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  • schreibt über Schamanismus

    Das Erstarren der Kraft im Winter. Wie die Kälte alles zum Stillstand bringen kann und das Winter-Ritual der Wünsche

    Dez
    2015

    02


    Fensterladen-Figur

    Einstimmung auf den Winter


    Es gehen vor Anfang Dezember schon einige Wochen ins Land, die Kälte bringen und die Jahreszeit Winter einläuten. Die Bewegung der Natur kommt wohl bald zum Stillstand, alles wird erstarren und seine Kraft in sich verschlossen haben. Kann man in diese Bewegung mitgehen, seine Kraft ebenso erstarren lassen und das Leben auf ein Minimum reduzieren? - Schamanismus versucht die Bewegung der Natur auch emotional nachzuvollziehen. Wie sieht das beim Erstarren aus?


    Winter Starre

    Was uns die Natur im Dezember vormacht, erscheint auf den ersten Blick schwierig nachzuvollziehen. Uns kommt das Abnehmprinzip von Peach Weber in den Sinn: man isst, solange der Mond zunimmt und macht mit. Sobald der Mond abnimmt, meint Peach: "soll er doch"...
    Sollten wir uns der Naturbewegung verwehren und beim Gang hinein in das winterliche Erstarren besser nicht mitmachen? Schliesslich müssen wir Menschen weiter arbeiten und brauchen unsere Kräfte. Würden wir dem Beispiel der Natur folgen, hiesse das, wir ziehen unsere Kraft in uns hinein, verschanzen uns und erstarren in lebloser Ruhe? Um uns herum fetzen eisige Winde vorbei und wir warten einfach?
    Das wird nicht gehen.
    Es muss wohl anders laufen.
    Die Vorbereitung auf den Winter, die wir uns normalerweise zu Gute führen, besteht gerne aus dem Wechseln der Autoreifen, dem Zusammenrechen der gefallenen Blätter im Garten für den Igel und dem alljährlichen Anwerfen des Cheminée-Feuers oder der Heizung. Es stellen sich Gedanken ein, dass das Autofahren schwieriger wird und die Winterkleider ausgekramt werden müssten. Der Tatendrang vor dem Wintereinbruch scheint also vorhanden zu sein. Die Bedrohung "Winter" bringt uns ins Tun. Sie drängt einen hinein in die Wärme und man schützt sich vor der Kälte draussen. Was kann man für sich selbst tun?


    Emotionale Winter-Bewegung

    Es hilft vielleicht folgende Sichtweise: besonders die Flora zieht ihre Kraft in sich hinein, um sie vor der eisigen Kälte zu schützen. Es gibt unter diesem Vorgang also ein Bedürfnis. Es findet sich eine leicht anders geartete Bewegung: sie dient dem Schutz, dem Schutz vor Kälte und eisiger Härte.
    Das erlaubt es auch uns Menschen, unsere Schätze in Sicherheit zu bringen. Mit Schätzen meinen wir Ideen, Pläne, Aussichten und Wünsche. Die Einstimmung auf den Winter darf zu einem Resümee führen: welche Dinge möchte ich über den Winter bewahren und nächstes Jahr wieder zum Weiterwachsen bringen?
    Die Schatzsuche darf beginnen...


    Spatzen - Sperlinge

    Selbst-Definition

    Man sitzt in der Wärme. Draussen tobt die Bise um die Hausecken. Für viele Menschen ist es ein schönes Gefühl, am Fenster zu sitzen und der Kälte draussen zuzuschauen. Die Wärme der Wohnung schafft Geborgenheit und vermittelt eine behagliche Ruhe. In so einer oder ähnlichen Stimmung können Gedanken aufsteigen, ob man alles, was emotional zu einem gehört, in diese Wärme mitgenommen hat oder ob noch was da draussen rumschwirrt. Um sich dazu selbst besser spüren zu können, kann das Einlullen in eine Decke helfen und eine heisse Schokolade, die mit etwas Pfeffer versetzt von innen her wärmt und einen so den Körper spüren lässt. Es darf sich ein Gefühl der Selbst-Wahrnehmung einstellen, indem man den Körper spürt und ihn mit der Decke und dem Verwöhnen durch Geschmack verwöhnt.


