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  • schreibt über Gesundheit

    Autarke Selbstheilung durch Schamanismus Therapie. Der Prozessweg des Rückzugs in schamanische Ordnungen und Gefühle.

    Nov
    2014

    14


    Rückzug im Tipi

    Sich selbst helfen und gesunden


    Wir haben diese Woche das Thema unseres Blog-Beitrags von anderen bestimmen lassen. Im Facebook haben wir gefragt, ob es Wünsche gibt für ein Thema. Einige Antworten waren echt spannend. Wir haben uns etwas heraus gepickt, wovon wir denken, es sei für die entsprechende Person wichtig. Das Thema lautet:  ist autarke Selbstheilung möglich?


    Definition Autarke Selbstheilung

    Sich dem Adjektiv autark zu nähern, lässt schon einiges an Gefühlen hochkommen, wenn es im Zusammenhang mit Selbstheilung verwendet werden soll.
    Je nach System spüren wir Trotz, Abwehr und Verneinung gegen aussen im Wort autark. Man könnte davon ausgehen, das ist jemand, der Ärzte weder mag, noch ihnen Vertrauen schenkt. Von diesen Gefühlen müssen wir weg, sonst endet hier dieser Beitrag. Warum?
    Wenn jemand nicht zu Ärzten gehen mag, dann ist Schamanismus Therapie im engeren wie im weiteren Ausmass fehl am Platz. Wir werden nie mit jemanden schamanisch arbeiten, der die ärztliche Versorgung ablehnt. Schlichtweg darum, weil wir uns damit strafbar machen würden. Die zweite Gefahr für anwendbaren Schamanismus neben der anektierenden Esoszene ist für uns der verantwortungslose Umgang mit der Kundschaft.
    Nun also: wir attestieren den Willen, schamanische Methoden zusätzlich zur ärtzlichen Behandlung in Anspruch zu nehmen.
    Formulieren wir um in:


    Selbstheilung durch inneren Rückzug

    Wir tauchen in das Thema ein und finden wieder Hürden:  Was macht die fast penetrierende Formulierung "Selbstheilung" als Zieldefinition mit einem? Sie wird eine Selbstheilung höchst wahrscheinlich im Keim ersticken. Obschon der Titel jetzt besser ist mit dem inneren Rückzug, ist die Forderung der Selbstheilung in unseren Augen eine zu starke Ordnung. Erwartungen kommen hoch. Es kann dabei um das Bemessen der Gesundheit gehen. Die Krankheit könnte sich verstärken.
    Schon wieder der falsche Weg. Da macht eim so richtig färtig.


    Sich selbst helfen durch inneren Rückzug

    So jetzt haben wir es aber. Uff.
    Inneren Rückzug definieren wir hier so, dass man sich an den Ort des inneren Rückzugs in der Anderswelt begibt. Wir würden nur das Krafttier mitnehmen. Nicht etwa mit einem Heilwesen oder Lehrwesen. Nö, nur das Krafttier.
    Rückzug beinhaltet eine Form der Einsamkeit, die durch das Gehen an den Rückzugsort eine zusätzliche Qualität hat: es gibt vom Rückzug keinen Weg zurück.
    Man geht ungerne an diesen Ort. Es finden dort Prozesse statt, die man im Leben zu vermeiden versucht.
    Ein karger Ort, dunkel und von Traurigkeit erfüllt. Und eben diese Traurigkeit ist es, die einen ersten Schritt in eine Selbsthilfe ermöglicht. Man ist nämlich tatsächlich alleine. Wirklich alleine. Das Krafttier begleitet in diesem Leid. Als Verbündeter in derselben Einsamkeit.


    Schamanenweg
    Der einsame Gang an einen der dunkelsten Orte der Geistwelt stellt sich als Einbahnstrasse heraus. Es geht nur noch weiter in etwas hinein, was man eigentlich nicht will. Hier stellt man sich der Tatsache, dass man kränkelt und trägt sich selbst ganz bewusst und sich spürend auf dem Weg.
    Auf einmal werden Gedanken ehrlich, authentisch, klar und echt. Am Ort des Rückzugs gibt es kein Hadern mehr. Es ist soweit. Man ist dort, wo es kein Zurück mehr gibt.


