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Schamanenstube schreibt über Schamanismus-Therapie

Mythos Bauchgefühl - Gefühlslehre: wie die Angst vor Veränderung Pech anziehen kann. Mit Selbstreflexion gegen den Instinkt.

Jul
2017

17


Bauchgefühl
Ist das Bauchgefühl wirklich über jeden Zweifel erhaben? Die Schamanenstube möchte den Gedanken einwerfen, dass das Bauchgefühl unter Umständen ein Ausdruck von Ängsten sein kann. Um überhaupt zu Ängsten zu kommen, braucht es die verlorene Sicherheit. Diese begegnet uns Menschen z.B. in einem Moment, da wir Neues beginnen. Alte Sicherheiten fallen ab, neue Wege müssen gefunden werden. Dabei kracht es teilweise an allen Ecken. Warum ist dem so? - Ist gar das Bauchgefühl für Negatives verantwortlich?



Was ist das Bauchgefühl?

Das Bauchgefühl ist nichts, das wir als Gefühlsspeise zu uns genommen haben und die jetzt in unserem Bauch wohnt. Gefühle gibt es sehr viele, das wäre also ein riesen Mix an Gefühlssuppe in unseren Bäuchen. Das Bauchgefühl wird mit Intuition und Instinkt in andere Sprachen übersetzt. Es bezeichnet ein Wissen, nach welchem man irrational handelt. Irrational deswegen, weil man mit dem Verstand keine Erklärung für dieses Wissen hat. Das tönt mystisch.
Die Gefühlslehre der Schamanismus Therapie verfolgt die Prämisse, dass wir Menschen wie jedes andere Lebewesen, stets den einfachsten Weg zu einem Ziel suchen. Mit anderen Worten, eine gewisse Faulheit ist von Natur aus sinnvoll. Wenn wir ständig unsere Grosshirnrinde anwerfen müssen, um über Dinge nachzudenken, bräuchten wir ein kleines Kraftwerk für den benötigten Strom. Wir haben einen anderen Mechanismus: wir legen in unser Unterbewusstsein Ordnungen, wie unsere Kraft fliessen soll. Das nennen wir dann Erfahrung. Darin enthalten sind auch Ordnungen, die uns vor Schäden bewahren sollen: die Vermeidungen. Erfahrung und Vermeidung sind unterbewusste Wege, die man auf schamanischen Reisen bereisen kann. Bei den einen zeigen sie sich als ganze Täler oder einfach nur als Trampelpfade. Unsere Lebenskraft fliesst da durch und bekommt eine Richtung. Somit können wir weitgehend unserem Unterbewusstsein vertrauen, denn gelernt ist gelernt. Es kommt nur darauf an, welche Kraft uns gerade bewegt. Ängste zum Beispiel lassen sich eher von Vermeidungen und Bedrohungen beeinflussen. Wo sitzt bei Ihnen die Angst? - Im Bauch?



Beispiel Veränderung: neuer Job

Sagen wir, sie beginnen einen neuen Job. Obschon sie viele Erfahrungen haben, ist eine neue Arbeitsstelle mit viel Neuem angehäuft. Sie werden gezwungen, sich zurechtzufinden, Wege mehrfach zu beschreiten, die Ihnen wieder Sicherheiten bringen. Für das Unterbewusstsein ist das eine stressige Zeit: es muss Täler umformen, Berge versetzen und alte Wege zuschütten. Das kann sogar traumatische Symptome zeigen. Wir müssen viel mehr als sonst unser Gehirn anwerfen, um im Unterbewusstsein Erfahrungen zu erschaffen.
Irgendwann kommt der Punkt, da sich unser Unterbewusstes vielleicht wehrt: früher war im Fall alles besser. Die Wächter der bereits angesägten Brückenwege der alten Ordnung finden ihren Untergang gar nicht lustig. Es kann sogar dazu kommen, dass sich die Geistwelt wehrt. Geheilt geglaubte alte Symptome zeigen sich in aller Heftigkeit, das Auto rumpelt nur noch, man erlebt in manchen Bereichen nur noch Pech.
Sicherlich ist das nicht bei jedem neuen Job der Fall. Einige kennen diese Phänomene vielleicht. Das ist uns auch schon beim Wechsel vom Singledasein zu einem neuen Partner passiert: das fühlt sich dann an, als ob die Welt sich gegen diese Verbindung wehren würde. Was wenn dafür das Bauchgefühl verantwortlich ist und nicht die Welt?




