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Schamanenstube schreibt über Orakelsee

Wie funktioniert das Kaffeesatzlesen, das Kartenlegen und das Werfen der Runen? - Von der Hoffnung des Sehens der Zukunft, der Interpretation und der Kaffeedomantie

Jan
2017

09


Kaffeesatzlesen und Kartenlegen

Die Zeit der Rauhnächte wird gerne verwendet, ein wenig zu orakeln. Es gab früher den Brauch, dass das Wetter jedes Rauhtages für die Wetterprognose der zwölf Monate des kommenden Jahres verwendet werden konnte. Damals gab es noch keine Viermalvier-Autos, man blieb meistens über die eingeschneite Zeit zu Hause, kümmerte sich um das Vieh und arbeitete an Dingen, die sich in der warmen Stube erledigen liessen. Wenn Menschen in Stuben zusammen kommen, planen sie gerne. Da liegt das Weissagen nicht weit entfernt vom Träumen: wie wird wohl das Jahr werden? - Auch heute noch bringt die Weissagung uns Menschen Gutes: das Gefühl von Sicherheit.


Hoffnung auf Sicherheit

Ob Wirtschaftsprognosen, Börsen-Tendenzen oder Einschätzungen über eine Lage: wir Menschen wollen Sicherheiten, was die Zukunft anbelangt. Da ist die Schweiz nicht aussen vor. Ob zweifelnde Gesichter über die Pensionskassen und die AHV aufkommen, oder ob wir uns ausmalen, was dieses Jahr noch alles zu reparieren sein wird: wir denken gerne über die Zukunft nach. In dieses Planen hinein bugsieren wir mögliche Bedrohungen. Zum Beispiel: ob man das Geld auf der Bank wirklich gut angelegt ist bei den Negativzinsen der Nationalbank oder ob das Auto es noch ein Jahr macht. Dies und das könnte passieren, was schlecht wäre. Das Aufbauen von Bedrohungen schafft in den ruhigen, eingeschneiten Zeiten die Möglichkeit, sich vorher schon Reaktionsmöglichkeiten auszudenken. In dieser Planung finden sich Sicherheiten, die man sich bauen kann. Man rüstet sich.
Ein Problem dabei ist oft, dass wir die prognostizierten Bedrohungen zu hoch aufbauen. Darin sind wir wirklich gut. Hoffnung spenden Sätze wie: "es wir schon nicht so schlimm werden", oder "lassen wir es mal auf uns zukommen". Wenn das gegen die Grösse der Bedrohung nicht ausreicht, stellt sich gerne eine Angst ein. Was man bräuchte sind Sicherheiten, die man gerne auch in Form von noch so geringen Hinweisen annimmt. Hier kommt das Weissagen ins Spiel. Das Bedürfnis ist auch gleich klar: man will Sicherheiten hören und sich an Hoffnungen klammern können. Wenn eine Weissagung hilfreich sein soll, muss sie diese Bedürfnisse erfüllen. Aber wie? - Was zeigen einem Kartenleger die Karten, was ein Kaffeesatz einem Kaffeesatzleser?


Was sehen die Karten beim Kartenlegen?

Der Orakelsee und das Tarot3d geben die Verantwortung über die Karten den Kundinnen und Kunden. Das ist das einzige, das in unseren Augen Sinn macht. Wir sagen uns, wenn wir für einen Kunden die Karten ziehen, dann ist es unsere Ordnung, die mit einfliesst. So muss ein Kunde die Karten auf die Frage ziehen, damit seine eigene Ordnung abgebildet werden kann. Baut sich nun jemand eine grosse Bedrohung über die Zukunft auf, so erscheint diese in den Karten. Der Ansatz des Kartenlegers, dann zu sagen, da käme Schlechtes auf jemanden zu, ist in diesem Verantwortungs-Prinzip falsch. Es wird die aufgebaute Bedrohung des Kunden gezeigt. Die ist meistens eh zu gross und kann eine starke Wirkung auf das Kartenbild haben. Natürlich helfen hier Nachfragen wie: "Sie machen sich grosse Sorgen über Ihre Arbeit?".
Wenige Kartenleger arbeiten nach diesem Prinzip des Abbildens der inneren Ordnungen des Kunden. Dabei ist dies in vielen Ritualen der einzige Weg. Die Eilimpia z.B. bildet das Innere eines Körpers im Eikörper ab, beim Kaffeesatz-Lesen trinkt der Kunde den Kaffee, nicht der Berater. Damit wird ein Status gezeigt, noch nicht die Zukunft. In unseren Kursen zum Kartenlegen versuchen wir genau diesen Prozess greifbar zu machen. So nebenbei erfüllt diese Status-Aufnahme durch die Karten auch ein weiteres Bedürfnis: ist das wohl ein guter Kartenleger? - Wenn er die Sorgen nennen kann, dann ist man überzeugt.
Was sehen nun die Karten, wie es weiter geht? - Auch hier greift das Prinzip des Orakelsees: der Kunde wird mit der Frage, was er gegen die Bedrohung machen kann, wieder in die Verantwortung genommen. Diese Verantwortung ist die Verantwortung über sein eigenes Handeln. Da der Aufbau der Bedrohungen oft künstlich in die Höhe getrieben wird, kann bei richtiger Führung durch den Kartenleger die Vernunft auf emotionaler Ebene wieder einkehren. Man weiss in der Regel, was emotional helfen kann, wenn man in eine Situation kommt. Die Karten zeigen, je nach Befinden des Kunden, dann das auf, was helfen wird. Damit führt das Verantwortungsprinzip zur Eigenverantwortung des Kunden. Die Hoffnung weicht den Möglichkeiten, die man hat. Diese Möglichkeiten kann man jetzt schon in Angriff nehmen und sich vorbereiten. Ein Kunde findet darin die gesuchte Sicherheit: er kann der Zukunft alleine begegnen und sie meistern.
Fragt uns jemand, ob wir ihm nicht schnell die Karten ziehen könnten für ein Problem, verneinen wir. Wie soll das gehen? - Der Fragende muss die Karten selbst ziehen.



