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  • schreibt über Orakelsee

    Sind Vorahnungen eine Präkognition oder durch Kausalität verursacht? Die schamanische Ordnungs-Praxis über das Ausmalen einer positiven Zukunft

    Mar
    2017

    13


    VorahnungenVorahnungen sind sehr oft negativ, düster oder verheissen nichts Gutes. Die positive Vorahnung könnte man Zuversicht nennen. Die Zuversicht legt Sicherheiten in die Zukunft, die Vorahnung eher Bedrohungen, die sich erfüllen sollen. Die Frage ist nun, ob man mit Vorahnungen, also dem Legen von Bedrohungen in die Zukunft, erst zu dieser Zukunft kommt oder ob man vorher weiss, dass etwas passieren wird.


    Schamanische Praxis

    Die Praxis der Schamanismus Therapie arbeitet mit Ordnungen. Dem zugrunde liegt der Grundsatz der zugehörigen Gefühlslehre, dass Kraft sich in Ordnungen bewegt. Durch diese Bewegung von Kraft können Ordnungen weiter ausgebaut werden, wie Täler sich durch Flüsse immer weiter formen.
    Eine Ordnung bei Vorahnungen sind die Bedrohungen. Um uns Sicherheiten für die Zukunft zu erwirtschaften, suchen wir gerne nach Bedrohungen, was alles passieren könnte. Diesen möglichen Störungen einer gesicherten Zukunft möchten wir entgegen arbeiten. Wir verändern die Gegenwart, um Hindernisse in der Zukunft zu vermeiden. Das tönt sinnvoll.
    Zuweilen schaffen wir es, uns Bedrohungen vorzustellen, denen wir nichts zu entgegnen haben. Das sind dann die Probleme der Zukunft. Die Ordnung namens Bedrohung findet sich in Gebirgszügen, durch die Angst fliesst. Die Kraft der Angst fliesst durch die Ordnung der Bedrohung. Dieses Fliessen baut die Bedrohung weiter aus. Das kann so stark werden, dass man sich unbewusst direkt auf die Bedrohung zu bewegt. Sie wird unsausweichlich. In dieser Bewegung lässt sich sagen: eine negative Vorahnung hat nichts mit Prägkognition zu tun, sondern mit dem Bauen einer negativen Zukunft.
    Das können wir besonders gut. Wie sieht es aus, wenn wir uns auf eine positive Zukunft zu bewegen möchten? - Darin sind wir Menschen nicht so gut.
    Bleiben wir noch ein wenig bei den Vorahnungen. Im Schamanismus besteht die Möglichkeit, dass die Kraftbewegung von Gefühlen sich viel stärker auswirkt, als man im Alltag meint. Wir sorgen teilweise mit unserem Planen der Zukunft für Unglück. Die zusätzliche Kraft, die wir für solche negativen Wunder benötigen, findet sich im Glauben an die negative Zukunft. Glauben ist ein sehr starkes Gefühl. Es kann sich einmischen, wenn aus der Hoffnung auf etwas Gutes klare Regeln abgeleitet werden. Vielleicht kennt man aus der persönlichen Vergangenheit, dass man nie Glück hat. Das wird zu einem Glaubenssatz, der sich mit Bedrohungen mischen kann. Zum Beispiel hätte man gerne Schockoladeneis, es ist einem aber bewusst, dass es wieder keines geben wird, wenn vor man den Eiswagen steht. "Ist gerade aus."
    Glauben und Bedrohung können Dinge verwirklichen. Wie sieht es aus, wenn man mit dem Glauben an eine gute Zukunft sich Glücksfälle herbei zaubern möchte? Man müsste den Glauben mit der Zuversicht kombinieren. Beim Schockoladeneis: "der Verkäufer wird mir mein Bedürfnis erfüllen, wenn er mir das Eis in die Hand drückt". Dabei geht man zusätzlich eine Beziehung mit dem Verkäufer ein. Diese darf freundlich bleiben. Man könnte sich die Farben des Eiswagens anschauen und die Idee hinter dem kleinen Eisgeschäft greifen. Die Grundgedanken sind meistens gut.


