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Schamanenstube schreibt über Schamanenschule

Der Bewegungs-Zauber von Fliegenpilzen. Schamanische Reisen zu den Zauberwesen im Wald und die Umarmung des Myzels

Okt
2015

18


Fliegenpilz

Zauberwesen im Wald - die Fliegenpilze


Der Fliegenpilz-Kurs wird von einem Zauber erfasst: im tiefen Wald öffnet sich ein Raum voller Ruhe und spürbarer Erhabenheit: die Schule für Schamanismus Therapie nimmt Teil an einem grossen Fliegenpilz-Rat. Inmitten der roten Zauberwesen reist eine Gruppe Menschen in die Geheimnisse der Pilze und stellt das bekannte Fliegenpilz-Elixier her. Umwoben von einer mystischen Stimmung tauchen wir ein in die Tiefen der Erde und erleben den Wandel von Wasser in Feuer.

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Zauberwesen Fliegenpilz Zauberwesen Fliegenpilz

Der Tag ist kühl. Es nieselt. Schon früh am Tag bewegen wir uns durch die Wälder und halten Ausschau nach den roten Emporkömmlingen im Wald. Entlang dem Fahrenbach zeigen sich viele Pilzarten, die den Herbst mit ihrer Pracht begrüssen. Überall spriessen sie hervor, unter Ästen und Baumstämmen. Sie stossen den Nadelholz-Boden in die Höhe und erheben ihre Präsenzen.
Der Fahrenbach mit seiner mystischen Stimmung bietet keine Fliegenpilze. So machen wir kehrt und vertrauen auf unsere alten Plätze. Denn bald ist es soweit: die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer versammeln sich. In einer zeitlichen Punktlandung schaffen wir es gerade noch, zum Auftakt des Kurses einzutreffen. Viele Menschen erwarten uns und verströmen eine friedliche und sehr schöne Stimmung. Wir freuen uns über diese fröhliche Truppe.


Fliegenpilze finden

Die kühlen Wälder empfangen uns angereichert mit vielen Menschen. Am kleinen Tisch im Wald findet sich eine andere Gruppe, die ein Feuer entzündet hat. Es sind wohl Jäger: im Wald finden sich Hinweise auf Jagd-Gesellschaften. Wir errichten anderswo unser Basislager. Den Auftakt bilden feine Weine. Wir eröffnen die Suche nach den Fliegenpilzen mit dem Anstossen auf unser Pilz-Glück.
Schon kurz nach dem Ausschwärmen vernehmen wir freudige Rufe: "Hier! Hier sind ganz viele!" - Mit Handy-Fotos als Beweis bewaffnet schwärmen einige über die gefundene Pracht. Es dauert nicht lange bis die restlichen Ausschwärmer ihren Weg zum Basislager finden. Das Glück ist uns hold: die Jagdgesellschaft hat den warmen Platz um ihr Feuer verlassen und hinterlässt uns Feuergluten, die wir wieder entfachen können.


Der Zauberwald

Wenig abseits des Feuers ist ein kleines Wäldchen im Wald. Schon das Betreten weist einen mit allen Sinnen darauf hin: hier ist etwas Besonderes. Der mit Tannennadeln angehäufte Waldboden ist weich. Die ersten Schritte in diesen Raum im Wald lassen unsere Trittgeräusche verstummen. Auf leisen Sohlen bewegt man sich fast von selbst tiefer in das heilige Wäldchen hinein. Es wird ruhig. Wo vorher noch Fluglärm war, ist jetzt Stille. Eine Stille, die einen in friedvolle Gefühle führt. Schön ist es. Ein erfüllendes Glücksgefühl erhascht uns alle: wir stehen vor einer grossen Ratsversammlung aus Fliegenpilzen.

Fliegenpilz
Diese Versammlung der Pilze ist riesig. Überall in diesem Wäldchen sind sie zu Hause und ragen aus dem Erdreich hervor. Ein schönes Bild, das sich kaum mit der Kamera einfangen lässt. Es ist ein ruhiger Raum, in welchem es nicht einmal regnet. Wohin das Auge schweift zeigen sich kleine und grosse Glücksbringer. Schön! Einfach nur schön!


