SuchenX
Menu
Suchen Kontakt Events

Schamanenstube schreibt über Gesundheit

Krebs bei einem Hund. Schamanismus und die Arbeit mit Tabakfallen, Rasseln und Trommeln. Wir gehen die Ursachen des Krebsgeschwürs an.

Mar
2009

19


KrafttierIch komm ja selten dazu, von meiner Arbeit zu berichten, da ich stets die Privatsphäre meiner Kunden schütze. In diesem Fall war es ein Hund, der ein Krebsgeschwür im Hals hatte, und so ist die Anonymität gewährt. *smile*
Es war eine atypische Arbeit mit Krebs. Ich gehe Krebs normalerweise so an, dass ich die Ursachen für das Wuchern herausfinde und die Blockaden löse, die ein anderes Wachsen nicht wachsen lassen. Bei diesem Krebs deutete alles darauf hin, dass einfach das Geschwür weg muss und keine Zeit ist für Blockadenbeseitigung. So stellte ich mich darauf ein. Und wie immer kommt alles ganz anders...
Der Hund ist hoch aggressiv, meine Begegnungen selbst mit Maulkorb machten schnell klar, dass ein Arbeiten direkt am Hund nicht möglich ist. Angriff um jeden Preis. Vielleicht wäre es cleverer gewesen, nicht auf Hausbesuch zu gehen, sondern das Tier zu mir zu bringen, überlegte ich. Beim Betrachten der Pflanzen, die nun in der ersten richtigen Sonne ihre Köpfe rausstrecken, kam mir das Bild des "Herauslockens".
Also ich schneide nicht den Hund andersweltlich auf und hole den Krebs heraus, sondern ich locke ihn von selbst heraus, wobei mir die Aggressivität des Hundes gerade recht kam. So war die Vorgehensweise entschieden. Ich liess mich an einem Tisch nieder und bereitete alles vor fürs Fallen stellen. Ich bediente mich zweier Tabakfallen, einigen Bergkristallen und Schnaps. Thalia trommelt neben mir und wir beide wandeln uns in unsere Krafttiere. Ich ziehe Mauern hoch, um Thalia und die Ausgänge aus dem Raum dicht zu machen. Der Hundebsitzer sitzt mit dem angeleinten Hund zwei Meter vor mir.
Das Trommeln bringt den Hund in Rage.
Ich entzünde die selbstgemachte Kerze mit arabischem Weihrauch, die mir schon einmal beim Anziehen eines Wesens behilflich war. Die Tabakfallen tauche ich in den Schnapps und lege sie zwischen Hund und mich. Mein Rasseln bringt den Hund vollends in Rage und er wird immer angriffslustiger. Und genau das öffnete Tür und Toren, um alle negativen Wesen aus ihm herauszubellen und in meine Richtung zu werfen. Feines Glockengebimmel zeigt den Wesen die Richtung, kaum sind sie ausgeworfen. Als erstes steht ein zwei Meter Mann im Raum, ein dunkles Wesen, das aus seiner Kapuze herausschaut und drohende Gebärden macht. Doch er kann dem Tabak und dem Alkohol nicht widerstehen.
Kaum ist er drin, verbrenne ich ihn im mitgebrachten Kupfertopf. Eine heikle Arbeit, die schnell gehen musste.
Der Tabak glüht hellrosa bis weiss auf und schwarzer Rauch steigt empor. Doch damit ist es nicht getan. Der Hund wurde schon ruhiger, doch musste ich nochmals seine ganze Kampfeslust schüren und ihn aufregen. Wieder rasseln, wieder Glöcklein, lautes Trommeln. Der Raum ist voll mit Rauch und durch den Rauch hindurch kommt mit mittlerweile heiserem Bellen eine ganze Flut kleiner Schatten auf mich zu. Sie alle fange ich mit der Tabakfalle in der Hand, drehe und wende sie mit meiner Hand und die Fliehkraft lässt sie nicht mehr raus. Und wieder verbrennen.
Mein Hirsch sorgt dafür, dass mit den Flammen und dem Rauch die Tore zum Totenreich aufgehen und sie auf direktem Weg mit waagrechtem Rauch hinter den zuknallenden Toren verschwinden.
"Heile" röhrt mein Hirsch im Geschrei der weggerissenen Geister und wir legen einen Teppich aus Liebe in den Raum, um den Hund. Dieser kringelt sich am Boden rum und merkt die Entspannung. Ich atme als Hirsch Liebe aus in den Raum, der noch voll Schwere angefüllt ist. Und langsam entspannt sich die Situation. Danach machen wir die Tür aus und mein Harz-Räucherwerk trägt hinaus und reinigt. Thalia nahm ein Baby wahr, das ich für das Wachsen halte. Wenn ich über diese Arbeit reflektiere, so haben wir doch die Ursachen rausgelockt und weggebracht, so, wie ich es eigentlich für richtig halte.
Der Kopfplan vorher wurde einmal mehr von den Geschehnissen umgeworfen und das, was eigentlich richtig ist, passiert auf seine Weise.

