SuchenX
Menu
Suchen Kontakt Events

Schamanenstube schreibt über Schamanenstube

Fidel wird frei gelassen und ruft der Welt zu: ich bin da!

Aug
2009

31


Montag, 24.08.09
Der Marder war wieder da in der Nacht und hat das Oelglas ausgeleert. Ich habe mich so erschreckt. Diese starke Präsenz von diesem kleinen Tier. Die Türe vom Trommelraum war zu und ich konnte das Tier spüren.


Guten Morgen!
Guten Morgen Fidel. Oh, was für eine liebe Begrüssung. So jetzt werde ich nach einigen Würmern graben und es gibt sicher noch kleine Schnecken für dich. Floh hat ihre schwachen 5 Minuten, rennt unmher und rollt ihre Lippen, während ich nach Würmer grabe. Ich werfe die gefundenen Würmer und Schnecklein in die Voliere und schaue Fidel zu. Wie geschickt sie Schnecke zerlegt. So heute werde ich das letzte mal die Voliere reinigen. Ha, Fidel weiss wo der Ausgang ist, sie ist so was von klug. Oh wie schön die Schwanzfedern sind ein wenig gewachsen und ich freue mich riesig darüber.


Fidels neues Zuhause bei den ruhigen Geistern


Ich erzähle Fidel wieder vom Wald wo wir sie frei lassen werden. Es sind nur noch 2 Tage Fidel und dann bist du vogelfrei. Mein Trennungsschmerz von Fidel ist ein wenig kürzer als sonst, das ist gut. Wie immer macht Fidel ihr Bad und putzt ganz fleissig ihr Federkleid. Sie sonnt sich, fliegt wie irre umher, scharrt und stochert im Boden. Es ist wieder ein sonnig schöner Tag. Floh geniesst es draussen zu sein in unseren Garten und bellt wenn jemand zu nahe kommt.

Fidel stochert rum



Dienstag, 25.08.09
Guten Morgen Fidel. Fidel begrüsst mich freudig. Wie jeden Tag bekommt sie frisches Wasser. Fidel macht Blödsinn. Es ist ihr langweilig. Sie versucht die Knöpfe zu lösen an den Bändern. Ich erzähle ihr immer und immer wieder, dass sie frei sein wird. Ich schicke ihr Bilder vom Wald. Ich hole ein kleines Glöckchen, knie mich vor die Voliere hin und fange an zu bimmeln. Gleichzeitig sende ich Fidel Bilder. Das ist mein Ruf an dich Fidel. Jedesmal, wenn ich zu dir komme in den Wald, werde ich mit diesem Glöckchen bimmeln. Fidel lauscht nach diesem Glöckchen. Sie schaut mich an. Ich denke sie versteht mich.


Fidel versteht

Am Nachmittag gehen mein Mann, Floh und ich in den Wald, dort wo wir Fidel freilassen werden. Wir suchen einen Baum an dem wir Fidels Futterhaus aufhägen können. Wir gehen ein wenig umher und da steht nun dieser wundervolle Baum, mein Mann hat ihn gefunden. Es ist ein starker Baum. Ich begrüsse das Wesen in diesem Baum und erkläre ihm, was wir vor haben. Nur wie hängen wir das Futterhaus auf, ohne einen Nagel in den Baum zu schlagen? Es müssen noch längere Seile her.

Der Baum fürs Vogelhaus

So, dann werde ich später losfahren, die passenden Seile kaufen. Zwei mal 20 m das wird sicher reichen. Das Abendessen ruft. Während wir unser Essen geniessen hören wir Fidel draussen die schönsten Lieder singen. Mir hüpft das Herz vor Freude und wir lauschen ihr zu. Ist das vielleicht unser Abschiedlied? Bald bist du frei Fidel und ich danke dir für deinen wundervollen Gesang. So jetzt bin ich aber Bettreif. Die Kerze wird wie jeden Abend brennen für Fidel und für die Schutzgeister die ich jeden Abend rufe. Das ist der letzte Abend, den ich Wache halte mit Floh. Fidel du bist nur 5 Meter entfernt von mir. Ich lege mich hin und Floh schläft am Boden ganz nahe bei mir. Ein gewaltiger Wall von Trennungsschmerz steigt in mir hoch. Ich lasse es einfach laufen. Ich kann es aber nicht verstehen, dieser Trennungsschmerz. Ich wünsche doch Fidel vom ganzen Herzen ihre Freiheit.


