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Schamanenstube schreibt über Schamanismus-Therapie

Die Empathie das Loch aus Hochsensibilität. Die Lösung kann im egoistischen Verbreiten von Stimmungen sein: helfen mit der Verantwortung für Freude

Jan
2017

16


Buntspecht

In sich gekehrt sein oder Freude verbreiten?


Sie sehen eine ältere Frau, die sich ängstlich verhält, weil sie über die Strasse möchte. Sie macht einen Schritt vor, zögert und kehrt auf das sichere Trottoir zurück. Sie bemerken, wie die Vielzahl von Bewegungen um sie herum die Frau verunsichert. Da sind Autos aus verschiedenen Richtungen, Fahrradfahrer und Menschen, die es eilig haben. Ihre Kompetenz, die Strasse überqueren zu können, ist sichtlich herabgesetzt. Sie entscheiden sich, ihr zu helfen. Sie gehen hin und fragen sie, ob sie ihr helfen dürfen, über die Strasse zu kommen. Sie willigt ein. Sie begleiten sie. Auf der Strasse reklamiert sie den starken Verkehr, wie früher alles ruhiger war und sie nun nicht mehr zurecht käme. Sie jammert und rechtfertigt ihre Schwierigkeiten mit der heutigen Zeit. Auf der anderen Seite der Strasse angekommen, bedankt sie sich. Sie gehen weiter.


Wie fühlen Sie sich?
Das Wärme-Kompetenz-Modell hat sie vielleicht durch die verminderte Kompetenz der Dame, die Strasse überqueren zu können, mit Mitleid bewogen, zu helfen. Das geschieht nur, weil Ihr Wärmeempfinden für die Dame hoch ist. Dieses Mitleid ist nicht geheuchelt, es ist echt. Auf der Strasse wurden sie mit Jammern überhäuft. Sie bemerken, dass sie ihr zwar über die Strasse helfen können, aber wohl nichts für ihr Leben tun können. Beim Weggehen gibt es zwei Gefühle, die sich nicht vereinen lassen: Sie haben ihr über die Strasse geholfen, was Ihnen Stolz verleihen darf. Dieser Stolz hat zwar einen sozialen Bezug, er kommt aber nicht von aussen: weil niemand hat sie gesehen und schenkt Ihnen Anerkennung. Der Stolz des Helfens kommt von Ihnen selbst. Er hebt Ihre Lebensqualität. Daher der Ausdruck: Helfen hebt die Lebensqualität von einem selbst. Das zweite Gefühl ist eine Form von Ohnmacht. Sie haben gehört, wie schlecht es der Frau geht. Jammern wirkt immer fordernd. Diese Forderungen konnten sie nicht erfüllen. Unter Umständen führt das bei Ihnen zu einem Schuldgefühl. Sie können natürlich nichts für die Umstände im Leben dieser Frau, dennoch ist eine Schuld zu spüren.
Schuld und Stolz können nicht gleichzeitig gespürt werden. Das eine Gefühl schliesst das andere aus. Einige entscheiden sich für den Stolz, indem sie sich rechtfertigen, dass sie ja geholfen haben. Andere gehen betrübt weiter. Was hätten Sie tun können, um mit einem guten Gefühl die Szene verlassen zu können?


StimmungsbringerEgoistisch Verantwortung für Stimmungen übernehmen

Sagen wir, Sie gehen zu einem Konzert. Emotional kann Ihr Ziel dabei sein, dass Sie Ihre Stimmung erheben lassen möchten. Sie wollen vielleicht Freude erleben. Sie kennen die Musikgruppe oder das aufzuführende Stück und wissen, darauf können Sie sich freuen. Warum? - Weil das Konzert entgegen der alltäglichen Stimmungen wirkt. Die Musik ist vielleicht so aufgebaut, dass sie fröhliche Stimmungen verbreitet. Ob Showmaster, Musikgruppe oder Kammerorchester: sie alle übernehmen die Verantwortung, eine Stimmung zu schaffen. Können Sie das auch?
Was wäre gewesen, wenn Sie der alten Dame auf der Strasse Stolz gegeben hätten: "Sie sind aber voll rüstig unterwegs, da muss ich ja schauen, dass ich ihnen nachkomme." - Beim Einwirken zur Stolz-Erzeugung verbreiten Sie eine Stimmung in anderen. Das geht natürlich nicht nur über den Stolz, sondern auf x-fache Weisen. Sie beginnen zum Beispiel zu erzählen, wie gut das Sandwich war, das Sie eben gekauft haben. Die Dame hat vielleicht erzählt, wie früher alles besser war. Diese Werte können aufgegriffen werden und heutige Qualitäten herausgestellt werden: "Die von der Bäckerei da hinten wissen noch, wie man es macht".
Indem Sie eine Stimmung erzeugen, helfen Sie vielleicht mehr, als nur beim Überqueren der Strasse. Die Stimmung mag nicht lange halten, aber es geschieht dabei etwas völlig anderes: Sie gehen in jedem Fall mit einem guten Gefühl weiter. Das tönt nicht nur egoistisch, sondern das darf es in unseren Augen auch sein.


Raus aus dem Empathie-Loch

Mitfühlen ist damit nur der erste Teil einer Reaktion. Die vielerorts gerühmte Empathie, die es dazu benötigt, hat ein Problem: sie führt in ein Loch. Darüber beklagt man sich dann mit Ausdrücken wie Hochsensibilität, Depression und vielen mehr. Nicht dass diese Ausdrücke falsch wären. Aber man kann etwas tun, statt sich in seinem Schicksal zu suhlen. Empathie darf der Anfang einer Wahrnehmung sein, die zu einer Reaktion führt. Es hat noch niemandem genutzt, wenn jemand nur versteht, wie es einem anderen geht. Der Nutzen entsteht wie im Beispiel durch die Einwirkung mit einer entgegengesetzten Stimmung.
Natürlich sagt sich das alles so leicht. Aber wie geht man das an? Wir denken, es gibt viele Kurse heute, die einem genau das beibringen können. Vielleicht ist es ein Schauspiel-Kurs, der einem die Scheu vor dem Erschaffen von Stimmungen nimmt, vielleicht ein Rhetorik-Kurs, vielleicht ein Führungs-Kurs. Es kann darum gehen, vor Menschen zu sprechen. Uns gefällt der Schlusssatz: werden Sie Showmaster Ihres Lebens!  :-)





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