    Kausalität

    Sie sehen mit dem Feldstecher, wie ein Auto hoch oben am Berg die Strasse herunter fährt. Es ist anzunehmen, dass es unten ankommt. Ohne Präkognition können Sie mit grosser Sicherheit die Aussage treffen, es wird ankommen. Daneben sehen Sie eine Herde Kühe, die sich ebenfalls bergab bewegt. Wird die Herde auch unten ankommen? - Diese Chance ist geringer, die Herde könnte einfach nur auf dem Weg zur nächsten Weide sein.
    Viele Menschen fragen sich ernsthaft, was Ihnen ein Unglücksfall sagen soll. Man fragt sich seltener, wie man dahin gekommen ist, respektive was man sich Falsches in die Zukunft gefühlt hat. Die Blickrichtung ist beim Eintreffen eines Unglücksfalls oft nach vorne gerichtet, statt nach hinten. Damit verwehrt man sich unter Umständen ein Lernen, wie man sich eine Zukunft bauen könnte. Und ja, es gibt Ergeignisse, die einfach so passieren. Wäre etwas vorherbestimmt, würde man die Verantwortung über die eigene Zukunft abgeben. Glaubensfreier Schamanismus geht den extremen Weg: man trägt die Verantwortung über seinen Leben stets selbst.


    Sich eine positive Zukunft ausmalen

    Nochmals zurück zum Auto, das den Berg hinunter fährt. Das Auto ist in Bewegung. Diese Bewegung ist jetzt. Wenn es auf der einzigen Bergstrasse ohne Abzweigungen fährt, ist sein Ziel definiert. Es muss nur fahren. Auf das Formen der Zukunft umgemünzt: Sie müssen nur leben. Damit fährt das Lebensauto. Sie müssen noch nicht einmal das Ziel kennen, denn der Weg, den Sie leben, führt Sie ja. Weiss man, dass man auf dem falschen Weg ist, könnte man umkehren. Weiss man es nicht, ist die Frage, mit welcher Benzinsorte man fährt. Das Auto fährt mit Kraft, das es aus Treibstoff bezieht. Nehmen wir an, Ihr Treibstoff sind Ihre Gefühle. Gefühle haben eine Wirkung durch ihre Kraft. Die Wirkung der Gefühlskraft formt den Weg. Denkt man ängstlich über die Zukunft nach, ist es gut möglich, dass man seinen Weg so umformt, dass man an einem Eiswagen vorbei kommt, der nur Pistazieneis verkauft. Als Pechvogel basteln Sie sich vielleicht noch ein Fuhrwerk vor sich, an welchem Sie nicht vorbei kommen.
    Das Gefühl auf dem jetzigen Lebensweg kann also mitentscheiden, wohin die Reise geht. Sprich die Vergangenheit formt die Zukunft. Man ist jetzt in der Verantwortung, sich um seine Gefühle zu kümmern und seine Lebensqualität jetzt zu verbessern, damit die Zukunft auch besser wird. Die Kausalitätskette auf diesem Gefühlsweg ist vielleicht nicht empirisch zu beweisen, wir sind aber der Meinung, dass Richtungen und Begenungen sind formen lassen.
    Wo komm ich her, was hatte ich dort für ein Gefühl? - Man kann jederzeit seinen Weg verändern.


    • Christine Gerresheim schreibt am 25.06.2017

      Meist sind die Vorahnungen negativ, man hat dann das gewisse Bauchgefühl. Würde mir wünschen, die Vorahnungen wären positiver
    • Schamanenstube schreibt am 25.06.2017

      Vielleicht entstammt das gewisse Bauchgefühl der Angst?


