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Schamanenstube schreibt über Schamanismus-Therapie

Dämonen Austreibungen und Besessenheit: die schamanische Arbeit mit bösen Geistern. Was steckt dahinter und was sind die rechtlichen Aspekte?

Apr
2017

17


DämonEs ist eigentlich nicht verwunderlich, dass auf eine Schamanismus Therapie Praxis immer wieder Anfragen eingehen, Dämonen und böse Geister auszutreiben. Das bringen die Wörter Schamanen und Schamanismus mit sich. Erstaunt sind wir eher über die Häufung dieser Anfragen seit ca. einem Jahr. Früher gab es ab und an solche Arbeiten zu tun. Im Laufe des letzten Jahres nahm die Arbeit mit Dämonen, Dschinns, Psychogonen und vielen weiteren Untieren zu.
Warum bieten wir so etwas überhaupt an? - Wir sagen uns, es ist besser, wenn man eine solche Geschichte auf therapeutischer Ebene und Ethik angeht, als sich dadurch eine Machtposition zu sichern. Menschen mit Dämonenbesetzungen und Menschen, die sich besessen nennen, sollte nicht machtvoll begegnet werden. Wir denken, man würde dabei das eine Übel mit dem nächsten tauschen. Sich in diesem Gebiet der Erzschamanen, Erzdruiden, Grosshexen, Runenmeister und was da sonst noch alles rumfleucht zu wagen, war kein einfacher Gedanke. Der glaubensfreie Schamanismus der Schamanenstube passt nicht in diese Szene. Die Verantwortung über den korrekten Umgang mit dem Klientel nehmen wir wahr und verpflichten uns dazu. Das fordert von uns, Fälle von Austreibungen etc. anzunehmen.


Rechtliche Aspekte

Wie bei vielen Fällen, liegt in der Regel bei Besetzungen und Dämonen schon eine ärztliche Behandlung vor. Das verpflichtet eine Praxis zur ärztlichen Zusammenarbeit. Ein Alleingang könnte schädlich sein. Zudem wäre es illegal, in eine medizinische Behandlung einzugreifen. Das verstehen die Kundinnen und Kunden nur selten. Dass man sich nicht strafbar für sie machen will, wird oft mit Beschimpfungen quittiert. Dann ist auch klar, wie sich die gemeinsame Arbeit gestaltet hätte. Es gibt zwei Arten von Fällen: man arbeitet mit einem Arzt zusammen oder die Besetzung ist religiöser Natur ohne ärztliche Notwendigkeit. Medizinische Ursachen gilt es aber so oder so vorher abklären zu lassen.


Wie kommt es zu Dämonen Besetzungen?

Ein Grundsatz der Schamanismus Therapie ist es, sich stets die Frage zu stellen, was jemand von einer Krankheit oder einer Besetzung für einen Vorteil hat. In der Probatorik werden diese und ähnliche Fragen angegangen. Sogenannte Psychogone sind z.B. klar als eigen kreierte Vorstellungen definiert, die für den Akteur real werden. Es besteht die Möglichkeit, dass darunter ein Bedürfnis liegt. Findet es sich, erklärt sich gerne auch die Form des Dämons und dessen Auswirkungen. Eine therapeutische Herangehensweise muss dies dann berücksichtigen und in der Therapie sich dem Bedürfnis widmen, bevor schamanisch gearbeitet wird.
Es gibt viele Möglichkeiten, die ursächlich für den Dämon sein können. Es kann zum Beispiel einfacher sein, eine Dämonenbesetzung zu haben, als sich einer Schuld zu stellen. Auswirkungen eines Dämons können auch dazu führen, dass man gewisse Arbeiten nicht erledigen muss. In einigen Kulturen erfährt man sogar eine gewisse Ehre, wenn man besetzt ist: man erntet Mitleid und wird umsorgt. Sind diese Möglichkeiten geklärt, findet sich in der Probatorik vielleicht eine Therapievereinbarung, mit der die Arbeit beginnen kann.


Schamanische Arbeit bei Austreibungen

Es kursiert der Mythos, dass nur Schamanen etwas gegen Dämonen tun könnten. Es gibt aber das christliche Rituale Romanum, den Exorzismus und wahrscheinlich gibt es in vielen Kulturen und Religionen ein Gegenmittel oder jemand, der sich Dämonen und Besetzungen annehmen kann. Die schamanische Praxis zur eigentlichen Austreibung ist keine grosse Sache. Die reine schamanische Technik ist wie immer sehr einfach. Es gab früher in der Schweiz auch Techniken des sogenannten Bannzaubers. Dabei werden böse Geister in Astlöchern von Hausbälken mit Korken eingesperrt. Bei Haussanierungen findet man diese Stellen zuweilen.
Der Vorgang verläuft je nach Bedürfnis und Dämonform über ein Einfangen hin zum Einsperren und Entsorgen. Die wichtigere Arbeit dabei ist es, den Kunden langfristig Wege finden zu lassen, ohne Besetzung klar zu kommen. Der Akt des "Wegzauberns" ist dabei der kleinste Teil. Die gewählte schamanische Methode darf zum Ziel der Erhöhung der Lebensqualität passen.





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