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  • schreibt über Schamanenschule

    Das Macht-Verhältnis zwischen Therapeut und Kunde: was ist eine begleitende Führung von Gesprächen? Therapie-Strukturen und das Interesse am Kunden

    Jan
    2017

    04


    Laternen Licht
    Es gibt in den Ausbildungen der Schamanenstube einen Schritt, der sich bei fast allen als schwierig erweist. Man hat sehr viel gelernt und weiss über die Gefühlslehre Bescheid. Das Schulziel des Experten für sich selbst ist erlangt und Sicherheiten sind geformt und werden gelebt. Wie kommt man nun vom Experten für sich selbst zu jemandem, der Gespräche führen und damit Menschen auf ihren Wegen behilflich sein kann?


    Liebevolle Macht - Begleitung zum Finden

    Man meint es ja gut mit seinen Kundinnen und Kunden. Wirkt man im Gespräch aber zu lieb und hofft auf den Goodwill des Kunden, eigene Unsicherheiten nicht zu bemerken, hat man die Zügel aus der Hand gegeben. Diese Zügel sind keine negativen Führungszügel, sondern dürfen Strukturen, Ziele und Möglichkeiten liefern. In der Schamanismus Therapie sagt man seiner Kundschaft nicht, was sie zu tun hat, sondern man begleitet sie in neue Felder, in denen sie sich selbst finden und entfalten. Dabei taucht eine sogenannte Meta-Ebene auf, die über dem Gespräch beim Therapeuten die Ziele im Auge behält. Schritt für Schritt steuert man diese an. Vielleicht merkt man, dass ein gewisses Feld in die Irre führt: dann lässt man diesen Rahmen fallen. Zur Führung aber braucht es immer ein Machtverhältnis. Nun ist es ja so, dass der Kunde und der Therapeut auf gleicher Augenhöhe, im gleichen Machtverhältnis zueinander stehen sollen. Das ist auch richtig so, denn gerade in der Schamanismus Therapie ist der "grosse Schamane" ein Gefahr für mittel- und langfristige Erfolge.
    Das Machtverhältnis muss nicht gestört sein, wenn man ein therapeutisches Gespräch führt. Während der Schule wird bewusst gemacht, dass jedes Wort, jeder Satz einen Rahmen legt. Man gibt eine Ordnung vor. Genauso wie wir versuchen, Sie als Leserin und Leser durch diesen Text hier zu führen, führt man auch im Gespräch durch das Legen von Ordnungen.



    Wege

    Wie wird ein Gespräch zu einem geführten Gespräch?

    Jeder Mensch übernimmt unbewusst die Macht in einem Gespräch. Das geschieht ganz subtil und ist nur menschlich. Es ist dahingegen für das Vermitteln des therapeutischen Lernens von Vorteil, wenn ein Kunde die Führung irgendwann übernimmt. Nur wie begleitet man ihn oder sie dahin? Wie führt man in einem Gespräch?

    • Interesse
      Man darf Interesse an den Erzählungen der Kunden haben. Das tönt simpel, ist es aber nicht, wenn man sich unter Zwang fühlt, dass man jetzt ja dem Kunden helfen sollte. Mit diesem Druck kann man sich intensiv beschäftigen, um ihm anders begegnen zu können. Erst dann kann das Zuhören einer Geschichte von echtem Interesse geprägt werden. Interesse setzt Sicherheit voraus. Gerade in Gesprächsstillen geht diese vorloren. Ein Vorspielen von Interesse vermindert die führende Begleitung, die nonverbale Kommunikation ist nicht zu unterschätzten: der Kunde nimmt das wahr. Die generelle Aussage "ich habe ganz klar Interesse" trifft in Tat und Wahrheit während dem Gespräch auf diese moralische Art der Aussage gar nicht zu: man gönnt sich oft nicht die Musse für echtes Interesse, sobald man in eine Unsicherheit rutscht. Man muss ja vorwärts kommen, das erwartet der Kunde. Hierbei hilft in unseren Augen häufiges Selbstreflektieren.

