Menu
Warenkorb Konto Kontakt Whatsapp Blog
« vorheriger Artikel nächster Artikel »

Burnout - schamanische Reise



Burnout

Das Burnout-Syndrom gibt es nun schon viele Jahre. Erst wurde es nicht als Diagnose akzeptiert, dann doch, wurde von den Krankenkassen angenommen, dann hatte jeder eines, dann fiel die Krankenkasse weg. Ein Burnout zu definieren erscheint kompliziert. Nachdem sich jede involvierte Fachrichtung ausgetobt hat, hängen wir bedeutungsloser Weise eine schamanische Sicht an.


Schamanisches Vorgehen

Sich einem Thema zu nähern, das sehr komplex erscheint, ist im pragmatischen Schamanismus meist eine klare Aufgabe: wir gehen da rein. Ein Wesenszug des Schamanismus ist es, sich tief in etwas hinein zu begeben. Wir sagen uns: wir können zwar therapeutisch Burnouts angehen wie jeder andere Therapeut, aber vielleicht gibt es schamanische Zusätze. Wir hatten in der Vergangenheit um die zehn Fälle von Burnout in unserer Praxis. Das war meist langwierig und mit normaler Therapie erreicht man Menschen im Burnout nur bedingt. Wir wollen verstehen, wie sich ein Burnout wirklich anfühlt. Nur so denken wir einen anderen Zugang zu finden.


Schamanische Burnout Reise

"Ich lande mit meinen Geistern auf einer grossen Ebene. Der Boden ist bräunlich-grau und weist Risse aufgrund von Trockenheit auf. Die Ebene erstreckt sich in alle Richtungen bis zum Horizont. Das ist ein gutes Feld für eine Erfahrung. Die Luft ist dick und zähflüssig. Ich nehme meine Hand und streiche schräg vor mir in der Höhe durch die Luft. Die Farben des Himmels und des Horizonts lassen sich wie Ölfarbe rumschmieren. Nehme ich mein Hand zurück, fliesst der Horizont wieder in seine angestammte Form zurück. Dieses Formen kenne ich. Der Trick auf einer Reise, da man das erlebt, ist für mich immer, meine Hand einfach langsam zu bewegen, bis sich etwas formt, das Bestand hat.
Es dauert nicht lange, da formt sich links ein Haus. Es kommt auf dem Erdreich zu stehen. Aus diesem Haus greifen Arme heraus, die nach rechts greifen. So lege ich meine Hand weiter nach rechts in den flüssigen Himmel und ein weiteres Haus erscheint. Die Arme aus dem ersten Haus strecken sich und berühren das zweite Haus. Kleine weisse Bälle rollen von den Oberarmen hinunter bis zu den Händen, die das zweite Haus berühren. Die Bälle verschwinden im Haus. Dort bleiben sie aber nicht, sie kullern zur Haustür hinaus und verschwinden im trockenen Boden. Da fehlt etwas. Instinktiv spüre ich, wie man die Bälle jeweils nehmen muss und Symbole auf diese malen muss. Das tue ich. Ich stehe im zweiten Haus und male mit einem schwarzen Filzstift wahllose Symbole darauf. Auf das Fensterbrett gelegt rollen sie sofort über den Arm zurück zum anderen Haus. Diese Bewegung erinnert mich an Computer-Kommunikationen. Jemand fragt, der andere antwortet. Damit das System läuft, muss jeder ständig kommunizieren und auf die Ereignisse des Erhalts eines Balls reagieren.
Die Gegenseite - das erste Haus, bekommt die Bälle mit den Symbolen zurück. Das Licht geht dort an. Doch es flackert nur kurz, dann ist es aus. So muss ich ins erste Haus und die Bälle jeweils entgegen nehmen. Da liegen ein dickes Buch auf dem Stubentisch und eine Feder mit Tusche daneben. Ich notiere die erhaltenen Symbole. Mit jedem eingetragenen Symbol erscheint ein weiterer Ball auf dem Tisch. Diesen lasse ich durch das Fenster über den Arm zum anderen Haus rollen.
Es kommen keine weiteren Bälle vom Haus 2 zurück. So muss ich da rüber und Symbole malen. Kaum geschehen, muss ich wieder ins Haus 1 und die Symbole notieren. Wenn ich einhalte, fällt das System zusammen und die Häuser beginnen zu verblassen. Um das Bild zu halten, muss ich ständig an alles denken und ständig alles bewirtschaften.
Das ist so mühsam, dass ich wieder zu meinem Ausgangspunkt zurückkehre und zuschaue, wie die Häuser wieder zu Boden und Horizont werden. Etwas bleibt: das Gefühl, nicht genug getan zu haben und versagt zu haben."


