fliesst durch Muster. Unsere eigene Lebenskraft - von der körperlichen, der Gedanken und der Gefühlskräfte fliesst in Ordnungen, also Mustern. Am Bild festzuhalten - auch gegen Argumente - lässt unsere Kraft stets von dieser Ordnung beeinflussen. Wir bewegen uns auf unmerkliche Weise auf das Haus zu. Und es wird möglich sein, selbst wenn das mit logischen Gedanken derzeit völlig unmöglich erscheint.

Die Gerechtigkeit der Natur - Schamanismus und Magie


Tipi Natur

Dieser Text widmet sich einem Thema, das den Schamanismus verlässt und doch nicht. In der Regel sprechen wir nicht darüber. Denn es formt bei vielen ein Bild, das ein Entfremder der funktionalen Realität bewirken kann. Es geht um das Thema der Gerechtigkeit der Natur. Hier liegt für uns kognitiv das Geheimnis, wie die Welt beeinflussbar ist. Wir veröffentlichen das Thema, weil wir vor kurzem begonnen haben, unsere Curandero Beutel auch öffentlich zu verkaufen. Bislang gaben wir sie zu bestimmten Einwirkungen dazu und machten kein grosses Aufsehen um sie. Wir konnten aber einige Preise unserer Produkte senken, indem wir die Beutel separieren. Das heisst auch: die Beutel werden öffentlich. Und damit wird eine Form schamanischer Magie öffentlich.


Der Zugang zur Magie

Schon als Kind haben wir vieles ausprobiert. Da gab es Rituale, düstere Geschichten und fast schon Witziges. Manchmal hat etwas funktioniert, manchmal nicht. Es lag aber nicht an den Ritualen selbst, sondern ganz persönlich an uns. Es braucht eine gewisse Form eines Grundgefühls, das wir zu beschreiben versuchen.

Es gibt eine Art Verbindung zwischen der Natur im grösseren Sinn und dem eigenen Gerechtigkeitsempfinden. Sehr schön zeigt sich dieser Einfluss im Zuni-Ritual. Man verändert Dinge auf magische Weise oder übt einen Einfluss aus, indem man sich auf die Gerechtigkeit der Natur einlässt. Das tönt einfach. Das ist es aber gänzlich nicht.
Trägt man zur Absicht eine Wut, eigenes Ungerechtigkeitsempfinden oder Zorn in sich, ist es emotional unmöglich, sich mit dem Gefühl der Gerechtigkeit der Natur zu verbinden. Der Eigendünkel nützt einem hier gar nichts. Insofern ist prinzipiell alle sogenannte Schadmagie oder "schwarze" Magie ausgeschlossen. Zumindest in direktem Einfluss. Beauftragt man jemanden, sieht das wieder anders aus. Ein Fremder ist selten vom selben Zorn erfüllt, sondern macht seine Arbeit eher im Gutglauben.
Das Zuni Ritual
Etwas der Natur in die Hände legen

Die Gerechtigkeit der Natur

Wir zitieren Theodor Fontane aus Effi Briest: "Das ist ein weites Feld". Wir versuchen es trotzdem. Es gibt ein Gefühl, das die sogenannte Verbundenheit mit der Natur übersteigt. Wir meinen nicht eine Unterwürfigkeit, nichts Frommes, kein Ungleichgewicht einer Macht. Wir meinen wir ein Einssein unter Wahrung der Selbstwahrnehmung in gegenseitiger Beziehung zum Aussen. - Gut, das ist nicht verständlich. Vielleicht erklärt es ein Beispiel besser:


Ritual der Gerechtigkeit

Gerne teilen wir ein kleines Ritual für Fortgeschrittene, um sich der Gerechtigkeit der Natur anzunähern. Es ist mehr eine meditative Anleitung, kann dir aber sicher den Weg bereiten.
Dazu nutzen wir z.B. das Bild hier mit den Bergen und der grünen Fläche auf dem Berg mit dem Häuschen drauf.
Du stehst auf einem Hügel und blickst auf das Felsmassiv vor dir. Du bist allein, niemand ist in Sichtweite. Nachdem du dich geerdet hast, atmest du bewusst, wie in vielen unserer Anleitungen beschrieben. Du nutzt die Eigenschaft des Elements Luft, Dinge miteinander zu verbinden. Dein Blick ruht auf der von der Sonne beleuchteten Grünfläche auf dem Hügel vor dir. Du atmest mit der Luft zwischen dir und der Fläche. Wie beim Krafttiertanz gleichst du deinen Atmenhythmus dem Hügel an. Dabei vergisst du die umliegenden Gegenden nicht. Du verbindest dich mit dem Hügel und der restlichen Landschaft. Wenn du einatmest, atmet der Hügel ein, wenn du ausatmest, atmet er aus. Es darf ein warmes Gefühl der Verbundenheit in dir aufsteigen. Du kannst dieses Gefühl auskosten und geniessen. Bis - ja bis du die Gerechtigkeit hinein bringst. Gerechtigkeit ist in erster Linie Wahrnehmung und dann das sofortige Beurteilen. Durch das Gefühl der Verbundenheit wird die Gerechtigkeit ihrem Wertungsdrang beraubt. Du wertest nicht, weder bewusst noch unbewusst. Der Mechanismus von Wahrnehmung und Einordnen verschwindet. Das führt zu einem Zustand, da einfach ist, was ist. Nicht mehr und nicht weniger.