  • Gast schreibt am 29.11.2011

    Hallo Schamanenstube, der Bericht ist sehr interessant und gut beschrieben. Was ist danach mit dem Hund passiert? Was wurde aus dem Krebs? Ich treffe demnächst auch einen Hund mit Krebs und würde so gern helfen. Habe aber noch nie eine Extraktion gemacht. Wie gefährlich ist das für die Beteiligten, wenn man noch so grün" ist wie ich? Mit sehr netten Grüßen
  • Schamanenstube schreibt am 29.11.2011

    Hallo Danke für Deine Worte zu unserem Bericht. Wir machen eher selten solche Berichte von Heilungen, weil sie oft dazu führen, dass man annimmt, wir könnten Krebs heilen. Für uns ist aber jeder Fall anders und auch aus schamanischen Gesichtspunkten anders anzugehen. Dem Hund ging es noch ca. anderthalb Jahre gut, dann ist der Krebes wieder aufgetaucht und es ging dann sehr schnell. In diesem Fall sind wir nicht die Ursachen des Krebses angegangen, sondern haben nur extrahiert. Das ist für uns selbst nicht wirklich professionell. Schamanische Extraktionen ohne in die Ursachen der Krankheit zu gehen, ist Symptombekämpfung. Genau das war diese Arbeit. Es hat dem Hund sein Leben zwar um einige Zeit verlängert, aber es war keine Heilung in dem Sinne. Dein Wille, auch einem Hund helfen zu wollen, wäre das erste, was uns an Deiner Frage auffällt. Die Frage nach dem Warum interessiert uns natürlich. Und auch die Absicht, sprich soll nur eine Symptombekämpfung durch die Extraktion stattfinden oder willst Du heilen. In beiden Fällen kann es schliesslich zu einer schamanischen Extraktion kommen. Diese halten wir immer für gefährlich und gehen sie sehr sorgsam an. In jedem Fall. Gefährlich nicht nur für Dich, sondern auch für den Besitzer/Besitzerin des Hundes und andere Beteiligte. Problematiken können sich viele stellen, die bemerkt oder unbemekt zu Problemen führen können. Erst könnte es abzuklären gelten, ob der Krebs etwas Fremdes ist, oder etwas, was der Hund selbst produziert. Wie Du ihn extrahierst und wie Du ihn entsorgst. Wie Du dafür sorgst, dass das oder die Krebswesen sich nicht bei Dir oder jemand Anwesenden einschleichen oder sich im Raum verstecken um später auf jemanden übergehen. Deine Frage selbst zeigt für uns, dass Du nicht mehr so grün bist, wie Du Dich nennst. Dich damit zu befassen und Dir Gedanken zu machen, ist ein guter Schritt. Alles, was wir Dir dazu vielleicht mitgeben dürfen: besprich das Ganze erst einmal mit Deinen Geistern. Liebe Grüsse von der Schamanenstube




Schamanenstube

Kategorien:
Alle435
Diverses 55
Gesundheit 37
Orakelsee 32
Schamanenschule 75
Schamanenstube 80
Schamanismus 112
Schamanismus-Therapie 44





Aktuelle Beiträge:

up