    • Stille
      Stille kann im Gespräch peinlich werden. Man sucht dann verzweifelt nach Fragen, die man stellen könnte, um irgendwo etwas heraus zu hören, was zu einem möglichen Rahmen führt. Dabei passiert es einem, dass man einfach Ja/Nein Fragen stellt. Die erhoffte Zeit für neue Strategien geht dabei verloren. Die Antwort darauf ist meist kürzer als die Frage. Die Gesprächsführung kann dadurch verloren gehen. Der innere Drang und die Unsicherheit, wie es weiter gehen soll, werden zumindest vom Therapeuten gespürt. Den Kunden erzählen lassen, kann heissen, den Kunden zu fragen, wie er etwas erlebt hat, was etwas mit ihm gemacht hat, wie andere in seinem Umfeld darauf reagiert haben, usw.

    • Nacherzählen
      Begleitendes Führen kann heissen, dass man das, was man bislang im Gespräch verstanden hat, nochmals mit eigenen Worten nacherzählt. Damit wird im Gegenüber ein Interesse geweckt, dass man auch alles richtig verstanden hat. Die Kundschaft wird damit zum Zulieferanten von Information. Es wird ihm und ihr wichtig, dass man genau versteht, worum es geht.

    • Strukturen geben
      Die besprochenen Themen können immer in eine Struktur gebracht werden. Diese Arbeit kann z.B. auf dem Papier stattfinden: vielleicht sind da einige Ereignisse, die erzählt wurden. Die kann man stichwortartig auf einem Zettel mit Kreisen umrahmen und den Kunden in die Mitte zeichnen. "All das hat dazu also geführt, dass es dir heute so geht?" - Das Interesse des Kunden wird dabei wieder auf die Vollständigkeit gelenkt. Meistens folgen sehr schnell neue Punkte. Das Sichtbar-Machen schafft zusätzlich einen Rahmen, der die sogenannte "zusammenfassende Objektivität" bildet. Aus so einer Struktur kann dem Kunden etwas Neues klar werden oder auffallen.

    • Zeichnen lassen
      "Kannst du mir deine Sorgen malen?" - Selten kann die Kundschaft gut zeichnen, das spielt aber keine Rolle. Die bewegende Auseinandersetzung mit einer Sorge, einem Schmerz oder einer Situation kann neue Aspekte zum Vorschein bringen. Ist die Zeichnung fertig, folgt nur nachfragendes Feedback: "diese Stelle hier wirkt auf mich wie ein Ausweg - was meinst du?"

    • Begehbare Genogramme
      Kommt man im Gespräch nicht weiter, bieten Genogramme immer die Möglichkeit, den Kunden in Rahmen zu führen. Man kann seinen Arm anbieten, wenn ein Raum blind begangen werden soll, man kann Tipps geben, um mehr im Raum wahrzunehmen. Zum Beispiel: "wenn du hier in diesem Raum deinen Körper mal machen lässt: wohin zieht es dich?"

    Diese Liste würde wahrscheinlich sehr lang. Der Fantasie eines Therapeuten, einer Therapeutin sind keine Grenzen gesetzt. Das Führen soll als begleitendes Führen praktiziert werden. Stellen Sie sich vor, Sie selbst gehen in eine therapeutische Sitzung. Was würden Sie erwarten? - Man geht erst dahin, wenn man selbst nicht mehr weiter kommt. Man erhofft sich auf eine gewisse Weise eine Führung, damit man wieder selbst gehen kann. Diese Führung darf einem zusagen. Es ist also keine machtergreifende Führung, sondern eine, der Sie sich anvertrauen wollen. Sie wollen das Geschick eines Therapeuten nutzen, Ihre eigenen Wege wieder alleine gehen zu können. Das ist der Inbegriff therapeutischer Arbeit.



    Bulle

    Was ist Macht?