Mittwoch, 26.08.09 Die Freilassung von Fidel
Ich bin schon früh wach. Kaum setzte ich mich auf, ruft Fidel nach mir. Guten Morgen Fidel, so jetzt kriegst du ein paar Würmer und Johannisbeeren zur Stärkung, es wird heute ein aufregender Tag.

Fidel kurz vor dem Transport in den Wald

Fidel gakert vor sich hin wie ein Huhn. Floh ist auch schon putzmunter und rollt ihre Lippen. Ich muss ja so lachen. So jetzt mache ich den Umzugskäfig parat.

Umzugskäfig

Es wird alles schön hergerichtet für diesen wichtigen Tag. Aber jetzt brauche ich einen Kaffe. Aha, mein Mann ist ja auch schon wach. Wir geniessen gemeinsam unseren Kaffee. Ah, Nives ist schon da, und es freut uns sehr, dass sie an diesem wichtigen Tag dabei ist. Alle Sachen die wir gebrauchen für diesen Tag haben wir schon im Auto im verstaut. Jetzt müssen wir Fidel nur noch einfangen in dieser Voliere. Ich habe noch einen Käscher gebastelt für Fidels Einfang. Es muss sehr schnell gehen damit Fidel keinen zu grossen Stress hat. Alles mit Ruhe. So die Aufbruchzeit beginnt.

Fidel einfangen

Ich krieche in die Voliere und spüre Fidels Aufregung. Ich spreche ganz fein mit ihr. Sie fliegt aufgeregt hin und her und weicht mir aus. Ich kann sie einfach nicht einfangen. Fidel hächelt. So ich muss raus. Mein Mann versucht es jetzt. Fidel ist so geschickt im Ausweichen. Schnell mache eine Schläuse und spanne ein Tuch über den Ausgang hin zu Fidels Transportkäfig. Ich weiss Fidel kennt den Ausgang und es ist besser, sie dort hin zu locken. Es braucht ein Weilchen. - Wir haben es geschafft. Fidel ist drin, das Tor schnell zu. Langsam beruhigt sie sich wieder. Der Käfig ist ihr bekannt. Jetzt geht’s los. Abfahrt in den Wald. Floh sitzt neben Fidels Käfig und Fidel ist ruhig. Ja, ja, sie kennt Floh. Sie guckt sogar aus dem Autofenster, wo geht es denn jetzt hin? Alles aussteigen bitte. Fidel ist immer noch ruhig und hockt auf ihren Zweig, sie guckt ganz neugierig umher. Langsam gehen wir los.

 Eine Amsel geht durch den Wald

Mein Mann hält vorne den Käfig und halte in hinten fest. So habe ich immer den Sichtkontakt zu Fidel, wie schön. Ich fühle, es geht ihr gut. Vorsichtig laufen wir den schmalen Weg entlang über viele Wurzeln. Huch ist der Käfig schwer. Alle Blätter von den Sträuchern klatschen mir ins Gesicht, der Morgengruss des Waldes.

Die Amselkaravane

So den halben Weg haben wir geschafft. Jetzt brauchen wir eine kleine Pause. Weiter geht’s über eine schmale Steinbrücke und so kommen wir an. Sicher haben wir unser Ziel erreicht.

Fidel Ankunft im Wald

Sachte stellen wir den Käfig auf den Boden des Waldes damit Fidel sich erkunden kann in dieser neuen Umgebung. So jetzt gönnen wir uns ein Päuschen und verköstigen uns mit Brötchen, die ich vorher hergerichtet habe. Jetzt braucht es wieder Künste von uns, das Futterhaus auf diesem Baum anzubringen. Es ist nicht einfach. Die Leiter die hier oben am Häuschen hängt ist mit einer Schloss gesichert, das haben wir erst heute gesehen.