  • schreibt über Schamanismus-Therapie

    Das Hochgefühl des Glücks: die Verankerung des Glückszustandes im Glücksbuch. Man sichert sich die eigene Freiheit, den Besitz und die Selbstdefinition

    Mar
    2017

    02


    AutoprüfungEs gibt ein paar wenige Momente im Leben, in welchem wir ultimativ glücklich sind. Mehr geht nicht als dieser Zustand des Hochgefühls. Seit über einem Jahr begleitet die Stube jemanden, das Autofahren zu lernen. Letzte Woche fand die Führerscheinprüfung statt. Sie wurde bestanden. Was für ein Moment für die frisch gebackene Autofahrerin. Riesiges Glück stellte sich bei ihr ein. Das möchten wir als Anlass nehmen, diese seltenen Momente ultimativen Glücksgefühls anzuschauen. Wir wollen direkt in das Gefühl hinein, nicht in die Wertung "glücklich", die man sich von aussen attestieren kann.


    Wie fühlt sich Glück an?

    Versuchen wir, dieses Glücksgefühl zu beschreiben. Wir listen seine Eigenschaften und lassen uns dabei von dem Gedanken leiten, ob etwas zu diesem Zustand führt oder ein Folgegedanke darstellt. Wir orientieren uns am Erleben beim Bestehen der Fahrprüfung. Es könnte sich auch um einen Lottogewinn handeln.

    • Selbstwert
      Aus tiefer innerer Überzeugung heraus weiss man, man ist mehr wert, als man dachte. Das ist nicht ein Vergleich mit anderen, sondern mit sich selbst. Es war ein Irrtum zu glauben, man sei weniger wert. Diese Überzeugung kann lange andauern. Besonders, wenn man es schriftlich hat, wie einen Führerausweis.

    • Besitz
      Das ausserordentliche Glücksgefühl paart sich mit einem Besitzgefühl. Nicht dass man den Führerschein hat oder sein Auto, sondern dass man sein Leben völlig neu in Besitz nimmt. Man hat die Zukunft in der Hand.

    • Selbstdefinition
      Lebensveränderndes führt zu einer neuen Selbstdefinition, die im Moment des Glücklichseins sehr stark spürbar ist. Greifbar spürt man eine neue Zukunft. Bei der Führerprüfung: ich darf jetzt fahren wohin ich will. Neue Möglichkeiten tun sich auf. Eine fast grenzenlose Freiheit wird gespürt, die es einem erlaubt, sich selbst darin zu definieren. Man ist wer.

    • Freiheit
      Die empfundene Freiheit holt alle Selbstkompetenzen ans Licht. Man spürt sich selbst sehr klar in der neuen Zukunft. Das Neue ist da, als ob man durch eine Tür geht und in der Zukunft ankommt. Jetzt wird alles anders, es wird viel besser werden und viel einfacher.

    • Bestätigung
      Das mühevolle Lernen hat sich gelohnt. Man hat etwas Grosses gelernt und das wird bestätigt. Man ist es wert.

    • Alles ist schön
      Im Moment des Hochgefühls ist alles schön und man mag jeden. Sogar den Prüfer mag man, obwohl er stumm auf dem Beifahrersitz sass und sich nicht anmerken liess, wie es steht.


    Ist dieser Glückszustand produzierbar?

    Wie schon angedeutet, wird dieser Zustand des Hochgefühls Glück nur wenige Male im Leben verspürt. Man erinnert sich auch an diese Male. Solche Momente können vielleicht sein: die bestandene Führerprüfung, die Geburt eines Kindes, das Bestehen ander grosser Prüfungen, ein Lottogewinn, die Bestätigung einer grossen Liebe, eine Aufnahme in eine für einen wichtige Vereinigung, die Zusage zu einem Traumjob. Über solche Momente verfügen wir leider nicht in grosser Anzahl. Die Reproduktion eines solchen Moments ist also eher schwierig.
    Es gibt aber etwas, was zu kürzer anhaltenden Glücksmomenten führen kann: die Bereitschaft für das Glück. Dabei wird das Glück nicht gefordert, sondern man versucht, sich auf Wegen zu bewegen, die Glück ermöglichen. Man hofft nicht auf das Glück, sondern bewegt sich. Das kann heissen, dass man z.B. an Treffen geht, die man auch absagen könnte. Dahinter steht ein Prozessgedanke. Viele Dinge wollen unbewusst "werden" und sind nicht einfach da. Unsere Zickzack-Wege durchs Leben sind nicht geradlinig, sie schlängeln auf Veränderungen zu. In sich kann man dabei eine Zuversicht tragen: es wird schon für etwas gut sein.