    Zeit für sich

    Sich der angenehmen Ruhe am warmen Feuer hinzugeben, birgt vorteilhafte Bewegungen in sich. Nach schon kurzer Zeit findet eine Entschleunigung statt, die körperlich spürbar wird. Diese sich verlangsamende Bewegung schafft neue Horizonte, neue Ausblicke und andere Sichtweisen. Der Rückzug der Kraft der Pflanzen muss also nicht ein Absterben sein, sondern kann eine Verlangsamung derselben Kraft sein.
    Das Atmen wird langsamer, es wird tiefer. Es wird ruhiger.
    Die Gedanken dürfen dieser Entschleunigung folgen und sich länger als gewohnt in Bildern aufhalten, um nicht gleich wieder im nächsten Bild sämtliche notwendigen Wertungen schon angehen zu müssen.
    Gibt es etwas, was ich in mich integrieren möchte? - Was habe ich denn?
    Da ist bei vielen die Familie, Menschen und Freunde. Ist jeder davon einen tiefen Atemzug wert? - Vielleicht atmet man die Gedanken an manche Menschen länger und bleibt verhaften in seinem eigenen Gefühl zu diesen Menschen. Die Veränderung der Sichtweise kann dazu führen, dass einem auf einmal Dinge klar werden und man jetzt weiss, was zu tun ist. Es hilft, neben der Kakao-Tasse einen Block mit einem Stift parat zu haben, damit man die geschaffene Ruhe nicht ständig wieder verlassen muss.
    Man hat vielleicht auch einen Job, eine Arbeit oder ein Hobby. Gehört das zu mir? - Atmet man es, spürt man vielleicht, wie sich die Dinge ändern könnten, um tiefer in sich hinein geatmet werden zu können. Das tiefere Einatmen führt zu einem Integrationsgefühl für das Richtige und legt vielleicht schon Ordnungen, wie sich Dinge zum Besseren wenden werden.
    Eine Kerze am Fenster mag die Dinge erreichen, die weiter von einem weg sind. Die Flamme über dem Wachs darf mit atmen und Verbindungen schaffen. So lässt sich Eigenes zu einem bringen.


    Winter-Feuer

    Wurzelkraft

    Mit dem Einatmen von Ideen, Wünschen, Plänen und neuen Wegen dürfen diese Schätze den Weg nach innen finden. Nach innen in den eigenen Schutz, in die eigene Geborgenheit, tief in sich drin. In der Umarmung der Decke gehalten, füllt sich das Innere mit all dem, was man ist und sein will. Das darf sich zu einem Ankommen bei sich selbst entwickeln, einer Zeit, da man sich selbst in die eigene innere Kraft und Sicherheit wiegt.


    Ein Ritual zu Yul

    Es ist noch Zeit bis Yul, der Wintersonnenwende. An diesem Abend (vom 20.12. auf den 21.12.) gibt es viele alte Rituale. Noch heute werden Yul-Feuer entzündet, um die Wiederkehr der Sonne zu begleiten und zu feiern. Auf Yul folgen die sogenannten Raunächte. Das sind die rauen Nächte, die über das Land fegen und in ihrer klirrenden Kälte mit sich reissen, was nicht festgemacht ist.
    Die eingeatmeten Wünsche und Träume, Ziele, Pläne und Ideen, die man auf jeden Fall im neuen Jahr angehen möchte, kann man schon jetzt symbolisch aufbewahren. Man kann Tonka-Bohnen, Pflanzen-Samen, Perlen, Maiskörner oder anderes nehmen, um für jeden inneren Samen eines parat zu legen. So können sich um die Kerze viele Bohnen finden, die nun die Ordnung des neuen Wachstums in sich bergen dürfen, quasi als Wunschbohnen. Das Einpflanzen in die nach den Raunächten beginnenden Naturkräfte des Wachstums kann die natürliche Wachstums-Bewegung für die eigenen Ziele mit unterstützen.
    Das Ritual selbst ist einfach durchzuführen. Die Vorbereitung ist schwieriger: das emotionale Beschäftigen mit sich selbst und das klare Finden der Wünsche. Gut vorbereitet können die Samen am 20.12. ins Erdreich gegeben werden. Man gräbt ein tieferes Loch, gibt seine Wünsche hinein und überdeckt sie wieder gut mit Erde. So können die Raunächte darüber hinweg fegen, ohne den Keimlingen etwas anhaben zu können. Der schützende Mantel der Erde sorgt für ihr Bestehen und versorgt sie danach mit der Bewegung ins neue Leben.