    Macht verbindet man gerne mit Gewalt und Aggression. Das stimmt sicher auch in vielen Bereichen, in denen wir Macht begegnen. In der Therapie hat diese Form der Macht keine Existenzberechtigung. Dennoch ist eine Form von Macht nötig, um zu führen. Hierzu möchten wir tiefer unten beginnen. Sagen wir, Sie haben Ihre Praxis. Da sind die Dinge drin, die Sie für Ihre Arbeit benötigen. Diese Dinge sind Ihr Besitz. Damit haben Sie eine gewisse Form von Macht über diese Dinge, die der Kunde nicht in Anspruch nehmen wird: Ihren Besitz. Dieser Besitzt darf Sie selbst zu Sicherheiten führen. Weiter haben Sie vielleicht Dinge vorbereitet, wie eine kleine Kaffee-Maschine, die bereit ist, dass Sie dem Kunden etwas anbieten können. Es mag nach "Dienen" klingen, dass man für das Wohl der Kunden auch auf leiblicher Ebene sorgt. Dieses Dienen führt aber nicht zu Bezeichnungen wie Kaffee-Taxi, sondern man fühlt sich in der Regel wohl damit, dass man es gut hat in der Praxis. Sie selbst als Therapeut haben durch die Kaffee-Maschine die Macht, genau dies zu tun: das Wohl des Kunden und Ihr eigenes zu steigern. Sie haben es in der Hand.
    Dienen auf dieser Ebene ist eine Form von Macht für Sie selbst. Haben Sie schon einmal über das Wort "Dienstleistung" nachgedacht? Das nennt sich im Griechischen "Therapie".
    Es können kleine Dinge sein, die das Gefühl, etwas in der Hand zu haben, in einem wecken kann. Sie haben es in der Hand, dass es Ihren Kunden gut geht. Fast unmerklich darf dieses Grundgefühl mit ins Gespräch einfliessen: nämlich als Dienstleister für das seelische Wohl des Kunden. Diese Macht zelebriert man natürlich nicht in einem Aufplustern, sondern indem man dem Kunden eine begleitende Führung im Gespräch anbietet. Das darf der Dienst sein, damit der Kunde seine eigenen Lösungen findet.




  • schreibt über Schamanenschule

    Schamanismus Rituale des Sommers: die Ausbildung zum Therapeuten und Experten in der Natur. Die Schamanenstube berichtet mit Fotos.

    Aug
    2016

    28



    Sommerliche Schamanismus Therapie Schule

    Die Schule für Schamanismus Therapie hat den Sommer 2016 bis jetzt komplett draussen verbringen können. Wir freuen uns sehr über die vielen Aktivitäten, die wir in freier Natur geniessen durften. Die Sonne, die Natur und das Sein draussen erfüllt die TeilnehmerInnen und uns. Viele Eindrücke nehmen wir in den Herbst mit und lassen die Innenräume der Schamanenstube mit diesen wärmenden und kraftvollen inneren Bildern erstrahlen.


    Schamanismus und Fotos

    Die Schamanenstube macht gerne Fotos. Unsere heutige Kamera ist gut, wenn sie auch schwer rumzuschleppen ist. Neu ist die Samsung Gear 360, die eine neue Dimension in Fotos, wie auch in Videos bringt: den Rundumblick. Zusammen mit einem neuen Notizwerkzeug und einer 3D Brille, wird sie uns bald Eindrücke geben, auf die wir sehr gespannt sind.
    Die Stube schreibt ihre Themen meist zu einem Bild. Wir suchen erst das passende Bild und gleiten damit ab in das Thema. Das erklärt vielleicht, weshalb in der Schamanismus Zeitung, im Blog wie auch in unseren Angeboten immer Fotos auftauchen. Der erste Versuch mit einem 360 Foto zeigt die Thur. Bitte mit der Maus das Bild bewegen, um rundherum zu sehen. Wir freuen uns sehr über den möglichen Effekt, dass man neu in einer Situation drin sein kann beim Betrachten:



    Der Punkt am Boden ist künstlich eingefügt. Die Aufnahme wurde mit der Gear 360 auf dem Kopf eines Kursleiters gemacht. Wer will schon was Haariges in einem Fluss finden? - Das Foto ist erst noch schief, haben wir das Gefühl. Die Freude über die zusätzliche Wahrnehmung bei Fotos ist aber bemerkenswert gross: es verändert sich in der Tat auch etwas in der Erinnerung an die Situation. Das Bild oben zeigt die Thur bei Neunforn. Man kann fast riechen, wie das Wasser etwas Kühlung verschafft. Man steht im Wasser und kann in alle Richtungen blicken. Ein Tipp: versuchen Sie wahrzunehmen, was sich in Ihrem Rücken befindet.


