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  • schreibt über Schamanismus-Therapie

    Aggression und Depression in der Kraft der Wesen der Rauhnächte. Geister bringen die Sinnlosigkeit nach Gähwil SG

    Dez
    2014

    26


    Verlassenes Dorf

    Die Rauhnächte streifen durch die Strassen


    Viele Menschen nehmen zu Beginn der Rauhnächte wahr, dass Ihre Unternehmungen, Projekte und Pläne von einer Sinnlosigkeit geprägt sind. Dieser Trugschluss hält gerne Einzug mit den ersten Rauhnächten und formt die Gedanken am Tag. Wenn man das weiss, kann diese Phase der Zeit zwischen den Jahren positiv genutzt werden: die Gedanken spinnen, also warum sich Sorgen machen? - Das geht vorbei.

    Sinnlosigkeit und Depression

    Ein ganz besonderes Phänomen zaubern die Rauhnächte zuweilen hervor. In der Zeit zwischen den Jahren schleichen sich gerne Gedanken ein, die den Sinn der eigenen Bestrebungen und Sicherheiten stark hinterfragen. Die Vorbereitungen zu Weihnachten dauern immer lange: verstopfte Städte und Konsum bauen eine Erwartungshaltung auf, dass etwas Grosses käme. Filme zeigen, wie wichtig es ist, zu Weihnachten Liebe und Gemeinschaft zu leben.
    Was wenn diese Liebe ausfällt oder von so kurzer Dauer ist, wie nur der Weihnachtsabend? Das mag den einen oder anderen enttäuschen: ein gewaltiges Vorspiel für zu wenig Erfüllung - ein Rohrkrepierer.
    Bei einer Enttäuschung geschieht etwas Merkwürdiges: wir versuchen trotz dem empfundenen Verlust, unseren Stolz fast schon mit den Armen umherringend irgendwo festzumachen. Hier greifen die Rauhnächte: alles, was wir finden, wird mit Makeln behaftet.

    Aggression und Wut

    Naja, wir geben zu, auch keine Heiligen zu sein. Den Kirchenlärm von Gähwil übertönt derzeit gerade unser Shake-5 mit AC/DC. Es lässt sich gut schreiben im eigenen Krach...
    *lach*

    Unsere Kundschaft verspürt teilweise echte Wut und Aggression in dieser Zeit. Wir nehmen Wut allerdings nicht als etwas wahr, wovor man sich äusserlich zurück ziehen muss, sondern wir hören uns an, wogegen sich die Wehrwesen wehren. Aus unserer prozedualen Gefühlsmathematik heraus wissen wir, dass die Wut ein erster Schritt der Verarbeitung von Verlusten ist.
    Und wieder: der Verlustglauben zwischen den Jahren ist eine Illusion. Man kann sich ihm hingeben. Aber in ein paar Tagen ist sie verflogen, von selbst. Was hier hilft kann die Selbstkritik sein: "alles Quatsch".

    Nimm es locker

    Die Freiheit des Quatsches

    Die Schamanenstube ist aus therapeutischen Gründen in den meisten Fällen gegen die Abgabe von Verantwortung. Aber nicht zu den Rauhnächten: die eigenen Negativ-Gedanken als Quatsch zu bezeichnen, braucht den Aufhänger der Rechtfertigung durch die Rauhnächte. Therapeutisch macht die Abgabe der Verantwortung nur dann Sinn, wenn dieser Akt zur Erhöhung der Lebensqualität führt. Das tut der Ausspruch "alles Quatsch" zu den Rauhnächten. Der Einzug der Geister in die eigenen Gedanken ist wie eine Verführung, sich runter zu machen. In dieser Verführung ist sogar etwas Schönes zu finden: der natürliche Hinzug der Rauhnachts-Geister, irgendwo noch Kraft zu finden. Rein schamanisch gesehen besteht für Fortgeschrittene die Möglichkeit, mit den Geistern über den kalten Boden zu hetzen und dem Lebenstrieb zu fröhnen. Verwerflich? - Ja, absolut. Aber fürs Verständnis dafür, was eigentlich passiert, ist das für einmal spannend.