    Ein möglicher Prozessweg zur Gesundung

    Am Ende des Weges zum Rückzug angelangt, erfüllt die Traurigkeit das Herz so stark, dass es bersten will. Privater geht es kaum. Es kann Wochen, ja Monate dauern, bis man sich ernsthaft an diesen Punkt begibt. Und von hier aus kann sich einer der Prozesswege zur Selsthilfe formen. Dort, wo es nicht weiter geht, eröffnet sich die Trauer in ihrer ganzen Gewalt. Der Kopf erhebt sich, blickt der Trauer in die Augen und kann beginnen, sie zu verstehen: ich bin jetzt am Leben, mit dem, was ich habe, auch an Krankheiten. Das Krafttier regt sich, nähert sich und lässt Wärme auf die emotionalen Trauer-Erkenntnis wirken. In dieser Wärme, ja Körperwärme wird Leben gespürt. Hier, da alles ein Ende zu haben scheint, hier taucht auf einmal Leben in einer seiner blanken Formen auf: in der Liebe.

    Schuschu

    Die Liebe zu sich selbst

    Es ist am Ort des Rückzugs auf einmal keine vermeidungs-würdige Tatsache mehr, krank zu sein. Die Krankheit gehört zu einem dazu und wird von derselben Liebe erfüllt, wie man selbst.
    So neigen sich Häupter nicht mehr in Traurigkeit, sondern in Ehre sich selbst gegenüber, dem Leben selbst gegenüber. Ehre ist ein so starkes Gefühl, dass dieser Blogbeitrag nicht ausreichen wird, es zu beschreiben. Es geht um Ehre zu sich selbst. Nicht gespielt, nicht weil sie angeblich sinnvoll wäre. Sondern weil sie gespürt wird. Solche Dinge entstehen in einem Fluss, auf einem Weg. Auf einem sogenannten Prozessweg.
    Erst jetzt mag klar werden, dass das Wehren, Trotzen, Rechtfertigen und Jammern vollends der Sinnlosigkeit des Wartens entsprang. Und sie haben verhindert, auch nur annähernd sich helfen zu können.


    Ehre

    Die Sackgasse des Weges zum Rückzug ist auf einmal ebenso nicht mehr nötig. Viel immenser kann nun z.B. ein Atemzug sein, den man in der Ehre durchführt. Aus so etwas Banalem wie dem Einatmen wird eine alles verändernde Kraft. Man spürt im Innern seines Körpers die Knochen, die sich heben, das Fleisch, das sich bewegt. Der Blick hinein in sich, nicht würdigend, nicht wohlwollend, sondern schlicht und einfach nur ehrenhaft, eröffnet mittelweltlich die Sicht in den Körper hinein. Tief hinein. Nun sind die Meldewesen des Schmerzes klar zu spüren. Das Atmen kann die Regionen, die schmerzen, mitbewegen.
    Sie tun ihren Job. Sie tun ihn gut und sind am rechten Platz. Ehre durchströmt auch sie.
    Ehre ist nicht auf eine Richtung begrenzt, sie kann erwidert werden. Dies wiegelt den Atem der Ehre auf und führt weiter. Wieder wird ein Schritt gemacht.


    Sich selbst helfen

    Nach einigen weiteren Wandlungen von Gefühlen und Ordnungen auf dem gewählten Weg wird einem klar: es ist natürlich möglich, sich selbst zu helfen. Wir sprechen von Ehrlichkeit, bei welcher es nicht um das Ziel der Richtigkeit geht, sondern um die Ehre. Auf dieses Gefühl folgen Taten. Aktionen, schamanische Rituale, schamanische Reisen und Veränderungen aus dem Innern. Sich selbst helfen heisst für uns, ganz bei sich anzukommen und hier sich liebevoll um sich selbst kümmern.

    Prozess




  • schreibt über Gesundheit

    Fliegenpilz Vodka Elixier - Schamanismus Schweiz und die Pilzkreise. Wir bereiten eine Tinktur aus Fliegenpilzen.

    Aug
    2014

    30


    Fliegenpilz Elixier

    Fliegenpilz Elixier - magic mushrooms


    Nein, die Schamanenstube hat nicht ihre Grundsätze geändert. Die Schamanentrance wird nach wie vor mit Trommeln induziert. Der Fliegenpilz als Zauberpilz, als magic mushroom erfüllt bei uns nicht den Zweck psychoaktiver Substanzen. Wie viele Pflanzen verwenden wir auch den Fliegenpilz als gezielt eingesetztes Mittel.
    Der Herbst ist da, die Blätter werden farbig. Es ist die Zeit, da seltsame Kreaturen sich aus den Böden erheben: die Pilze. Es ist jedesmal ein besonderes Erleben, wenn man auf einmal Pilze im Wald oder auf Flurwegen entdeckt. Kleine runde Böppel, mal mit Dächlein, mal einfach nur freche Köpfe aus dem Boden heraus. So spannend das Entdecken von Pilzen ist, so klar stellt sich auch gleich der Gedanke ein: sie gehören hier her und sind Teil der Natur. Wir freuen uns über das Auftreten der Pilze und bewaffnen uns mit unseren Chrättli, wenn wir unterwegs sind.

