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  • schreibt über Schamanismus

    Das schamanische Ritual des Feuerrads: an der Frühjahrssonnenwende zu Ostara wird das Feuerrad über die Lebensfelder gerollt. Schamanismus und Therapie.

    Mar
    2017

    27


    Feuerräder
    Feuerräder werden seit Jahrhunderten Berge hinunter gerollt. Dieser recht alte Brauch ist v.a. dadurch gut dokumentiert, da es immer wieder zu grösseren Bränden kam, von Scheunen, über Kirchen bis halben Dörfern. Die Schamanenstube macht sie etwas kleiner als mannshoch. Es gibt diese runden Strohringe für die Ostern zu kaufen, aus denen man Osternäschtli machen kann. Naja, man kann auch Feuerräder daraus machen. :-)





    Frühjahrssonnenwende

    Die Tag- und Nachtgleiche, das Frühlingsäquinox findet astronomisch vom 20.3. auf den 21.03. statt. An diesem Datum ist der Tag gleich lang wie die Nacht. Danach werden die Tage länger: es geht in Richtung Sommer. Im Keltenkalender findet sich um diesen Zeitpunkt das sogenannte Ostara. Aber auch ohne mythologischen Hintergrund kann mit Sonnenrädern viel gemacht werden. Die Schule für Schamanismus Therapie setzt die Naturfeste gerne auf therapeutische Weise um. Statt dass man mit den Feuerrädern Felder verbrennt, drehen wir die Räder über unsere Lebensbereiche. Mit den Ringen zu Ostern lässt sich das gut z.B. an einem Fluss zelebrieren. Der Fluss kann als Richtung für den Fluss in die kommende Zukunft genommen werden. So fliessen Wünsche, Träume und Ziele in die eigene, persönliche Zukunft und können einem begegnen.



    Feuerrad Ritual



    Das Ritual des Feuerrads aus der Schamanismus Therapie

    Dieses Jahr leitet ein Kursteilnehmer den ganzen Tag um das Ritual. Wir finden uns an einem kleinen Fluss ein. Das Wetter ist erst nicht wirklich prickelnd, doch pünktlich zum Auftakt klart es auf und die Sonne lacht. Im Frühjahr wird viel an Bäumen rumgeschnitten. Das vereinfacht die Suche nach Weiden, die meist irgendwo schon abgeschnitten zu finden sind. In die Osterringe stossen wir die Weiden und formen in der Mitte eine Öffnung für die Achse. Wenn das Rad brennt, kann man es nicht mehr von Hand bewegen. Ein Stecken in der Mitte ermöglicht das Drehen des brennenden Rades.
    Passend zur gemütlichen Arbeit in der Natur werden fein geschnittene Früchte mit Wein und Sprudelwasser genossen. Wir spüren den Frühling und gleichzeitig den sich zwischendurch mit kühlen Luftzügen meldenden Winter. Das lenkt die Aufmerksamkeit auf die letzte Vergangenheit und schenkt mit den warmen Sonnenstrahlen die Verbindung in die kommende Zeit. Damit die Strohringe gut brennen, werden Anzünderlis in sie eingearbeitet und aussen befestigt. Es braucht viel Feuerzunder, denn die kaufbaren Osterringe sind sehr hart gepresst. Einige verzieren ihre Räder mit Efeu und was sich sonst noch alles findet.
    Die Gedanken bei der Arbeit an den Feuerrädern drehen sich um den vergangenen Winter. Was war da alles im eigenen Leben und was davon darf jetzt abgeklopft werden. Mit diesen Gedanken formt sich die Gruppe jeder einzeln seine momentanen Lebensfelder. Was ist in meinem Leben, welche Bereiche machen mich aus. Mit Maismehl lassen sich solche Felder sehr schön auf dem Boden zeichnen. Das schadet auch der Natur nicht. Man kann es getrost nach dem Ritual zurück lassen.



