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  • schreibt über Schamanismus

    Der unerwartete Tod eines Menschen im Frühjar: Rituale und die Ehre des Sterbens und Lebens.

    Apr
    2014

    18


    Mystischer Garten

    Sterben im Frühjahr


    Die Pflanzen haben begonnen zu spriessen, zeigen bunte Farben auf dunklem Gehölz. Ein neues Sonnenjahr beginnt. Alles erwächst zu neuem Leben. Ist es nicht einfach nur schön, diesem Werden bei zu wohnen? - Wie kommt man dazu, nun zu sterben?

    Pläne sind geschmiedet: der Zusammenzug in ein gemeinsames Heim, der Ausbau dieses Heims, um glücklichen Zeiten entgegen zu treten. Alles ist nach vorne gerichtet, das Leben läuft.
    Und da stirbt einer der beiden. Einfach so. An einem Abend, nach einem schönen Wochenende voller Gemeinsamkeit. Einfach so. Kein Unfall, keine Krankheit. Einfach so.

    Unverständnis

    Man sucht nach Erklärungen, nach Verstehbarem. Irgendetwas soll Halt geben. Das menschliche Gehirn ist so gestrickt, dass Dinge begreifbar werden sollen. Doch dies geschieht nicht.
    Und man spürt die Anwesenheit, die Nähe, die Verbundenheit mit dem verlorenem Menschen.

    Was tun im Todesfall?

    Der zuweilen fast unbändige Drang, etwas tun zu müssen in diesem Schockzustand, kann einer anderen Hilflosigkeit anheim fallen: was muss ich denn tun?
    Unsere Liste: was tun im Todesfall haben wir ca. 1988 erstellt, um zumindest Anhaltspunkte zu haben. Ähnliche und vielleicht bessere Listen finden sich heute sinnvoller Weise überall im Netz. Und das nicht nur für die Schweiz.

    Die Ehre des Lebens

    Es bleibt das Ehren. Das Ehren des Lebens des Verstorbenen, das Ehren der Verbindung, das Ehren der Liebe. Die Ehre bringt einen dem Verlorenen nahe, lässt ihn umarmen und seinen Platz bei sich zu finden. Sie verbindet und stärkt beide. Man legt die Hände ineinander und spürt den ersehnten Halt. Das Begleiten von Menschen in Trauer darf Raum schaffen. Es kann richtig sein, dem Trauernden nicht das Gefühl zu geben, sich um die Begleiter zu kümmern zu müssen.




  • schreibt über Schamanismus

    Der Weihnachtsbaum und die Rauhnächte. Böse Geister aus der Betrachtungsweise des Schamanismus und des Keltenkalenders.

    Dez
    2013

    21


    Weihnachten mit Grünzeugs

    Der Brauch der Weihnachtsbäume

    Das christliche Weihnachtsfest wird je nach christlicher Abteilung mit einem Weihnachtsbaum begangen. Dieser Brauch hat vor ein paar hundert Jahren Einzug genommen. Am 6. Januar werden sie dann entfernt, weil den Christen da Gott erschien.
    Dieselbe Zeit war vor den Christen schon aus den Kalendern der Kelten, auch der Griechen etwas Spezielles. Das Jahr wird in zwölf Monate unterteilt. Ein Mondmonat dauert astronomisch etwa 29.5 Tage. Da fehlen aufs Jahr gerechnet noch zwölf Tage, respektive Nächte. Es geht also nicht ganz auf, das Jahr in Monate zu unterteilen. Heute kompensieren wir das mit unterschiedlichen Montasdauern und Schalttagen, damit wir einigermassen hinkommen.
    Die ungenaue Zeitaufteilung war schon sehr früh den Menschen bekannt. » der Keltenkalender

    Böse Geister zu den Rauhnächten

    Zur Wintersonnenwende am 21. Dezember wurden und werden heute noch Feuer entzündet, die sogenannten Yul-Feuer. Die kürzeste Tag im Jahr bedingt die längste Nacht. Mit den Yul-Feuern wird der Wendepunkt begangen, da die Sonne wieder kommt.
    Die fehlenden Tage im Kalender beginnen je nach Interpretation und Kalender um die Nacht vom 25. Dezember.
    Die Wahrnehmung der Schamanenstube darf hier abweichen. Warum dem so ist, können wir auch nicht ausführen. Wir nehmen die Nacht vom 6. auf den 7. Januar noch als zugehörig wahr und beginnen in der Nacht vom 25. auf den 26. Dezember.
    Sprechen wir auch von bösen Geistern?


