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  • schreibt über Gesundheit

    Gesundheitstechnik aus der Eigenzeit: Techniken, sich in der Ruhe an einem Plätzchen an der Sonne zurückzuziehen und emotional daran zu wachsen.

    Apr
    2017

    07


    GeisterwagenDas kleine Schamanenwägelchen der Schule ist wieder unterwegs. Es ist dieses Jahr ein neues Wägelchen. Das Alte hat eine Kräutertour leider nicht überstanden. Ein lieber Kursteilnehmer vermacht uns ein Neues. Ist das nicht grossartig? - Von Herzen hier ein öffentliches Danke, wir freuen uns sehr!


    Ruhige Plätzchen in der Sonne

    In der Schweiz ruhige Plätzchen zu finden, da man mit einer ganzen Schule hin kann, ist nicht immer einfach. Es gibt wunderschöne Orte, aber der Weg dahin ist mit dem ganzen Schulmaterial manchmal zu weit. So ein Wägelchen macht das einfacher. Wir denken, es macht nicht viel Sinn, ausgepowert von einem mühsamen Weg am Unterricht teilzunehmen. Ein Mittelmass zwischen Wandern und Schule in der freien Natur ist ideal. Natürlich ist das nicht nur für die Schule schön, sondern auch für einen einzelnen Menschen, der in der Natur Ruhe und Frieden sucht. Was macht man denn da an so einem Ort ganz allein?


    Emotionale Gesundheit in Eigenzeit

    Die eigene Lebensqualität zu erhöhen, heisst sehr oft: mit den Dingen klarkommen. Jedem von uns passieren Dinge im alltäglichen Leben, die wir zu überhören versuchen oder darauf nur mechanisch reagieren. Es gibt vieles, das einen berühren kann. Das ist in der Tat oft mehr, als man denkt. Wir halten es für sehr wichtig, sich diesen Dingen zu stellen. Dazu eignet sich Eigenzeit an einem ruhigen Ort.
    Man sagt sich gerne, die Zeit wird Wunden schon heilen. Das ist richtig. Das eigene emotionale Wachstum, das Weiterkommen als Mensch hängt in unseren Augen aber davon ab, sich Dingen zu stellen. Bewährte Hilfsmittel sind die Selbstreflexion, Gespräche mit Freunden, ein Therapeut oder die Natur, die einem zuhört. Zu viele Wunden der Zeit zu überlassen, kann eine Verschwendung von Möglichkeiten darstellen. Man kann diese Dinge sammeln, um sie dann anzugehen. Wer schon erfolgreich an einem Rückzugsort seine Gefühlsqualität erhöht hat, kann im Sammeln eine weitere Chance sehen: auf Angriffe, Lügereien und anderem Wüstem, das auf einen trifft, kann man sehr gelassen reagieren. Die Erstreaktion wie z.B. die Wut ist selten sinnvoll. Die Sammelmöglichkeit schafft eine Ebene, besser mit Dingen klar zu kommen.