    Feuerrad Ritual - Feuer
    Das Feuer der Sonne beginnt um die Räder zu lodern. Langsames Drehen der Räder über die eigenen Lebensbereiche schafft als Altem Neues. Alles verbrennt und bietet mit seinen Brandrückständen Nahrung für neue Ordnungen im Leben. Die Samen der Zukunft spriessen auf dem durch das Feuer gereinigten Boden und lassen Wünsche, Träume, Ideen und Ziele mit neuer Kraft erfüllen.
    Die Führung durch den Kursteilnehmer war sehr schön. Jeder erhielt seine Freiräume und konnte eigene Elemente einbauen. Für jeden wurde separat getrommelt, so lange man in seinen Feldern verweilen wollte. Wir fühlen uns wohl und danken herzlich die unterstützende Begleitung.




  • schreibt über Schamanismus-Therapie

    Der Plateau Effekt beschreibt eine Depression nach erreichten Erfolgen. Wie findet sich neue Motivation und Sinn in der Demotivation?

    Mar
    2017

    15


    Bieber BaumBeim Fahren über eine Thurbrücke mussten wir umdrehen und nachschauen, ob wir richtig gesehen hatten: ein sehr grosser Baum scheint die Begierde eines Biebers geweckt zu haben. So etwas sieht man nicht alle Tage. Wir nehmen dieses Foto als bildliche Untermalung des Themas: der Prozess der Motivation.


    Grosse Motivationen

    Wir denken, es ist etwas Wunderbares, wenn man etwas wirklich will. Es gibt eine Motivation aus dem Inneren, wenn man etwas gefunden hat, das man unbedingt erreichen oder auch haben will. Meistens im Leben haben wir aber gar nichts, was wir wirklich wollen. Es gibt den sogenannten Plateau-Effekt: man hat die Dinge, die man zum Leben braucht, einige Zusätze hat man sich angeschafft, die man wirklich wollte. Die Motivation weicht beim Erhalten des Gewünschten der Freude. Danach wird das Neue zum Alltag.
    Auf diesem Plateau wieder zu neuer Motivation zu kommen, gestaltet sich oft schwierig. Man ist ja eigentlich wunschlos glücklich, oder?
    Die grosse Motivation hinter dem Wollen beginnt an einem anderen Punkt: beim Bedürfnis. Das weiss natürlich auch die Werbeindustrie. Gibt es keine grossen Bedürfnisse, muss man sie wohl wecken. Aber ist Motivation anstrebenswert?


    Der Wert der Motivation

    Motivation heisst Bewegung. Die Schamanismus Therapie spricht in der Gefühlslehre von Gefühlsbewegungen. Jedes Gefühl bewegt sich anders und besitzt mehrere Bewegungsarten. Alles, was sich bewegt, ist lebendig: sei es die Freude, die Wut oder der Enthusiasmus. Etwas ohne Bewegung nennen wir Stillstand. Motivation ist als Antrieb der Gefühle von der Qualität der bewegten Gefühle abhängig. Die bewegte Wut wird eher angriffslustig und kann sich z.B. in Richtung Aggression bewegen. Eine bewegte Freude trifft früher oder später auf die Überraschung und wird emotional stark berührt.
    Jede Bewegung hat eine Richtung. Die Richtung der Motivation können wir Sinn nennen. Erkennt man einen Sinn, wird dieser sehr wichtig und bringt uns in Bewegung. Könnte man ähnlich der alltagsuntauglichen Aussage "der Weg ist das Ziel", bei diesem Thema vielleicht sagen: "Bewegung ist der Sinn des Lebens"? - Zumindest tönt das schön.
    Beim Plateau-Effekt scheinen Gefühle teilweise eingeschlafen und nicht mehr aufzuwecken. Einer der Gründe dafür ist, dass man keinen Sinn hinter neuen Errungenschaften sieht. Was man hat, ist gut. Der Schritt von Plateau direkt in die Motivation ist zu gross. Es braucht vielleicht Einzelschritte?