Man mag dieses Gefühl als die "Wertfreiheit" bezeichnen. Das widerstrebt uns, weil eine andere Art der Wertung, oder vielmehr Richtungsgebung einsetzt: die Gerechtigkeit der Natur kommt zum Vorschein. Spätestens hier wird jedwelche Romantik zerstört und du bist mit einer gänzlich anderen Natur verbunden, als die man normalerweise wahrnimmt. Sie fliesst in ihren Ordnungen. Du selbst bist dabei mehrheitlich unbedeutend. Ausser du beginnst zu erzählen. Was du erzählst, interessiert die Natur oder es interessiert sie nicht. Das hängt ein bisschen vom Ort ab. Worte sind Ordnungen. Die Ordnungen der Natur können sich den Worten anpassen.



Ganz ähnlich verhält es sich mit der Technik des Lochreisens. Sie nutzt dieselbe Verbindung zu den Geschehnissen an einem entfernten Ort. Wenn du im obigen Beispiel das Bild von oben verwendet hast, war das auch schon eine kurze Lochreise, eben einfach durch das Bild durch.
Die geschaffene Verbindung durch das Lochreisen hat dieselbe Gefühlsqualität. Man kann sie nutzen, um an entfernten Dingen teil zu haben, oder eben einzugreifen. Auch hier ist ein Eigendünkel nicht anbringbar. Sobald du etwas willst, fällst du aus dem Gefühl heraus und du wertest wieder in deiner Gerechtigkeit.

Höhere Wesen?

Um sich der Gerechtigkeit der Natur zu nähern, ist vielleicht ein Verständnis hilfreich. Gerechtigkeit beinhaltet das Fällen eines Urteils. In schamanischer Betrachtung der Wahrnehmung verläuft der Wahrnehmungsfluss direkt ab den Sinnen in den See des Gewissens. Im Gewissen (altdeutsch AllGemeinesWissen) findet sich ein Regelwerk. Dieses läuft automatisch ab, um nicht jedes Mal über etwas nachdenken zu müssen, was man schon einmal wahrgenommen hat. Die Verbindung zwischen Wahrnehmung und der Urteilsmaschine Gewissen läuft sehr schnell. Ihr Hauptmerkmal ist aber die Unbewusstheit. Wir fällen im Alltag über alles, was wir wahrnehmen, sofort ein Urteil oder zumindest eine Einschätzung. Die häufigste Einschätzung ist das Filtern, ob etwas wichtig ist oder nicht.
Wenn wir von der Gerechtigkeit der Natur sprechen, müsste man theoretisch der Natur kognitive Fähigkeiten zubilligen und sie damit zu einem Wesen machen. Im Schamanismus ist das der einfachste Weg: die Natur als ein Wesen zu betrachten. Da man mit der oben beschriebenen Art und Weise Dinge und Geschehnisse verändern kann, liegt die Vermutung nahe, die Natur sei ein höheres Wesen. Sie ist für uns aber einfach räumlich grösser und unterliegt Ordnungen, die sich über weite Gebiete erstrecken. Das macht diese Ordnungen manchmal auf den ersten Blick nicht sichtbar, weil wir selten so weit schauen. Das ist vergleichbar mit einem Bächlein gegenüber dem Rhein zum Beispiel.


Anwendung der Naturmagie

Der "Trick" ist also das Gefühl zur Gerechtigkeit, das das Gewissen ausblendet, respektive es nicht sofort Urteile fällen lässt. Es kann Jahre dauern, bis man diesen Gefühlszustand über längere Zeit halten und ihn auf Wunsch hervorholen kann. In diesem Gefühl lassen sich die Ordnungen der Natur z.B. in Gegenstände einbringen. Das tun wir seit Jahren mit den Wunschkerzen, den Schamanenspiegeln und den Schutzbeuteln. Sie fliessen auch in unsere Traumfänger mit ein. Damit wird auch eher klar, warum unsere Gegenstände immer nur persönliche Gegenstände sind: wir stellen die Verbindung zwischen den Ordnungen einer Person und der Gerechtigkeit der Natur her.