    Der Fliegenpilz und sein Name

    Er soll seinen Namen aus der Verwendung mit Milch haben: gezuckerte Milch mit Fliegenpilz-Stücklein versehen soll Fliegen anlocken und sie - je nach Dosis - in ewigen Schlaf einlullen.
    Die Giftigkeit des Fliegenpilzes ist nicht besonders hoch, da gibt es wohl andere. Dennoch ist er der Pilz mit seiner roten Kappe und seinen weissen Flocken obendrauf, den jeder von uns schon als Kind kennt. Er ist ein Symbol, das einem an vielen Orten, auch in der Werbung, begegnet. Er gehört dazu und wir fühlen uns ihm verbunden.

    Waldpilze

    Pilzkreise

    Wird das Schlendern durch die Wälder von Begegnungen mit Pilzen erfreut, bemerkt man zuweilen, dass einige Arten in einer Kreisform wachsen. Hexenkreise werden sie genannt. Das Wachsen im Kreis hat keine mystischen Hintergründe. Pilze sind eigentlich ein Geflecht unter dem Boden. Das Köpfe, die wir sehen, wachsen gerne an den Rändern der Geflechte aus dem Boden heraus. So entsteht ein mehr oder weniger gleichförmiger Kreis.

    Wirkstoffe

    Wie jedes Kraut, das wir den Sommer über in unsere Stube bringen, enthalten auch Pilze Wirkstoffe. Die meist bekannten sind die psychoaktiven. Sprich die, die im Gehirn zu Halluzinationen und weiteren sinnesverändernden Zuständen führen. Das erinnert uns an den alten Kaminfeger, dem wir vor langer Zeit auf unseren Waldstreifzügen begegneten. Immer an einen Baum gelehnt, sein rotes Halstuch und in der Hand ein Pilzgewächs. Er wirkte immer sehr friedlich und freute sich, uns zu sehen.



    Fliegenpilz
    kleiner Fliegenpilz im Wald


    Kurs Fliegenpilz - Elixiere

    Unser Kurs zu Fliegenpilzen beginnt wie nicht anders zu erwarten im Wald. Die Gruppe findet sich an einem Ort ein, an welchem Fliegenpilze in grossen Mengen vorkommen. Wir setzen uns zwischen sie und nähern uns ihnen auf schamanische Art und Weise.
    Die Wahrnehmung dieser Wesen darf durch ihre reine Anwesenheit erst einmal rein körperlich sein. Umgeben von diesen wunderschönen Gestalten, die an kleine Zwerge mit roten Mützen erinnern. Wir begrüssen sie und beginnen die erste schamanische Reise in ihre Welt.
    Das Reisen zu Kräutern und Pilzen hat den Sinn, die Wirkung des Pilzes auf einen zu erkunden. Es ist nicht für jeden dieselbe Wirkung vorhanden, auch nicht in jedem Jahr findet sich identisches Wissen. So wie wir heute sind, so passen die Wesen auf andere Weise zu uns.
    Es gibt Grundzüge, die zu Verallgemeinerungen führen könnten. Doch das Tun wir nicht: jede Arbeit im Schamanismus ist einzigartig und immer privat.

    Mit wem die Fliegenpilze zusammenarbeiten möchten, der kann sie fragen, ob sie mitkommen möchten, um ihre Wirkung zu entfalten.


    Fliegenpilz Rezepte Der Kurs über die Fliegenpilze und deren Verwendung wird in der Folge zu einem kleinen Chemie-Labor. Wir bereiten keine Drogen zu, sondern zeigen, wie man die auf den schamanischen Reisen gefundene Wirkungsweise der Pilzwesen in den Alltag holt, um hier mit ihnen zu arbeiten. Die grundsätzliche schamanische Arbeit besteht meistens daraus, aus der Anderswelt Dinge in den Alltag zu holen, um hier zu arbeiten und wiederum auf die Anderswelt Einfluss zu nehmen, um Ordnungen zu verändern, Kräfte zu stärken und die Erhöhung der Lebensqualität anzustreben.
    Wir arbeiten mit Alkohol, wobei dieses Mal nicht der viel verwendete Gin zum Einsatz kommt, sondern Vodka. Die Haltbarkeit des Elixiers steht für uns im Vordergrund. Es kommt vielleicht einmal im Jahr vor, dass wir den Fliegenpilz wirklich einsetzen. Getrunken wird er dabei allerdings nicht. Die Verwendung entstammt der schamanischen Wahrnehmung. Wir sind gespannt darauf, wie unser nächstes Fläschchen Elixier wirken soll.