    Die Freiheit des Quatsches lässt zu, sich dem wilden Treiben zu entziehen. Niemand holt irgendwo Kraft, wenn diese nicht gegeben wird und sie rund herum eh zur Verfügung steht. Die Natur geht immer den einfachen Weg. Wie jede Pflanze sich den Weg zum besten Sonnenplatz erkämpft, wie jedes Tier sich sein Futter auf direktem Weg erkämpft. Klar, diese Wege können kompliziert werden, die Natur geht dennoch den direkten, einfachen Weg, egal wie kompliziert sich dieser gestalten mag.
    "Alles Quatsch" eröffnet einem die Möglichkeit, vom rauhen Treiben Abstand zu nehmen. Die Zeit zwischen den Jahren kann also für die Faulheit benutzt werden. Ausgedehnte Bäder, ein Fernseh-Tag, ein Nachmittags-Schläfchen...
    Alles liegt drin. Ist das nicht schön?
    Man muss sich auch nicht schämen, den Ordnungen der Rauhgeister anheim gefallen zu sein: das ist nur natürlich.


    Höllenfeuer

    Schamanische Reise in die Dunkelheit

    Pünklich in der ersten Rauhnacht färbt sich der Himmel blutrot und der erste Schnee fällt. Die Erde wird bedeckt, unter dem weissen Mantel versteckt.

    Ich mache mich auf den Weg. Es ist dunkel in Gähwil und es ist kalt. Bin ich bereit für die Geister der Rauhnächte? - Ein schamanischer Rat wird einberufen: woher der fast perverse Drang, da raus zu gehen? Gibt es selbstzerstörerische Gedanken dabei? - Die kritische Selbstreflektion im Rat zeigt auf, welche Ordnungen sich schon eingeschlichen haben. Alle sind dafür: dieses Jahr leben wir die die Gier und gehen raus. Der Rat beschliesst, mich in dunkle Mäntel, fast schon Fetzen zu kleiden und mein Gesicht zu verzerren.
    Die Mittelwelt-Reise beginnt im Garten der Schamanenstube. Hier ist nichts, die Kugel der Stube umgibt das Gelände. So reise ich zum Kirchplatz runter und warte.
    Es geht nicht lange, da nähern sich langgezogene Wesen vom Lütenried her. Sie kommen mir vor, wie junge Heavy-Metaller in innerem Übermut. Mit einem tiefem "Hahahaa" stehe ich auf und schliesse mich ihnen proforma an.

    Ich spüre sofort inneren Stolz, Überheblichkeit und den Drang, Unfung anzustellen. Wir steigen zusammen auf, hoch über den Kirchtum. Dort sitzt ein Wesen auf dem Kreuz oben, den Rücken gekrümmt, aber die Augen gierig runter Richtung ewiges Baustellen-Dorf Gähwil. Es lauert. Wir umkreisen den Kirchturm in sehr hoher Geschwindigkeit. Da trennen sich auf einmal alle und ich beobachte, wie die Rauhnachtsgeister in die Häuser schiessen. Mit ihren zerlumpten Ärmeln suchen sie die Menschen heim und streichen mit den Spitzen des Stoffes über die Stirnen. Das geht sehr schnell und schon sind die Wesen wieder versammelt. Das wars hier, hier gibt es nichts mehr.
    Sie machen Zeichen an den Wänden der Baustelle und Häuser, entschwinden durch die Gemäuer und überlassen Gähwil der Stille.
    Da läutet die Kirchglocke laut: viertelnachzwei. Im Klang des Metalls spüren wir dieselbe überhebliche Kraft, wie die der Geister: der Blick aufs Kreuz zeigt: das Wesen kauert noch da oben.
    Ich kehre über Umwege zurück in die Geborgenheit der Stube.

    Die Reise dauerte nicht wirklich lange, obschon viele Eindrücke da waren. Die Wahrnehmung der Heavy-Metal Halbstarken ist sicherlich geformt von mir als Reisender selbst. Wie die Wesen wirklich aussehen, bleibt unklar. Das Gehirn sucht sich bekanntlich die nächst mögliche Form, wie sich etwas einordnen lässt. So ist das Gefühl der Halbstarken entscheidender. Doch begleitet dieses Gefühl im Gegensatz zu eigenen Erfahrungen von aussen betrachtet eine Skrupellosigkeit. Diesen Wesen ist eine andere Ethik Basis für ihr Treiben. Sie folgen ihrem Trieb.

