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  • schreibt über Schamanismus

    Kretas Geister - der Ursprung der griechischen Götter. Die Schamanenstube erlebt am Geburtsort von Zeus die Begegnung mit den Göttern Griechenlands.

    Mai
    2018

    10


    Geburtshöhle ZeusMan sieht im Bild oben einen sehr kleinen Teil der Geburtshöhle des Zeus, die sich auf Kreta befindet. Wir möchten keine genaueren Fotos dieser Höhle hier zeigen: das Erleben in ihr ist dermassen eindrücklich, dass wir das Gefühl haben, man kann sie nur selbst erleben. Gerne berichten wir aber davon.



    Der Geburtsort von Zeus - dem griechischen Göttervater

    Nach strengen Tagen am Orakelsee benötigt die Schamanenstube eine Auszeit. Ein Blick auf unsere Kalender eröffnet spontan zehn Tage, an denen wir mit dem Handy alleine unsere Arbeit machen können. Wo ist es warm im April? - Es kamen Teneriffa und Kreta in Frage. Beides sind schöne Destinationen. Als Raucher entscheiden wir uns für den Dreistunden-Flug nach Kreta.
    Nachdem wir vollständig angekommen sind, machen wir uns auf den Weg zum Geburtsort des Zeus. Zeus ist der sogenannte Göttervater der griechischen Mythologie. Es hätte einfach eine Touristen-Attraktion ohne Hintergrund sein können, aber wir waren ja in den Ferien. Also los! - Die Anfahrt über die kretischen Berge ist spannend. Die Strassen sind mit Schafherden und vereinzelten Ziegen gesäumt. Tanti Google führt uns über Feldwege durch eine Hochebene, auf welcher wir gerade mal im Schrittempo voran kommen. Wir geniessen das Gondeln im kleinen offenen Jimny. Als Frühaufsteher sind wir dennoch alleine auf dem angrenzenden Parkplatz. Darauf folgt der Aufstieg den Berg hoch. Normalerweise gibt es dafür Esel, aber die schliefen noch. So geniessen wir den schönen Steinpfad in gemütlichen Schritten. Die Sonne wird dabei immer stärker und lässt uns ins Schwitzen kommen. Oben angelangt sammeln wir uns erst ein wenig und laben uns an frisch gepresstem Orangensaft, den es hier überall zu kaufen gibt. Das war super!
    Es folgt der Abstieg in die Höhle hinab. Einzig eine künstliche Treppe mit Geländer wurde in die naturbelassene Höhle gebaut. Es geht fast senkrecht hinunter. Im ersten Teil des Abstiegs gibt es viele Vögel, die in den tausenden Nieschen ihre Jungen versorgen. Sie sausen durch die Höhle in ungeheuerlichem Tempo. Schon etwas weiter unten verstummen die Vögel. Ein Blick nach oben zeigt noch das Restlicht des Tages, das schon nicht mehr bis hierher reicht. Es gibt auf dem Weg immer wieder Lampen, die für die Sicherheit sorgen. Wir steigen hinab auf den Grund der Höhle.



    Bizzarre Göttergesichter

    Die Höhle des Zeus besteht komplett aus Tropfsteinformationen. Wir gehen direkt an den Steinen vorbei und müssen uns teilweise an ihnen abstützen. Alles ist glitschig und nass. Das erste, das einem auffällt, ist die veränderte Akkustik. Es tropft überall. Jedes Tropfgeräusch hallt fein durch die Höhle. Man hört ihre Tiefe und ihre Ausmasse. So ganz allein an so einem Ort ist das Erleben natürlich sehr eindrücklich. Und wir lassen auf uns wirken.
    Mit jedem bewussten Schritt steht man vor Gesichtern, die teilweise meterhoch einen direkt anblicken. Tausende von Augen betrachten einem. Es ist ein schönes Gefühl, auf diese Weise in die Geisterwelt hinab zu steigen. Das Interesse ist beiderseits sehr hoch. Schnell ist klar, dass die Wesen der Höhle weit älter sind, als nur zurück bis in die Zeiten der alten Griechen. Wir nehmen urchige, alte Weltwesen wahr, die es schon seit Anbeginn der Erde zu geben scheint. Und auf einmal stehen wir vor Zeus. Paraidolisch erkennen wir erst ein gigantisch grosses Gesicht, das uns tief in die Augen schaut. Der Weltenwechsel in die Anderswelt zeigt ihn sogar noch grösser in diesem Dunkel der Höhle. Dort hallen die Tropfen in eine viel grössere Höhlenformation, die uns aber verborgen bleibt. Im schamanischen Dialog mit Zeus dürfen wir für uns persönlich interessante Dinge erfahren. Alles fügt sich hier z.B. ineinander, v.a. die Geschehnisse. Bei der Parkuhr auf dem Parkplatz unten am Berg kommen die beiden Münzen, die wir einwerfen wollten, wieder heraus. Es waren keine Euros, sondern englische Pfund. Gerne machen wir Zeus dieses Geschenk und bemerken durch diese Verkettung der Ereignisse, wie sich alles ineinander fügt, selbst die Münzen.