    Geister hören

    Techniken im Rückzug

    Wenn man sich noch nie der emotionalen Stärke der Eigenzeit gewidmet hat, kann einem der Versuch dazu vielleicht seltsam vorkommen. Man hat ein ruhiges Plätzchen, sitzt dort und weiss, was man dort verarbeiten möchte. Tja, und nun sitzt man da. Was tut man jetzt?
    Wir machen das so: wir sitzen erst einmal da. Wir schauen, dass es uns körperlich gut geht, sprich wir gemütlich sitzen können, nicht aufs WC müssten, vielleicht etwas im Rucksack dabei haben, das einem etwaige Gelüste stillen könnte: ein Brot, einen Apfel und etwas zu Trinken. Das packen wir aber nicht sofort aus, es ist da, weil es eine Bedürfnissicherheit gibt.
    Wir lassen den Ort auf uns wirken. Die Gedanken an das zu Verarbeitende sind noch nicht im Vordergrund. Wir schauen uns den Ort an. Wenige Menschen sitzen im Wald und sprechen. Das wäre zwar die perfekte Methode, aber das machen wir auch nicht. Es ist aber wichtig, die Gedanken in Sprechgeschwindigkeit zu halten. Wir sind sonst viel zu schnell mit dem Denken und schweifen ab. Die Gedanken klar im Kopf zu formulieren, muss man vielleicht etwas üben. Wir beginnen: "Ich sehe Bäume mit Köpfen, die mich anschauen. Es ist neblig. Es ist recht kühl. Ich bin gut angezogen dafür. Ich atme. Ich spüre meinen Körper, wie er sich beim Atmen bewegt. In der Ferne sehe ich eine Strasse. Ich höre sie nicht. Ich schaue mir die Bäume an. Ich bin da." - So oder ähnlich kann das im Kopf klingen. Nochmals: es ist wichtig, in Sprechgeschwindigkeit zu denken. "Ich atme mit dem Boden. Leicht auf und ab geht es. Ich bin da. Ich verbinde mich mit der Natur um mich herum. Nimmt sie mich wahr? Ich bin einfach da. Ich bin jetzt da. Ich bin jetzt ein Teil dieser Natur hier. Ich sehe die Bäume atmen. Ich verschwinde als Teil dieser Natur. Ich bin hier. Ich gehöre für den Moment dazu."
    Mit etwas Übung passiert es sehr schnell, dass die Natur in der Tat einen vereinnahmt. Es kann sein, dass ein Vogel auf den Ästen vor einem landet und anschaut, ein Windstoss einen berührt, die Bäume knacken oder sonst etwas einem zeigt, dass man sich verbindet.
    Das folgende Erzählen ist ein Erzählen gleich dem schamanischen Rat: es gibt keine Fremd-Wertungen, es geht nur um die ehrliche und authentische Wirkung dessen, was passiert ist. Da gibt es erst einmal Fakten. Die sind zwar nicht so wichtig, aber es hilft einem und der Natur um einen herum zu verstehen. Das und das ist passiert. Die Wirkung dessen, was passiert ist, wird ausschliesslich in Ich-Sätzen erzählt.
    "Ich fühle, es hätte mich treffen sollen. Angestaute Wut begegnete mir von aussen und ich habe sie an mir vorbei ziehen lassen. Aus dieser Wut heraus kamen Wertungen auf mich. Das hätte mich treffen sollen. Ich fühle, dass ich den Fehler gemacht habe, die gewollte Reaktion nicht gezeigt zu haben. Es hätte so vielleicht anders gewirkt. Die Wirkung war zum einen, dass Standpunkte nun klar wurden. Es hätte mich treffen sollen. Das tat es nicht. In mir drinnen kam nur ein Gedanke hoch: Undank ist der Welten Lohn. Aber Dank habe ich nicht erwartet, habe ich nicht gewollt." - Wenn man in ein Thema eintaucht, sind Fakten wichtig. Was ist geschehen, was hatte es für eine Wirkung. Eine der Wirkungen in uns Menschen ist es oft, dass wir uns fragen, ob wir Fehler gemacht haben. Diese Gedanken klar zu formulieren, ist nicht einfach. Es fordert Ehrlichkeit sich selbst gegenüber.
    Schamanisch Praktizierende wissen, dass dieses Vorgehen dem Zuni-Ritual sehr ähnelt. Man übergibt dabei aber nicht ein weiteres Geschehen den Armen der Natur, sondern es geht nur um den schamanischen Rat. Das klare Erzählen geht bis tief hinein in die Details. Es können sich Dinge auch wiederholen. Aber Achtung: nicht jammern! Die Natur verzeiht das Jammern nicht wirklich. Sie wird sich eher zurückziehen. Das lehrt schon die Gefühlslehre: Jammern führt zum Abwenden. Erzählen, erklären, Stimmungen klar nennen: das ist weiterführende Technik.
    Es darf zu Pausen kommen. Man sitzt einfach da. Sensationslüsterne erwarten jetzt, dass die Bäume zu sprechen beginnen. Wir sind aber nicht auf einer schamanischen Reise. Das Sprechen der Bäume darf in einem drinnen passieren. Das stille Dasitzen kann Bilder und Gedanken hervor bringen, die völlig andere Sichtweisen aufzeigen. Sehr oft kommt es vor, dass diese Bilder und Gedanken die eigenen Bedürfnisse aufzeigen. "Es war mir wichtig, dass es jemand anderem gut geht".
    Das tönt in diesem Beispiel nach nicht viel, aber es zeigt eine Richtung an, die man vorher zwar unbewusst verfolgt hatte, aber nur um sie herumgeschlängelt ist. Nun weiss man, wohin man will. Die Richtung ist formulierbar, sie ist klar, sie beinhaltet neuen Sinn.
    Ist das nicht schön?



