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Schamanismus Therapie

Schamanismus Therapie - auf hoher Ethik zur Qualität


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Sicherheit ist ein Gefühl


Tür
Mit den Räumen unseres Zuhauses schaffen wir uns Sicherheiten. Dazu mag auch ein Bankkonto gehören, eine Versicherung, ein Vorrat. Materielle Sicherheit schafft emotionale Sicherheit. So ist das Materielle ein Mittel zum Zweck der Erschaffung emotionaler Sicherheit. Diese scheinen wir seit Anbeginn der Menschheit zu brauchen. Wozu?

Der Sinn des Gefühls der Sicherheit

Im therapeutischen Schamanismus ist die Sicherheit ein sehr grosses Gefühl. So gross, dass sie ein Gebiet kennzeichnet, das einem ganzen Kontinent gleich kommt. Auf diesem Land, dieser starken Erde, siedeln sich viele Gefühle an, die ohne Sicherheit nicht existieren. Die Ruhe zum Beispiel kann nur empfunden werden, wenn ein Boden aus Sicherheit sie stützt. Es gibt Menschen, die empfinden in stressigen Zeiten eine Ruhe, weil sie die Sicherheit spüren, welche Richtung sie gehen müssen. Die Dankbarkeit benötigt Sicherheit, um auf gefestigtem Boden Liebe zu empfinden. Die Liebe selbst tränkt die Erde der Sicherheit, um Geborgenheit zu erschaffen. Es gibt viele Keimlinge der Sicherheit. All diese Keime der Sicherheit empfinden wir in der Regel als positiv.


Immaterielle Sicherheit

Was wäre, wenn aller Besitz, den wir anstreben, nur dazu dient, uns das Gefühl der Sicherheit zu erschaffen? Dann bräuchten wir eigentlich nur sehr wenige materielle Dinge. Aber wir bräuchten auch die Fähigkeit, Sicherheit ohne Rahmen zu erleben.
Geht das?
Die Folgen für die Wirtschaft wären fatal. Sicher ist, dass wir uns schon immer materiell geprägt die Sicherheit verschafft haben: wer nicht jagt oder sammelt, der verhungert.

Es ist in unseren Augen nicht falsch, sich materielle Sicherheiten zu schaffen. Es ist ganz im Gegenteil genau im Sinne unserer Natur, überleben zu wollen und uns zu entwickeln. Was Materialismus mit Entwicklung zu tun hat? – Nur auf der Sicherheit können wir uns entwickeln, denn hier sind die Gefühle beheimatet, die wir brauchen, um über uns hinaus zu wachsen. Ideenfunken zünden auf diesem Boden, nicht im Kampf, der erst die Sicherheit zu erreichen versucht. Und ja: in grösster Angst können wir Ideen haben, um Auswege zu finden. Der Gedanke an eine gelungene Flucht zum Beispiel kann uns bereits das Gefühl der Sicherheit in der Unsicherheit vermitteln.


Sicherheit ohne Boden

Die Frage lautet, ob man das Gefühl Sicherheit erschaffen kann, ohne Sicherheit zu besitzen. Die Antwort ist ein klares Ja. Hier helfen viele Dinge:

  • der Glaube an eine bessere Zukunft
  • die Notwendigkeit des Überlebens
  • die Trauer über Verlorenes
  • Vertrauen in andere
  • aufbauende Selbstdefinition
  • Beziehungen

Es gibt noch viele Dinge mehr, die einem neben dem Besitz zu Sicherheit verhelfen. Vielleicht wissen Sie noch einige?


Was hindert an der Sicherheit?
  • die stillstehende Traurigkeit
  • Rechtfertigungen, warum etwas nicht klappen soll
  • Opferhaltungen und Jammern
  • übertriebener Aufbau von Bedrohungen
  • Abgabe der Verantwortung über das eigene Leben
  • u.v.m.