Alte Gefährten

Das Bauchgefühl und die Pechmarie

"Die Welt hat sich gegen einen verschworen" - Solche Gedanken können einem schon kommen in Situationen, da grosse Veränderungen vollzogen werden müssen. Man verliert den Boden, verliert die Kontrolle über Ereignisse, wenn man sich viele neue Wege der Sicherheit bauen muss. Ein beliebter Schuldiger für das Pech ist auch ein gewisser Murphy mit seinem Gesetz.
Wir möchten folgenden Gedanken in diesen Aberglauben hinein bringen: wenn man alte Sicherheiten verliert, ist das erste Gefühl, das sich dagegen wehrt die Angst. Die vielen Veränderungen, die vielleicht gerade im Leben stattfinden, berauben uns der Faulheit und fordern, dass wir uns selbst neue Sicherheiten bauen. Währenddessen befinden wir uns auf unsicherem Terrain (Boden verlieren). Klassische Symptome sind das Anecken an dem kleinen Beistelltisch, der früher nie im Weg stand, oder Kopfschmerzen, die man in dieser Form das letzte Mal vor 10 Jahren erlebte. Doch wir müssen zurück ins Land des Aberglaubens, wenn auf einmal das Auto ohne Grund kaputt geht, sprich wenn äusserliche Dinge passieren. Der Ansatz der Gefühlslehre ist es, dass die innere Ordnung uns zwar durchs Leben bringt, aber die dadurch fliessende Gefühlskraft auch eine Wirkung im Aussen zeigt. Die Parapsychologie würde vielleicht von Psychokinese sprechen. Eine Erklärung dafür gibt es nicht. Im Schamanismus sehen wir das so: warum sollte sich Kraft nicht auch über einen selbst hinaus auswirken sollen? - Wer will eine solche Grenze vorgeben?



Gesundes Bauchgefühl durch Selbstreflexion

oder die Anti-Murphy-Strategie....
Es mag sinnvoll sein, nicht jedem Bauchgefühl blindlings zu vertrauen, sondern es sich genauer anzuschauen. Sobald etwas Angst darin ist, darf man sich fragen, wovor man denn Angst hat. Meistens hat das nicht direkt mit der Sache zu tun, die ein negatives Bauchgefühl auslöst, sondern sitzt viel tiefer in den eigenen Ängsten. Dem Mythos der Möglichkeit eines angstfreien Lebens entgegengesetzt, kann es hilfreich sein, seine Ängste gut zu kennen. Das erlaubt es, Bedrohungen aufrecht zu begegnen, statt sie instinktiv gleich zu vermeiden. Während grösserer Veränderungen im Leben geht das Gefühl von Sicherheit verloren. Jetzt wehrt sich alles dagegen. Dieses Wehren kämpft aber oft auf verlorenem Posten. Das kann man sich anschauen und beginnen, die Vergangenheit als das zu ehren, was sie war. Und ja, sie darf sich sogar wehren, dieses Recht darf man ihr getrost einräumen. Wie besänftigen Sie sich, wenn Sie sich gegen etwas wehren? - Die einen trinken Tee, andere relativieren die Bedrohung, wieder andere beissen durch.
Wir halten es für hilfreich, sich ausserhalb von Veränderungszeiten gut mit sich selbst zu befassen, sich als stetig wandelndes Wesen zu beobachten und zu reflektieren. Warum habe ich so und so reagiert, welche Gefühle standen dahinter?
Ist man in der Situation, da es rund um einen herum kracht, kann auch helfen: "na dann wird das Neue richtig sein".






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