    Buch des Glücks

    Verankerung des Glücks im Glücksbuch

    Die Momente dieses seltenen Hochgefühls führen zur Bildung eines neuen Seelenteils. Wie fast alle Seelenteile hängen sich die Glücksmomente an Örtlichkeiten. So kann bei der Autoprüfung der Warteplatz Nummer 3, mit der braunen Säule daneben, ein Ort sein, der sich im Innern als Bild festsetzt. Die Ordnung dort ist normalerweise kein Hochgefühl, aber bei der Bekanntmachung der bestandenen Prüfung wird die Ordnung des Warteplatzes zum Gefäss des Glücks. Gerade bei der Autoprüfung gibt es weitere Örtlichkeiten, in welchen Unabhängigkeit, neues Leben und der Selbstwert gefeiert wird. Das erste Mal Parkieren am Arbeitsplatz, der erste Einkauf, das erste Mal sich zu verfahren.
    Heute ist es einfach, sich diese Ordnungen zu bewahren: man macht mit dem Handy ein Foto. Das ist kein preisverdächtiges Foto mit schönen Sachen drauf, aber es zeigt dem Unterbewusstsein den Wert des eigenen Seins. Diese Fotos können ein kleines Glücksbüchlein werden. Ein schöner Einband, ein paar Fotos drin und schon kann das Glücksbuch ab und an wieder hervorgeholt werden.




  • schreibt über Schamanismus-Therapie

    Depressionen des Frühlings: das Erwachen einer unsicheren Zukunft. Der Wandel von Winter in Frühling kommt für viele unerwartet. Was kann man dagegen machen?

    Mar
    2017

    01


    Enten ErwachenStatistiken zeigen, die Selbstmordrate ist vor und während des Frühlings am höchsten. Warum ist das so? Gibt es Erklärungen für die emotionalen Zustände in dieser Jahreszeit, die Menschen schon seit jeher niedergeschlagen und depressiv machen? Neben hormonellen Geschichten scheint die Abweichung der Statistik nicht schlüssig erklärbar. Die Schamanenstube möchte diesem Phänomen nachgehen und einige Gedanken dazu teilen.


    Mögliche Ursache: Planungen und Vorbereitungen

    Wir Menschen planen fast ständig. Am liebsten haben wir eine Kaffeemaschine, die morgens schon aufgewärmt darauf wartet, dass wir sie nur noch lieb drücken. Die korrekte Kleidung für das Meeting haben wir gestern schon bereit gelegt. Alle Unterlagen liegen so drapiert auf der Anrichte, dass wir nicht umhin kommen, sie mitzunehmen, wenn mir die Autoschlüssel greifen. Vor der Vorbereitung steht die Planung. Wir planen mit unseren Handy-Minicomputern, was wir wann tun müssen, wann wir wen treffen werden. Planen kann heissen, Reue zu vermeiden. Sich vorzubereiten kann heissen, Sicherheiten für die nähere oder fernere Zukunft zu bauen. Das funktioniert recht gut. Wir sind uns das Planen und Vorbereiten gewöhnt.
    Die Quizfrage lautet nun: wie bereitet man sich auf den Frühling vor? Was bringt dieses undefinierte Ding names Frühling für Bedrohungen? Wir haben den natürlichen Prozess des Welkens der Natur im Herbst erlebt, sind tief eingeschneit in den Winter gerutscht und haben das alles für ganz normal betrachtet. Dieser nun folgende Wechsel passt nicht. Es geht nicht weiter runter. Neues wird entstehen. Damit kommen wir nicht klar. Daran sind wir nicht gewöhnt.