Das Anbringen des Vogelhauses

Aber es steht eine Schubkarre ohne Räder hier. So lehnen wir diese an den Baum. Mein Mann steigt rauf und ich sichere die Karre. Mit einigen geschickten Würfen kann er das Seil weiter oben an den Baum anbringen über die kleinen abgebrochenen Äste. Es dauerte schon ein Weilchen, da kommt man richtig ins Schwitzen. Juheee, wir haben es geschafft. So jetzt wird das Futterhaus gefüllt und ich ziehe es hoch und fixiere das Seil.

Das Rufen der Geister für Fidel

Nach einem Weilchen gehen wir zum Wasserfall und begrüssen die Geister die hier sind. Ich zünde einen Räucherkegel an und stelle diese zum Wächter.

Steinmännchen als Wächter für Fidel

Ich beginne die Geister zu rufen. Ich erkläre ihnen, was wir hier vorhaben. Es ist alles gut. Es sind friedliche Wesen hier, die hier ihre Ruhe haben wollen. Jetzt bekommt Fidel die letzten Paar Würmer von mir. Wie schön, el moro hat den Weg zu uns gefunden und es wird Zeit für Fidel. Ich spüre es. Langsam gehe ich zu Fidels Käfig. Ich läute nochmals mit der Glocke und halte inne für diesen Augenblick.

Das Glöcklein für Fidel
Sachte öffne ich das Tor.

Das Öffnen der Käfigtüre

Fidel fliegt schnell hinaus und hockt jetzt einige Meter entfernt von uns in Richtung Hügel und scharrt wie wild im Boden. Oh ist das schön, kein Zaun mehr! Ich bin so erstaunt, ich dachte Fidel fliegt hoch hinaus in die Lüfte. Aber nein.

Fidel ist frei auf dem Waldboden

Die Tarnung von Fidel ist erstaunlich. Mann kann sie nur sehen, wenn sie sich bewegt. Es ist so schön und wir dürfen sie von Weiten her beobachten. Es gibt so viel Neues für Fidel alles ohne Grenzen. Wir verbringen viele Stunden hier oben und Fidel ist nicht weit weg in der Nähe von uns. Es ist ein schönes Gefühl. Es geht ihr gut, ich fühle es. Oh jetzt fliegt sie auf einen Baum.

Welt ich bin hier!

Fidel in der freien Welt

Wir erleben hier oben schöne ereignisvolle Momente. Ich geniesse alles in vollen Zügen. Es ist schön dies mit Freunden zu teilen.

Fidel begrüsst die Welt

Die Zeit vergeht wie im Fluge und wir müssen uns von Fidel langsam verabschieden. Das letzte mal bin ich ihr ganz Nahe. Sanft kullern mir die Tränen. Ich danke auch den lieben Geistern, die über Fidel wachen werden.

Fidel um uns herum

Fidel ist frei, Vogelfrei, sie braucht mich nicht mehr. Sie lebt und ich werde die Verbindung trennen müssen. Dieser Faden der uns verbindet, damit sie ihr Leben leben kann. Ihr natürliches wildes Vogelleben mit ihrer eigenen Kraft.

Der offene Käfig

Fidel auf dem Waldboden hinter dem Waldhaus

  • el moro schreibt am 31.08.2009

    Liebe Thalia Es war und ist eine beeindruckende gemeinsame Geschichte. Danke el moro
  • Alice schreibt am 31.08.2009

    Liebe Thalia gespannt hab ich auf diesen Tag gewartet! Ich freue mich sehr, dass die Freilassung von Fidel so gut geklappt hat. Lieben Gruss alice
  • Margret schreibt am 17.02.2010

    Liebe Thalia, auf der Buchtitelsuche nach Der offene Käfig" finde ich deine wunderhübsche Fotogeschichte. Sie ist sehr sensibel, einfühlsam, überraschungsfähig und auch mit beiden Turnschuhen im richtigen Leben stehend. Halte dein Herz weiter so offen ? und deine Sinne für die Schönheit der Welt und für die Liebe empfänglich. Danke und liebe Grüße: Margret




Schamanenstube

Kategorien:
Alle435
Diverses 55
Gesundheit 37
Orakelsee 32
Schamanenschule 75
Schamanenstube 80
Schamanismus 112
Schamanismus-Therapie 44





Aktuelle Beiträge:

up