Menu
Warenkorb Konto Kontakt Whatsapp Blog
« vorheriger Artikel nächster Artikel »

Amsel Weiterentwicklung



Sonntag, 26.07.09
Heute ist wieder ein sonnig schöner Tag und ich geniesse meine Zeit im Garten mit Floh. Flohs Lieblingsspiel ist dem Licht hinterher rennen. Ich mache dies draussen mit einem Spiegel und sie rennt hinterher. Das lachen von Floh kommt wieder, das freut mich sehr. Ich pflege meinen Garten und sehe, das meine Schmetterlingsblumen gewachsen sind. Unsere riesige Tanne streckt sich nach der Sonne und ich begrüsse sie. Das Vogelhaus, das schon lange hier umgekippt auf der Tanne war, habe ich mit einer Leiter vor einigen Tagen runtergenommen und gewaschen. Es ist nun bereit neu aufgehängt zu werden. Früher hatte es auf dieser Tanne sehr viele Singvögel. Da kamen die Elstern und da gab es einen Revierkampf der sehr laut war und die anderen Vögel waren vertrieben. Ich mag die Elstern nicht. Wie kann man diese Vögel vertreiben?

Amsel auf Finger

Es wäre schön, wenn Fidel hier einen Platz finden würde. Ob es ihr wohl gefällt oder zieht sie weiter vielleicht in den Wald? Da Fidel jetzt schon gut selber Futter aus dem Schälchen picken kann, habe ich mehr Zeit. Die Würmer, die ich in einem Schälchen drin habe, sind auch sehr schlau und kriechen davon. Ich finde sie später leblos am Boden der Stube. Wenn wir zusammen Abendessen piept Fidel voll drauf los und erzählt uns Geschichten. Später machen wir das Tor vom Käfig auf, es dauert nicht lange und Fidel fliegt von Stube zur Küche wieder zurück auf das Dach des Käfigs, kuschelt sich auf die Decke wie eine Ente und schaut sehr neugierig aus dem Fenster mit Blick auf die Tanne.

Amsel als Ente

Ich habe nie einen Vogel so sitzen sehen. Am Rand des Bauches hat Fidel noch Flaum und seitlich der Flügelachse auch. Ich bin gespannt wie sich das Federnkleid verändert. Es ist Wahnsinn, wie ich einen Vogel so ins Herz schliessen kann. Irgendwann wird der Tag kommen, sie frei zu lassen. Ich hoffe sie wird überleben und wird wieder ein Wildvogel, so wie es sein soll. Bei diesem Gedanken kommt eine Traurigkeit in mir hoch. Trennungsschmerz den ich jetzt schon in mir zulasse. Genau da fange ich an zu Studieren, ist das denn normal, bin ich den normal? Die grösste Freude ist doch das Fidel überlebt und das Vogelleben geniesst.

Amsel auf Schulter


Montag, 27.07.09

Ich bin schon früh wach und gehe runter in meinen Lieblingsraum – den Trommelraum und geniesse diese ruhigen Morgenstunden. Einen Stock höher höre ich Floh auf den Boden platschen. Dies tut sie immer um gehört zu werden und ich hole sie runter, damit sie zuerst begrüsst und geknuddelt wird von mir bevor ich mich Fidel widme.

Floh Freude

Das Treppensteigen macht Floh mühe. Ich massiere ihre Beine fast jeden Tag das sie sichtlich geniesst. Floh ist ja schon 13 Hundejahre alt und ein ruhiges Wesen. Sie kann aber stark fordern. Da hat sie ihren Kopf. Ich will mein Lieblingsspiel, ich will! Floh wälzt sich gerne im frischen Gras wie eine Morgendusche, das sieht immer witzig aus. Heute werde ich wieder mehr auf mich achten. Ich starte heute wieder mein Training und mein Mann ist da und ich kann ohne Sorge gehen. Juhee.