    Arbeit des Biebers

    Aus der Demotivation des Plateaus in die sinnerfüllte Motivation

    Der Plateau-Effekt tritt gerne einige Zeit nach Erreichen eines Zieles ein. Man hat viel auf dem Weg zu diesem Ziel geleistet und gegeben. Die Ruhe scheint verdient. Doch die Phase der Ruhe geht manchmal sehr lange, was zu ausgewachsenen Depressionen führen kann. Nichts spricht einen wirklich an, nichts macht echte Freude und von Begeisterung ist man weit weg.
    Es gibt zwei Bereiche der Geistwelt, da Stillstand besonders gut möglich ist: Hoffnung und Traurigkeit. Wird Hoffnung bewegt, kann sie zur Hingabe mutieren. Wird Traurigkeit bewegt, kann sie zur Wehmut aufbrechen.
    Wenn man etwas erreicht hat, darf das Erreichte als neue Sicherheit empfunden werden. Diese Sicherheit gepaart mit Traurigkeit kann neuen Schwung mit einer Aktion verliehen werden: dem Helfen. Helfen ohne Helferkomplex, sprich ohne Dank zu erhalten, fördert den eigenen Stolz auf wertvolle Weise. Das Erreichte wird genutzt, um anderes zu bewegen. Innere Bewegung wird erst zu äusserer Bewegung. In dieser äusseren Bewegung finden sich neue Bedürfnisse. Ob dies eigene oder fremde sind, spielt noch keine Rolle. Es fällt uns zuweilen sogar einfacher, fremde Bedürfnisse zu erfüllen. Das äussere Bewegen ist Bewegung. Das Lustige ist, dass Bewegung wieder zu Sinn führen kann. Motivation findet Sinn durch Bewegung von Gefühlen. Das Prinzip der Wirkung vor der Ursache findet hier ein Paradebeispiel.

    Wirkung vor Ursache - die Schamanismus Zeitung




  • schreibt über Orakelsee

    Sind Vorahnungen eine Präkognition oder durch Kausalität verursacht? Die schamanische Ordnungs-Praxis über das Ausmalen einer positiven Zukunft

    Mar
    2017

    13


    VorahnungenVorahnungen sind sehr oft negativ, düster oder verheissen nichts Gutes. Die positive Vorahnung könnte man Zuversicht nennen. Die Zuversicht legt Sicherheiten in die Zukunft, die Vorahnung eher Bedrohungen, die sich erfüllen sollen. Die Frage ist nun, ob man mit Vorahnungen, also dem Legen von Bedrohungen in die Zukunft, erst zu dieser Zukunft kommt oder ob man vorher weiss, dass etwas passieren wird.


