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Die Schweiz verlassen und auswandern



Die Schweiz verlassen
Wie kommt man denn auf die Idee, die Schweiz verlassen zu wollen? Vor bald drei Jahren haben wir den Entscheid gefällt, der Schweiz der Rücken zu kehren. Wir haben ein Leben lang in der Schweiz gearbeitet, gelebt und gewohnt. Heute resümieren wir und gehen. Warum tun wir das?


Finanzieller Aspekt

Viele Ausländer haben auch heute noch das Gefühl als Schweizer verdiene man viel und sei reich. Dass es in der Schweiz Armut gibt, ist niemandem so richtig bewusst - noch nicht mal den Schweizern selbst. Im Jahr 2019 lebten 8.7% der Schweizer unter der Armutsgrenze. Besonders schlimm: die meisten davon sind über 65 Jahre alt. Würden wir hier bleiben, würden wir ebenso verarmen, wie viele andere Schweizer auch. Wir werden uns aber nicht von sozialen Institutionen abhängig machen, nur weil die Schweiz als Wirtschaftsland für kleine Unternehmen ein hartes Pflaster ist. In der Schweiz als Ehepaar zu leben, kostet pro Monat zwischen SFr. 4'000.- und SFr. 6'000.-. Sicher kann man noch günstiger leben. Wir schaffen es teilweise mit SFr. 3'500.-. Unsere Altersvorsorge dagegen ist bescheiden: neben der Schamanenstube gab es immer Teilzeitjobs, um das Leben hier finanzieren zu können. Mit Teilzeit erwirtschaftet man aber keine gesunde AHV oder Pensionskasse. Wenn wir also nach Reglementierung pensioniert werden, wird uns das Geld nicht reichen. Die Einkünfte der Schamanenstube sind zwar okay, aber für die Schweiz reicht das nach der Pensionierung nicht.


Schweizer Abgründe

Nach zusammen über 100 Jahren als Schweizer dürfen wir uns unser eigenes Urteil über uns Schweizer als Volk erlauben. Damit das nicht zu hart tönt, setzen wir es in "wir"-Form. Zum einen schreiben wir über "uns" Schweizer, um nicht zu vergessen, was wir alles erlebt haben. Zum anderen werden wir bald Menschen sein, die ihre Heimat verlassen haben. Es interessiert also niemanden mehr, was wir über die Schweiz denken.


  • Wir Schweizer sind kein gutes Volk
    Gegen aussen sind wir natürlich "neutral". Aber hinter dieser Fassade sind wir Schweizer im Vergleich zu anderen Völkern auf gewisse Weise eher ein verwerfliches Volk. Wir gönnen selten jemanden etwas ohne mindestens eine höher zu wertende Gegenleistung, auch nicht untereinander. Jeder ist stets auf seinen eigenen Vorteil bedacht. Geht es anderen schlecht, hebt sich der Stolz, dass man besser sei als andere. Der kaum zu bewältigende Überlebensinstinkt scheint diese Härte zu fordern. Das "Verwerfliche" im Volk nehmen wir als Folge der Notwendigkeit wahr, immer mehr leisten zu müssen, als es eigentlich bauchen würde.


  • Wir Schweizer sind hochaggressiv
    Schweizer meinen andere Autofahrer erziehen zu müssen, wenn nötig mit blecherner Gewalt. Wenn etwas als unrecht empfunden wird, greifen wir reflexartig an: teils sogar mit Existenz bedrohender Gewalt. Das haben auch die zwei uns nachfolgenden Generationen nicht gelernt. Im Gegenteil, sie machen mit demselben Blödsinn weiter. Auch sie fühlen sich im Recht obwohl es nicht so ist. Fährt man vorgeschriebene 50 km/h, hängt einem der Hintermann 10cm am Arsch. Wir provozieren es rauszufinden, dass alles nicht so ist wie wir es meinen.


    Wir Schweizer sind asozial
    Die Corona-Krise bringt das Schlechte der Schweizer zum Vorschein. Wir sind ein Land mit prozentual vielen und lauten Corona Impfgegnern. Die Impfgegner per se sind nicht das Problem, aber praktisch jeder von ihnen hat sich radikalisiert. Wut erzeugt wie überall Gegenwut.  Sagen wir, jemand bekommt wegen einer Triage keinen Platz im Krankenhaus. Als Geimpfter würde man von Bett zu Bett gehen und fragen, ob der geimpft ist, der da liegt. Ist er es nicht, wird wohl der eine oder andere Schweizer die Stöpsel des Ungeimpften ziehen wollen um das Bett zu übernehmen. Wir Schweizer opfern unsere Freiheit für unser gedachtes Recht. Wir töten gedanklich für ein Recht, das wir nur denken zu haben. Die Provokation findet sich hier in der Leugnung der Existenz des Virus und mit Corona-Parties.