Schamanische Reise zu den Fliegenpilzen

Eine Kursteilnehmerin leitet die erste schamanische Reise. Jeder findet einen Platz zwischen den Pilzen, um seine ganz persönliche Begegnung mit den Zauberwesen zu erleben. Man wird in den Boden hinein geführt, erlebt die Umarmung des Myzels und steigt auf in die eisig kalten Innenwelten der Fliegenpilze. Es schaudert einen vor Kälte und Erstarrung in den Stielen der Pilze. Es gibt kein Vorwärtskommen mehr und alles schmerzt. Das Frieren hält Einzug in das Mark der eigenen Knochen. Alles verkrampft sich. Alles schmerzt. Das Land der Traurigkeit umhüllt den Schmerz dieses Stillstandes. Man wird passiv und ergibt sich seinem Schicksal. Der Fliegenpilz jedoch vermittelt plötzlich ein Wissen. Eine feine, fast unhörbare Flüsterstimme weist auf eine Bewegung hin. Der Pilz hält in seiner Erstarrung eine Freude parat. Die Freude auf etwas Unbekanntes.
Man steigt im Innern des Pilzwesens hoch und erblickt am fernen Horizont etwas golden Leuchtendes: da soll es hingehen, dort wird die eisige, feucht-nasse Kälte zu Feuer umgedreht. Die Traurigkeit und Schwere weichen schon im Annähern an das Gold einem instinktiven Bewegungsdrang. Noch ist man festgehalten, doch im Kopf spielt sich der Tanz des Lebens bereits ab. Finger für Finger löst sich aus dem Gefängnis der Starre und beginnt sich zu bewegen. Das Herz geht auf, die Sonne kehrt ein: das Leben wird zu Bewegung, zu einer Harmonie aus Gold. Es ist ein Erleben, das seines Gleichen sucht. Aus der Starre zurück ins kraftvoll bewegte Leben.
Wir werden gut geführt durch diesen Wandel von eiskaltem Wasser in harmonisch loderndes Feuer. Das Mysterium des Fliegenpilzes ist gelüftet.

Fliegenpilz

Fliegenpilze aus der alten Welt

Bevor noch das Fliegenpilz-Elixier hergestellt wird, steht eine weitere schamanische Reise auf dem Programm. Die Reise ist für die fortgeschrittenen schamanisch Praktizierenden, um die Arbeitsweise bei der schamanischen Extraktion zu erleben. Bereits beim Auftakt verlassen wir die Alltags-Realität und tauchen in Urzeiten ein. Jahrtausende rauschen an uns vorbei. Der Wald senkt sich tief in die Erde hinab. Die Geräusche des umgebenden Gehölzes ändern sich in tief grollende, schwer schnaufende und bedrohliche Klänge, die von gänzlich anderen Tiergattungen stammen: Urwesen umgeben uns. Die Luft riecht ganz anders, die Sicht ist klarer und schärfer. Wir sind in tiefe Vorzeiten eingetaucht.
Man erlebt, wie das vorzeitliche Myzel die eigene Brust ergreift, sich wie ein Geflecht auf die Lunge legt und sich festhält. Es wuchert und gräbt sich tiefer ein ins innere Fleisch.
"Zieht es aus Euch hinaus!"
Mit aller Kraft wird das umklammernde Myzel wie ein Gummiseil weggedrückt. Schliesslich löst es sich aus dem Fleisch und verschwindet wieder im Erdreich des vorzeitlichen Waldbodens.
Die Krankheit wurde von den schamanisch Praktizierenden übernommen und bei sich selbst besiegt. Bei sich selbst mit einer tierischen Kraft, die tief in uns Menschen dem Leben Takt sein kann. Alle werden zu wilden Tieren, die ihre Kraft als Lebenswille einsetzen.
Als der Kraftakt vorüber ist, stellt sich ein Glücksgefühl ein: man hat es geschafft, man hat Grosses vollbracht. Das Erleben eigener tierischer und unsagbar starker Kraft hinterlässt einen inneren Wandel: wir sind zu viel mehr fähig, als wir uns im Alltag erträumen lassen.


  • ~webschamane~ schreibt am 09.11.2015

    Amanita Muscaria finde ich sehr schön. Der war hier im Raum Hamburg auch mal ein Speisepilz, also ohne den roten Hut. Gibt es Verwechslungsgefahr mit anderen Pilzen ?




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