Krafttiertanz Begleitung im E-Learning


Krafttiertanz

Im Frühjahr gibt es einen schleichenden Zeitpunkt: die Luft scheint immer schwerer zu werden. Die verschiedensten Pollen sind schon länger unterwegs. Die Natur übernimmt die Luft. Zu Beltane ist es dann soweit: der Höhepunkt der spürbaren Aufwärtsbewegung der Natur wird erreicht. Zur Walpurgisnacht entzünden sich die ersten sichtbaren Feuer. Es fühlt sich an, als ob wir ehemalige Höhlenbewohner nun unsere Höhlen verlassen. Die zu Ostara entzündeten Feuerräder haben das Land erweckt. Zu Beltane ist alles wach und voller Tatendrang.


Krafttiertänze

Um die letzten Winterdepressionisten aus den Löchern zu holen, veranstalten wir Krafttiertänze. Das Trommeln schallt aus den Höhlen und weist dem Blut im Körper ein Pochen an: das Herz schlägt, das Blut pulsiert durch den Körper. Es beginnt mit zaghaften Bewegungen. Mal eine Hand links, die durch die Luft Bahnen zieht, mal ein paar leichte Schritte nach rechts und dann wieder Stillstand. Du spürst den Boden unter dir. Die Füsse graben sich in den feuchten Boden und der Puls der Trommeln dringt über die Beine in den Körper. Die Vibration hat etwas Lebendiges, etwas Lebendes. Je länger du diesem Puls in der Erde nachspürst, je klarer wird er. Der Herzschlag der Erde übernimmt den Takt und wird schneller. Du stehst auf bewegter Erde. Es ist fast unmöglich, sich diesem Rhythmus zu entziehen. Er hat etwas so stark Erdiges, dass die Natur unseres Körpers einfach zu ihm passt. Du wirst vom Trommelschlag der Erde erfasst. Fast schon Halt suchend finden deine Hände ihren Weg auf das Pulsieren des Bodens. Auf allen Vieren gräbst du dich in den Dreck. Und es wird warm: dein Blut ist schon stärker im Bann des Getöses.
Es wird Zeit, die Masken fallen zu lassen. Es wird Zeit, die Kraft voll auszuleben. Deine Augen werden ergriffen von der Natur, dein Blick wir hell und klar. Die Grenze zur Anderswelt verfliesst. Die sich an der Erde festhaltenden Finger im Erdreich werden zu Krallen, deine Füsse zu Hinterläufen. Das Rasen deines Herzens wird so stark, dass du meinst, dein Herz fliegt raus. Es pocht. Das Blut schiesst am Hals entlang hoch in den Kopf. Unbändig, unhaltbar vollführt dein Kopf Bewegungen in die Anderswelt direkt vor dir hinein. Deine Nase wird zu einer Schnauze, deine Augen verfärben sich zu Tieraugen. Dein Blut mischt sich mit dem Tierblut. Es wird dunkler, schneller, kräftiger und tierischer. Und die Erde pocht weiter unter dir. Deine Wandlung zum Tier vollzieht sich gänzlich, als du das tierische Knurren in dir nicht mehr zurückhalten kannst. Erschallend stösst du tierische Laute in die dunkle Nacht hinein.
Beltane beginnt...



Beltane
Ritualbegleitung
Trance
Trommeln
Inneres Feuer
Magie der Kraft


Brennendes E-Learning

Wir machen seit 2008 Ritualbegleitungen aus der Ferne. Anfangs dachten wir, die Intensität der schamanischen Rituale würden wir nie in einer Fernbegleitung erreichen. Doch weit gefehlt: mit ausgeklügelten technischen Hilfsmitteln erleben wir eine höhere Trance und Intensität als lokal. Es gibt keine Scham-Grenzen: in der Fernbegleitung bist du in deinen geschützten Räumen. Niemand sieht dich, niemand wertet. Die empfundene Freiheit lässt dich Höhen erreichen, die wir selbst nicht für möglich hielten. Da ist keine Gruppe. Da sind keine Trommler. Unsere Donnertrommel erfasst deinen Körper, unsere Stimmen entzünden das Feuer in deinem Kopf. Wir dürfen Unglaubliches erleben, wozu Menschen fähig sind. Danke!


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