    Natur-Rituale

    Prinzipiell sind wir der Meinung, wir müssen den Unterricht in der freien Natur vorbereiten. Dieses Jahr haben wir einen uns wichtigen Teil tatsächlich ausgelassen: das schamanische Reisen zu den vier Elementen. Erstaunlicherweise tat dies den durchgeführten Ritualen gut. Vielleicht muss man gar nicht vorher wissen, worum es geht. Das Erleben darf auf unvorbereitete Weise stattfinden. Diese Erkenntnis nehmen wir schultechnisch auf jeden Fall mit. Einige unserer Rituale und Erlebnisse bislang:















    Ist Schamanismus etwas für jedefrau und jedermann?

    Es mag Bücher geben, die mit "Jeder ist ein Schamane" etc. locken. Die Schamanenstube verneint klar, dass ein tiefen Einlassen in schamanische Praktiken jedem zu jedem Zeitpunkt gut tut. Schamanismus hat in Verbindung mit therapeutischen Werten den Vorteil, dass sich darin Hilfsmittel finden, sich mit sich selbst zu befassen. Dabei geht es um Objektivitäten, die man wechseln kann und damit aus neuen Perspektiven Dinge von sich selbst betrachtet. Das schamanische Reisen kann jeder Mensch erlernen und sich damit ein Werkzeug zu eigen machen, an sich selbst zu arbeiten und zu wachsen. Eine Gefahr einiger Schamanismus-Angebote von heute liegt in den enthaltenen Glaubensvorstellungen. Das muss Schamanismus nicht sein, Glauben kann eine Folge aus der Anwendung der Werkzeuge entstehen, muss aber gar nicht. Die Begleitung durch die Schamanenstube wirkt mit der offenen Reflexion regelfreien Denkens stark dagegen.
    Neu gibt es für die Teilnahme an der Schule für Schamanismus Therapie einen Eignungstest. Das tönt erst einmal seltsam. Die Erfahrung zeigt, dass man sich auf schamanischen Reisen ohne weitere Begleitung auch verlieren kann. Je nach psychischer Stabilität, in welcher man sich gerade befindet, ist es sinnvoll, tief einzutauchen oder nicht. Auf schamanischen Reisen treten Ereignisse auf, die sehr stark von der Psyche beeinflusst sein können. Hier ist eine Begleitung erforderlich, die dies erkennen kann. Der Schamanen-Test zielt auf vier Kriterien ab:

    1. Passen Sie in die Schamanenstube?
      Es gibt ein paar einfache Kriterien, die der Stube wichtig sind. Man isst zum Beispiel an einem langen Schultag zusammen. Es gibt zwar den Knigge-Kurs. Diesen halten nicht beim Eintritt eines neuen Kursteilnehmers, einer neuen Kursteilnehmerin ab. Genuss und Wohlfühlen sind Teil der Ausbildung. Einigermassen anständig essen können ist ein Muss in der Schule. Weiter: die Schule findet derzeit samstags statt. Da sollte man schon Zeit haben.

    2. Können Sie sich in eine Gruppe einfinden?
      Sozialkompetenzen lernt man nicht an einem Wochenendkurs. Man wächst mit ihnen. Gemeinsames Tun in der Gruppe darf dazu stattfinden. Das führt zu Sicherheiten, sich entwickeln zu können. Einige Fragen in der Eignungsabklärung zielen auf Gefühle, mit welchen sich Aussagen über die Interaktionsfähigkeit mit anderen machen lassen. Dieser Test-Teil ist nicht entscheidend, denn der Kennenlern-Kaffee kann ein ganz anderes Bild hinterlassen. Er zeigt aber eine Form der Selbstreflexion, die für die spätere schamanische Arbeit benötigt wird.

    3. Passt die Ausbildung zum Schamanismus Experten / zur Expertin auf Sie?
      Unsere Test-Kriterien zielen auf eine Einschätzung ab, wie gut jemand kritisch mit sich selbst umgehen kann. Die Experten-Ausbildung fordert tiefes Befassen mit sich selbst. Wer sich zum Beispiel im Leben sehr oft als Opfer sieht, ist gerne bereit, Verantwortungen über die eigenen Geschicke unbewusst abzulehnen. Das verhindert gerne einen freien Zugang zu eigenen inneren Werten.