    Buntspechte
    Wir lassen meist etwas an diesem Ort zurück. Kein Opfer oder so etwas, sondern wir haben immer etwas für die Natur dabei: etwas Brot für die Vögel, eine Kupfermünze für die Geister oder einen Apfel, den sich die Natur als Nahrung nehmen kann. Hat man mal nichts dabei, können Geschenke auch mit emotionaler Kraft gegeben werden: Ehre, Verständnis, Freude an der Freude, usw.





  • schreibt über Gesundheit

    Was machen Sie mit Ihrem Tannenbaum? Destillieren von Weisstanne, Rottanne und das Rezept zur Essenz der Mistel mit der Leonardo da Vinci Destille

    Dez
    2016

    26


    Misteln

    Flüssiger Tannenbaum

    In einem schönen Wäldchen dürfen wir dieses Jahr Tannenbaum-Äste sammeln und entdecken einen Bauern, der gerade seine Apfelbäume geschnitten hat. Hunderte Misteln liegen für uns parat und wir dürfen das Auto damit füllen. Die Weihnachtszeit mit feinen Düften zu erfüllen, kann ein schönes Unterfangen sein. Die Schule macht sich an die Verarbeitung. Erst werden die Tannennadeln fein säuberlich von den Ästen abgeschnitten und gehackt. Wir dachten, so bekommen wir mehr ätherische Öle aus den Nadeln. Die erste Ladung zeigt aber, dass es keine Rolle spielt, ob man die Nadeln aufschneidet. Die Leonardo da Vinci Destillerie und eine von einer Kursteilnehmerin mitgebrachten Destille kommen zum Einsatz: bald köchelt es in der Schamanenstube und beginnt, nach Tanne zu duften. Es gibt Weisstännli und Rottanne. Die Hydrolate tröpfeln in die ausgekochten Fläschchen und leere Gin-Flaschen. Ein Teil tröpfelt in Meersalz und darf ein Badesalz werden. Mehr zum Destillieren in der Schamanismus Zeitung...


    Tannen und Mistel Destillate

    Mistel-Rezept

    Die Blätter der Mistel haben eine recht raue Oberfläche. Um an die Mistel-Essenz heran zu kommen, entscheiden wir uns, sie kurz im Steamer leicht zu garen. Das verstärkt ihre Farbe und weicht sie etwas auf. Zur Verwendung empfohlen ist aber nur der Kaltauszug.
    Erhitzt man die Mistel, werden ihre Giftstoffe frei gesetzt. Uns geht es um den Duft der Mistel, weshalb wir sie destillieren. Vom Nachmachen raten wir ab. Besonders aufpassen muss man mit der Mistel, wenn man Haustiere hat. Wir setzen auch eine Mistel-Tinktur an. Der Alkohol färbt sich erstaunlicherweise rot, was man von der grünen Pflanze erst gar nicht erwarten würde.


