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Schamanenstube schreibt über Gesundheit

2012 Weltuntergang gemäss Mayakalender. Die Schamanismus Therapie begegnet der Angst und der Rechtfertigung für 2012

Dez
2011

28


Seit dem letzten grossen Gau 1999, den wir alle nicht überlebt haben, kursiert jetzt einige Jahre lang die Panikmache vor dem 21.12.2012. Die Schamanenstube möchte dazu ihre Gedanken teilen.

Welche Quellen prophezeien den Weltuntergang 2012?
Es wird von Sonnenstrahlung und anderen Strahlen aus dem Innern der Milchstrasse gesprochen, die uns 2012 erreichen. Eine einzigartige Konstallation der Gestirne, die nur alle x-zehntausend Jahre vorkommt. Dieselbe von ca. 1989 nennt eher selten jemand.
Der Mayakalender endet am 21.12.2012. Auf Vorrat kaufen muss man auf jeden Fall endlich einen neuen Kalender. Diese Prophezeiung kursiert nach meinem Empfinden jetzt am längsten.
Nostadamus spricht angeblich zu dieser Zeit vom letzten grossen Krieg der Menschheit, gemischt mit Klimakatastrophen. Er ist leider einfach schwer zu lesen. Er spricht in verschlüsselten Versen. Ich hab mich immer gefragt, warum er denn alles so verschlüsselt hat: weil man das nicht durfte, okay, aber den Schlüssel kann ja auch niemand lesen. Das gibt mir ein Gefühl der Sinnlosigkeit.
Planet X ist eine weitere Theorie. Ein grosser Planet, grösser als die Erde, wird der Erde 2012 gefährlich nahe kommen oder uns sogar rammen. Wenn ich des Nachts in den Himmel guck, dann seh ich aber nix. Ein so grosser Planet müsste schon lange mit Hobby-Teleskopen ausfindig gemacht worden sein.
Der magnetische Pol könnte sich drehen. Da wird es möglicher für mich, aber auch nur kurz. Die Polarlichter verhalten sich stabil und selbst ein gewaltiger Sonnensturm könnte kaum einen Einfluss auf die Magnetpole der Erde haben. Es gibt noch die Ozonschickt. Das tönt inspiriert von Roland Emmerichs Verfilmungen.

Die Hopi Indianer aus Arizona haben eine Prophezeiung. Ebenso die Zulu: im Jahr des roten Bullen - 2012 - geht die Welt unter. Die Palmblätter sprechen von der Apokalypse wie das Buch der Toten der Ägypter und nicht zuletzt die Bibel mit richtigem Code gelesen.
Und es gibt noch viele mehr Quellen und mögliche Gefahren. Die Liste ist endlos.

Genug Stoff also, um sich Gedanken zu machen. Gedanken darüber, warum wir einen Weltuntergang brauchen sollen und was diese Vorstellung mit uns macht.

Positive Wirkungen
Neben paranoiden Zügen empfinde ich die Folgen der Vorstellung eines Weltuntergangs für vielleicht gesund. Vermehrt könnte sich ein globales Bewusstsein entwickeln. Ein Bewusstsein für das Leben in Gemeinschaft. Denn Leid verbindet. Unser Gehirn kann nicht zwischen vergangenem und lediglich vorgestelltem Leid unterscheiden. Beides ist gleich stark.
Ein tröstender Gedanke: wenn eh alles untergeht, kann man ja jetzt sein Leben neu bestimmen und sich den kurzen Rest des Jahres neu orientieren. Eine objektivere Sicht auf das Leben kann daraus entstehen. Das fände ich schön.
Ebenso kann der Klimawandel sogar etwas anders betrachtet werden. Auf einmal wird alles beschützenswert. Was man verlieren kann, erhält gerne etwas mehr Wert. Maya Kalender Angst

Angst und Rechtfertigung 2012

Egal wieviele wissenschaftliche Beweise oder Tendenzen es gibt,  es wird weiter der Weltuntergang mit kraftvoller Rechtfertigung verteidigt. Eine in sich als gerecht empfundene Hysterie, in welcher man besser wissen darf als andere, Prophet spielen kann und auf damit offene Ohren stösst. Es geht nicht um Gegenargumente, es geht nicht um Recht haben oder nicht. Der Mensch braucht ab und an seinen Weltuntergang.

Therapie 2012
Meine Geister und die lokale Natur um meinen Wohnort herum wissen nichts von einem Weltuntergang. "Eine spannende Geschichte. Gut erzählt." - ertönt der Tenor am Kraftplatz.
Es stellt sich aber die Frage, wie man als Therapeut dem Ganzen begegnet. Es gibt drei Kategorien der 2012 Phobie in meinen Augen:

1. Sorgenvolle Richtungen
Hier haben die Prophezeiungen ihre Wirkung getan. Wir machen uns derzeit Gedanken über Therapie-Ansätze spezifisch auf das Thema 2012. Wie immer werden alle Arbeiten individuell sein. Schamanisch gesehen sprechen wir vielleicht von Seelenteilverlusten und gelegten Ordnungen, die an Erfahrungen des zweiten Weltkriegs ansetzen könnten.