Mythos Bauchgefühl: Selbstreflexion in der Angst vor Veränderung


Bauchgefühl
Ist das Bauchgefühl wirklich über jeden Zweifel erhaben? Die Schamanenstube möchte den Gedanken einwerfen, dass das Bauchgefühl unter Umständen ein Ausdruck von Ängsten sein kann. Um überhaupt zu Ängsten zu kommen, braucht es die verlorene Sicherheit. Diese begegnet uns Menschen z.B. in einem Moment, da wir Neues beginnen. Alte Sicherheiten fallen ab, neue Wege müssen gefunden werden. Dabei kracht es teilweise an allen Ecken. Warum ist dem so? - Ist gar das Bauchgefühl für Negatives verantwortlich?



Was ist das Bauchgefühl?

Das Bauchgefühl ist nichts, das wir als Gefühlsspeise zu uns genommen haben und die jetzt in unserem Bauch wohnt. Gefühle gibt es sehr viele, das wäre also ein riesen Mix an Gefühlssuppe in unseren Bäuchen. Das Bauchgefühl wird mit Intuition und Instinkt in andere Sprachen übersetzt. Es bezeichnet ein Wissen, nach welchem man irrational handelt. Irrational deswegen, weil man mit dem Verstand keine Erklärung für dieses Wissen hat. Das tönt mystisch.
Die Gefühlslehre der Schamanismus Therapie verfolgt die Prämisse, dass wir Menschen wie jedes andere Lebewesen, stets den einfachsten Weg zu einem Ziel suchen. Mit anderen Worten, eine gewisse Faulheit ist von Natur aus sinnvoll. Wenn wir ständig unsere Grosshirnrinde anwerfen müssen, um über Dinge nachzudenken, bräuchten wir ein kleines Kraftwerk für den benötigten Strom. Wir haben einen anderen Mechanismus: wir legen in unser Unterbewusstsein Ordnungen, wie unsere Kraft fliessen soll. Das nennen wir dann Erfahrung. Darin enthalten sind auch Ordnungen, die uns vor Schäden bewahren sollen: die Vermeidungen. Erfahrung und Vermeidung sind unterbewusste Wege, die man auf schamanischen Reisen bereisen kann. Bei den einen zeigen sie sich als ganze Täler oder einfach nur als Trampelpfade. Unsere Lebenskraft fliesst da durch und bekommt eine Richtung. Somit können wir weitgehend unserem Unterbewusstsein vertrauen, denn gelernt ist gelernt. Es kommt nur darauf an, welche Kraft uns gerade bewegt. Ängste zum Beispiel lassen sich eher von Vermeidungen und Bedrohungen beeinflussen. Wo sitzt bei Ihnen die Angst? - Im Bauch?



Beispiel Veränderung: neuer Job

Sagen wir, sie beginnen einen neuen Job. Obschon sie viele Erfahrungen haben, ist eine neue Arbeitsstelle mit viel Neuem angehäuft. Sie werden gezwungen, sich zurechtzufinden, Wege mehrfach zu beschreiten, die Ihnen wieder Sicherheiten bringen. Für das Unterbewusstsein ist das eine stressige Zeit: es muss Täler umformen, Berge versetzen und alte Wege zuschütten. Das kann sogar traumatische Symptome zeigen. Wir müssen viel mehr als sonst unser Gehirn anwerfen, um im Unterbewusstsein Erfahrungen zu erschaffen.
Irgendwann kommt der Punkt, da sich unser Unterbewusstes vielleicht wehrt: früher war im Fall alles besser. Die Wächter der bereits angesägten Brückenwege der alten Ordnung finden ihren Untergang gar nicht lustig. Es kann sogar dazu kommen, dass sich die Geistwelt wehrt. Geheilt geglaubte alte Symptome zeigen sich in aller Heftigkeit, das Auto rumpelt nur noch, man erlebt in manchen Bereichen nur noch Pech.
Sicherlich ist das nicht bei jedem neuen Job der Fall. Einige kennen diese Phänomene vielleicht. Das ist uns auch schon beim Wechsel vom Singledasein zu einem neuen Partner passiert: das fühlt sich dann an, als ob die Welt sich gegen diese Verbindung wehren würde. Was wenn dafür das Bauchgefühl verantwortlich ist und nicht die Welt?