    Die Essenz der Mistel

    Das schamanische Reisen in die Mistel führt uns über wärmende und weiche Moosgegenden, auf denen sich leichtfüssig gehen lässt. Die sanften Hügel fangen jede Bewegung auf und bringen sie in eine ausgewogene Harmonie: alles wird beruhigt und besänftigt. Man legt sich auf die weiche Oberfläche und kommt in ein Schaukeln, das einen mit erdigen Düften zu sich selbst bringt. Auf den Schwingen der Mistel ist ein Ankommen beim eigenen inneren Sein möglich: man spürt sich tief in dem, was einen ausmacht.

    Artikel über Tannenbaum und Mistel in der Schamanismus Zeitung: Download




  • schreibt über Gesundheit

    Der Abend der Ruhe: der Trommelanlass weckte die Geister und die Lebenskraft mit den Schamanismus Therapeuten Schweiz

    Mar
    2015

    05


    Abend der Ruhe

    Einfach schön!


    Am Montag, dem 23. Februar fand der Abend der Ruhe statt. Das Schamanentum Netzwerk hat diesen aussergewöhnlichen Anlass liebevoll geplant und durchgeführt. Der Anlass war ein voller Erfolg, auch für die vielen anwesenden Therapeuten: alle haben sich besonders wohl gefühlt und konnten sich so richtig entfalten.
    Ein traumhafter Abend!
    Wir haben Wada gebeten, schon etwas früher am Nachmittag zu kommen, um uns bei den Vorbereitungen zu helfen. Wir erfahren von seinem überwältigenden Erfolg in Deutschland. Er hat pro Tag fünf Kunden in absoluter Gelassenheit tiefgehend bedient. Er findet in sich selbst einen Zustand erhabender Ruhe und bleibt dabei in seiner Bescheidenheit. Wir freuen uns sehr, dass für ihn schon wieder eine Deutschland-Tour geplant ist und er so umwerfende Erfolge hat für seine Kunden. Besonders freut uns, dass er zwischendurch immer noch Zeit findet, an den kleineren Anlässen in der Schweiz teilzuhaben, wie unserem Abend der Ruhe.

    Der Ruf der Geister

    Ginolino trifft alsbald ein und die beiden bereiten nicht nur den Raum für die Gäste vor, sondern laden auch die Geister zum Anlass ein. Wir geniessen es, aus der Distanz die beiden Schamanismus Therpeuten zu spüren und freuen  uns an ihrer Arbeit. Es ist schön, sich bei Arbeiten, die man sonst selbst tut, gut aufgehoben zu fühlen.
    Die Schamanenstube wird erfüllt von einer warmen Ruhe und füllt sich mit Wesen, die selbst Ruhe empfinden und sich an gemeinsamer Ruhe laben möchten. Etwas später trifft Schamanenfeuer zu uns.

    Geborgenheit

    Friedens-Meditationen

    Die Gäste finden ihre Plätze zwischen den Kerzen und lullen sich ein. Sanft angeleitet finden die ersten Atemzüge zur Körperwahrnehmung statt, die sich mit dem Atem der Erde vereinen und zu einem sehr starken Gefühl der Erdung führen. Von den Trommeln der Therapeuten umgarnt ist ein Fallenlassen möglich. Die Positionierung der Trommeln erlaubt es, den ganzen Raum überall gleichmässig zu erfüllen.
    In diese Geborgenheit hinein erhebt eine Meditation innerer Kraft die Herzen der Gäste und führt weiter sanft zu einem selbst.

    Die Trommeln klingen nach jeder meditativen Anleitung nach. Man kann die Worte nachwirken lassen und sich vertrauensvoll darin verlieren.

    Nach einer kleinen Pause schliesst sich eine Meditation in die Reihe der Gefühle ein, die kindliches Spielen, Freude und Staunen ermöglicht. In sich gekehrt wieder einmal als Kind im Sand spielen.
    Die drei Führungen vollführen eine Bewegung, in welcher sich die Gäste sehr stark selbst spüren können, sich ihren Gefühlen hingeben können und zum Ausgang des Abends mit Zuversicht in ihr weiteres Leben blicken können.

    Weitere Abende der Ruhe?