    Die Schamanenstube wünscht eine schöne und geborgene Winterzeit!



    • NAMASTÈ schreibt am 05.12.2015

      Wundervolle Texte und Wünsche in der gegenwärtigen, tumulten Zeiten....WUNDERBAR..... Ich wurde warm in die Herzwurzeln und werde behutsam die Wortschätze in meinen Herzen umarmen und sie da verweilen zu lassen und dadurch Geborgenheit und Wärme zu empfinden........Ich retourniere auch gleichzeitig schöne Zeit und viel Wärme zurück........Vielen lieben Dank und viele liebe Grüsse. I.L.
    • NAMASTÈ schreibt am 05.12.2015

      Warum war der Text nicht angenommen? Warum nicht Eine kleine Instruktion, wie die Antwort gewünscht sein soll?! Sehr eigen-tümlich! Grüsse......I.L.
    • Schamanenstube schreibt am 05.12.2015

      Sali I.L.
      Wir müssen die Kommentare vorher anschauen, um nicht ständig mit Werbung zugemüllt zu werden. Eigentlich sollte da stehen: Der Eintrag wartet auf Freischaltung. Die Prüfung erfolgt manuell, das braucht manchmal etwas Zeit.
      Wir freuen uns über Deinen Kommentar. Wir finden auch, in so einer Zeit darf es Schönes geben.
      Herzliche Grüsse, die Schamanenstube


  • schreibt über Schamanismus

    Visionen in der Umarmung der Natur - Schamanimus und der Selbstwert auf Visionssuchen durch Selbstfindung mit z.B. Murmeltieren

    Jul
    2015

    24


    Murmeltiere

    Visionen auf Visionssuche


    Da sitzt man nun, allein, wie man denkt. Die Visionssuche hat begonnen und die Zeit beginnt zu verrinnen. Allein ist man allerdings nicht: die Natur um einen herum bettet einen immer tiefer in sich hinein. Anfangs scheue Tiere wie hier die Murmeltiere zeigen nach und nach Vertrauen und sehen in dem da sitzenden Menschen, der mit irgendetwas beschäftigt zu sein scheint keine Bedrohung mehr. Die Umarmung der Natur beginnt...

    Gerne darf einem auf Visionssuche bewusst werden, dass man sich von der Welt zurück zieht und dennoch Teil eines anderen Systems wird: der Natur.
    Nachdem die ersten Stunden mit Gedanken in die Alltagswelt verflogen sind, kann sich das Gefühl einstellen: ich bin allein. Man sieht sich an, sieht die Füsse und Hände, spürt sich atmen. Hier bin ich nun.
    Der Blick schweift über die Umgebung und findet an vielen Stellen schöne und Ruhe einflössende Dinge. Regungslos sitzen zwei Murmeltiere auf dem nahe gelegenen Stein. Nur ihre Kontouren sind zu sehen. Dann ein schriller Pfiff: und weg sind sie. Warum haben sie gepfiffen? - Bald wird klar, dass weiter unten Wanderer vorbei ziehen.

    Die Umarmung der Natur

    Mit dieser Warnung der Murmeltiere fühlt man sich auf einmal am rechten Platz: wenn sie pfeifen, kommt jemand. Darauf kann man sich verlassen und eigenes, inneres Vertrauen kann aufsteigen.
    Die Natur sorgt sich um einen. Wir sind nicht mehr ohne weiteres fähig, uns von der Natur direkt zu ernähren, aber sie kann sich um unsere Gefühle kümmern und um unsere Körper.
    Schmetterlinge landen auf dem Bein, das noch eine Verletzung hat. Erst einer, dann zwei. Mit ihren feinen Rüsseln tasten sie alles ab und laben sich am Salz. Doch es geschieht mehr: die Empfindung darf dahin gehen, dass sie einem in der Tat die Verletzungen nehmen.