    Kaum haben wir unseren nachhallenden Dialog beendet, erscheinen auch schon die ersten Touristen in der Höhle und alles ändert sich. Kinder rennen die Treppe herab und die Geister ziehen sich zurück. Wir sind froh, so früh hier unten gewesen zu sein und durften diese friedliche Zeit mit den Geistern erleben. Wenn etwas fertig ist, ist es fertig. Also wieder die Treppe hoch.




    Esel

    Unten am Berg ist der Tag erwacht. Die Esel stehen bereit, die Besucher der Höhle nach oben zu tragen. Sie wirken noch etwas müde, wir freuen uns aber über ihren Anblick. Es gibt neben Schafen und Ziegen viele Esel auf Kreta. Das Land, auf dem sich die Tiere tummeln, ist recht karg. Die rot gefärbte Erde müssen wir erst einmal anfassen, um diesen für uns Schweizer fremden Gegend richtig zu begegnen.


    Wir sinnieren über die Begegnung mit den Göttern nach. Wir durften eine sehr alte Welt erleben, die in ihrer Einfachheit und Klarheit sich viel weniger Sorgen über Geschehnisse macht. Es gibt einfache Verbindungen, die die Ordnung der Systeme definiert. Vielleicht ist in dieser Einfachheit die Forderung nach einem Vertrauen verborgen, die einige das sogenannte Urvertrauen nennen. An einem Ort wie der Höhle des Zeus ist die Welt so einfach, dass sich dieses Vertrauen von selbst bildet. Das war schön, zu erleben.




    Windmühlen Kreta

    Windmühlen auf Kreta - Alltag auf mystischem Boden

    Noch immer im Nachspüren des Urvertrauens in die Geschehnisse um uns herum kommen wir an Windmühlen vorbei. Man findet sie auf Kreta überall. Meist sind sie verfallen. Im Bild sieht man zwei intakte. Wir stehen neben ihnen und spüren die Diskrepanz zwischen dem Erleben in der Höhle und dem Wind, der vom Meer her ständig über die Insel streicht. Er wirkt wie der Alltag, das stete Treiben. So ergibt sich für uns die Möglichkeit, das Gefühl der Zeushöhle mit dem geschäftigen Treiben des Alltags zu verbinden. Oft erlebt man ja tiefgehende Erkenntnisreisen und belässt sie in der gesonderten Erlebniszeit oder an einen Ort geknüpft. Die Windmühlen erlauben uns, den Wind nicht nur wie sonst zu spüren, sondern auch die umgesetzte Bewegung in den Umdrehungen der Windmühlen zu sehen. Sie drehen schneller, als man meinen würde. Die Gewalt des Alltags läuft über dem Untergrund der Erde: wir verbinden das Urvertrauen aus der Höhle mit dem Wind Kretas.





  • schreibt über Schamanismus

    Schamanische Waldhochzeiten und Naturhochzeiten sind religionsfreie Verbindungen im heiligen Bund der Ehe. Was sind die Kosten und die Trends?