    Nicht nur den Gästen, sondern auch den Therapeuten hat dieser Abend sehr gefallen. Obschon er nur wenige Stunden dauert, bleibt er auch eine Woche später immer noch in sehr schöner Erinnerung. Wir denken an eine Fortsetzung dieses Events. Erste Gedanken kreisen um den Ostersonntag, den 5. April. Wir melden uns noch zum definitiven Datum. Die Freude auf einen weiteren Abend der Ruhe ist sehr gross.
    Wer Interesse an diesem sehr speziellen Erlebnis hat, darf sich gerne vorab bei uns melden: wir informieren natürlich auf unserer Website und per Mail.
    Das gemeinsame Arbeiten verschiedener sehr qualifizierter Schamanismus Therapeuten ist ein so starkes Empfinden, dass sich ein Heilkreis mit Einwirkungen auch eignen könnte.
    Wir werden informieren.




  • schreibt über Gesundheit

    Die Ordnung der Grippe und Erkältung. Schamanismus und das Vertrauen auf die inneren Prozesse durch Passivität

    Feb
    2015

    06


    Burgfenster

    Grippe und Erkältung


    Es ist die Zeit, da es rund um einen herum hustet, schnudert und schneuzt. Grippen und Erkältungen halten ihren Einzug in die Büros und Werkstätten. Grippeviren haben in schamanischen Betrachtungsweisen gewisse Bewegungseigenschaften: sie werfen oft die zu Boden, die sich übernehmen und zu wenig auf sich Acht geben. Damit ist nicht nur das Burnout-Syndrom gemeint, sondern auch die emotionale Vernachlässigung und das Aufschieben innerer Prozesse, wie z.B. die Verarbeitung.

    Vertrauen auf die inneren Prozesse

    In der menschlichen Geistwelt gibt es viele Wege und Richtungen, die sich immer gleich gestalten. Sie schlängeln sich an verschiedenen Stationen wie Postenläufe vorbei und befördern darauf Episoden des Lebens. Wir sprechen von sogenannten Prozess-Wegen.
    Da wir im Schamanismus diese Wege bei allen Menschen wahrnehmen, sprechen wir von natürlichen Ordnungen im Innern des Mensch-Seins. Diese Naturwege in unserer Geistwelt gehen wir zuweilen nicht so gern, da sie Verzögerungen oder Hindernisse darstellen können, die uns in unserem alltäglichen Tun hinderlich sind. Da greifen Grippeviren ein. Wir möchten einmal vom Ansatz ausgehen, den Grippewesen Triebe zu attestieren und sich die potentiellen Wirte folgendermassen auszusuchen: "Ah, da ist jemand, der seine Prozesse nicht oder nur zaghaft angeht. Hier können wir uns einnisten".

    Zur Passivität gezwungen werden

    Grippeviren haben die Macht, uns hinzuschmeissen. Fieber steigt auf, wir taumeln und sehnen uns nach der wohligen Geborgenheit der Decke auf dem Sofa oder dem Bett. Je stärker sich die Grippe äussert, je einfacher scheint es uns zu fallen, das scheinbare Nichts-Tun mit der Krankheit rechtfertigen zu können. Wir mummeln uns ein und ziehen uns in uns selbst zurück. Röchelndes Jammern begleitet unser Hinabgleiten in den heilsamen Schlaf. Dort erspüren wir instinktiv Erholung und Heilung.
    Schamanisch gesehen halten wir jede Bewegung in Prozesse hinein für einen sinnvollen Akt. Sei es, sich in die Trauer zu begeben, Bedrohungen in Richtung Mut zu verlassen oder durch das Spüren des eigenen Körpers sich wieder als Mensch zu fühlen.
    Hinein in die Passivität und auf den Prozesswegen geschippert werden: was ist das für ein Luxus!