    Schnee und Wiese

    Der Frühling bringt Unsicherheit

    Die Isolation und erzeugte Wärme im Winter liefert uns viel emotionale Sicherheit auf überschaubarem Raum. Man besucht vielleicht Menschen über die Weihnachtstage und kommt wieder in sein warmes Heim zurück. Ganz langsam und lieber einfach im Vorbeigehen dreht man gegen Frühling die Heizung etwas zurück. Am Drehknopf kommt das Gefühl auf: werde ich noch warm genug haben? - Schneller als man es erwartet hat, wie ein Faustschlag ins Gesicht, spricht man über extrem kuriose Tage im Februar: mit 19 Grad Celsius haut einem die Natur die Zukunft schon um die Ohren. Man kann sich noch dagegen mit Rechtfertigung und Zweifel wehren. "Unglaublich so ein warmer Tag mitten im Winter, nicht?"
    Wovor fürchten wir uns? - Wir fürchten uns in jeder Hinsicht vor Veränderungen. Der noch mit gefrorenem Schnee überzogene Erdboden zeigt beim Auftauen ein Grün. Sollte nicht all das Gras verwelkt sein? Man erwartet ein Braun, vielleicht ein Gelb, aber sicher kein Grün. Was soll das? Die Natur scheint sich gegen einen zu verschwören. Der Frühling darf doch nicht so schnell kommen. Denn wir sind nicht vorbereitet. Wir haben keinen Plan. Wir sind schlichtweg nicht bereit. Die Welt dreht sich gerade zu schnell. Mitkommen ist emotional gar nicht machbar.
    Wir benötigen eine gewisse Zeit, uns an neue Dinge zu gewöhnen. Besonders bei positiver Veränderung wie der Wärme durch die Sonne, haben wir Probleme. Wenn noch nichts geplant ist oder man die Probleme durch den Winter durchgefüttert hat, ist es zu früh für eine weitere Zukunft. Das kann fatale Auswirkungen haben. Vielleicht dürfen wir ein paar Ideen anbringen:


    Ideen gegen die Frühlings-Depression

    Wir entmystifizieren Sie jetzt: die Frühlingsmüdigkeit ist ein Mythos. Suchen Sie mal nach Übersetzungen der Frühlingsmüdigkeit in andere Sprachen. Wer hat sie erfunden?
    Suchen wir nach anderen Wegen, dem drohenden Leben zu begegnen:

    • Frühjahrsputz
      Der Frühjahrsputz ist der Klassiker. Man kehrt den Winter raus. Man produziert ja auch wirklich Staub im Überfluss während des Winters. Innerlich kann sich beim Putzen (nicht etwa beim Planen des Putzens) eine Stimmung formen: man kehrt den Dreck raus. Auf einmal ist Platz für neue Ideen, einfach indem alles wieder geputzt ist. Das kann sich anfühlen, als ob ein neues Leben beginnt.

    • Vertrauen auf den Antrieb
      Passiv sein können wir gut, wenn Negatives passiert: als Opfer. Bei der Wiederkehr der Sonne vertrauen wir aber nicht auf den kommenden Antrieb. Es wurde jedes Jahr zwar gut, aber dieses Jahr sicher nicht. - Natürlich werden auch wir wieder einen tollen Sommer erleben, selbst wenn es nur einige Tage sein sollten. Es wird reichen. Vielleicht brauchen wir dieses Mal etwas länger die Verwöhnung durch Sonnenstrahlen. Na und? - Geniessen wir unsere Langsamkeit und werden Opfer des Glücks.

    • Zuversicht
      Die Natur macht es vor und wird uns mit dem Frühling mit verändern. Erst ist es kaum merklich doch irgendwann erinnern wir uns nur noch an die düsteren Zeiten des Winterwechsels. Neues wächst, Neues kommt auf einen zu. Blumen, Blüten, Farben und fröhliches Gezwitscher der Vögel werden uns bald begleiten. Das ist unweigerlich. Das kommt alles gut. Besser sogar, wenn man sich dem Prozess der Natur hingibt und sie auf einen einwirken lässt.