Dienstag, 28.07.09
Flatter Amsel

Heute werden mein Mann, Floh und ich einen Ausflug machen ins Appenzell, um dort seine bestellte Spezialbrille mit gelben Glas, das die Welt noch schöner macht als sie ist, abzuholen. Das ist jetzt das erste Mal wo ich mich traue, Fidel mindestens 7 Stunden alleine zu lassen. Sie kann selber Vogelfutter picken und trinken. Am liebsten hätte ich ja eine Kamera an den Käfig gemacht nur so mit einem Auge mal zum gucken. In Appenzell angekommen natürlich nahmen wir Floh mit, liessen wir uns von unserer Freundin dieses schöne Städtchen zeigen.

Appenzell Luftblasen

Wow, was für schöne Hauser. Die meisten sind mit Motiven angemalt das gefällt mir sehr. Wir kauften uns ein paar schöne Dinge, feinen stinkigen Käse, tranken etwas kühles unter den Bäumen eines Restaurants und plauderten. Danach fuhren wir weiter.

A. Vogel Kräutergarten

Es wurde uns ein wunderbarer Kräutergarten (A. Vogel) gezeigt. Eine zauberhafte Gartenpracht, dies lädt und zum verweilen ein, und dieser Duft, herrlich. Wir genossen noch einen feinen Kaffee bei unserer Freudin und mussten uns so langsam verabschieden. Zu Hause angekommen machten wir die Haustüre auf, ich machte zuerst Flohs Abendfutter und ich hörte nichts piepsen. Oh, wie ungewöhnlich. Normalerweise reagiert Fidel.

Amsel Wasser trinken

Mein Mann und ich liefen zum Käfig, schauten rein und da hockt Fidel auf ihren Zweig, den Kopf zu uns gedreht und kackt. Kein Kommentar und gute Nacht.


Mittwoch, 29.07.09
Guten Morgen. Die Sonne lacht. Fidel zwitschert fröhlich drauf los. He jetzt aber Flugstunden. Es ist genial die Drehung die Fidel in der Luft macht live zuzusehen. Heute habe ich einen Hut aufgesetzt, ich mag nicht wenn Fidel auf meinen Kopf sitzt, sie könnte mir ja auf den Kopf kacken, bääähhh.

Die Amsel und der Hut

Wenn Fidel auf den Fernseher oder Laptop landet wird sie von dort vertrieben. Da wird gemotzt. Bä-bä bä-bä-bä bä-bä-bä bä bä, ertönt es. Sie schimpft. Fidel kann schimpfen! Wenn sie ihre schwachen 5 Minuten hat, hüpft sie wie wild auf der Zeitung rum, pickt rein zwitschert drauf los. Fliegt erhöht auf unseren Kachelofen und zurück und nochmals alles von vorne. Am Gaumen von Fidel hat sich in V-Form des Schnabels so wie kleine stachelige Häärchen entwickelt. Wie intressant. Heute Nachmittag werde ich in den Wald ganz alleine einen Spaziergang machen.

Motzende Amsel

Ich werde dort Walderde, Blätter, Rinde und Moos und hoffentlich Vogelbeeren für Fidel finden. Das Einkaufen habe ich schon erledigt und die Pakete zur Post gebracht. Mein Mann hat den Rasen gemäht, der jetzt wieder einem Garten gleicht.


Donnerstag, 30.07.09

Fidel ist schon eine richtige Amseldame. Die Zeit rückt näher zur Auswilderung. Ich mache mir schon die ganze Zeit Gedanken darüber. Da merke ich, dass der Trennungsschmerz wieder kommt wie ein dicker Klos in meiner Kehle. In meinem Solarplexus kommt ein schweres aber warmes Gefühl. Ist Fidel fähig sich selber zu ernähren, erkennt sie die Gefahr, Katzen und sonstiges? Am liebsten würde ich mich in einen Vogel verwandeln und sie nochmals in freier Natur begleiten. Meine Tränen purzeln, obwohl mein Herz mit grosser Freude gefüllt ist. Ich schnaufe feste durch. Am Nachmittag kommt eine liebe Schülerin zu uns in die Schamanenstube. Wir fahren rauf in die Hügel um zu lehren. Am Abend bekommt Fidel wieder Flugstunden. Freude herrscht.

