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Schamanenstube schreibt über Schamanenschule

Was ist das Gewissen? Das gute und schlechte Gewissen als allgemeine Erfahrung in Systemen. Böses wird verhindert. Ist Vertrauen eine Alternative?

Mai
2014

02


Das Gewissen

Das Gewissen - was ist denn das?


Eines der grossen Themen in den Ausbildungsmodulen Reisen und Kraft ist es, sich in verschiedenen Systemen zu bewegen und deren Kraftflüsse kennen zu lernen. Eine regulative Instanz sehen wir im sogenenannten Gewissen der einzelnen Systeme. Dieses Schulthema umfasst viele schamanische Reisen und ist es wert, einmal in unserem Blog etwas belichtet zu werden.

Das Gewissen in Systemen

Die Schamanenstube spricht nicht von "dem" Gewissen, sondern nennt ein Gewissen im Zusammenhang stehend zu einem System. Dies bedingt Betrachtungsweisen in den jeweiligen Objektivitäten eines Systems, ebenso wie dem System übergeordneter Wahrnehmungen.
Wir sagen: jedes System hat ein eigenes Gewissen, das regulativ eine Basis der Rechtsprechung darstellen kann. So ist die Wortherkunft "Gewissen" ebenso in Systemen betrachtbar: das allgemeine Wissen. Durch diese Verallgemeinerung wird das Gewissen zu einer Instanz der Erfahrung, sprich zu einer Ordnung.

Gewissen als Regelwerk

"Das lastet aber auf meinem Gewissen."
Wenn etwas geschehen ist oder angestellt wurde, was nicht den Gesetzen des aktuellen Systems entspricht, formen sich Schuld, Reue, Scham und weitere Folgen als Belastung auf einem Gewissen. Diese Belastung wollen wir nicht. Ganz und gar nicht. Wir entwickeln also schon vor einer Aktion das Empfinden einer Zukunft in Bezug auf unser Gewissen. Dieses Empfinden führt blitzschnell zu Vermeidungen. Diese wiederum sind Ordnungen, die vermeiden sollen, dass wir oben genannte, als negativ deklarierten Gefühle erleben werden. So funktioniert aus unserer schamanischen Betrachtungsweise das Regelwerk der Gewissen.

Das Ändern des Gewissens

Ein Gewissen ist systemgebunden. Wenn es uns möglich ist, dieses System zu verlassen, können wir aus einem anderen System ein anderes Gewissen herbei ziehen, um unsere Taten zu rechtfertigen.
Eine Hintertür also, die uns gerne gelegen kommt. Besonders wenn es um das Gefühl der Reue geht. Oft bezeichnet die Schamanenstube den Menschen als ein Faultier: hier ist das Verlassen des Systems der einfache Weg, der bequeme. Gibt es andere Möglichkeiten, der Last des Gewissens zu begegnen? - Ja, die gibt es in der Tat.

Gibt es nur das schlechte Gewissen?

"Ich kann guten Gewissens von mir sagen, dass..."
Diese Floskel tönt in ihrer Wirkung schwer nach einer Rechtfertigung. Könnte es sein, dass der Sprecher das System seiner Verfehlungen einfach verlassen hat?
Das Nennen eines guten Gewissens hat Vorteile. Es tritt zum Beispiel die Idee auf, dass dieser Mensch etwas vom allgemeinen Wissen verstehen könnte. Man könnte ihm angehören wollen. So kann Stolz in uns auftauchen, wenn auch nur durch ein Beipflichten. Eine schöne Manipulation nach S. Fiske und ihrem Modell der Kompetenzen.

Tun wir so viel Böses?

Noch dazu Böses, das auf einem Gewissen lasten könnte? - Es könnte sich in Eigen-Objektivität lohnen, sich mit dieser Frage ernsthaft auseinander zu setzen. Vielleicht kommt man als Durchschnitts-Bürger zur Antwort: eigentlich nicht. Man macht sich gerne ein schlechtes Gewissen im Vorfeld, damit man Fehler vermeiden kann. Lohnt sich aber dieser Weg über das Gewissen wirklich? - Und ist er gesund?
In unseren Augen nicht immer. Um sich einer Lösung zu nähern, könnte es wichtig werden, ein anderes Regulativ als Ersatz dafür zu haben, keine Fehler zu machen. Die Vorsicht ist von der Angst begleitet, Schutzmassnahmen führen gerne zu dem, wovor man sich beschützt. Eine andere Ordnung müsste her.

Vertrauen auf die eigene Erfahrung

Es kann hilfreich sein, die Systeme z.B. eines Kunden aus dem Beobachter-System des schamanischen Therapeuten zu beobachten. Eines, das z.B. den Ordnungen des schamanischen Greedy folgt, sprich auf der Jagd ist: hier wirkt das Gewissen nicht mehr regulativ, sondern die Erfahrung wirkt wegen der Zielgerichtetheit.
Erfahrung und Vermeidung sind zwei in der Geistwelt komplett unterschiedliche Ordnungen auftretende Strukturen. Das Vertrauen beinhaltet die Bindung zu sich selbst in diesem Fall. Hier kommen als Balance zu einem Gewissen Dinge wie Achtsamkeit, Authentizität, Ehre und Pietät zum Vorschein. Dem "Allgemeinen" könnte man so ein Schnippchen schlagen, um nicht in Verallgemeinerungen zu versinken.

  • Remo schreibt am 10.05.2014

    Hallo Schamanenstube, cooles Bild!




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