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Schamanenstube schreibt über Orakelsee

Was hat Kartenlegen mit Schamanismus zu tun, und was hat Schamanismus mit Kartenlegen zu tun?

Nov
2008

07


Kartenlegen und Schamanismus Was hat Kartenlegen mit Schamanismus zu tun, und was hat Schamanismus mit Kartenlegen zu tun? - Diese Frage müsste ich eigentlich beantworten können, da ich ja beides mache: ich schamanisiere und ich lege Karten. Doch so einfach ist das grad nicht….
Sieht man sich Schamanen in verschiedenen Kulturkreisen an, so ist die Divination oft vorhanden: die Geschicke einer Gesellschaft schon vorher zu kennen, war wohl für viele Schamanen unerlässlich. Natürlich, sie hätten einfach in die Zukunft schamanisch reisen können und nachschauen, was sich da so alles tummelt. Das wurde mit Sicherheit auch gemacht. Nur: diesen Schamanen gibt es in der heutigen Gesellschaft nicht, den dann auch auf die Gesellschaft, die ihn gewählt hat, auch den nötigen Einfluss hätte.
Rein technisch gesehen trenne ich das Kartenlegen sehr stark von der schamanischen Arbeit. Für mich hat beides nicht viel miteinander gemeinsam. Dennoch: bin ich in Trance und deute die Karten, ergeben sich weit mehr Bilder, als wenn ich es einfach intuitiv mache. Ob nun schamanische Trance da besser ist oder sonst ein Zustand, sei dahin gestellt. Ich kenne nur die schamanische Seite. Vom Gefühl her verhält es sich da aber anders: bei meinen Geistern weiss ich immer, was los ist. Ich kann sie ja einfach fragen. Bei den Karten beziehe ich diese Gewissheit aus dem, was ich aus ihnen lese.
Würde ich im Orakelsee jedesmal eine Diagnosereise zu dem Fragesteller machen, käme ich pro Frage nicht unter 60 Minuten weg. Zudem wär das sehr anstrengend. So suche ich stets einen Mittelweg: meist mache ich erst die schamanische Arbeit und dann den Orakelsee. Schlichtweg darum, weil ich mich von der Trance her besser fühle mit den Karten.
Die Antworten sind meist schon klar, bevor ich die Karten zu Gesicht bekomme. Anders, wenn ich im Normalzustand die Karten lege: ich muss mich mehr auf das Kartenbild verlassen. So kann ich für mich eigentlich nur sagen: die Karten sind ein Hilfsmittel. Mehr nicht. Der Rest ist eh schon da. Nur der Zugang dazu variiert. *smile*

  • David Hürlimann schreibt am 16.05.2012

    Hallo Schamanenstube, irgendwie denke ich schon selbst mein halbes Leben lang eine Art Schamane zu sein, obwohl ich keine Initiation hatte und auch keinem Zirkel oder Stube angehöre.
    Nun zu den Karten. Sie sind zweidimensional und stark reduziert für unsere Wahrnehmung wie Alle Medien. Audiovisuell beschneiden eben unsere Sinne von Tasten, Schmecken, Riechen und fühlen.
    Meine Trommeln riechen sogar und die Schläge sind im Körper fühlbar.
    smile
  • Schamanenstube schreibt am 16.05.2012

    Lieber David
    Danke für Deinen Kommentar. Wie erwähnt, ein Schamane ist ein gewähltes Amt. Es macht also nichts, wenn Du keine Initiation hast. Zirkel sind meist nicht im schamanischen Kontext zu finden, eher im Wicca. Kreise gibt es allerdings überall, wie natürlich auch Trommelkreise.
    Einer Stube muss man auch nicht angehören. *g* Praktizieren kannst Du immer, dazu braucht es niemanden, auch nicht uns.
    Deine Bemerkungen zum Unterschied Karten und dreidimensional anfassbaren und natürlich riechbaren Utensilien wie Trommeln bringt mich dazu, dass vielleicht das Denken in den Karten und das daraus resultierende Gefühl vom Sehen von Zusammenhängen auch als Sinn deklarierbar ist.

    Alles Liebe auf Deine Wege




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