    Schamanische Praxis

    Die Praxis der Schamanismus Therapie arbeitet mit Ordnungen. Dem zugrunde liegt der Grundsatz der zugehörigen Gefühlslehre, dass Kraft sich in Ordnungen bewegt. Durch diese Bewegung von Kraft können Ordnungen weiter ausgebaut werden, wie Täler sich durch Flüsse immer weiter formen.
    Eine Ordnung bei Vorahnungen sind die Bedrohungen. Um uns Sicherheiten für die Zukunft zu erwirtschaften, suchen wir gerne nach Bedrohungen, was alles passieren könnte. Diesen möglichen Störungen einer gesicherten Zukunft möchten wir entgegen arbeiten. Wir verändern die Gegenwart, um Hindernisse in der Zukunft zu vermeiden. Das tönt sinnvoll.
    Zuweilen schaffen wir es, uns Bedrohungen vorzustellen, denen wir nichts zu entgegnen haben. Das sind dann die Probleme der Zukunft. Die Ordnung namens Bedrohung findet sich in Gebirgszügen, durch die Angst fliesst. Die Kraft der Angst fliesst durch die Ordnung der Bedrohung. Dieses Fliessen baut die Bedrohung weiter aus. Das kann so stark werden, dass man sich unbewusst direkt auf die Bedrohung zu bewegt. Sie wird unsausweichlich. In dieser Bewegung lässt sich sagen: eine negative Vorahnung hat nichts mit Prägkognition zu tun, sondern mit dem Bauen einer negativen Zukunft.
    Das können wir besonders gut. Wie sieht es aus, wenn wir uns auf eine positive Zukunft zu bewegen möchten? - Darin sind wir Menschen nicht so gut.
    Bleiben wir noch ein wenig bei den Vorahnungen. Im Schamanismus besteht die Möglichkeit, dass die Kraftbewegung von Gefühlen sich viel stärker auswirkt, als man im Alltag meint. Wir sorgen teilweise mit unserem Planen der Zukunft für Unglück. Die zusätzliche Kraft, die wir für solche negativen Wunder benötigen, findet sich im Glauben an die negative Zukunft. Glauben ist ein sehr starkes Gefühl. Es kann sich einmischen, wenn aus der Hoffnung auf etwas Gutes klare Regeln abgeleitet werden. Vielleicht kennt man aus der persönlichen Vergangenheit, dass man nie Glück hat. Das wird zu einem Glaubenssatz, der sich mit Bedrohungen mischen kann. Zum Beispiel hätte man gerne Schockoladeneis, es ist einem aber bewusst, dass es wieder keines geben wird, wenn vor man den Eiswagen steht. "Ist gerade aus."
    Glauben und Bedrohung können Dinge verwirklichen. Wie sieht es aus, wenn man mit dem Glauben an eine gute Zukunft sich Glücksfälle herbei zaubern möchte? Man müsste den Glauben mit der Zuversicht kombinieren. Beim Schockoladeneis: "der Verkäufer wird mir mein Bedürfnis erfüllen, wenn er mir das Eis in die Hand drückt". Dabei geht man zusätzlich eine Beziehung mit dem Verkäufer ein. Diese darf freundlich bleiben. Man könnte sich die Farben des Eiswagens anschauen und die Idee hinter dem kleinen Eisgeschäft greifen. Die Grundgedanken sind meistens gut.


    Kausalität

    Sie sehen mit dem Feldstecher, wie ein Auto hoch oben am Berg die Strasse herunter fährt. Es ist anzunehmen, dass es unten ankommt. Ohne Präkognition können Sie mit grosser Sicherheit die Aussage treffen, es wird ankommen. Daneben sehen Sie eine Herde Kühe, die sich ebenfalls bergab bewegt. Wird die Herde auch unten ankommen? - Diese Chance ist geringer, die Herde könnte einfach nur auf dem Weg zur nächsten Weide sein.
    Viele Menschen fragen sich ernsthaft, was Ihnen ein Unglücksfall sagen soll. Man fragt sich seltener, wie man dahin gekommen ist, respektive was man sich Falsches in die Zukunft gefühlt hat. Die Blickrichtung ist beim Eintreffen eines Unglücksfalls oft nach vorne gerichtet, statt nach hinten. Damit verwehrt man sich unter Umständen ein Lernen, wie man sich eine Zukunft bauen könnte. Und ja, es gibt Ergeignisse, die einfach so passieren. Wäre etwas vorherbestimmt, würde man die Verantwortung über die eigene Zukunft abgeben. Glaubensfreier Schamanismus geht den extremen Weg: man trägt die Verantwortung über seinen Leben stets selbst.