    4. Eignen Sie sich als Therapeut, als Therapeutin?
      Diese Frage ist natürlich nicht vollständig beantwortbar, aber es gibt Tendenzen, die eine Eignung früh in eine Richtung erkennen lassen können. Therapie ist keine direkte Lebenshilfe, sondern eine indirekte. So verhindert ein Helfersyndrom zum Beispiel sauberes Arbeiten, Machtgehabe eine ethisch korrekte Kundenbeziehung. Fantansie und Realitätssinn gehen Hand in Hand für die sogenannte Rahmenarbeit.

    Haben Sie den Schamanentest schon gemacht? - Teilen Sie uns bitte Ihre Erfahrungen mit, auch anonym sind Rückmeldungen gerne willkommen. Wir danken herzlich.



    Schamanenschule

    Neue Kursteilnehmer und Kursteilnehmerinnen


    Die Stube möchte den Herbst ruhig angehen. Es wird wieder zu Kennenlern-Terminen kommen, da es Plätze zu füllen gibt. Die neue Gruppe darf mit einem starken Kern neu wachsen und sich entfalten. Wir werden in dieser Neuformung unsere Aufmerksamkeit auf Menschen lenken, die auf die Ausbildungen passen. Neben dem Eignungstest von oben, sind uns persönliche Bewegungen wichtig:
    • innerer Drang, mehr aus sich machen zu wollen
    • Bereitschaft, sich tief auf sich selbst einzulassen
    • Möglichkeiten, die Vergangenheit anzuschauen, um mit ihr in eine starke Zukunft zu gehen
    • Menschlichkeit im Sinne esoterischer Unabhängigkeit: Selbstverantwortungsbewusstsein

    Lernen Sie uns persönlich kennen!




  • schreibt über Schamanenschule

    Der Bewegungs-Zauber von Fliegenpilzen. Schamanische Reisen zu den Zauberwesen im Wald und die Umarmung des Myzels

    Okt
    2015

    18


    Fliegenpilz

    Zauberwesen im Wald - die Fliegenpilze


    Der Fliegenpilz-Kurs wird von einem Zauber erfasst: im tiefen Wald öffnet sich ein Raum voller Ruhe und spürbarer Erhabenheit: die Schule für Schamanismus Therapie nimmt Teil an einem grossen Fliegenpilz-Rat. Inmitten der roten Zauberwesen reist eine Gruppe Menschen in die Geheimnisse der Pilze und stellt das bekannte Fliegenpilz-Elixier her. Umwoben von einer mystischen Stimmung tauchen wir ein in die Tiefen der Erde und erleben den Wandel von Wasser in Feuer.

    Download als EBook oder für den Kindle:

    Zauberwesen Fliegenpilz Zauberwesen Fliegenpilz

    Der Tag ist kühl. Es nieselt. Schon früh am Tag bewegen wir uns durch die Wälder und halten Ausschau nach den roten Emporkömmlingen im Wald. Entlang dem Fahrenbach zeigen sich viele Pilzarten, die den Herbst mit ihrer Pracht begrüssen. Überall spriessen sie hervor, unter Ästen und Baumstämmen. Sie stossen den Nadelholz-Boden in die Höhe und erheben ihre Präsenzen.
    Der Fahrenbach mit seiner mystischen Stimmung bietet keine Fliegenpilze. So machen wir kehrt und vertrauen auf unsere alten Plätze. Denn bald ist es soweit: die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer versammeln sich. In einer zeitlichen Punktlandung schaffen wir es gerade noch, zum Auftakt des Kurses einzutreffen. Viele Menschen erwarten uns und verströmen eine friedliche und sehr schöne Stimmung. Wir freuen uns über diese fröhliche Truppe.