    Jun
    2017

    09


    Waldhochzeit
    Schamanische Naturhochzeiten erlauben es, die Stimmung des Waldes, von Wiesen, Felsen und Gewässern harmonisch und ganz speziell zu vereinen. Die ganze Kraft fliesst in den Bund der beiden Eheleute. Sonnenstrahlen erhellen die Mitte des Kreises und vereinigen das Paar zu etwas Neuem. Das sind traumhafte Momente, voller Zauber und emotionaler Bewegung. Die Wirkung der schamanischen Arbeit erfüllt die ganze Hochzeitsgesellschaft und macht das unvergessliche Erlebnis zu einem tief empfundenen Gefühl der Liebe. Das hält weit über Generationen hinaus.


    Entwicklung des Naturhochzeiten-Trends

    2001 verband die Schamanenstube erstmals verschiedene glaubensfreie Rituale auf verschiedenen Kraftflüssen zu einem Hochzeitsritual. Die umfassende Komposition erlaubte es uns sogar, eine Kindergarantie abzugeben, wenn dies gewünscht wurde. Da wir die einzigen im deutschsprachigen Raum waren, ging es nicht lange, bis andere Anbieter folgten. Heute gibt es unzählige Anbieter für Natur- und Waldhochzeiten. Wir freuen uns darüber: es ist uns nicht möglich, viele Hochzeiten im Jahr auszurichten. Auf diese Weise kommen viele liebe Paare zu Ihrer gewünschten Hochzeit.
    Wie der Trend weiter geht, zeigt sich schon heute: am ursprünglichen Gedanken, tiefgreifende Hochzeiten ohne religiösen Touch durchführen zu können, fehlt es immer mehr. Das ist schade. Es getraut sich von den neuen Anbietern niemand, die Kindergarantie wahrzunehmen. Vielleicht ist das auch ein Angebot, das es gar nicht braucht?


    Kosten einer Naturhochzeit

    Das Budget für eine kleinere Hochzeit liegt in der Schweiz inklusive Ringe, Kleider, Zeremonie, Apéros, Essen, Band und Unterhaltungen bei ca. SFr. 25'000.-. Der Anteil der Schamanenstube lag in der Vergangenheit bei SFr. 2'800.-. Daraus resultierte im Schnitt ein Stundenlohn von unter SFr. 7.-. Das können wir uns in Zukunft nicht mehr leisten. Wir werden unser Angebot entweder drastisch ändern und grosse Teile daraus weglassen müssen oder die Veranstaltungen von Hochzeiten einstellen. Diese Entscheidung fällen wir diesen Sommer.
    Selbst wenn es zur Entscheidung des Einstellens kommen sollte, sind wir glücklich über all die Paare, die wir in den Bund der Ehe begleiten durften. Mit vielen haben wir Kontakt und freuen uns über die wunderbaren Ehen.


    Der heilige Bund der Ehe

    Was macht einen Bund "heilig"? - Meistens meint man, das gehe nur mit grossen Mächten aus religiösen Kontexten. Dem ist nicht so. Das Wort "heilig" ist zum einen eine Wertung über etwas mit Würde, zum anderen ist "heilig" ein Gefühl. Dieses Gefühl findet in einem selbst statt und wird durch die Wahrnehmung einer Umgebung bewirkt, die einen ehrt und in den Grundfesten bestätigt. Dazu muss alles passen. Ein ähnliches Gefühl stellt sich auf Visionssuchen ein, da der Körper nach ca. drei Tagen aufhört, Stresshormone zu produzieren. Damit kommt man in einem Dasein an, das mit innerem Frieden bezeichnet werden kann. Ein Gefühl, welches man in der unbeschwerten Freiheit als Kind verspüren konnte.
    Um sich in diesem Gefühl das Ja-Wort zu geben, braucht es für die gesamte Hochzeitsgesellschaft dieses heilige Gefühl. Dazu muss man den Ort der Trauung richtig vorbereiten. Das Laden der Geister der Natur und der Ahnenlinien dürfen einen Teil des Rahmens ausmachen. Schamanisch gesehen geht es dabei um das Recht des Verbundes. Wie in jeder "magischen" Handlung, geht es um die Gerechtigkeit der Natur, die bei einer Hochzeit um das Recht der Ahnen erweitert wird. Um dahin zu kommen, sind im Vorfeld etliche Stunden an Gesprächen nötig. Die Versammlung der Ahnen und deren abgeschlossener Einigungsprozess darf das Gefühl des Rechts entstehen lassen. Das Brautpaar wird zu etwas Neuem: zu einem Ehepaar.
    Die Ordnungen der bewegten Zuversicht formen die Wege für ein glückliches Eheleben. Das Paar kann sich in diese Ordnungen begeben und unbeschwert auf den Zukunftswegen gehen. Dieser Weg wird immer der richtige sein. Braut und Bräutigam wird immer wieder das tiefe eigene Sein begegnen, das sich mit dem Partner verbunden hat. Aus Zwei wird Eins.