    Wir teilen selten solche Reisen mit anderen. Sie wirken sehr esoterisch und scheinen nicht zum therapeutischen Schamanismus zu gehören. Die entnommenen Ordnungen bieten dennoch  Möglichkeiten, in den Rauhnächten in der eigenen Kraft zu bleiben: es sind nur Halbstarke, deren Ärmel sich packen lassen, sie weit über die Hügel zu schmeissen.
    Sie gehen den einfachen Weg.

    So enden wir die Nacht mit "Hell's Bells", wenn wir schon keine Karten für AC/DC bekommen haben.
    *heul*


    • Gast schreibt am 26.12.2014

      Liebe Schamanenstube

      Herzlichen Dank für diesen sehr hilfreichen Bericht. Die Rauhnachtgeister haben meinen Partner heim gesucht und nach dem Lesen Eurer Zeilen kann ich ihm verständnisvoll gegenüber treten. Das hilft mir sehr!

      Ich wünsche Euch ein angenehmes Jahresende und alles Gute fürs Neue Jahr :-)

      Ich bin sehr gern hier!


      Freundliche Grüße
    • Schamanenstube schreibt am 26.12.2014

      Herzlichen Dank für diese Zeilen!
      Ja, die Rauhnächte verführen nur zu Blödsinn. Das geht vorbei.
      Alles Liebe aus der Schamanenstube!
    • Gast schreibt am 30.12.2014

      Danke....ich kämpfe seit weihnachten mit meiner "verstimmung", ängste, zweifeln, wut, aggressionen...alles und alle wird infrage gestellt...vieles wird zerstört...dachte: born out, depression, wechseljahre? beim googeln "rauhnächte/depression" habe ich diese seite gefunden...es ist zumindest eine plausible erklärung für mein momentanes befinden... seit zig jahren bin ich zwischen den tagen nicht mehr diejenige, die ich selbst und meine nächsten kennen..."dies hängt vielleicht mit meinem geburtstag (auch zwischen den jahren) zusammen"-dachte ich jedes mal...mit einer art (lebens-)bilanz....danke...
    • Gast schreibt am 25.12.2016

      Thank you! My German isn't good enough in writing, sorry. It's so helpful to read this, the darkness of the 12 nights is not something that's recognised outside the Alp areas in Europe, and I have felt guilty for feeling like crying all the time. Also we have terrible illegal firework bombs at New Year here in the Netherlands, dangerous in the small streets and my small house is in danger of going on fire every year. It must be the desire for another festival altogether that drives the ones who do that. Now I can endure that better maybe.
    • Schamanenstube schreibt am 25.12.2016

      Hi, we're happy if you can. Maybe you can have a look at the firework concerning its meaning: to dismove the evil spirits? Going with this thought, you may can use the firework instead of being afraid. Kind regards, Schamanenstube


  • schreibt über Schamanismus-Therapie

    Was passt auf mich? Schamanismus Therapie, eine Beratung als Lebenshilfe oder ein Coaching? Die Geister scheiden sich.

    Nov
    2014

    08


    Weizenfeld

    Therapie oder Beratung
    Was passt auf mich?


    Es gibt heute immer noch die Unsicherheit, was genau eine Therapie ist und was eine Beratung. Hinzu kommen Vorurteile gegenüber dem Wort Therapie. Es besteht der Glaube, wenn man eine Therapie mache und andere das mitbekommen würden, würde man sich als schwach oder kränklich outen. Beratungen zu nennen führt eher zu sozialer Anerkennung: mein Schamane hat mir den Rat gegeben, ...
    Die Angebote von Therapeuten, Coaches und Beratern unterscheiden sich heute teilweise kaum noch. Doch das ist falsch. Viele Therapeuten verfallen ins Beraten, so mancher Coach therapiert eigentlich - einzig Berater scheinen ihrem Handwerk treu zu bleiben. So jedenfalls unser Eindruck.
    Wir möchten etwas Aufklärungsarbeit machen. Dies aus unserer Sicht der Anbietenden. Was denken wir über die Kunden, wenn sie sich für eine Form der Hilfe oder Begleitung entscheiden?

    Was ist Therapie?