2. Propheten
Da gilt für mich wie bei Vollblut-Esoterikern und anderen Inquisitoren: der Therapeut kann nur ruhig zuhören.  Bedürfnisse raushören und die "normalen" Probleme des Lebens ansprechen. Den guten Ratschlägen gegenüber kann man sich dankend verhalten. Die eigene Meinung ist wohl eher mit "darüber hab ich mir noch keine Gedanken gemacht" äusserbar für einen Therapie-Rahmen.

3. Aufgeschobene Unsicherheit
Diese Unsicherheit kann im Verlauf des Jahres 2012 stärker werden. Das Kino macht vor, was passieren könnte. Das schürt bewusst vielleicht keine Angst, doch unbewusst wird das dennoch wahrgenommen. Trost und etwas Vertrauen kann bei einer Frage nach der eigenen Meinung sicher angeboten werden.

Happy New Year 2012!
Die Schamanenstube hat vor, zu überleben.

  • Avaneel schreibt am 20.01.2012

    Hallo Schamanenstube,
    was du schreibst, ist für mich ebenfalls eine sehr wichtige Thematik:
    Vermehrt könnte sich ein globales Bewusstsein entwickeln. Ein Bewusstsein für das Leben in Gemeinschaft. Denn Leid verbindet."
    Viele hysterische Weltuntergangsprophezeiungen halte ich persönlich für überdreht. Sehr begrüßen würde ich es jedoch, wenn wir unser Leben stärker reflektieren, objektiv betrachten und wo notwendig verändern. Leidvolle Erfahrungen wirken da oft als Katalysator.
    Zu dieser Thematik habe ich erst vor Kurzem ein brandaktuelles Youtube-Video entdeckt:
    IbeRG5r64T4
    Würde mich interessieren, was du oder andere Leser davon halten? Für mich steckt dort viel Weisheit drin, nicht nur als Ausblick für das Jahr 2012.
    Alles Liebe
    Avaneel
  • Hirsch schreibt am 23.03.2012

    Hallo Schamanenstube, die Vorstellung vom Weltuntergang wird oft geprägt durch irgendwelche Katastophenfilme und ähnliches, dabei glaube ich, dass es eher ein Sinnbiuld für etwas ist, was im vollen Gange ist. Vielfach hatten solche Prophezeihungen nicht den Sinn, uns etwas en Detail auszumalen, sondern es sinnbildlich zu vermitteln. Wenn nun das Datum 2012 stimmt, kann es natürlich sein, dass eine neue Ebene der Umweltzerstörung oder des Krieges erreicht wird. Das spontane Ende der Menschheit halte ich hingegen für unwahrscheinlich.
  • Gast schreibt am 14.12.2012

    Hallo Schamanenstube, Hoffentlich werden wir am 21.12.12 von einem schwarzen Loch verschluckt, kommt eh nicht mehr draufan, so wie WIR der Erde Sorge halten. Wir machen unsere Erde immer kaputter, weil unsere Gesellschaft auf nichts mehr verzichten möchte und seine Gier immer mehr stillen möchte auf Kosten der Natur und der Tiere. Also soll uns dieses schwarze Loch am 21.12.12 verschlingen, wir haben es nicht anders verdient! Ich habe keine Angst, wenns passiert, dann passierts...
  • Schamanenstube schreibt am 14.12.2012

    Hallo Gast Letzthin hörten wir einen Gedanken, dass es durchaus für jemanden der Weltuntergang bedeuten kann, wenn sein Haus einstürzt. Sicher auf jeden Fall, wenn er drin war. Mit dem Wünschen ist das so eine Sache. Das kann nach hinten los gehen. Wir halten es für menschlich schwierig, Dinge so aggressiv anzugehen. Das bringt seltenst etwas. Der Mensch ist gierig, ja. Doch wer soll darüber entscheiden, ob das gut oder schlecht ist? - Vielleicht lässt sich Gier auch vom Eigendünkel entfernen und sich ausbreiten auf ein grösseres Wohl? - Da zitieren wir gerne einen Automobilhersteller: alles ist möglich...
  • Perle schreibt am 20.12.2012

    Hallo Schamanenstube, Danke für den köstlichen Artikel. Ebenso kann der Klimawandel sogar etwas anders betrachtet werden. Auf einmal wird alles beschützenswert. Was man verlieren kann, erhält gerne etwas mehr Wert." Das finde ich einen schönen Ansatz. Um so manches Welt-bild wäre es glaube ich nicht schade. So um das, dass man die Erde ausbeuten kann statt sie zu respektieren. Viele Menschen sehen sich als Krone der Schöpfung und stellen damit so viel Unfug an. Wenn dieses Weltbild durch eines ersetzt würde, in dem die Kreaturen der Erde von den Menschen mit Respekt gesehen und behandelt würden, ich würde mich freuen.




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