    Zwergen Haus

    Der Selbstwert

    Die Umarmung der Natur bewirkt gerne eine Neu-Bewertung des eigenen Seins: man bemerkt, es für die Natur wert zu sein, umarmt zu werden. Das kann den Selbstwert steigern. Die Wahrnehmung von einem Selbst in der Natur führt weiter dazu, dass man sich als Teil der Natur empfinden kann. Das verbreitert das eigene Ich gerne und man dehnt sich als Wesen der Natur über die Umgebung aus. Alles erscheint einem bekannt und vertraut.
    Diese emotionale Einbettung in die Umgebung lässt ein Vertrauen hochkommen: ein Vertrauen, die eigenen Dinge in den Schoss der Natur legen zu können und darin Sinn zu finden.
    Die Visionen können beginnen....

    Selbstfindung durch Selbststellung

    So kann es passieren, dass man auf einmal vor dem Eingang eines kleinen Zwergenhauses steht und sich als sich selbst ganz wahrnimmt. Ein tiefes Empfinden von Hilfe und Verständnis lässt einen ganz zu sich stehen. "Die Natur lügt nicht", kann als Gedanke aufsteigen. So wird man sich auch gänzlich sich selbst stellen und das auch Zeigen. Man stellt sich hin vor den Eingang zu sich selbst.
    Die Selbstfindung hat in diesem Moment bereits begonnen: das Stellen des eigenen Selbst vor dem innerlich ausgebreiteten Ich in der Natur ist ein grosser Schritt.
    Was bin ich? Wer bin ich? Was bin ich wert?
    Der innere Kern wird gezeigt.

    Zwerg Aufrichtig und ehrlich sich hinstellen kann dazu führen, dass ganz persönliche Wahrnehmungen geschehen. So kann aus einer Baumrinde eine Zwergen-Gestalt hervortreten und einen betrachten.
    "Bin ich es wert?"
    Nicht schamanisch Praktizierende können in dieser Art des Rückzugs ebenso Stimmen hören, oder aber auf emotionale Art und Weise ihre Gedanken beantwortet bekommen. Authentizität ist hier ein Garant für ein Weiterkommen.
    "Ja, das bist du."
    Weiter braucht es den Mut, über die illusionierte Gefahr des Durchknallens zu gehen und sich wie ein kleines Kind getrauen, die Welt gänzlich anders wahrzunehmen. Und keine Sorge: die Murmeltiere würde pfeifen, käme jemand und könnte das sehen. Man ist allein. Es gibt niemanden, der empfundene Scham aufkommen lassen könnte.

    Visionen

    Gerne geschieht es auf Visionssuchen, dass man nach solchen kind(l)ischen Gesprächen mit Geistern in einen tiefen Schlaf fällt. Die Umarmung der Natur wiegt einen am helllichten Tag in den Schlaf und man begeht in seinen Träumen ganz neue Wege.
    Eine Verschiebung der Gewichtungen im Leben kann stattfinden: oft sind es nicht die Probleme, die Probleme verursachen, sondern deren Gewichtung, die man ihnen angedeihen lässt.
    So kann sich in einem felsigen, festgefahrenen Leben auf einmal der Berg auftun und der Weg wird klar: man findet die Lösung, wie es weiter gehen soll. Alte Muster kann man abschütteln und die eigentlichen Bedürfnisse wieder wahrnehmen.
    Dieses Wissen über den eigenen Weg kann von einer Visionssuche mitgenommen werden. Alles wird klar.

    Durchblick


    • Wada schreibt am 16.07.2015

      wundervoll!
    • Gast schreibt am 23.07.2015

      Von Herzen Danke!


  • schreibt über Schamanismus

    Pareidolie: Gesichter erkennen und die schamanische Wahrnehmung. Schamanismus, Angst und Glauben.