Alte Gefährten

Das Bauchgefühl und die Pechmarie

"Die Welt hat sich gegen einen verschworen" - Solche Gedanken können einem schon kommen in Situationen, da grosse Veränderungen vollzogen werden müssen. Man verliert den Boden, verliert die Kontrolle über Ereignisse, wenn man sich viele neue Wege der Sicherheit bauen muss. Ein beliebter Schuldiger für das Pech ist auch ein gewisser Murphy mit seinem Gesetz.
Wir möchten folgenden Gedanken in diesen Aberglauben hinein bringen: wenn man alte Sicherheiten verliert, ist das erste Gefühl, das sich dagegen wehrt die Angst. Die vielen Veränderungen, die vielleicht gerade im Leben stattfinden, berauben uns der Faulheit und fordern, dass wir uns selbst neue Sicherheiten bauen. Währenddessen befinden wir uns auf unsicherem Terrain (Boden verlieren). Klassische Symptome sind das Anecken an dem kleinen Beistelltisch, der früher nie im Weg stand, oder Kopfschmerzen, die man in dieser Form das letzte Mal vor 10 Jahren erlebte. Doch wir müssen zurück ins Land des Aberglaubens, wenn auf einmal das Auto ohne Grund kaputt geht, sprich wenn äusserliche Dinge passieren. Der Ansatz der Gefühlslehre ist es, dass die innere Ordnung uns zwar durchs Leben bringt, aber die dadurch fliessende Gefühlskraft auch eine Wirkung im Aussen zeigt. Die Parapsychologie würde vielleicht von Psychokinese sprechen. Eine Erklärung dafür gibt es nicht. Im Schamanismus sehen wir das so: warum sollte sich Kraft nicht auch über einen selbst hinaus auswirken sollen? - Wer will eine solche Grenze vorgeben?



Gesundes Bauchgefühl durch Selbstreflexion

oder die Anti-Murphy-Strategie....
Es mag sinnvoll sein, nicht jedem Bauchgefühl blindlings zu vertrauen, sondern es sich genauer anzuschauen. Sobald etwas Angst darin ist, darf man sich fragen, wovor man denn Angst hat. Meistens hat das nicht direkt mit der Sache zu tun, die ein negatives Bauchgefühl auslöst, sondern sitzt viel tiefer in den eigenen Ängsten. Dem Mythos der Möglichkeit eines angstfreien Lebens entgegengesetzt, kann es hilfreich sein, seine Ängste gut zu kennen. Das erlaubt es, Bedrohungen aufrecht zu begegnen, statt sie instinktiv gleich zu vermeiden. Während grösserer Veränderungen im Leben geht das Gefühl von Sicherheit verloren. Jetzt wehrt sich alles dagegen. Dieses Wehren kämpft aber oft auf verlorenem Posten. Das kann man sich anschauen und beginnen, die Vergangenheit als das zu ehren, was sie war. Und ja, sie darf sich sogar wehren, dieses Recht darf man ihr getrost einräumen. Wie besänftigen Sie sich, wenn Sie sich gegen etwas wehren? - Die einen trinken Tee, andere relativieren die Bedrohung, wieder andere beissen durch.
Wir halten es für hilfreich, sich ausserhalb von Veränderungszeiten gut mit sich selbst zu befassen, sich als stetig wandelndes Wesen zu beobachten und zu reflektieren. Warum habe ich so und so reagiert, welche Gefühle standen dahinter?
Ist man in der Situation, da es rund um einen herum kracht, kann auch helfen: "na dann wird das Neue richtig sein".

Visionquest Retreat Deluxe: Visionssuche als Therapiebegleitung


Visionquest
Die diesjährigen Visionssuchen in Graubünden laufen etwas anders als die vorherigen Jahre. Letztes Jahr lag zum Beispiel Schnee, dieses Jahr ist Sonnenbrand angesagt. Auch die Woche am Berg verläuft als therapeutische Begleitung. Das entwickelt sich durch stete Gespräche und Rituale zu sehr erfolgreichen Erlebnissen bei den TeilnehmerInnen. Wir freuen uns über diese gehaltvolle Zeit. Wir fühlen uns bestätigt durch das Vorwärtskommen. Das tut gut.