    SPA

    SPA - Sanus per aquam

    Unten im vermeintlich tiefen Leid angekommen geschieht zuweilen fast Wundersames: es ist gar nicht so schlimm hier, sondern eher wohlig warm, geborgen und nach aussen hin gerecht. Die Armeen des Immunsystems kommen in ihre Kraft, da Seelenteile sich hinlegen und dem Prozess vertrauen, der da vor sich geht. Die Wahrnehmung in diesem Zustand kann aber noch weitaus mehr zu Tage bringen: die Beschäftigung des Immunsystems ist manchmal nur ein Vorwand, damit etwas in Bewegung kommt. Das Wasser der Flüsse, das durch festgefahrene Bergtäler fliesst, kann sich nach und nach um-entscheiden und findet neue Wasserwege, um seine Lebenskraft aufleben zu lassen.
    Nicht selten kommt es uns nach einer Grippe vor, als wenn die Gedanken vorher nun gar nicht mehr so starkes Gewicht hätten. Eine solche Phase der Passivität kann dazu führen, dass wir als andere, neue Menschen wieder daraus auftauchen.

    Die Information der Ordnung

    Befasst man sich tiefer mit inneren Ordnungen wie Muster, Abläufen, Programmen oder auch Strategien zur Vermeidung und Ärgerwegen, findet man heraus, dass sich jede Ordnung ändern kann. Nur die Ebene der sogenannt natürlichen Ordnungen bleibt in den meisten Fällen unantastbar. Die Ordnungsänderung im Innern geschieht aus schamanischer Sicht durch Einwirkung von Kraft. Selten der Kraft, die gewohnheitsmässig die Biegungen der vorhandenen Ordnung durchfliesst, es sind oft ganz andere innere Kräfte, die zur Umformung führen.
    Die Kraft selbst weiss aber nicht, wie sie etwas genau umformt. Es ist für uns die Ordnung selbst, die die Informationen trägt, wie sie sich gebärden soll. Den Bauplan der Ordnung finden wir teilweise aber auch in den Kräften selbst, ihrem Drall quasi, wenn sie durch die Täler preschen. Ob ein Grippevirus nur Auslöser für die Formerinnerung von Ordnungen ist, müssen wir offen lassen.


    Ordnung der Kraft

    Prozess-Wahl

    Gehen wir noch einen Schritt weiter: was wenn der Grippevirus nur das Muster eines anstehenden Prozesses cool findet - quasi die Blockade, den Prozess selbst aber gar nicht identifiziert? - Das würde die Möglichkeit offen lassen, den inneren Prozess während des Hinabgleitens in die Passivität selbst zu wählen.
    Man mummelt sich in die Decke ein und ist gerade dabei, die Welt emotional von sich fern zu halten. In diesen Momenten des sich Hinlegens, des sich Bettens, dürfen die Gedanken darum kreisen, was einem am eigenen Leben derzeit wirklich stört. Spannenderweise sind das sehr oft soziale Dinge. Diesen Gedanken mit in sich hinein zu nehmen und ihn vertrauensvoll in den ordnungsverändernden Prozess zu legen, kann in der Tat wählen, was genau verarbeitet werden soll.

    Krankheit als Weg

    Die Begrifflichkeit "Krankheit als Weg" ist etwas abgenutzt und hat einen etwas doktrinierenden Beigeschmack. Das gefällt uns schlichtweg nicht, weil dadurch Macht ausgeübt wird. Das ist vielleicht so schlimm, wie wenn einem jemand von aussen sagt: man müsse sich um sein Innenleben kümmern. Dazu hat niemand das Recht, ausser man selbst.
    Es ist schön, dass unser Körper uns unterstützt, die ganz eigenen, kleinen wie grossen Wandlungen in uns geschehen zu lassen. Alles, was wir dazu tun müssen, ist uns hinzugeben, dem inneren Umformen Raum zu geben. Aber ohne das willentliche Kontrollieren, wie der Prozess abzulaufen hat: denn das verhindert den Prozess selbst. Schöner empfinden wir: sich hingeben und die natürliche Ordnung in sich einfach machen lassen.










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