    Das Wort Therapie entstammt dem Griechischen und heisst Dienstleistung. Das kann natürlich viel beinhalten, ist aber sehr klar definiert. Therapie ist das Begleiten auf dem Weg zu einer erhöhten Lebendsqualität. Dieses Begleiten ist nicht beratend, sondern Rahmen schaffend für die Kundschaft, sich selbst zu definieren, selbst neue Verhaltensmuster zu erlernen und selbst auf Ideen für ein besseres Leben zu kommen.
    Die schwierigste und zugleich nachhaltigste Form der Angebote ist die Therapie. Vom Therapeuten wird verlangt, mit viel Geschick und Ausdauer dem Kunden immer neue mögliche Felder zu eröffnen, in welchen er sich entfalten kann. Hinzu kommen klare ethische Grundsätze der Arbeitsweise, die sich mit manchen Tools und Methoden umsetzen lassen: Therapie-Diagramme, Inszenierungen, Kunden-Therapeuten Beziehung und sehr vieles mehr.

    Wer will eine Therapie?

    Meldet sich jemand bei uns für eine Schamanismus Therapie, ist uns klar, dass ein oder mehrere Probleme vorliegen, die der Kunde anschauen möchte. Insbesondere ist uns klar, dass die Kundschaft von selbst mit unserer Unterstützung ihren eigenen Weg finden möchte. Persönlich, ja vollends privat ist diese Herangehensweise. Dem Kunden ist zuweilen auch klar: eine Sitzung wird wahrscheinlich nicht reichen.

    Wer will eine Beratung?

    Grundsätzlich ist der Berater jemand, der von einem Fachgebiet eine Ahnung hat. Das kann ein Steuerberater oder ein Lebensberater sein. Hier wird klar: den Steuertherapeuten gibt es nicht. Die Kundschaft bewegt sich in einem Feld, in welchem sie nicht gänzlich klar kommt und sucht sich Hilfe von jemanden, der etwas davon versteht.
    Kann ein Therapeut beraten? - Eigentlich nicht. Das hängt zuweilen von der gewählten Form der Beratung ab und wird schwierig. Speziell im Bereich der Lebensberatung gibt es Formen wie Kartenlegen, den Rat der Geister, Orakel und persönliche Lebenserfahrung. Hier sind Beratungen möglich. Wir versuchen dennoch stets, den Menschen Rahmen zu bieten, selbst auf die zündende Ideen zu kommen. Man kann diesen Grundzug der Arbeit kaum abstellen.
    Will jemand eine Beratung, müsste also klar sein, es geht darum, jemanden zu helfen, der etwas nicht weiss oder keinen Weg sieht, selbst klar zu kommen.
    Emotional ist hier ein für uns als Nachteil empfundener Aspekt mit dabei: der Kunde gibt zu einem gewissen Teil Verantwortung an den Berater ab. Das widerspricht dem Grundsatz der Therapie, was oft nicht einfach ist. Der Berater bekommt Macht, sein Wissen auszuspielen. Hier wird es schnell gefährlich. Die Wahl eines Beraters ist mit Vorsicht zu geniessen.
    Das therapeutische Dilemma ist: der Kunde will bei Beratungen nicht selbst die Verantwortung über sich übernehmen. Hier hilft nach unseren Vorgehensweisen: hart bleiben. Dem Kunden helfen heisst, ihm zu helfen, sich selbst entfalten zu können.




  • schreibt über Schamanismus-Therapie

    Wellness im Steinkreis. Heilsamer Bergkristall und weitere Steine verbinden im Schamanismus die Anderswelt mit dem Alltag

    Okt
    2014

    07


    Farbkreis aus Steinen

    Wellness im Kreis der Steine


    Das Thema Steinkreise ist in der Schamanenschule gerade aktuell auf dem Stundenplan. Die Erlebnisse der TeilnehmerInnen machen Freude. Wir haben uns als Kursleitende entschieden, diese Arbeit nicht er nur theoretisch zu erläutern und dann praktisch umzusetzen, sondern das Ritual selbst auch anzuleiten. Ein geführtes Ritual. Diese Form des Unterrichtens von Ritualen ist für uns sehr spannend. Das erste durchgeführte Ritual dreht sich um die Verbindung der Steine im Kreis und um das Erleben innerer Wellness. Es lief sehr erfolgreich für die TeilnehmerInnen. Schön sind all die Steine, die sich derzeit in der Schamanenstube einfinden. Nach dem Reinigen von all den Händen, durch welche die Steine im Laden gingen, machen wir uns an die ersten Arbeiten mit den neuen Steinen.