    • Betrügen des Frühjahrs
      Wer den Luxus hat, nicht an Schulferien gebunden zu sein, um mit anderen Arm an Arm am Strand zu liegen, kann sich einen kleinen Ausflug gönnen. An einem verlängerten Wochenende in die Sonne fliegen und wieder zurückkommen kann schockieren: man hat den Wechsel in den Frühling komplett vollzogen. Es war alles nur Schall und Rauch.




  • schreibt über Schamanismus-Therapie

    Die Entscheidungskompetenz des Gewissens. Kann das Gewissen lernen mit Sorgen, Problemen und Ängsten in einer anderen Ordnung umzugehen? - Die Gewissenslosigkeit?

    Feb
    2017

    16


    Regenbogen Erosion
    Es ist Mitte Februar. In den Morgenstunden singen schon die Vögel wieder. Die Luft erscheint wieder ein Stück klarer und erfrischt beim Atmen. Erste Sonnenstrahlen kündigen von lebensfrohen Tagen. Manch einer ertappt sich dabei, in Ferienträumen zu schwelgen. Bilder tauchen auf: eine Kräutertour im Piemont, mit dem Klappsessel an einem lauschigen Plätzchen schreiben, ein kühles Glas Weisswein mit Blick über ruhig fliessende Hügel, in Rom auf Fotosafari gehen...


    Was wäre, wenn eigentlich alles in Ordnung wäre?

    Jeder Mensch hat seine Sorgen, Probleme, Lasten und Ängste. Was, wenn das in Ordnung wäre? - Es ist die Natur unseres Gehirns, sich Bedrohungen auszumalen, sich den Stress aufzuladen, ständig etwas tun zu müssen. Das sind wir uns heute gewohnt. Es liegt ebenso in der Natur unseres Gehirns, permanent zu werten: besonders hilfsbereite Menschen hat man gerne, solange sie nicht selbst Hilfe benötigen. Die Schuld, ihnen zu helfen, läge zu hoch oder man kommt nicht mit der Umkehrrichtung der Hilfe klar. Da ginge ja Sicherheit verloren.
    Es kann die Natur von jemandem sein, sich durch seine Stellung als wichtig zu definieren, weil er sonst nicht wüsste, woher er Stolz bekommen soll. Oder jemand kann sich weit unter seiner Würde bewegen, wenn er im Moment keinen anderen Ausweg mehr sieht. Ist das alles in Ordnung?

    Die Frage, ob alles in Ordnung ist, richtet sich an unser Gewissen. Der Mechanismus des Bewertens mit gut und schlecht verläuft aus schamanischer Betrachtung von der Wahrnehmung her direkt über das Gewissen. Der Fluss der Wahrnehmung erhält beim Durchfluss durch den See des Gewissens die Qualität der Gerechtigkeit. Bekannte Werte werden verglichen und die Wertung "gut-schlecht" findet statt. Das Gewissen ist unbewusstes Wissen. Es hat seine gelernten Bahnen und kann deshalb schnell entscheiden. Es wertet. Das tut es so schnell, dass wir mit Nachdenken nie seine Geschwindigkeit erlangen würden. Die erste Reaktion ist unbewusst.
    Ist nun alles in Ordnung? - Die erste Reaktion sagt nein. Aber die erste Reaktion bedient sich des Gewissens. Und dieses Gewissen haben wir selbst geformt und von aussen formen lassen. Beinhaltet es die ultimative Wahrheit? - Ganz sicher nicht. Man kann in der Schweiz an eine Kuhweide stehen und liebevoll den Kühen die Zunge rausstecken und vor ihnen in einem langen Monolog lieb säuselnd über dumme Kühe referieren. In Indien täte man das nicht. Dort ist das Gewissen anders geformt. Das allgemeine Wissen, das wir uns einverleiben (altdeutsch Gewissen) ist wandelbar. Insofern bietet es nicht auf alle Fragen eine zuverlässige Reaktion.