    Sich eine positive Zukunft ausmalen

    Nochmals zurück zum Auto, das den Berg hinunter fährt. Das Auto ist in Bewegung. Diese Bewegung ist jetzt. Wenn es auf der einzigen Bergstrasse ohne Abzweigungen fährt, ist sein Ziel definiert. Es muss nur fahren. Auf das Formen der Zukunft umgemünzt: Sie müssen nur leben. Damit fährt das Lebensauto. Sie müssen noch nicht einmal das Ziel kennen, denn der Weg, den Sie leben, führt Sie ja. Weiss man, dass man auf dem falschen Weg ist, könnte man umkehren. Weiss man es nicht, ist die Frage, mit welcher Benzinsorte man fährt. Das Auto fährt mit Kraft, das es aus Treibstoff bezieht. Nehmen wir an, Ihr Treibstoff sind Ihre Gefühle. Gefühle haben eine Wirkung durch ihre Kraft. Die Wirkung der Gefühlskraft formt den Weg. Denkt man ängstlich über die Zukunft nach, ist es gut möglich, dass man seinen Weg so umformt, dass man an einem Eiswagen vorbei kommt, der nur Pistazieneis verkauft. Als Pechvogel basteln Sie sich vielleicht noch ein Fuhrwerk vor sich, an welchem Sie nicht vorbei kommen.
    Das Gefühl auf dem jetzigen Lebensweg kann also mitentscheiden, wohin die Reise geht. Sprich die Vergangenheit formt die Zukunft. Man ist jetzt in der Verantwortung, sich um seine Gefühle zu kümmern und seine Lebensqualität jetzt zu verbessern, damit die Zukunft auch besser wird. Die Kausalitätskette auf diesem Gefühlsweg ist vielleicht nicht empirisch zu beweisen, wir sind aber der Meinung, dass Richtungen und Begenungen sind formen lassen.
    Wo komm ich her, was hatte ich dort für ein Gefühl? - Man kann jederzeit seinen Weg verändern.


    • Christine Gerresheim schreibt am 25.06.2017

      Meist sind die Vorahnungen negativ, man hat dann das gewisse Bauchgefühl. Würde mir wünschen, die Vorahnungen wären positiver
    • Schamanenstube schreibt am 25.06.2017

      Vielleicht entstammt das gewisse Bauchgefühl der Angst?


  • schreibt über Schamanismus-Therapie

    Das Hochgefühl des Glücks: die Verankerung des Glückszustandes im Glücksbuch. Man sichert sich die eigene Freiheit, den Besitz und die Selbstdefinition

    Mar
    2017

    02


    AutoprüfungEs gibt ein paar wenige Momente im Leben, in welchem wir ultimativ glücklich sind. Mehr geht nicht als dieser Zustand des Hochgefühls. Seit über einem Jahr begleitet die Stube jemanden, das Autofahren zu lernen. Letzte Woche fand die Führerscheinprüfung statt. Sie wurde bestanden. Was für ein Moment für die frisch gebackene Autofahrerin. Riesiges Glück stellte sich bei ihr ein. Das möchten wir als Anlass nehmen, diese seltenen Momente ultimativen Glücksgefühls anzuschauen. Wir wollen direkt in das Gefühl hinein, nicht in die Wertung "glücklich", die man sich von aussen attestieren kann.


    Wie fühlt sich Glück an?

    Versuchen wir, dieses Glücksgefühl zu beschreiben. Wir listen seine Eigenschaften und lassen uns dabei von dem Gedanken leiten, ob etwas zu diesem Zustand führt oder ein Folgegedanke darstellt. Wir orientieren uns am Erleben beim Bestehen der Fahrprüfung. Es könnte sich auch um einen Lottogewinn handeln.

    • Selbstwert
      Aus tiefer innerer Überzeugung heraus weiss man, man ist mehr wert, als man dachte. Das ist nicht ein Vergleich mit anderen, sondern mit sich selbst. Es war ein Irrtum zu glauben, man sei weniger wert. Diese Überzeugung kann lange andauern. Besonders, wenn man es schriftlich hat, wie einen Führerausweis.

    • Besitz
      Das ausserordentliche Glücksgefühl paart sich mit einem Besitzgefühl. Nicht dass man den Führerschein hat oder sein Auto, sondern dass man sein Leben völlig neu in Besitz nimmt. Man hat die Zukunft in der Hand.