Amsel beim Klauen

Fidel singt in wunderbaren Tönen und wir lauschen ihr gerne zu. Der Landeplatz von Fidel ist wirklich immer mein Kopf und sie beobachtet mich was ich so alles tue. Ich pfeiffe ihr zu und sie gibt mir Antwort. Wir haben in der Küche eine Wandtafel mit Kreide. Sie fliegt dort hin nimmt ein Stück abgebrochene Kreide und fliegt mit dieser Beute davon. Ne, ne, das kann man nicht essen. Zufrieden gehen wir zu Bett.


Freitag, 31.07.09
Fidels Ruflaute sind: tziii, tziii sehr laut. Fidel hört mich die letzen zwei Treppenstufen runterkommen und die Türfalle runterdrücken. Fidel sieht mich aber noch nicht. Ich laufe dann zum Kühlschrank und da bin ich in ihrem Blickfeld ca. 5 m entfernt vom Käfig. Es ertönt ein feines und leises djück djück djück. Ich werde diese Ruflaute aufnehmen. Auch den Gesang, denn Fidel singt ist einfach wunderbar. Ich gehe heute ins Training und schwitzte eins runter. Ich erledigte die Einkäufe, putzt wie irre die Wohnung und am Nachmittag gab es ein Päuschen für mich. Heute ist Fidels erster Tag in unseren Garten.

Auswilderung Amsel

Wir suchen ein geeignetes Plätzchen, das nah an der Tanne ist und ein wenig Schatten wirft. Natürlich muss mein Mann und ich noch die unteren Randstäbe des Gitters verschnüren damit Fidel nicht ausbügst. Der Blechboden des Käfigs kann man bei geschlossener Türe herausziehen. Fidel hat jetzt richtigen Rasenkontakt.

Fidel im Garten

Sie ist ganz ruhig hockt auf ihren Zweig und wartet. Sie pfeifft nicht. Hmm. Wir entfernen uns. Ich in Blickkontakt zu Fidels Käfig, aber ohne dass sie mich nicht sieht und mein Mann geht wieder rauf in die Stube. Ich traue mich kaum in das Haus zu gehen. Hoffentlich kommt keine Katze. Floh würde zwar die Katzen aus unseren Garten vertreiben, aber sie träumt auch gerne vor sich hin. So langsam traut sich Fidel auf den Rasen und pickt rein. Aha, hier gibt es Ameisen. Sie ist aber noch zu scheu in dieser neuen Situation. Das wird sich sicher geben, hoffe ich. Etwa 3 Stunden sind rum und das Abendessen ruft. Wir tragen den Käfig sammt Vogel wieder in die Stube und jetzt erst singt Fidel uns was vor. Leider macht uns der 1. August einen Strich durch die Rechnung zur Auswilderung. Floh erträgt dies auch nicht mehr seit ca. 2 Jahren. Sie bekommt wirklich Angst bei dieser Knallerei, weil sie nicht mehr so gut hört und die Geräusche nicht mehr Richtungen zuordnen kann. Montag und Dienstags kommt jemand aus Deutschland für ein schamanisches Seminar. „froi“.


Samstag, 01.08.09

Juheeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeee Fidel kann jetzt alleine die Johannisbeeren vom Zweiglein rupfen. Sie macht das so: sie schnappt sich das Johannisbeerzweiglein, fliegt auf den Zweig und lässt sie runterfallen bis eine abfällt.

Fidel und die Johannisbeeren

Vorher musste ich die Beeren von Zweiglein trennen, sonst ass sie die Beeren nicht. Wenn es schneller gehen muss, pickt sie wie irre drein und verschlingt dann die Beere mit einem Freudengezwitscher. Heute hat sie endlich auch die versteckten Würmer im Schälchen entdeckt. Wie wild pickt sie drauf los, schnappt sich den Wurm, schlägt diesen mit ihren Schnabel auf den Boden und frisst in nachher auf. Ich bin ja so froh darüber. Der Boden in der Stube sieht zwar aus wie ein Sauhaufen, weil sie ganz aus dem Häuschen dabei ist. Saugwunder Miele hilft mir dabei. Heute habe ich die Waschmaschine auf hochturen gebracht. Den Trommelraum auf hochglanz poliert viel geräuchert zwischendurch mit Floh gespielt alles zum Lüften rausgetragen und die Sonne angelacht. Es ist Zeit fürs Abendessen. Flugstunden für Fidel sind noch angesagt und kuscheln mit meinem lieben Mann.