    Wir Schweizer sind emotional unterentwickelt
    Der emotionale Quotient neben dem Intelligenzquotienten ist bei unserem Volk stark verkümmert. Niemand scheint wirklich mit Gefühlen klar zu kommen. Verdrängung heisst die Schweizer Art, sich Problemen zu stellen. Einzig der Stolz ist wirklich wichtig. Man will ja was sein. Dieser Drang entstammt immer dem eigentlichen Wissen: man ist im Grunde minderwertig. Gegenüber anderen können wir Schweizer gar nicht wirklich nahe sein, da wir mit uns selbst nicht im Reinen sind.


Positive Schweiz
Es gibt auch gute Eigenschaften der Schweizer. Da jeder ständig versucht, sein Bild im Aussen zu wahren, kann man sich auf die Schweizer verlassen. Die Gefahr, das Gesicht zu verlieren, ermöglicht sehr hohe Qualitäten. Es führt auch dazu, dass wir gerne spenden. Vieles wird zwar als Kavaliersdelikt gesehen, aber wenn wir sehen, dass jemandem ein Unrecht angetan wird, schreiten wir ein. Insofern sind wir durchaus brauchbar. Und wir lassen andere sonst gerne in Ruhe. Je weniger man sich einmischt, je weniger Probleme gibt es. Im Vergleich zum Ausland: die Schweiz ist sicher sauberer als manch anderes Land. Ebenso sind unsere Strassen recht gut unterhalten.



Qualitäten im Ausland

Seit drei Jahren sind wir unterwegs und suchen nach emotionalen Qualitäten im Ausland. Erst waren wir in Griechenland, respektive auf Kreta. Die Kreter sind leider ebenso aggressiv. Hinter der vorgespielten Freundlichkeit gegenüber den Touristen finden wir reine Waffengewalt und mittelalterlichen Patriarchalismus. Über viele Jahre fuhren wir nach Italien und haben die Freundschaften dort sehr genossen. Anders als bei uns Schweizern werden Gefühle offener gezeigt und gelebt. Wir hielten Italien von der emotionalen Qualität her immer für ein Traumland. Es gibt nur einen Nachteil: Italiener sind vorwiegend in Italien emotional intelligent. Viele Italiener spielen sich im Ausland auf, als ob ihnen alles gehöre: sie rotten sich zusammen und nehmen sich Rechte heraus, die gegenüber anderen feindlich sind. Das ist uns in v.a. Spanien sehr stark aufgefallen.

Als wir das erste Mal nach Spanien fuhren, erlebten wir eine emotionale Intelligenz weit über dem, was wir darüber zu wissen glauben. In Spanien ist nichts wichtiger als das Gespräch. Man tauscht sich sehr rege und tiefgehend aus. Das letzte Land auf unserer Liste ist Portugal. Das drittsicherste Land auf der Welt (die Schweiz kommt nachher) beherbergt neben dem hohen EQ eine Freundlichkeit der Menschen, die ihresgleichen sucht. Wir werden uns mit Portugal noch näher befassen. Wir wissen nur: in der Öffentlichkeit furzt man dort anscheinend recht häufig und Autofahren können die Portugiesen nicht.


Die Reise beginnt

Das Haus der Schamanenstube ist im Dezember 2021 verkauft. Auch die meisten Einrichtungsgegenstände sind via Tutti weg. Wir sind frei. Diesen materiellen Zustand der Freiheit zu erlangen, hat uns viel Kraft gekostet. Als erstes erholen wir uns. Danach machen wir alles schön und sauber für die neuen Besitzer und düsen los. Der Plan ist es, mit dem Auto über Frankreich nach Spanien zu fahren und von dort nach Portugal. Ob das aufgeht, steht noch in den Sternen. Momentan hat der Alternator des Opels seinen Geist aufgegeben und wir überlegen, ob sich eine Investition noch lohnt. Aber darum kümmern wir uns nach dem Erholen. Wir tauchen frisch geboostert in den Winterschlaf ab.







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