    Fliegenpilze finden

    Die kühlen Wälder empfangen uns angereichert mit vielen Menschen. Am kleinen Tisch im Wald findet sich eine andere Gruppe, die ein Feuer entzündet hat. Es sind wohl Jäger: im Wald finden sich Hinweise auf Jagd-Gesellschaften. Wir errichten anderswo unser Basislager. Den Auftakt bilden feine Weine. Wir eröffnen die Suche nach den Fliegenpilzen mit dem Anstossen auf unser Pilz-Glück.
    Schon kurz nach dem Ausschwärmen vernehmen wir freudige Rufe: "Hier! Hier sind ganz viele!" - Mit Handy-Fotos als Beweis bewaffnet schwärmen einige über die gefundene Pracht. Es dauert nicht lange bis die restlichen Ausschwärmer ihren Weg zum Basislager finden. Das Glück ist uns hold: die Jagdgesellschaft hat den warmen Platz um ihr Feuer verlassen und hinterlässt uns Feuergluten, die wir wieder entfachen können.


    Der Zauberwald

    Wenig abseits des Feuers ist ein kleines Wäldchen im Wald. Schon das Betreten weist einen mit allen Sinnen darauf hin: hier ist etwas Besonderes. Der mit Tannennadeln angehäufte Waldboden ist weich. Die ersten Schritte in diesen Raum im Wald lassen unsere Trittgeräusche verstummen. Auf leisen Sohlen bewegt man sich fast von selbst tiefer in das heilige Wäldchen hinein. Es wird ruhig. Wo vorher noch Fluglärm war, ist jetzt Stille. Eine Stille, die einen in friedvolle Gefühle führt. Schön ist es. Ein erfüllendes Glücksgefühl erhascht uns alle: wir stehen vor einer grossen Ratsversammlung aus Fliegenpilzen.

    Fliegenpilz
    Diese Versammlung der Pilze ist riesig. Überall in diesem Wäldchen sind sie zu Hause und ragen aus dem Erdreich hervor. Ein schönes Bild, das sich kaum mit der Kamera einfangen lässt. Es ist ein ruhiger Raum, in welchem es nicht einmal regnet. Wohin das Auge schweift zeigen sich kleine und grosse Glücksbringer. Schön! Einfach nur schön!


    Schamanische Reise zu den Fliegenpilzen

    Eine Kursteilnehmerin leitet die erste schamanische Reise. Jeder findet einen Platz zwischen den Pilzen, um seine ganz persönliche Begegnung mit den Zauberwesen zu erleben. Man wird in den Boden hinein geführt, erlebt die Umarmung des Myzels und steigt auf in die eisig kalten Innenwelten der Fliegenpilze. Es schaudert einen vor Kälte und Erstarrung in den Stielen der Pilze. Es gibt kein Vorwärtskommen mehr und alles schmerzt. Das Frieren hält Einzug in das Mark der eigenen Knochen. Alles verkrampft sich. Alles schmerzt. Das Land der Traurigkeit umhüllt den Schmerz dieses Stillstandes. Man wird passiv und ergibt sich seinem Schicksal. Der Fliegenpilz jedoch vermittelt plötzlich ein Wissen. Eine feine, fast unhörbare Flüsterstimme weist auf eine Bewegung hin. Der Pilz hält in seiner Erstarrung eine Freude parat. Die Freude auf etwas Unbekanntes.
    Man steigt im Innern des Pilzwesens hoch und erblickt am fernen Horizont etwas golden Leuchtendes: da soll es hingehen, dort wird die eisige, feucht-nasse Kälte zu Feuer umgedreht. Die Traurigkeit und Schwere weichen schon im Annähern an das Gold einem instinktiven Bewegungsdrang. Noch ist man festgehalten, doch im Kopf spielt sich der Tanz des Lebens bereits ab. Finger für Finger löst sich aus dem Gefängnis der Starre und beginnt sich zu bewegen. Das Herz geht auf, die Sonne kehrt ein: das Leben wird zu Bewegung, zu einer Harmonie aus Gold. Es ist ein Erleben, das seines Gleichen sucht. Aus der Starre zurück ins kraftvoll bewegte Leben.
    Wir werden gut geführt durch diesen Wandel von eiskaltem Wasser in harmonisch loderndes Feuer. Das Mysterium des Fliegenpilzes ist gelüftet.