    Die bösen Geister
    Der Boden ist meist hart gefrohren, die Natur rauh und tief ausharrend. Es wirkt emotional leer über dem Boden. Die Nächte erscheinen voller Aktivität, die nicht von einem selbst ausgeht.
    In die Häuser werden Tannenzweige, bei den alten Griechen Lorbeer-Zweige gebracht. Siehe auch die Barbarazweige. Leben, grün und Verästelungen sollen es vorbeiziehenden Geistern verunmöglichen, sich im Haus niederzulassen.
    Die Menschen verbringen diese Zeit drinnen, die Räume erhellt von Kerzen und Lampen. Es ist ja auch kalt. Weihnachtbäume
    Die Aufzucht und das Abholzen der Weihnachtsbäume ist ein grosses Geschäft. Der Brauch des Weihnachtsbaums hat viele geprägt und will auch heute gelebt werden. Es gibt den Menschen ein behagliches Gefühl. Eine Auszeit. Emotinal ist das sicher was Gutes. Von der Ökologie reden wir nicht.
    In den Verästelungen des Chaos in einem Selbst kann Ruhe einkehren. Besinnung auf sich selbst und Neu-Ordnung.
    So nehmen wir das Yul-Feuer, um uns die Freiheit zu geben, uns um uns selbst zu kümmern ohne eine Zielrichtung. Wir geben unsere Pläne, Träume, Ziele und Richtungen vertrauensvoll in den Boden hinein. Gut verpackt, um mit der Beständigkeit der Natur wieder aus dem Boden zu spriessen. Zu gegebener Zeit.
    Das gibt eine Zeit frei von Lasten. Wir können die Verästelungen in uns selbst betrachten, sie zur Ruhe bringen, neuen Boden schaffen. Vergehen
    Werden und Vergehen gehören zum Leben dazu. Die Zeit der Rauhnächte zeigt zuweilen auf, dass das Wehren gegen das Vergehen das Vergehen selbst erst zulässt. Das Ordnen des Inneren, ohne seine Ziele verfolgen zu müssen, darf lebensfreundlich sein. Es ist zuweilen richtig, sich nicht zu kümmern, sondern sich die Auszeit vor dem inneren Streben zu gönnen.
    Wellness für die Seele.




  • schreibt über Schamanismus

    Barbara Zweige zum 4. Dezember. Wir bringen Leben in die Rauhnächte der Schweiz. Die Geheimnisse Ägyptens erfüllen unsere Räume. Secrets egypt bringt uns die Kraft der Sonne in ihren Gewürzen.

    Dez
    2013

    07


    Barbarazweige

    Barbara Zweige und die Rauhnächte


    Am vierten Dezember werden traditionsgemäss die sogenannten Barbara-Zweige ins Haus gebracht. Ihren Namen haben sie aus christlicher Geschichte, vorher hiessen sie eher "Lebensruten".
    Die gepflückten Zweige von Obstbäumen werden ins Wasser gestellt und blühen zum Beginn der Rauhnächte. Mit diesem Brauch kommt Leben ins Haus, das in den Rauhnächten seine Fühler ausstreckt und dem Haus Schutz verleiht. Wie man das genau macht, haben wir 2008 in einem Blogbeitrag zu den Barbara-Zweigen nach Martha Sills-Fuchs beschrieben. » zur Anleitung.
    Es ist noch nicht zu spät, das Wochenende dafür zu nutzen. Mit unseren heutigen Heizungen blühen die Barbarazweige eh etwas früher. So könnte dieses Wochenende ein guter Zeitpunkt sein, einige Zweige in eine Vase zu stellen.


    Secrets of eggypt

    Gewürze, Oele und Räucherwaren


    Die Schamanenschule hat es ihren Langzeit-KursteilnehmerInnen dieses Jahr ermöglicht, die Sonne direkt in den Winter hinein zu bringen. Mit einer Bestellung bei Secrets Egypt, einer lieben Freundin von uns, die über arabische Märkte flaniert. Wir haben sie gebeten, eine grosse Lieferung zu machen und die Kraft Ägyptens in Form von Gewürzsäcken, Oelen, Räucherwaren und Pflanzen zu uns in die Schweiz zu schicken. So kam eine grosse Bestellung zustande, die heute in der Schule verteilt werden kann. Die Geheimnisse Ägyptens erschliessen sich uns im Genuss. Beim Räuchern den Beduinen-Salbeis erfüllt die Schamanenstube ein Geruch nach süsser Sonne, klares und weisses Baumharz tränkt nicht nur die Luft mit seiner schmeichelnder Wärme, es eignet sich auch zum Essen. So schwelgen wir im Genuss von Karkade, Süssholz, Muskat, Brennessel und Gelbwurz. Curry und Chili verfeinern die Gerüche aus unserer Küche und dringen mit ihrer ägyptischen Wärme in unsere Herzen.
    Die Haut ist ein Organ, das Pflege liebt. Das Umsorgen mit Oelen, die von der Kraft der Sonne Ägyptens getränkt sind, erfüllt den Körper mit Freude, Zuversicht und Wellness. Schwarzkümmel-Öl verwendet die Schamanenstube bei der Hingabe zur Genesung von schwereren Krankheiten. Kamillen-Öl kann liebevoll aufgetragen werden und einen in wohlige Ruhe bewegen. Und das Wachholder-Öl macht uns geschmeidig und sauber. Seit langen Jahren verbindet uns eine Freundschaft mit Ägypten, die wir technisch für den Verkauf der Köstlichkeiten unterstützen.
    Gerade im Umbau und immer einen Blick wert:

    Secrets Egypt
    Danke Susanne!