Sonntag, 02.08.09

Es ist 7 Uhr Morgens. Mein Mann ist schon wach, das ist für mich ganz ungewöhnlich. Wir trinken unseren feinen Kaffee damit wir auch wach werden und tragen wir Fidel mit sammt Käfig wieder nach draussen. Um den Käfig haben wir noch einen Steckzaun angebracht wegen der Katzen. Fidel ist wieder ganz ruhig, sie zwitschert wieder nicht. Sie reagiert nicht auf andere Vogellaute. Ich mache mir Gedanken. Das ist nicht gut. Ist sie zu zahm geworden, wie kann ich das ändern? Wenn sie auf den Boden sitzt, achtet sie auch zu wenig umher. Da könnten Gefahren lauern, dies ist ihr nicht bewusst. Da fliessen mir wieder die Tränen. Nach einiger Zeit erhole ich mich wieder. Ich sage laut innerlich zu mir: das wird schon. In der Zwischenzeit habe ich meinen Orleander gekürzt. Die Blattläuse waren nicht zu töten, schade. Jetzt sitze ich vor diesen kurzgekackten Orleander und schüttle den Kopf. Oweija der sieht jetzt aber kahl aus. Bevor es zu regnen beginnt, tragen wir Fidel wieder rauf in die Stube. Der Käfig wurde geputzt und geschmückt wie jeden Tag. Frisches Badewasser in einer grossen Schale und Fidel zwitschert wieder drauf los. Sie geniesst ihre Flugstunden. Sie spricht mit mir. Fidel fliegt in ihren Käfig und sieht das Wännchen. Sie hockt zuerst auf die Kante und hüpft in das Wasser. Fidel flattert mit den Flügeln taucht ab und zu ihr Köpfchen ins Wasser und trällert vor sich hin. Oh schön jetzt kann ich zuschauen, das sieht so witzig aus. Schnell auf den Stengel gehüpft, flattert sie mit ihren Flügeln, diese zu trocknen. Fidel putzt ihre Federchen fein säuberlich, guckt und fliegt aus den Käfig. Oh jetzt merkt sie, es ist schwierig, mit einem nassen Federnkleid zu fliegen. Der Klang der Flügel ist jetzt auch anders. Es hört sich schwerer an. So jetzt ab in den Käfig ich habe noch zu tun und Floh wartet schon auf mich. Das Abendessen haben wir genossen. Pizza gab es. Den Teig mache ich immer selber. Mein Manns Lieblingsgericht, das er jeden Tag essen könnte. So und jetzt nochmals Flugstunden für Fidel. Der Boden der Küche wird erkundet. Es wird in alles reingepickt. Ob Krümelchen, Hundehaare, die kleinen Tüpfchen in den Kacheln. Flups, und jetzt sitzt Fidel auf Flohs Fressnäpfe.

Amsel badet im Hundenapf

Die eine Schale ist fürs Wasser das immer gefüllt ist. Das andere fürs Hundefutter. Gut ist Floh nicht im Raum, das gäbe vielleicht einen Radau. Fidel macht ihren Hals lang und versucht zu trinken. Aha, das ist Wasser. Das Becken ist ja viel grösser als in meinen Käfig wieso? Platsch und jetzt wird so richtig gebadet wie es sich gehört. Ist ja viel besser als dieses kleine Ding. Ich krümme mich vor Lachen und schnell Fotoapparat holen, knipps alles im Bild.

Juheeeeeeeeeeeeeee.





Kommentieren

« vorheriger Artikel nächster Artikel »




Das könnte gefallen:
Wunschkerzen
magische Segens-Kerze
Restaurant
Auf ein Glas Qualität!
Wellness Zeremonie
Ehrenvoll neu
up