    Fliegenpilz

    Fliegenpilze aus der alten Welt

    Bevor noch das Fliegenpilz-Elixier hergestellt wird, steht eine weitere schamanische Reise auf dem Programm. Die Reise ist für die fortgeschrittenen schamanisch Praktizierenden, um die Arbeitsweise bei der schamanischen Extraktion zu erleben. Bereits beim Auftakt verlassen wir die Alltags-Realität und tauchen in Urzeiten ein. Jahrtausende rauschen an uns vorbei. Der Wald senkt sich tief in die Erde hinab. Die Geräusche des umgebenden Gehölzes ändern sich in tief grollende, schwer schnaufende und bedrohliche Klänge, die von gänzlich anderen Tiergattungen stammen: Urwesen umgeben uns. Die Luft riecht ganz anders, die Sicht ist klarer und schärfer. Wir sind in tiefe Vorzeiten eingetaucht.
    Man erlebt, wie das vorzeitliche Myzel die eigene Brust ergreift, sich wie ein Geflecht auf die Lunge legt und sich festhält. Es wuchert und gräbt sich tiefer ein ins innere Fleisch.
    "Zieht es aus Euch hinaus!"
    Mit aller Kraft wird das umklammernde Myzel wie ein Gummiseil weggedrückt. Schliesslich löst es sich aus dem Fleisch und verschwindet wieder im Erdreich des vorzeitlichen Waldbodens.
    Die Krankheit wurde von den schamanisch Praktizierenden übernommen und bei sich selbst besiegt. Bei sich selbst mit einer tierischen Kraft, die tief in uns Menschen dem Leben Takt sein kann. Alle werden zu wilden Tieren, die ihre Kraft als Lebenswille einsetzen.
    Als der Kraftakt vorüber ist, stellt sich ein Glücksgefühl ein: man hat es geschafft, man hat Grosses vollbracht. Das Erleben eigener tierischer und unsagbar starker Kraft hinterlässt einen inneren Wandel: wir sind zu viel mehr fähig, als wir uns im Alltag erträumen lassen.



    • ~webschamane~ schreibt am 09.11.2015

      Amanita Muscaria finde ich sehr schön. Der war hier im Raum Hamburg auch mal ein Speisepilz, also ohne den roten Hut. Gibt es Verwechslungsgefahr mit anderen Pilzen ?


  • schreibt über Schamanenschule

    Schamanismus Therapie Prüfungen: Schamanen und die Ausbildung in Therapie - die Kommission der Schamanenstube für die Diplomierung

    Jun
    2015

    04


    Schamanen Rassel

    Prüfungen


    Es gibt immer noch oder immer mehr Menschen im schamanischen Bereich, die sich selbst als Schamanen und Schamaninnen legitimieren. Diese grosse Gruppe von Menschen siedeln wir im Esoterik-Bereich an. Es geht leider oft um eine Machtergreifung durch Selbst-Betitelung.
    Die Schweizer Schule für Schamanismus Therapie geht ganz andere Wege: der therapeutische Teil steht klar im Vordergrund, der Schamanismus wird als Zusatz der Methodik verstanden und baut auf den Grundmauern Schweizer Therapie-Ethik auf.
    Wissen und Befähigungen werden geprüft. Vermehrt setzt die Schamanenstube auf schriftliche Prüfungen, um die Ausstellung ihrer Diplome auch nach Jahren darlegen zu können.

    Initiierung als Schamane und Schamanin

    In schamanischen Kulturen wurde das Amt des Schamanen vom Schamanen der Gemeinschaft weiter gegeben. Dies geschah oft an Menschen, die der Gesellschaft aufgrund einer Behinderung oder einer Krankheit nicht auf herkömmliche Weise nützlich sein konnten oder besonders geeigneten, sog. medialen Menschen. Die Epilepsie z.B. war oft ein Grund, Schamane zu werden.
    Die Ausbildung eines heranwachsenden Schamanen dauerte sehr lange und war von Prüfungen durchzogen, die heute aufgrund ihrer Härte und Gefährlichkeit nicht durchführbar sind.
    Die Initiierung durch den älteren Schamanen erfolgte als Weihe nach den Prüfungen. Sie ist vergleichbar mit einer Priesterweihe und trägt oft religiösen Charakter.