  • schreibt über Schamanismus

    Eine schamanische Reise durch den Wunschbrunnen ins Wunderland. Die Kraft Beltanes führt uns auf die mystische Reise zu unseren Wünschen.

    Mai
    2017

    01


    WunschbrunnenEine schamanische Reise durch den Wunschbrunnen der Schamanenstube


    Beltane Kraft zum Wünschen

    Die Schamanenstube verbringt Beltane dieses Jahr an einem grossen Fest. Morgens um vier kehren wir heim. Eine kleine schamanische Reise lässt uns das Thema von Durchgängen der Anderswelt nochmals erleben. Abermals tauchen wir ab in den Wunschbrunnen. Gerne erzählen wir davon. Es wird Birkenrinde und Wachholder geräuchert. Die Birke gibt eine Leichtigkeit in den Reiseraum, der Wachholder kann einen wegtragen. Der Wunschbrunnen der Schamanenstube ist ein öffentlicher Ort, der zugleich sehr privates Sein ermöglicht. Die Verbindung gegen aussen geht über das Licht, das im Wasser des Brunnens glitzert.


    Schamanische Reise in den Wunschbrunnen

    Das Räucherwerk ist entfacht, der Ort zum Reisen hergerichtet. Das Krafttier empfängt wie gewohnt am Kraftplatz. Wir sind allein. Ich erzähle ihm, durch den Wunschbrunnen reisen zu wollen. "Weisst Du, wohin Deine Wünsche Dich tragen?", fragt es mich. Ich schüttle den Kopf und antworte, das dem Brunnen zu überlassen. Ich gebe meinem Krafttier vom Brunnenwasser, das in einem Flacon am Kraftplatz bereit liegt. Es wird durch die paar Tropfen zu Wasser und entschwindet in einem kleinen Nebel. Ich trinke auch ein paar Tropfen und folge als Wassertröpfchen in der Luft. Wir sind Teil eines kleinen Baches, der sehr ruhig durch einen Frühlingswald schlängelt. Das ruhige Fliessen ist schön. Wir geniessen es und betrachten die Bachufer. Bald werden die Abstände der Ufer etwas grösser und wir spüren, wie das Wasser schneller wird. Noch nicht ganz gewahr, was jetzt kommt, spritzen wir schon in einem recht grossen Wasserfall hinunter ins Becken. Da ist ein kleiner See, der von einer Höhle zur linken Seite gesäumt wird. Der Berggeist steht dort und geniesst die Sonnenstrahlen, die durch die Bäume hindurch auf ihn treffen. Ich hebe meine Hand zum Gruss und er grüsst lächelnd zurück. Die Reise geht weiter durch das Waldbächlein, das uns schliesslich fein gurgelnd über moosbewachsene Steine führt. Die Sonne ist hier recht stark, denke ich noch und schon sitzen wir auf grossen Steinen, zu welchen wir gerade noch als Wasser geflossen sind. Mein Krafttier schüttelt sich. Ich tue es ihm gleich. Eine ganze Weile sitzen wir da auf den Steinen und trocknen in der Frühjahrssonne.