    Jun
    2015

    26


    Menhir

    Lachende Gesichter im Wald


    Viele Menschen haben eine ausgeprägte Fähigkeit, sehr schnell und fast überall Gesichter zu erkennen. Das nennt sich Pareidolie. Als Gegenteil davon gibt es die Prosopagnosie: die Unfähigkeit, Gesichter zu erkennen. Diese Erscheinungsform lässt Menschen sogar bekannte Gesichter anderer nicht sehen. Man nennt sie auch Seelenblindheit. Wir haben in unserem Blog schon viele solcher Bilder gezeigt. Ganze Wesen und Gesichter sind erkennbar. Das Problem der schamanischen Wahrnehmung ist: es gibt keine Kamera, die Bilder der Reise machen könnte.
    Die Pareidolie ist in unseren Augen nicht weit weg von der Wahrnehmungsqualität schamanischer Reisen. Unterschiede gibt es insbesondere in der Bild-Bewegung. Die Pareidolie beschränkt sich auf Standbilder. Die Wahrnehmung von Bewegungen vermittelt einen etwas weniger rein illusionierten Eindruck.
    Es gilt in schamanischen Trancezuständen klar zu unterscheiden, was geglaubt werden will und was der Illusion der Pareidolie angehört. Wie immer ist Training angesagt: die ganz persönliche Auseinandersetzung mit einer Wahrnehmung eines Gesichtes und dem körperlich werdenden Gefühl, ein Wesen vor sich zu haben.

    Pareidolie-Übungen

    Um sich der Unterscheidung zwischen Pareidolie und schamanischer Reise zu nähern, darf es sich lohnen, sich der Pareidolie zu widmen. Viele haben das als Kind schon getan: in einer Wiese liegen und Tiere, Gesichter und ganze Szenen in den Wolken ausmachen.
    Eine schöne Übung ist es, sich vor ein erkanntes Gesicht im Normal-Bewusstsein zu setzen und es lange anzustarren. Dabei kommt dem einen oder anderen gerne das Gefühl auf, vor einem Wesen zu sitzen und nimmt dieses Wesen auch körperhaft wahr. Der Wechsel in den schamanischen Bewusstseinszustand kann einen nun an den eigenen Willen heranführen, dasselbe in der Anderswelt etwas wahrnehmen zu wollen. Das erlaubt das ganz private Werten der eigenen Wahrnehmung.
    Ein Problem dieser Übung kann sein, dass durch die Aufmerksamkeit sich wie in ein Steinmännchen tatsächlich ein Wesen einfindet.

    Baum Gestalt

    Gefahren der Pareidolie

    Die Unterscheidung zwischen Glauben und Wollen, dass da etwas ist, kann bis zu dogmatisierten Trugbildern führen. Harmloser sind all die in T-Shirts ausgeschwitzten Elvis-Figuren, schwieriger wird es mit sogenannten Reliquien der Religionen.
    Es verhält sich eigentlich wie immer: man kann Pareidolien und schamanische Wahrnehmungen für sich praktizieren und davon sprechen, oder sie als für eine der einzigen Wahrheiten im Aussen verkaufen.
    Eines der persönlichen Probleme kann Angst hinter dem Erkennen von Gesichtern und Wesen sein. Da das Gesicht selbst eine Erwartung des Gehirns ist, kann in unseren Augen auch die unbewusste Bedrohung sich in der Begegnung mit Pareidolien zeigen. Das kann dann seltsam ausarten.

    Nutzen der Pareidolie

    Aus der Gefahr heraus, Erkanntes als ultimative Wahrheit zu interpretieren, kann auch ein Nutzen entstehen. Man stelle sich bitte vor, man sitzt vor einem Steingesicht und nimmt wie im Bild oben den Stein als ein ganzes Wesen wahr. Schamanisch bittet man die Waldwesen, sich vom Stein fern zu halten und dem Steinwesen selbst bietet man ein selbstgebautes Steinmännchen für die Zeit.
    Nun kommt dennoch in einem das Gefühl auf, da sei ein körperliches, lebendiges Wesen. Diesem Gefühl auf den Grund zu gehen, mag den einen oder anderen an einen tief verankerten Glaubenswillen führen. Dabei können Grundmauern der eigenen Existenz verletzt werden: besonders, wenn man versucht, diese Axiome des Lebens zu durchbrechen. Die kritische Frage kann lauten:
    Warum will ich an etwas glauben?