Das Kaffesatzlesen: die Kaffeedomantie

Anders als man zuweilen glaubt, entstammt das Lesen aus dem Kaffeesatz nicht dem fernen Osten, sondern aus dem Süden Europas. Die Verbindung zum Orient stellt man her, weil sich für das Kaffeesatzlesen ein Mokka-Kaffee besonders gut eignet. Die Kaffeedomantie hat nie so starken Einzug in die Wahrsagerei gehalten wie z.B. das Kartenlegen. Vielleicht liegt das daran, dass man jedes Mal einen Kaffee aufbereiten muss. Das trübt vielleicht etwas die Barrierefreiheit. Das wissen wir leider nicht.
Es gibt verschiedene Methoden des Wahrsagens aus dem Kaffeesatz. Schön finden wir, dass der Kunde den Kaffee trinkt und somit für seine Zukunft auf gewisse Weise wieder die Verantwortung übernehmen kann. Wir machen das so: man trinkt den Mokka, dreht danach die Tasse auf den Unterteller um und wartet, bis der Kaffeesatz getrocknet ist. Das entstehende Bild in der Tasse kann nun interpretiert werden. Dieser Vorgang ist ähnlich dem Kartenlegen. Ein kleiner Nachteil gegenüber dem Kartenlegen ist der Umstand, dass für die Lösung des gezeigten Problems keine weiteren Kaffee-Muster gezogen werden können.


Interpretation des Kaffeesatzes

Man bezeichnet oft etwas als eine Kunst, wie die Kunst des Kaffeesatzlesens, wenn es keine eindeutigen Regeln gibt, wie man es macht. Im Prinzip ist erlaubt, was gefällt. Die Pareidolie spielt sicherlich mit in die Interpretation eines Kaffeesatz-Bildes ein: wir Menschen haben eine Affinität, überall Gesichter zu erkennen. Ob das in Wolken, in Baumstämmen oder in Felsformationen stattfindet, ist unserem Gehirn egal. So kann die Pareidolie gerne auch für das Kaffeesatzlesen verwendet werden. Wie schon angesprochen, liefert der Kaffeesatz keine Möglichkeit, das Bild weiter zu entwickeln. Man muss also zurück zum Mischen der Karten, respektive zum Trinken des Kaffees. Hier ist das Gespräch oder sind die Gedanken wichtig. Das Problem oder die Angst über die Zukunft, muss benannt und besprochen sein, wenn man nicht einfach die aktuelle Situation ablesen möchte. Man könnte sich beispielsweise vorstellen, wie man die umschriebene Bedrohung löst und diese Lösung mit dem Kaffee gleich integriert. Das kann zu Gedanken führen wie: "Der Kaffee zeigt die Lösung".
Damit lässt sich die Fantasie beim Interpretieren in eine Ordnung bringen: die Muster werden so interpretiert, dass sie Lösungen aufzeigen. Wir lesen von links nach rechts, weil das auch unsere Art des Lesens von Texten ist. Beobachtet man einmal seinen Blick-Fluss der Augen, sprich was man als erstes anschaut und wohin der Blick dann wandert, kann man natürlich auch das als Leserichtung verwenden. Ein Effekt der Überraschung darf auftauchen: es kann sich etwas im Bild zeigen, woran man bewusst gar nicht gedacht hat. Das geschieht sehr oft und schafft die Klarheit: es geht wohl in die und die Richtung.
Beim Kaffeesatzlesen zu den Rauhnächten kann auch der Spass oder das Interesse am kommenden Jahr Motivation für die Interpretation sein. Das Jahr von links nach rechts zu lesen ist meistens gut möglich, indem man das Bild in vier Jahreszeiten unterteilt: Frühling, Sommer, Herbst und Winter.



Die Interpretation von Runen-Karten

Besonders in europäischen Gegenden kommen die Runen gerne zum Einsatz. Es gibt sie aus Knöchlein, aus Holz oder wie bei uns als Runen-Karten. Wieder kommt die Frage der Verantwortung für die gezeigte Ordnung zum Vorschein: am besten ist diese mit Karten handzuhaben. Man kann für eine Problemlösung oder die Entwicklung einer Situation weitere Karten ziehen lassen. Das macht das Prinzip des Legens von Ordnungen wieder machbar. Nach diesem Prinzip haben wir ja auch unser Runen-Set ins Leben gerufen: die Halle der Runen-Karten. Wir sagen uns: wenn man die Verantwortung über das Werfen der Runen-Karten selbst übernimmt, zeigt man die in einem schlummernde Ordnung. Runen für jemand anderen zu werfen, macht da für uns keinen Sinn. So war es auch für das Live-Orakel wichtig, dass der Kunde, die Kundin die Karten ziehen kann. Die Symbole der Runen sind vielen Europäern sehr nahe. Die Keilschrift ist für unsere Augen erkennbar und wirkt schlicht. Das macht die Runen auch faszinierend. Als Hilfe für die Interpretation der Runen, haben wir eine Anleitung geschrieben, die aus schamanischen Reisen die emotionale Wirkung der Runen aufzeigt. Wir freuen uns, das Buch und das Set weiter in unserem Shop anbieten zu können.

Die Halle der Runen-Karten

  • Gast schreibt am 13.01.2017

    Danke, das finde ich einleuchtend




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