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Schamanenstube schreibt über Schamanismus-Therapie

Depressionen des Frühlings: das Erwachen einer unsicheren Zukunft. Der Wandel von Winter in Frühling kommt für viele unerwartet. Was kann man dagegen machen?

Mar
2017

01


Enten ErwachenStatistiken zeigen, die Selbstmordrate ist vor und während des Frühlings am höchsten. Warum ist das so? Gibt es Erklärungen für die emotionalen Zustände in dieser Jahreszeit, die Menschen schon seit jeher niedergeschlagen und depressiv machen? Neben hormonellen Geschichten scheint die Abweichung der Statistik nicht schlüssig erklärbar. Die Schamanenstube möchte diesem Phänomen nachgehen und einige Gedanken dazu teilen.


Mögliche Ursache: Planungen und Vorbereitungen

Wir Menschen planen fast ständig. Am liebsten haben wir eine Kaffeemaschine, die morgens schon aufgewärmt darauf wartet, dass wir sie nur noch lieb drücken. Die korrekte Kleidung für das Meeting haben wir gestern schon bereit gelegt. Alle Unterlagen liegen so drapiert auf der Anrichte, dass wir nicht umhin kommen, sie mitzunehmen, wenn mir die Autoschlüssel greifen. Vor der Vorbereitung steht die Planung. Wir planen mit unseren Handy-Minicomputern, was wir wann tun müssen, wann wir wen treffen werden. Planen kann heissen, Reue zu vermeiden. Sich vorzubereiten kann heissen, Sicherheiten für die nähere oder fernere Zukunft zu bauen. Das funktioniert recht gut. Wir sind uns das Planen und Vorbereiten gewöhnt.
Die Quizfrage lautet nun: wie bereitet man sich auf den Frühling vor? Was bringt dieses undefinierte Ding names Frühling für Bedrohungen? Wir haben den natürlichen Prozess des Welkens der Natur im Herbst erlebt, sind tief eingeschneit in den Winter gerutscht und haben das alles für ganz normal betrachtet. Dieser nun folgende Wechsel passt nicht. Es geht nicht weiter runter. Neues wird entstehen. Damit kommen wir nicht klar. Daran sind wir nicht gewöhnt.




Schnee und Wiese

Der Frühling bringt Unsicherheit

Die Isolation und erzeugte Wärme im Winter liefert uns viel emotionale Sicherheit auf überschaubarem Raum. Man besucht vielleicht Menschen über die Weihnachtstage und kommt wieder in sein warmes Heim zurück. Ganz langsam und lieber einfach im Vorbeigehen dreht man gegen Frühling die Heizung etwas zurück. Am Drehknopf kommt das Gefühl auf: werde ich noch warm genug haben? - Schneller als man es erwartet hat, wie ein Faustschlag ins Gesicht, spricht man über extrem kuriose Tage im Februar: mit 19 Grad Celsius haut einem die Natur die Zukunft schon um die Ohren. Man kann sich noch dagegen mit Rechtfertigung und Zweifel wehren. "Unglaublich so ein warmer Tag mitten im Winter, nicht?"
Wovor fürchten wir uns? - Wir fürchten uns in jeder Hinsicht vor Veränderungen. Der noch mit gefrorenem Schnee überzogene Erdboden zeigt beim Auftauen ein Grün. Sollte nicht all das Gras verwelkt sein? Man erwartet ein Braun, vielleicht ein Gelb, aber sicher kein Grün. Was soll das? Die Natur scheint sich gegen einen zu verschwören. Der Frühling darf doch nicht so schnell kommen. Denn wir sind nicht vorbereitet. Wir haben keinen Plan. Wir sind schlichtweg nicht bereit. Die Welt dreht sich gerade zu schnell. Mitkommen ist emotional gar nicht machbar.
Wir benötigen eine gewisse Zeit, uns an neue Dinge zu gewöhnen. Besonders bei positiver Veränderung wie der Wärme durch die Sonne, haben wir Probleme. Wenn noch nichts geplant ist oder man die Probleme durch den Winter durchgefüttert hat, ist es zu früh für eine weitere Zukunft. Das kann fatale Auswirkungen haben. Vielleicht dürfen wir ein paar Ideen anbringen:


Ideen gegen die Frühlings-Depression

Wir entmystifizieren Sie jetzt: die Frühlingsmüdigkeit ist ein Mythos. Suchen Sie mal nach Übersetzungen der Frühlingsmüdigkeit in andere Sprachen. Wer hat sie erfunden?
Suchen wir nach anderen Wegen, dem drohenden Leben zu begegnen:

  • Frühjahrsputz
    Der Frühjahrsputz ist der Klassiker. Man kehrt den Winter raus. Man produziert ja auch wirklich Staub im Überfluss während des Winters. Innerlich kann sich beim Putzen (nicht etwa beim Planen des Putzens) eine Stimmung formen: man kehrt den Dreck raus. Auf einmal ist Platz für neue Ideen, einfach indem alles wieder geputzt ist. Das kann sich anfühlen, als ob ein neues Leben beginnt.

  • Vertrauen auf den Antrieb
    Passiv sein können wir gut, wenn Negatives passiert: als Opfer. Bei der Wiederkehr der Sonne vertrauen wir aber nicht auf den kommenden Antrieb. Es wurde jedes Jahr zwar gut, aber dieses Jahr sicher nicht. - Natürlich werden auch wir wieder einen tollen Sommer erleben, selbst wenn es nur einige Tage sein sollten. Es wird reichen. Vielleicht brauchen wir dieses Mal etwas länger die Verwöhnung durch Sonnenstrahlen. Na und? - Geniessen wir unsere Langsamkeit und werden Opfer des Glücks.

  • Zuversicht
    Die Natur macht es vor und wird uns mit dem Frühling mit verändern. Erst ist es kaum merklich doch irgendwann erinnern wir uns nur noch an die düsteren Zeiten des Winterwechsels. Neues wächst, Neues kommt auf einen zu. Blumen, Blüten, Farben und fröhliches Gezwitscher der Vögel werden uns bald begleiten. Das ist unweigerlich. Das kommt alles gut. Besser sogar, wenn man sich dem Prozess der Natur hingibt und sie auf einen einwirken lässt.

  • Betrügen des Frühjahrs
    Wer den Luxus hat, nicht an Schulferien gebunden zu sein, um mit anderen Arm an Arm am Strand zu liegen, kann sich einen kleinen Ausflug gönnen. An einem verlängerten Wochenende in die Sonne fliegen und wieder zurückkommen kann schockieren: man hat den Wechsel in den Frühling komplett vollzogen. Es war alles nur Schall und Rauch.





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