    Der Weg zum mystischen Wunschbrunnen

    Es ist ein ganz normaler Waldweg, der Richtung Westen führt. Es geht leicht auf und ab. Das Schlendern durch den Wald wird vom Vogelgesang rund um uns herum begleitet. Es ist ruhig, warm und friedvoll. Ich gehe vorsichtig, um den Wald nicht zu stören. Einige Waldwesen entdecken uns, schauen uns schnell an und sind wieder mit sich beschäftigt. Niemand macht Krach, alles ist ruhig. Nach einer Biegung entdecken wir den Eingang zur Wunschlichtung. Dort ist es hell, die Sonne strahlt auf das hohe Gras. Mücklein tanzen im Licht und strahlen als ob sie kleine Lichter wären. Hinter etwas Gebüsch taucht der Wunschbrunnen auf. Wir sehen die Wünsche, die da hinunter gleiten und das verbindende Licht.
    Am Brunnen angekommen, stehen wir erst einmal da und lassen die Lichtung auf uns wirken. Mein Krafttier lächelt und freut sich, hier zu sein. Wir sind allein, es ist gerade niemand hier, für die Wünsche zu meditieren. Ich lege meine Hände auf den Brunnenrad. Er ist leicht von Moos überwachsen, das von der Sonne gewärmt sich wohlig und weich anfühlt. Das Wasser steht hoch, nur eine Handbreit unter der Kante. Da bemerke ich von rechts, wie doch jemand da ist. Es ist ein Baumwesen, das nach dem Rechten schaut. Es erkennt uns und nickt freundlich. "Wir werden durch den Brunnen reisen", sage ich zu ihm. Es reagiert nicht weiter und räumt ein paar Ästlein weg, die auf dem Platz um den Brunnen lagen. "Viel Freude wünsch ich euch", sagt es beim Gehen.
    Mein Krafttier ist neben mir auf dem Brunnenrand. Wir schauen uns an. Beide holen wir Luft und gleiten fast lautlos kopfvoran ins Wasser.


    Down the rabbit hole - hinab ins Wunderland

    Die Steine des Wunschbrunnens wirken klar unter Wasser. Das Wunschwasser selbst ist komplett durchsichtig und bleibt hell, selbst als wir tiefer hinab sinken. Es ist atembares Wasser. Mein Krafttier und ich wirbeln langsam im Kreis hinab. Der Brunnenschacht wird breiter. Das gibt uns Bewegungsfreiheit. Weiter unten nähert sich schon ein Licht, aber es ist nichts zu erkennen. Mein Krafttier hebt die Flügel an, ich tue es ihm mit meinen Armen gleich.
    Das Gleiten durchs Wasser wird beim Austritt aus dem Schacht zu einem Gleiten durch die Luft. Die Geschwindigkeit hat sich nicht verändert, nur ist das atembare Wasser zu atembarer Luft geworden. Die Kreisbewegung hat ein Ende und wie im Traum gleiten wir hinab. Wir drehen uns und landen mit den Füssen auf dem Boden des Wunderlands.



    Brücke ins Wunderland
    Warmes Sonnenlicht leitet uns auf einen Weg. Der Boden ist warm und in sanftes Licht getaucht. Ich kenne die Brücke und weiss, was dahinter ist. Hierhin führen mich meine Wünsche, respektive meine Bedürfnisse? - So geniesse ich den Rest der Reise an einem Ort, der für mich persönlich Frieden, Freundlichkeit und Erholung bedeutet. Nach einer Stunde kehre ich mit meinem Krafttier zurück. Ich bin erfüllt, geerdet und bestärkt.




  • schreibt über Schamanismus

    Durchgänge der Anderswelt: der Wunschbrunnen führt in die Tiefen der Persönlichkeit

    Apr
    2017

    20


    Wunschbrunnen
    Viele schamanisch Reisende wissen, dass das Auftauchen eines Brunnens in der Anderswelt oft einen Durchgang in sich birgt. Dieses "Wissen" zeigt sich in manchen Abwandlungen: sei es der Eingang des Hasenbaus bei Alice im Wunderland oder der Brunnen bei Frau Holle mit Goldmarie und Pechmarie. Die Schamanenstube betreibt seit 2008 den Wunschbrunnen. Was steckt hinter diesen magischen Durchgängen und wo führen sie hin?