    • Selbstdefinition
      Lebensveränderndes führt zu einer neuen Selbstdefinition, die im Moment des Glücklichseins sehr stark spürbar ist. Greifbar spürt man eine neue Zukunft. Bei der Führerprüfung: ich darf jetzt fahren wohin ich will. Neue Möglichkeiten tun sich auf. Eine fast grenzenlose Freiheit wird gespürt, die es einem erlaubt, sich selbst darin zu definieren. Man ist wer.

    • Freiheit
      Die empfundene Freiheit holt alle Selbstkompetenzen ans Licht. Man spürt sich selbst sehr klar in der neuen Zukunft. Das Neue ist da, als ob man durch eine Tür geht und in der Zukunft ankommt. Jetzt wird alles anders, es wird viel besser werden und viel einfacher.

    • Bestätigung
      Das mühevolle Lernen hat sich gelohnt. Man hat etwas Grosses gelernt und das wird bestätigt. Man ist es wert.

    • Alles ist schön
      Im Moment des Hochgefühls ist alles schön und man mag jeden. Sogar den Prüfer mag man, obwohl er stumm auf dem Beifahrersitz sass und sich nicht anmerken liess, wie es steht.


    Ist dieser Glückszustand produzierbar?

    Wie schon angedeutet, wird dieser Zustand des Hochgefühls Glück nur wenige Male im Leben verspürt. Man erinnert sich auch an diese Male. Solche Momente können vielleicht sein: die bestandene Führerprüfung, die Geburt eines Kindes, das Bestehen ander grosser Prüfungen, ein Lottogewinn, die Bestätigung einer grossen Liebe, eine Aufnahme in eine für einen wichtige Vereinigung, die Zusage zu einem Traumjob. Über solche Momente verfügen wir leider nicht in grosser Anzahl. Die Reproduktion eines solchen Moments ist also eher schwierig.
    Es gibt aber etwas, was zu kürzer anhaltenden Glücksmomenten führen kann: die Bereitschaft für das Glück. Dabei wird das Glück nicht gefordert, sondern man versucht, sich auf Wegen zu bewegen, die Glück ermöglichen. Man hofft nicht auf das Glück, sondern bewegt sich. Das kann heissen, dass man z.B. an Treffen geht, die man auch absagen könnte. Dahinter steht ein Prozessgedanke. Viele Dinge wollen unbewusst "werden" und sind nicht einfach da. Unsere Zickzack-Wege durchs Leben sind nicht geradlinig, sie schlängeln auf Veränderungen zu. In sich kann man dabei eine Zuversicht tragen: es wird schon für etwas gut sein.



    Buch des Glücks

    Verankerung des Glücks im Glücksbuch

    Die Momente dieses seltenen Hochgefühls führen zur Bildung eines neuen Seelenteils. Wie fast alle Seelenteile hängen sich die Glücksmomente an Örtlichkeiten. So kann bei der Autoprüfung der Warteplatz Nummer 3, mit der braunen Säule daneben, ein Ort sein, der sich im Innern als Bild festsetzt. Die Ordnung dort ist normalerweise kein Hochgefühl, aber bei der Bekanntmachung der bestandenen Prüfung wird die Ordnung des Warteplatzes zum Gefäss des Glücks. Gerade bei der Autoprüfung gibt es weitere Örtlichkeiten, in welchen Unabhängigkeit, neues Leben und der Selbstwert gefeiert wird. Das erste Mal Parkieren am Arbeitsplatz, der erste Einkauf, das erste Mal sich zu verfahren.
    Heute ist es einfach, sich diese Ordnungen zu bewahren: man macht mit dem Handy ein Foto. Das ist kein preisverdächtiges Foto mit schönen Sachen drauf, aber es zeigt dem Unterbewusstsein den Wert des eigenen Seins. Diese Fotos können ein kleines Glücksbüchlein werden. Ein schöner Einband, ein paar Fotos drin und schon kann das Glücksbuch ab und an wieder hervorgeholt werden.









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