  • schreibt über Schamanismus

    Das Feuer im Innern brennt hoch, wenn wir Möglichkeiten der Ruhe sehen. Die Winterruhe darf der Entschleunigung Raum geben. Das Seelenhaus und die Kraft der Ruhe.

    Nov
    2013

    23


    EntschleunigungDer Schnee hält Einzug und wir fragen uns: sind wir bereit für die Winterruhe?
    Nach einem Jahr mit viel Arbeit für die Schamanenstube darf jetzt Ruhe einkehren. Das Kaminfeuer brennt, draussen wird es ruhiger. Es gibt einen Begriff in der Geschäftswelt, der sich aufdrängt: Entschleunigung. Natürlich ist das ein Wort, das sich in seiner Wirkung negativ auswirken kann, dennoch macht es emotional auf einen Zustand aufmerksam: wir sind zu schnell. Dieses zu schnell resultiert aus einem zu viel, das getan werden muss. So weist uns das Wort Entschleunigung darauf hin: wir sind im permanenten Schuss.
    Das Negativwort muss für uns umformuliert werden in "zur Ruhe kommen". Platz und Raum im Kopf haben für das Ruhige, für das Sein in dem, was ist. Getreu nach dem Prinzip der inneren Ordnung und ihrer Wirkung im Aussen. Ruhig im Aussen wird es erst, wenn wir im Innern ruhig werden. Wie alles ist das eine Frage der Wahrnehmung und gleichzeitig eine Frage der Wirkung.

    So bleibt der Weg ins Seelenhaus, die Gefässe der Kraft auf die ruhige Zeit vorzubereiten.


    Feuer im GlasDas Gefäss der Stress-Kraft verblasst langsam und
    weicht dem wärmenden Spiel der Flammen.

    Bewusste Entschleunigung

    Es ist gar nicht so einfach, zu einer inneren Ruhe zu kommen, wenn die Feuer im Innern in der äusserlich sichtbaren Ruhe gerade einmal eines finden: zusätzlich empfundenen Raum, noch mehr Dinge erledigen zu können.
    Wir nehmen die Wahrnehmung ruhiger Zeit und warmen Raums sehr gerne dafür auf, diese Zeit und den Raum sofort zu füllen. Jetzt könnte man doch dieses und jenes in Angriff nehmen.
    Wir verhalten uns beim "zur Ruhe kommen" meist komplett entgegen unserem Vorhaben. Spürbar werden in diesem unsinnigen Prozess zwei Ebenen: eine Art Meta-Ebene und die körperliche Ebene.
    Die körperliche Ebene nimmt das Getrieben-Sein wahr, spiegelt schnell die Schuld im Bauch, was noch alles getan werden könnte und sofort auch getan werden sollte. Die Meta-Ebene im Kopf hat mit dem Gedanken an etwas Ruhe sofort die Möglichkeit bekommen, zu planen. Damit sind alle drei wichtigen Faktoren ins Geschehen der Anti-Ruhe involviert: Kopf, Gefühl und der Körper.

    Erzwungene Entschleunigung

    Was wenn wir diesem angetriebenem Vorwärtsdrang nicht entfliehen können, der sich als Teufelskreis für Burnouts entpuppt?
    Einmal haben wir eine automatische Bremse eingebaut: unseren Körper. Der hat jetzt die Möglichkeit, krank zu werden. So eine Grippe zum Beispiel ist schnell herbeigezaubert, die einen zu Bett wirft. Muss das sein?

    Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Ruhe in Unruhe anzugehen: wir können akribisch aufschreiben, was wir noch alles tun sollten. Uns wirklich um diese Liste kümmern: alles wofür jetzt Zeit wäre. Es beunruhigt unseren Kopf, nicht immer alles gleichzeitig fassen zu können. Eine Liste kann das allerdings. Der eine oder andere wird wohl innert kurzer Zeit eine halbe A4 Seite füllen können.

    Und der Titel der Liste kann lauten:

    Alles, was ruht



    • Gast schreibt am 23.11.2013

      Hallo Schamanenstube, herzlichen Dank für Deine ruhigen und beruhigenden Worte und Bilder. In der vergangenen Woche konnte ich zum ersten Mal seit (fast) ewigen Zeiten wirklich mit Absicht und Achtsamkeit in die Ruhe gehen und ganz Alltägliches und Gewöhnliches geniessen. Jetzt lese ich Deine Worte, die mir noch mehr Ruhe vermitteln. Einfach mal tun, was ich gerne tue ohne zu müssen. Wunderbar. Ich wünsche Euch allen viel Freude beim langsamer werden und Geniessen. Liebe Grüsse Iris
    • Schamanenstube schreibt am 24.11.2013

      Liebe Iris
      Danke für Deinen schönen Kommentar. Du nennst es bei den richtigen Worten: beim langsamer werden...
      Es muss nicht gleich ein Vollstopp gerissen werden, wenn Ruhe möglich wäre. Ein langsames Herunterkommen, ein Hineinschliddern in die Ruhe ist ein schönes Bild.

      Danke schön! Liebe Grüsse, Schamanenstube








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