    Magische Durchgänge und das Tor von Frau Holle

    Es braucht eine gewisse Portion Mut, durch so einen Durchgang hindurch zu gehen. Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich in Ihrer Geistwelt und begegnen vielleicht einem Brunnen. Wie im alltäglichen Leben zieht es Sie hin und Sie möchten hinein schauen. Dieser Drang ist faszinierend und wirkt auf die meisten Menschen. Man hat das Gefühl, etwas zu entdecken. Es geht eine magische Anziehungskraft von Brunnen aus. Das merkt man auch bei anderen Portalen und Durchgängen. Wir erwarten darin immer etwas Gutes und Schönes.
    Das Hineinspringen in einen Brunnen ist dann aber ein anderes Kaliber. Selbst wenn man weiss, dass sich in der Anderswelt eine neue Gegend auftun kann, braucht es eine Überwindung, hinein zu springen. Diese Überwindung erinnert an Selbstmord. Goldmarie fiel zwar in den Brunnen zu Frau Holle, aber Pechmarie sprang willentlich hinein. Die Gier nach dem Goldtor war in Pechmarie stärker als die Gefahr. Kann diese Gier so stark werden, dass man sein Leben aufs Spiel setzt? Im Märchen konnte sie das. Eine gewisse Portion Fatalismus ist da ziemlich sicher dabei. Pechmarie wusste, sie kommt zu Frau Holle und durch das Tor, aus dem es Gold regnet, wieder zurück. Dieses Wissen reichte ihr für die Sicherheit. Würde Ihnen das auch reichen? - Nun zum Glück müssen wir nie in Brunnen springen. Wir machen das subtiler: wir opfern uns für Arbeitsstellen auf, für Menschen und vieles mehr. Den gezielten Sprung umgehen wir, indem wir uns gerne verausgaben, uns über unsere Kräfte belasten. Welches Tor zurück zur eigenen Realität finden wir eigentlich dabei, ist es aus Gold oder aus Pech? Das lassen wir hier gerne offen.


    Der Wunsch im Wunschbrunnen

    Vielleicht hegen Sie einen Wunsch. Unser Wunschbrunnen verleitet dazu, diesen Wunsch in Worte zu fassen. Es gibt da ja eine Eingabemaske für Text. Diese erste Hürde empfinden wir als den wichtigsten Schritt. Das Erkennen eines inneren Bedürfnisses kann noch weit davon entfernt sein, es auch formulieren zu können. Die meisten Wünsche im Brunnen sind einfach gehalten. Das macht Sinn, denn unser Unterbewusstsein versteht keine komplexen Dinge.


    Anleitung zum Wünschen » Die Anleitung zur Wunschformulierung aus dem Wunschbrunnen

    Es gibt beim Formulieren ein Problem: wir Menschen sind lösungsorientiert. Der Wunsch nach einer verbindenden Liebe kann schnell als Lösung formuliert werden. Diese Lösungen sind zuweilen weit weg vom eigentlichen Bedürfnis. Ein Wunsch kann dann z.B. heissen: "Ich wünsche, dass A. mich liebt".
    Neben der Tatsache, dass dieser Wunsch eine Verwünschung darstellen würde und nicht zugelassen werden würde, ist seine Erfüllung vielleicht gar nicht das Gelbe vom Ei. Das Bedürfnis nach Liebe würde zwar durch A.'s Liebe erfüllt. Es fehlt dabei aber das Bedürfnis selbst. Es ist nur noch die Lösung da. Damit entfernt man sich ein Stück von der Authentizität, die einen Herzenswunsch ausmacht. Wie müsste man das denn sonst zum Ausdruck bringen? Wie steht es mit: "Ich wünsche mir, geliebt zu werden"? Dieser Wunsch ist etwas näher beim inneren Bedürfnis. Er ist aber ungenau, das liesse sich auch mit einem Haustier bewerkstelligen. Das ist mit ein Grund, weshalb der Wunschbrunnen nur Wünsche zulässt, die mit einem selbst zu tun haben: es geht um den Fluss der Kraft. In den obigen Beispielen sind wir in der Richtung unterwegs, dass im Aussen etwas passieren soll. So kommt es auch zum Gedanken an magische Brunnen, die etwas für einen geschehen lassen. Dass es sich um einen Durchgang handelt, vergisst man dabei. Wie formuliert man es, wenn man sich auf sich konzentriert und seinem inneren Wunsch Ausdruck verleiht? - "Ich wünsche mir, meine Liebe in mir aufleben zu lassen und im Aussen damit zu wirken". Das könnte ein Wunsch sein, der starke Wirkung zeigt. Ob A. damit eingelullt wird, bleibt dem Erhaltenden der Kraft frei gestellt. Es geht um das innere Bedürfnis, dem Kraft verliehen werden soll.