    Verbinden der Anderswelt mit der Alltagswelt

    Als erstes wird die Anderswelt mit der Alltagswelt durch die Steine verbunden. Wir holen einen Ort der Geistwelt hier zu uns, um darin zu arbeiten und den Ort wirken zu lassen.


    Wellness im Steinkreis
    Das schamanische Handwerk wird nun zu einem Tun in einem privaten Rahmen. Die Steinkreise verstehen sich nicht als Abgrenzung, sondern als Raumschaffung. Das ist ein wesentlicher Unterschied im Schamanismus. Die Intention, sich abzugrenzen, kostet Kraft und legt für uns den falschen Fokus: auf das, was man abgrenzen will. Wir schaffen heilige Räume, um uns privat darin zu entfalten.
    Die Steine im Steinkreis werden im Ritual zu einer Einheit verbunden. Vereint auf einem Teppich aus Stein, umtanzt von den Steinwesen beginnt die Einwirkung der Anderswelt zusammen mit den Steinen.

    Wellness

    Die erste Arbeit im Steinkreis lässt einen die Wirkung der Steinwesen spüren. Vereint als Familie umkreisen sie den eigenen Körper und huschen ab und an durch ihn durch. Dabei nehmen sie Verunreinigungen mit, ziehen Dreck aus einem heraus. Wie in einem Bad. Insofern ist das kein SPA (sanus per aquam), sondern eher ein SPS (sanus per saxum). In der privaten Einsamkeit des Kreises erlebt man das Kribbeln, das Gereinigt-Werden sehr intensiv. Die richtige Vorbereitung sorgt dafür, dass die Steine lernen, was sie mit den Verunreinigungen machen sollen.


    Gigerwaldsee

    Reise in Steinwelten

    In die Welt der Steine zu reisen ist ein fantastisches Unternehmen. Man geht auf Besuch in eine Geistwelt von Wesen, die unglaubliche Arbeiten tun können. Wir begegnen klaren Bergseen, die sich an Felswände schmiegen und sich einbetten in eine farbenfrohe Natur. Man begegnet Reinheit in einer Form, die erhebend und zugleich beruhigend wirkt. Den Wesen der Steine erzählen wir von unserer Arbeit und stellen sie unseren Geistern vor.

    Die Kursreihe zu den Steinen und Steinkreisen, sowie der schamanischen Arbeit im Steinkreis geht weiter. Wir haben das Thema aufgrund der Vielfältigkeit in mehrere Teile aufgeteilt. Die aktuellen Veranstaltungen finden sich in unseren Ankündigungen oder in unserem Newsletter, dem Schamanenstuben Blatt:





  • schreibt über Schamanismus-Therapie

    Die Verankerung des Gefühls der Ferien. Innere bewegte Bilder lassen von der Kraft weiter zehren.

    Jul
    2014

    25


    Das Bewahren der Feriengefühle

    Das Bewahren des Ferien-Gefühls


    Die Ferien der Schamanenstube sind ja schon etwas vorbei. Unser Alltag hat uns wieder eingegliedert und wir sind wieder mitten drin. Ein kurzes Anhalten in der Rückbesinnung auf die Ferien weckt ein paar innere Bilder. Das Gefühl der Ferien, diese Ruhe, das Relaxen, das Müde-Sein Können mitten am Tag. Zustände und Lebensgefühle, die bewahrt werden dürfen. Wie macht man das geschickt?

    Vielleicht ist die Schamanenstube nicht wirklich Experte für Ferien. Die letzten vor Piemont liegen zurück im Jahr 2011. Wir wagen es dennoch, diese für uns aussergewöhnliche Erfahrung in Bezug auf das Erleben der Diskrepanz zwischen Ferien und Alltag zu betrachten. Wir haben Kompetenzen der Ruhe, Bilder der Farben und ein Erleben eines Lebensgefühls in den Ferien gefunden. Hier würde man therapeutisch gesprochen Anker setzen und diese Kompetenzen vertiefen. Das tönt für uns sinnvoll. Der Boden des Alltags darf von diesem neu gefundenen Lebensgefühl getränkt werden.