    BierDas Gewissen läuft autonom. Eigentlich könnte man sich zurücklehnen und ein Bier trinken...


    Entscheidungskompetenz des Gewissens

    Wenn wir uns für einmal getrauen, die Entscheidungskompetenz unseres Gewissens in Frage zu stellen, hat das weitreichende Folgen. All die Menschen, die einem fallen lassen, sobald man selbst ein Problem hat, kann man auf einmal nicht mehr abwerten. Man könnte sie sogar dafür schätzen. Denn diejenigen, die sich abgewendet haben, sind ihrem Naturell gefolgt. Man könnte Menschen, die sich in Unschuld baden und sich heraus stellen, nicht mehr abwerten, denn sie tun es ja nur, weil sie damit besser klar kommen.
    Denken wir für einen kurzen Moment ausserhalb des Gewissens, stellt sich eine Wärme auch zu denen ein, die man nicht mag. Mehr noch: man schafft es damit, in eine Art Superposition zu kommen. Man kann alles mit komplett anderen Augen betrachten. Und es gibt aus der Erkenntnis, dass alle ja nur versuchen, klar zu kommen, eine Umgewichtung bei einem selbst: "auch ich sollte schauen, dass es mir gut geht". So wird die Fähigkeit des Geniessens z.B. zu einem wichtigen Bestandteil des Lebens.
    Das erinnert ein wenig an die alten Griechen. Ist jemand gestorben, haben sie nicht gefragt, ob er oder sie ein guter Mensch war. Sie fragten, ob dieser Mensch Leidenschaft gekannt hat.


    Gewissenslosigkeit

    Der Sinn des Gewissens ist es, dass wir unbewusst rasch richtig reagieren können. Ob wir aber alles richtig gelernt haben und im Gewissen so abgelegt haben, dass es auch gut funktioniert, darf bezweifelt werden. Ausschalten kann man das Gewissen nicht. Aber man kann es umformen, relativieren, es Neues lernen lassen. Ein Kursleiter der Schamanenstube erinnert sich, in der Primarschule ein Experiment mit sich selbst angestellt zu haben. Er stellte sich die Frage: "warum muss man emotional so reagieren, wie alle anderen es erwarten?" - So lachte er, als der Primarlehrer eine traurige Geschichte erzählte. Die Folge war eine Einladung der Eltern zur Klärung, was dem mit dem Bub nicht stimme. :-) Damals schon en Zagge ab.
    Die Gewissenslosigkeit funktioniert natürlich nicht. Aber zusätzlich zur normalen Reaktion aus dem Gewissen heraus kann man sich die Freiheit gönnen, die Reaktionen des Gewissens zu beobachten. Man wertet meistens wie alle anderen. Ist einem das bewusst, kann man sich eine zusätzliche Ebene gönnen. Diese Ebene schaut über das Gewissen hinweg und kann gänzlich andere Gedanken haben, als die vorgefertigten Bahnen des Gewissens. Die daraus entstehende Freiheit kann zu Ideen führen, die viele Probleme viel einfacher lösen lassen.
    Können Sie das?


    Wie lernt das Gewissen?

    Das Gewissen ist nicht nur aktiv bei der Wahrnehmung und wertet sofort, es lernt auch. Dieses Lernen findet erst nach einer Aktion statt. Es braucht eine Wertung über die getätigte Aktion, die zu einer neuen Ordnung im Gewissen führt. Sagt man zum Beispiel etwas vor Menschen und die Reaktion der Anwesenden ist negativ, wird man dieses Thema nicht weiter vertiefen. Erhält man Zustimming durch vielleicht ein Nicken, wird die Wertung als positives Verhaltensmuster abgelegt und das Thema unbewusst aufgewertet. Das Gewissen kann also umlernen. Besonders schnell läuft das in der Bewegungswahrnehmung. Kleinste Bewegungen in den anwesenden Gesichtern können das Gewissen für dieses System sofort umschreiben.









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