Berg-Retreats

Am Ankunftstag im Sertig erleben wir noch recht düsteres Wetter. Ein erster Versuch, noch im Regen hoch in die Berge zu gehen, scheitert nach der ersten Nacht. Kein Problem, wir verpflegen mit feinen Mitbringsel. Da wir wissen, die Sonne wird bald kommen, gehen wir die Visionssuchen ruhig an. In aller Gemütlichkeit werden Tabakfallen gefertigt und erste schöne schamanische Reisen und Rituale zeichnen sich ab. Die Berge arbeiten mit: das schamanische Reisen fällt allen sehr leicht. Die Berggeister holen einen nach dem anderen ab.


Berge Sertig

Reinigungsrituale

Die Bündner Berge erlauben es, schamanische Reinigungen exzessiv zu betreiben. Neben normalen schamanischen Reinigungen finden Rituale statt, sich von Altem und Festhaltendem zu lösen: sei dies aus Jobs, Beziehungen oder Kindheitsordnungen. Es wird rege gearbeitet, integriert und gelöst. Die Reinigungsrituale dauern bis über die Mitte der Woche an. Die komplette Auflösung und Neuzusammensetzung durch die Geister wird intensiv erlebt. Danach fühlen sich alle sehr frei, etwas losgelöst, noch nicht in der Kraft und ein wenig orientierungslos.


In die Kraft kommen und Selbstdefinition

Die ursprüngliche Menschenkraft wird gesucht und in den eigenen Muskeln gefunden. Die Wilderness-Rituale wecken das Tierische und bringen diese Kräfte ans Tageslicht. Aus der Erde heraus kann - vorbereitet durch die Reinigungen - essentielle Kraft gespürt werden. Kraft alleine nützt aber nichts ohne Richtung. Dazu gehört das Definieren von einem Selbst. Die Frage wird gestellt: wer bin ich?
Wieder helfen die Berge tatkräftig mit: in beeindruckenden Reisen wird erlebt, wie sich Räume um jeden herum formen, in welchen er und sie sich definieren. Das waren farbenprächtige und zukunftsweisende Erlebnisse der persönlichen Selbstdefinition.


Selbstdefinition
Wir freuen uns sehr über die gelungene Woche. Ja, sie war anders als die normalen Visionssuchen. Wir haben täglich mehrere Gespräche geführt, Erkenntnisse begleitet und die Teilnehmer haben immer wieder den Ort gewechselt: von der Bergwiese zurück zum Hüttli. Es wurde gegessen und getrunken. Das war in Ordnung. Ehrlich gesagt, diese Art des Seins in der Abgeschiedenheit war erfolgreicher als jede Visionssuche, da die Menschen nur draussen waren und nur einen einmaligen Besuch am Tag bekamen.



Walserhuus Sertig Davos

Visionssuchen in Graubünden

Das war nach unserem Wunsch die letzte Visionssuche in Graubünden. Uns selbst hat das Walserhuus Sertig (Davos) extrem enttäuscht: die hauseigene Baustelle vergraulte uns frühzeitig. Bezahlen mussten wir trotzdem fünf von drei Tagen. Die Geschäftsmoral der Inhaberin des Walserhuus hat uns enttäuscht. Nachdem wir das teure Zimmer mit Erholungsbaustellenlärm verliessen, hat sie es weiter vermietet. Doppelt kassieren und dann noch frech sagen, man müsse halt nicht buchen, wenn sie eine Baustelle hätten, bringt uns zu einer Frage: machen wir selbst mit der Schamanenstube etwas falsch? - Sicher sind wir zu günstig und würden nie jemanden um Geld betrügen. Ist das falsch? Wir sind in geschäftlichen Bereich vielleicht einfach zu lieb als Schweizer.
Wir sind daran, die Stube neu zu strukturieren. Da kommt die Idee, die Visionssuchen ins Piemont zu verlegen. Dort ist das Wetter beständiger und die Gastwirte freundlich. Die Schweiz erscheint uns gerade als teure Dienstleistungswüste. Ob wir Visionssuchen in der oben beschriebenen Form weiter so durchführen, wird sich zeigen. Dann sind es keine Visionssuchen mehr, sondern therapeutisch begleitete Retreats. Wir werden sehen.
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