    Wir stimmen uns ein mit dem ersten Bild (siehe oben) aus dem Piemont: links die letzten Tropfen des gerade entladenen Gewitters, rechts die Weichheit der Farben in der gereinigten Luft.
    Der Wechsel von den Ferien in den Alltag.

    Emotionale Ferien-Kompetenzen

    Es stellt sich nach einigen Tagen Ferien eine Weichheit im Blick ein. Ein Spüren des Daseins einer warmen Natur um einen herum. Man darf sich an ihr laben, von ihr kosten und sich in diese Weichheit begeben. Wir nennen eine der Kompetenzen das Dürfen. Das geht über das Sich-Gönnen hinaus, es wird zu einer Art ehrenhaftes Zuwenden nach aussen.
    Für sich selbst.
    Weiter zählen wir das Staunen. Bei uns ist es die unglaubliche Vielfalt und Menge der im farbenprächtigen Piemont vorhandenen Kräuter. Das machen wir fest an inneren, bewegten Bildern. Eines ist das Greifen nach einem Kraut und das gleichzeitige Entdecken eines anderen Krauts daneben. Der Arm stockt und das Auge weitet sich: es ist alles voll Kräutern. Ein Bild, das den Moment des Staunens erweckt.

    Weizenfeld Piemont
    Ein weiteres Bild ist das Sitzen auf einem warmen Feldweg mit dem Blick über goldene Hügel, eingebettet in kräftigen Grüntönen. In der Hand das zweite Bier am frühen Nachmittag. Gelöstheit, Schweifen über das Land. Ein wohliges Bäuerchen steigt empor. - Das tönt anders als es war. Es war Frieden.

    Die Beschaffenheit der Anker

    Verankerung hat in Bezug auf diese Ferien für uns den Sinn, die Kompetenzen wie Lebensgefühl und Friedensempfinden in den Alltag hineinfliessen zu lassen.

    Verankerung
    Die Beschaffenheit der Anker zeigt etwas Spezielles auf: es ist Bewegung in den Bildern, die als Anker dienen: sei es das Sitzen auf dem weiten Feld. Dort stieg das Bäuerchen auf. Sei es das Staunen: es wird festgemacht in der Hand, die nach Kräutern greift und stehen bleibt, als ein Meer aus Kräutern sich auftat.

    Bewegte Anker
    Der Schlüssel ist wie bei vielen Gefühlen ihre Bewegung der Kraft. Und in dieser Bewegung lassen sie sich mitnehmen in den Alltag.
    Die Gelöstheit mit dem Blick über die Hügel: das klare Empfinden des eigenen Körpers in einem Meer voller Schönheit. Dieses imaginäre Bäuerchen lässt sich auch erleben im gedanklichen Sitzen in den tausenden von Dingen, die den Alltag gestalten. Ruhe in der Mitte. Verwoben mit einem Überblick, der nicht zu erfassen versucht.
    Das Staunen. Sich im Alltag in einer Beschäftigung zu befinden, die Hand nach etwas auszustrecken und inne zu halten: den Blick weiten und erkennen, dass da noch so viel mehr ist.

    Beide vollführen einen Objektivitäten-Wechsel.

    Die Verankerung
    Findet eine Verankerung in einer Bewegung statt, so kann unser Körper mithelfen in der Bewahrung von Kompetenzen. Wir haben das Bestreben, möglichst nicht unsere Grosshirnrinde aktivieren zu müssen. Deshalb gibt es den Mechanismus der Einlagern von Fähigkeiten. Das nennen wir Automatismen. Übt man ein Verankern bis das bewegte Bild in einem zu einer automatischen Bewegung wird, werden wir fähig, die aus dem Erlebnis empfundenen Kompetenzen zu bewahren.
    Anders verhält sich die Sehnsucht zurück in die Ferien: sie beinhaltet eine Traurigkeit und steht still. Die Bilder können verblassen durch den Stillstand.
    Erkenntnisse, die man in den Ferien hatte, können entschwinden, wenn sie nicht in eine Bewegung im Innern übergehen können.

    Memoiren - Erinnerungen
    Aufschreiben im Innern










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