  • schreibt über Schamanismus

    Die Notwendigkeiten des Wachstums und das Geheimnis der Natur, die im Schamanismus zur Pflege aufrufen kann, wie z.B. mit Reparaturen von Ordnungen

    Feb
    2015

    15


    Chaos

    Das Wuseln im Untergrund


    Man sieht noch nichts von den bald erscheinenden Gräser, Blümchen und den neuen Knospen an den Bäumen. Doch sind sie da, noch im Untergrund am Wuseln. Schon bereit für den Frühling. So stellt sich die Schamanenstube die Frage: sind wir Menschen das auch? - Gibt es Anzeichen davon, dass die Ordnungen unseres Lebens sich wie jedes Jahr neu entfalten mit der Kraft der Sonne in unseren Breitengraden?
    Es ist Mitte Februar, Kälte und Schnee sind vielerorts noch vorhanden und zeigen klar: es ist noch Winter. Die Natur hat zu Yul einen Wandel vollzogen: die Tage wurden wieder länger. Kaum merklich geht die Sonne morgens früher auf und abends später unter. Die Natur hat interessante Zeitmesser, um herauszufinden, wann der Termin fürs Wachsen da ist. Wir erinnern uns an eine Technik wie bei einem Bi-Metall: wirkt lange genug Licht ein, kippt der Terminmesser wie ein Schalter um. Ab dann heisst es: wachsen Marsch!

    Gesetzte Ordnungen

    Zur Wintersonnenwende haben wir Ordnungen tief in den Boden hinein gesetzt. Dort waren sie wohl behütet vor den Rauhnächten am Schlummern. Nun tauchen die ersten Änderungen auf. Ob wir diese bewusst herbeigeführt haben oder nicht, macht keinen grossen Unterschied. Die gesetzten Ordnungen wollen sich nun so langsam entfalten. Und überall ist schon zu spüren, dass etwas vor sich geht.

    Alles klar

    Notwendigkeiten

    Derzeit merken wir am eigenen Leib erste Anzeichen. Wir sind noch müde und kommen nicht so recht in die Gänge, dennoch treten Ereignisse ein. Es sind Ereignisse, die wir eigentlich gar nicht möchten: es handelt sich um Reparaturen.
    Google z.B. meint, wir müssten unsere Website mobil-tauglich machen. Das nervt in erster Instanz, aber man macht halt, was sein muss. Reparaturen an den gesetzten Ordnungen im Untergrund korrigieren jetzt, was für das weitere Wachsen wichtig sein wird. So nervig das ist, so sinnvoll kann das sein. Auf gewisse Art bestätigt die Notwendigkeit der Reparaturen auch, dass man auf dem richtigen Weg ist.
    In diese Zeit fallen auch Neu-Anschaffungen. Man kann monatelang unentschlossen über ein zu kaufendes Produkt nachdenken. Jetzt ist die Zeit, es zu kaufen, wenn es sich auf einmal wieder meldet.

    Pflege

    Was im Sommer nach Litha zur Reife hin gepflegt werden will, kann jetzt ähnlicher Pflege bedürfen, wie in den erwähnten Reparaturen.
    Die Pflege widmet sich aber den noch aufstrebenden Strukturen, die sich erst richtig aus den Wünschen zu Yul formen. Die unbändige Kraft des Wachsens ins Jahr hinein kann man mit der Kraft der Rune Uruz vergleichen: aufstrebend und dabei nicht Mit-Wachsendes verdrängend. Derzeit ist diese Kraft in unserem Spüren noch nicht sehr stark, aber wuselnd im Untergrund vorhanden. So ist für uns auch kein Übereifer notwendig, sondern eine behende Pflege. Einfach das richtig stellen, was nicht so recht will.
    In diese Ruhe setzen wir nächsten Montag den geplanten Event: den Abend der Ruhe. Es darf darin entstehen, was kraftspendend sein wird.











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