    Diplomierung Schamanismus Therapeuten

    Ein ganz anderes Feld ist die Diplomierung als "Schamanismus Therapeut". Diese hat in erster Linie mit therapeutischen Fähigkeiten zu tun. Wie kann jemand mit Menschen umgehen und sie begleiten, oder wird nur beraten? Ist man fähig, Menschen Rahmen zu bauen und kann man das Therapeuten-Kunden-Verhältnis richtig gestalten?
    Diese und andere Kriterien bilden die Grundlage für eine Bewertung, ob jemand therapieren kann oder nicht. Gerade in der Schamanismus Therapie, die noch nicht von den Krankenkassen anerkannt ist, wird das Gewicht auf diese Befähigungen sehr hoch gehalten.
    Der schamanische Teil ist den Fähigkeiten eines initiierten Schamanen gleich zu stellen, allerdings ohne Dogmatisierung und religiösen Hintergründen.


    Unterschiede

    Die Unterschiede vom Schamanen zum Schamanismus Therapeuten sind sehr gross. Einige Punkte:
    • ein Schamane berät, ein Schamanismus Therapeut therapiert
    • ein Schamane stützt sich auf ein Glaubenssystem, ein Therapeut handelt nicht auf der Basis von Dogmen
    • ein Schamane nimmt eine gewisse Machtposition ein, ein Therapeut achtet auf den sauberen Auf- und Abbau der Kundenbeziehung, sowie während der Therapie auf stete Wahrung der Beziehung
    • Ein Therapeut setzt therapeutische Mittel ein, damit der Kunde seinen Weg findet. Ein Schamane gibt oft den Weg für seinen Kunden vor.
    Die Hauptunterschiede liegen in der Arbeitsweise und der Form der angebotenen Hilfe.

    Schamanische Komponenten

    Über die einfachen schamanischen Techniken wie der Seelenteilrückholung und der schamanischen Extraktion hinaus, ergeben sich in der Schamanismus Therapie fast unendlich viele Arten, wie jemandem weitergeholfen werden kann. Die Basis der Therapie besteht aus Grundmauern, auf welchen sich schamanistische Rituale, Wahrnehmungen und Einwirkungen zu soliden Methoden der Rahmenarbeit entwickeln.
    Die Schamanismus Therapie baut nicht auf ein Glaubenssystem, sondern auf therapeutische Ethik.


    Prüfungskommission

    Die Anforderungen an einen Schamanismus Therapeuten sind sehr hoch. Menschen rund um den Bereich Therapieformen tragen dazu bei, das sich hohe Standards etablieren und halten. Gerade in Bezug auf die esoterischen Auswüchse sind hohe Qualitätsanforderungen unerlässlich.

    Schamanen Praxis

    Schriftliche Prüfungen

    Viele Prüfungen der Schamanismus Therapie werden in schriftlicher Form abgelegt. Es ist ein Anliegen an die Schamanismus Therapie, dass eigene Worte aus dem Verständnis und der Praxis formuliert und zu Papier gebracht werden können. Das führt zu weniger Multiple-Choice Aufgaben, sondern oft zu kleineren Aufsätzen, in welchen man sich intensiv einem Thema widmet.
    Als Beispiel hat die Schamanenstube gerade im Mai 2015 eine grosse Prüfung über das Thema Schuld und deren schamanisch-therapeutischen Herangehensweisen abgehalten. Die zweistündige Prüfung behandelt intensiv das Wissen über die Bewegung der Gefühlswesen und die therapeutischen Möglichkeiten der Veränderung. Darüber hinaus wird die Synthese gefordert. Hier bedient sich die Diplomierung in Schamanismus Therapie der Taxonomie nach kognitiven Stufen.

    Praktische Prüfungen

    Die Praxis der Schamanismus Therapie wird auf zwei Schwerpunkten geprüft:
    • Therapeutischer Umgang
    • Schamanische Befähigungen
    Die Kriterien der praktischen Prüfungen sind klar festgelegt und bieten den Rahmen, Therapie und Schamanismus in gleichem Masse zu bewerten.
    Die Prüfungen des schamanischen Teils gehen je nach Richtung, die ein angehender Therapeut anstrebt, zur kompletten Begleitung eines Menschen hin zur starken Erhöhung seiner Lebensqualität.
    Für die Prüfungen bietet die Schamanenstube Menschen auf, die eine Therapie machen möchten und dafür nichts oder nur sehr wenig bezahlen müssen.










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