    Fliegenpilz Labor




  • schreibt über Gesundheit

    Piemont - Die Natur erleben und dem Auge Ruhe gönnen. Die Vielfalt der Kräuter und die Geister Italiens.

    Jul
    2014

    13


    Piemont Landschaft erleben

    Piemont Italien


    Die letzte Woche fuhren die KursteilnehmerInnen nach Italien ins Piemont. Wir mieten ein Haus in Torresina und verbringen die ganze Woche dort. Es gibt Ausflüge an Meer nach Savona bis nach Finale Ligure, in die Stadt Cuneo mit ihren Spezialitäten und Märkten, sowie nach Ceva, der nächst gelegenen Stadt. Das Häuschen ist idyllisch gelegen und bietet dem Auge entspannende Ausblicke in die Piemonteser Natur.

    Idylle des Gartens
    Der ruhige Garten bietet Streicheleinheiten für die Augen. Überall sind Mäuerchen aus recht flachen Steinen, die übereinander geschichtet sind. Solche Steine finden wir auch an den Flussufern und stauen über die Andersartigkeit.


    Geister Tempel
    Für die dortigen Geister bauen wir als Dank für ihr freundliches Lächeln nicht einfach ein Steinmännchen, wir bauen einen ganzen Tempel, mit Eingangstreppe, Innentreppen und Ausblick. Die hintere Terrasse wird mit einer Feuerstelle versehen. Die sengende Hitze am Fluss treibt uns immer wieder in den Schatten und wir bemerken, einfach allein sein zu können an einem Gewässer. Niemand da, weit und breit. Es ist ruhig. Das tut gut.

    Geister ThronTrohn der Waldwesen


    Kräuter Piemont

    Kräuter Vielfalt


    Kräuter Landschaft Piemont
    Etwas erstaunt sind wir über das Vorkommen von Suzuki Jimnys: er scheint den Fiat verdrängt zu haben. Überall wimmelt es davon.
    Der Freitag ist Kräutertag: wir erleben ungeahnte Vielfalten von Kräutern. Es ist unglaublich!


    Weiblicher Pan im Piemont

    Pan bei der Arbeit


    Die Natur im Piemont

    Neben dem wohltuenden Blick in die Natur Piemonts und der Verbreitung von Wildkräutern, eröffnet sich die Natur als Erleben wie bei uns noch in den 70er Jahren: für uns längst vergessene Wesen wie Fledermäuse, all-abendliche Glühwürmchen und ganze Schwalben-Schwärme. Wir entdecken auch urzeitliche Geschöpfe:

    Echsen im Piemont
    Wir haben noch nie so viele Gesichter in Steinen, Bäumen und Wolken gesehen, die stetig lächelten. Piemont könnte von uns als Geister Smiley-Land bezeichnet werden. Und wenn es mal was zu tun gibt für die Wesen, dann wird das mit Hingabe gemacht:


    Wolke über Piemont
    Eine Wolke braucht hier ein Gesicht, das mal sanft, mal intensiv über die Landschaft streicht, um voran zu kommen. Wir können auf unserem Balkon sitzen und einfach nur die Augen schweifen lassen. Diese Eindrücke nehmen wir mit aus dem Piemont. Das geht alles in wohl aufeinander abgestummenen Farbtönen und in einer Ruhe, die sich die Lärm verschmutzte Schweiz nur noch erträumen kann.


    Piemont
    Mit einem etwas traurigem Auge verlassen wir die Idylle Piemonts und danken für dieses Erleben. Die Bilder der Hügel, Landschaften, Kräuter und Tiere haben in uns ein Zuhause gefunden, das uns nährt.


    Nacht in Torresina Cuneo Piemont

    Auf Wiedersehen Piemont!





  • schreibt über Gesundheit

    Das Litha Ritual: der Wert des Lebens zur Sommersonnenwende. Wir bringen das Leben zur Pracht.

    Jun
    2014

    14


    Wert des Lebens - Wasser

    Die Zeit nach dem Wachstum: was jetzt?