Wie produziert man ein Burnout?

Das menschliche Gehirn kann drei Dinge gleichzeitig miteinander vergleichen und hat die Fähigkeit, "Zustände" zu halten. Damit können wir sehr komplexe Gedankengänge anstellen. Wenn wir aber in einer permanenten Zustandshaltung sind, wie zum Beispiel das Aufrechterhalten dieser Kommunikation zwischen den Häusern, steht ein Teil unser Kapazität nicht mehr zur Verfügung. Das passiert bei Arbeiten, die hohe Konzentrationen erfordern und in die man mit Hingabe hinein geht. Wenn da noch mehr Häuser gewesen wären, wäre das eine nicht zu bewerkstelligende Rumrennerei.
Wie man einen Burnout produziert, wird langsam klar: da müssen Aufgaben sein, die sehr wichtig sind und von denen man das Gefühl hat, sie unbedingt erfüllen zu müssen. Diese Aufgaben müssen die gesamte Kapazität fordern und darüber hinaus. Da kommt einem Sisyphos in den Sinn. Es wird mit aller Kraft eine Aufgabe erfüllt, obschon sie keinen Sinn macht. Von innen betrachtet empfindet Sisyphos einen Antrieb. Dieser Antrieb wird in der griechischen Mythologie eine Verdammnis genannt. Im Prinzip ist es ein Fluch. Im Falle des Burnouts eine Selbstverfluchung?


Entfluchung des Burnouts

Mit Flüchen kennen wir uns aus, kein Thema. Die Frage ist, ob eine Ursache für Burnouts eine Selbstverfluchung ist. Ein Fluch ist stark an einen Glauben gebunden. Sisyphos muss glauben, dass er seinen Stein rollen muss. Zu dieser Überzeugung muss er nicht nur gekommen sein, sondern er muss sie jederzeit logisch und gefühlsmässig wieder bauen können. Es darf keinen Zweifel daran geben, dass sein Tun falsch wäre. Mit diesen Gedanken läge die Ursache für Burnouts in einem "Tick". Es müsste etwas geschehen sein, das das langsame Formen einer Realität ermöglichte, die nicht real ist. Zudem kommt die Eigenschaft hinzu, dass eine fast als fanatisch zu bezeichnende Motivation damit ausgelöst wird.

Das gibt uns neue "Richtungen", mit unseren Burnout Kunden zu arbeiten. Die ursachenorientierte Vorgehensweise macht womöglich aber nur bei Menschen Sinn, die noch nicht allzu lange in einen Burnout leben. Je länger etwas geht, je mehr vermischen sich die Ordnungen und der Zugang zum Erkennen des Unsinns wird verbaut. Dass ein Burnout selbst konstruiert ist, dachten wir schon immer. Denn obschon die ersten Bälle aus dem linken Haus einfach von Geisterhand zu rollen schienen, brauchte es einen selbst, um wieder neue Bälle zum anderen Haus zu schicken.



Verfluchungen
Flüche brechen
Besetzungen
frei von Fremdem
Stress
logisch angehen






Kommentieren

« vorheriger Artikel nächster Artikel »




Das könnte gefallen:
Visionssuche
Retreat für neue Wege
Ahnenspirale
Ahnenkraft Ritual
Beltane Ritual
Unbändige Lebenskraft
up