    Mut zum Wunschbrunnen

    Braucht es Mut, einen Wunsch in den Wunschbrunnen gleiten zu lassen? Man hat ihn formuliert, spürt das eigene Bedürfnis darin und kann diesen Wunsch mit den geschriebenen Worten selbst aussprechen. Er entspricht einem und man sieht sich selbst in diesem Wunsch. Damit wird er sehr persönlich und privat. Soll man nun so etwas in einen Wunschbrunnen geben, damit andere ihn mit Kraft erfüllen? - Das braucht schon einiges an Mut. Vielleicht ist darin auch eine gewisse Portion Fatalismus zu finden. Indem der Wunsch nun wirklich aus dem Innersten kommt, ist es so, als ob man sein Innerstes in einen Brunnen wirft. Da ist die Version mit dem magischen Brunnen schon unverfänglicher.
    Wenn der Wunschbrunnen der Schamanenstube zum Formulieren eines Herzenswunsches führt, dieser aber nie in den Brunnen geworfen wird, ist der Sinn des Brunnens eigentlich erfüllt. Von einigen der Meditierenden für die Wünsche wissen wir, dass sie erst begannen, selbst Wünsche in den Brunnen zu legen, nachdem sie sich einige Zeit vor der Kugel im Brunnen aufgehalten haben. Das Vertrauen, was da unten mit den Wünschen passiert, muss erst wachsen. Ein Verständnis setzt mit der Zeit ein. Solange man Bedenken oder Zweifel hat, kann man ruhig weiter um den Brunnen kursieren. Diese Zeit kann viel bringen: man findet die Musse, einen Wunsch in die richtigen und passenden Worte zu kleiden.
    Dieses Wunschkleid nennen wir im Schamanismus eine Ordnung. Diese verhält sich ähnlich einem Weg. Ein Weg führt zu etwas hin und zeigt einem, wie man auf Kurs bleibt, indem man dem eigen gelegten Weg folgt. Die Lösung besteht also nicht im Ziel, sondern in der Richtung auf das Ziel. Mit dem Gedanken, dass es sich um Durchgänge handelt, kann man diese Ordnung auf den eigenen Lebensweg legen. Aus dem Innersten heraus in den Alltag hinein. Schön kann auch der Gedanke sein, der Wunsch wird in die Zukunft gelegt, damit man ihm begegnen kann. Damit ist der Wunschbrunnen eine Verbindung, ein Portal zwischen Innenwelt und Alltagswelt. Er stellt eine Verbindung zwischen Herz und eigenem Schicksal dar, das mit dem Wunschzettel geformt wird.
    Ein persönlicher Wunsch ist eine persönliche Ordnung, in welcher sich die eigene Kraft bewegen soll. Ordnungen werden stärker, wenn Kraft durch sie hindurch fliesst. Das Fliessen der Kraft der Meditierenden hat den Zweck, dass die Ordnung stärker wird. Der Weg zum persönlichen Glück wird gebaut und gefestigt. Je persönlicher ein Wunsch ist, desto stärker können die Meditierenden diesen Wunsch auch nachvollziehen: wir Menschen sind uns in unseren tiefen, inneren Gefühlen sehr gleich. Vielleicht ist es sinnvoll zu sagen: je mehr Sie selbst von Ihrem Wunsch berührt werden, je stärker kann er sich durch den Wunschbrunnen erfüllen. Die gespendete Kraft kommt ohne Eigendünkel an: sie bewegt sich in der gelegten Ordnung der Worte des Wunsches. Damit wird diese stärker.










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