    Schnell ging dieses Frühjahr vorbei und wir befinden uns mitten in sommerlichen Temperaturen. Das Wachstum neigt sich einem Punkt zu, da so vieles nun einfach da ist, dass ein Überblick fällig werden kann. Was hat mich angetrieben, was liegt auf dem Tisch, was will noch werden?
    Wir bemerken eine Entschleunigung im Innern, obschon im Aussen alles noch auf Hochtouren läuft. So ein Moment ist wichtig in der Beständigkeit der Jahreszeiten. Entscheidungen sind fällig, um die Vielfalt nicht in einem Chaos zu verlieren.
    Die Natur hat Gas gegeben. Alles drängte raus aus dem Boden, hat sich in farbigen Blüten dem Leben entgegen gereckt. Aus den Farben der Natur wurde bald ein sattes Grün. Die Bäume, die Wiesen, die Wälder: alle sind sie jetzt voll da. Da im Leben.

    Und nun?

    Es kann sich in so einem eigentlich erfreulichen Zustand ein Gefühl von Leere breit machen. Einige Menschen um uns herum fällen sogar Entscheide zu dieser Zeit. Meist Entscheidungen, die nachher bereut werden. Es kommt zu Kündigungen, man schmeisst den Job hin oder wird passiv in kaum erträgliche Situationen manövriert. Die Schamanenstube hat beobachtet und nimmt gewisse Vorgänge in einem Bedauern wahr. Wir sagen: es ist noch nicht die Zeit für Entschlüsse. Sie könnten voreilig sein. Denn die Gefühlssuppe, die im Moment in uns brodelt, mag eine Verwirrung in sich bergen. Man hat Gipfel erreicht und will immer noch weiter. Der Gipfel zeigt zwar einen Ausblick, aber man kann gerade auf einem Boden stehen, der wenig weiterführende Wege bietet.


    Litha bringt Entscheidungen

    Zur Sommersonnenwende nächsten Samstag vollzieht die Natur einen Wandel, der sich um den Übergang vom Blühen und Wachsen in ein ruhigeres Sein bewegt. Die Tage werden auf einmal gehalten, sie bleiben gleich lang. Diese Sommerhöhe hält an. Psychologisch kann das mit dem Plateau Effekt verglichen werden. Es ist alles da, man hat vieles erreicht. Nur was jetzt?

    Das schamanische Ritual zu Litha ist ein Ritual dieses Übergangs:
    • Was ist gewachsen, was ist alles da?
    • Was davon will ich pflegen, zur Reife bringen?
    • Was kann ich seinem Schicksal überlassen?

    Hier sprechen wir natürlich in einer bäuerlichen Pflanzensprache, meinen damit allerdings unser Innenleben. Was machen die Dinge mit einem, die bis jetzt dieses Jahr entstanden sind? Haben wir den Überblick über all die Einflüsse, die jetzt da sind?
    Und welche Dinge lohnen den Kraftaufwand nicht mehr, sie weiter zu pflegen...



    Ruhe kehrt ein - Litha
    Ruhiges Atmen auf dem Plateau des Gewachsenen:
    aus der Vielfalt entsteht die Pracht des Lebens.
    Hoch erhoben blicken wir auf unser Leben.


    Von der Vielfalt zur Pracht

    Dieser etwas verlorene Zustand kurz vor dem 21. Juni formt das alljährliche Litha-Ritual der Schamanenstube. Wir machen eine Inventur all dessen, was uns umgibt und beginnen in einer ruhigen Auszeit, uns über die Werte dieser Teile unseres Lebens Gedanken zu machen. Wertung über die Kraft, die den Gefühlen entspringt und in den neu gewachsenen Ordnungen fliesst.
    Wir machen es der Natur gleich: wir überleben in der Pracht. So werten wir die Vielfalt und fällen gemeinsam mit dem Rat der Geister Entscheide, was zur Pracht begleitet werden soll.

    Dazu ist eine Ruhe nötig. Und genau diese Ruhe nimmt jetzt schon natürlicher Weise ihren Raum ein. Vor Litha ist das Plateau erreicht, weiter geht es gar nicht. Das ist der Stand der Dinge, das ist es, womit wir arbeiten. Das ist es, was zur Pracht und schliesslich zu Mabon zur Ernte kommt, um uns im Winter zu nähren.

    Zu Litha kehrt Ruhe ein. Das Ritual der Sommersonnenwende kann uns neu definieren, uns Halt finden lassen in dem, was wir sind. Die Ruhe ist eine der Kräfte, die aktiv gelebt werden kann. Das mag widersprüchlich tönen, in der Erfahrung innerer Ruhe aber entsteht ein Rückfluss zu uns selbst.










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