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  • schreibt über Schamanismus

    Kräuter sammeln in der Schamanen Schule Schweiz: Zürcher Kräuter wie Johanniskraut bringen die Sonne in den Winter

    Aug
    2013

    24


    Kräutersticks

    Die Sonne für den Winter bewahren

    Leo Lionni beschreibt es wunderschön in seinem Kinderbuch "Frederick". Die Feld-Maus Frederick lebt mit anderen Mäusen zusammen. Den ganzen Sommer hindurch hat Frederick die Sonnenstrahlen genossen, die farbige Natur auf sich wirken lassen, während die anderen Mitglieder der Mäuse-Familie Wintervorräte angehäuft haben.
    Als dann der Winter kommt und die Feld-Mäuse sich ihren Vorräten im Mäuse-Bau unter der Erde hingeben, bringt Frederick seine gesammelten Güter in das Dunkel der Höhle:
    Zitat: "Macht die Augen zu", sagte Frederick und kletterte auf einen großen Stein. "Jetzt schicke ich euch die Sonnenstrahlen. Fühlt ihr schon, wie warm sie sind? Schön warm und golden."
    (Frederick von Leo Lionni, ISBN-10: 3-407-77040-5)

    So haben wir seit Lughnasad fleissig uns den Kräuter gewidmet, viele bereist, gesammelt und verarbeitet. Anleitungen dazu finden sich in unserem Räucherbuch:


    Räuchen mit der Schamanenstube

    Anti-Depressiva

    Wie jedes Jahr bereiten wir einen kleinen Vorrat an Johanniskraut-Öl. Die Blüten des Johanniskraut sammeln wie Frederick die Kraft der Sonne und geben ihr wärmendes Feuer ins Öl.


    Johanniskraut
    Johanniskraut
    Die Kraft der Sonne als Salat-Öl oder zum Einreiben. Johanniskraut hilft auch bei Verbrennungen.

    Vertrautes aus der Heimat

    Die Geister in Gähwil sind etwas scheu, wenn es darum geht, ernsthaft schamanisch zu arbeiten. Vielleicht sind sie etwas vom Kirchengebimmel dieser Region entfremdet. Wir nehmen viele schöne Wesen wahr, die sich aber stark von den Menschen hier abgewandt zu haben scheinen. So haben wir uns früh entschlossen, Verstärkung aus Zürich zu holen. Pflanzen, Bäume und Sträucher stammen im Garten der Schamanenstube aus den Zürcher Böden. Zu einem Teil selbst aus dem alten Garten der Stube.
    Mittlerweile bilder wir so eine Art schamanischer Zürcher Botschaft im St. Gallerland. Den Boden des Grundstücks kann man durchaus als zürcherisch bezeichnen.

    Zürcher BotschaftDie Zürcher Natur-Botschaft im Toggenburg

    Kräuter-Schule

    Die Schamanenstube geht etwas anders mit Kräutern um, als das "normal" der Fall ist. Wir vermitteln weniger, welches Kraut wie heisst und wozu es gut ist. Dazu gibt es wohl mittlerweile Apps auf den Smart-Phones, mit welchen man ein Foto eines Krauts, einer Blume, eines Baumes, eines Pilzes etc. machen kann und dann gleich sieht, was es ist und wozu es gut ist.
    Das erinnert uns an die Schulzeit, da man noch Karten studierte. Heute gibt es dafür Navigationsgeräte.
    Die Schule für Schamanismus geht das anders an: wir nehmen unsere Wahrnehmungen, um Pflanzen kennen zu lernen. Natürlich kann man noch nachschlagen danach. Uns ist wichtig, das Wesen der Pflanze kennen zu lernen. Dabei widmen wir uns aber nicht einer ganzen Pflanzen-Gattung, sondern immer nur den Pflanzen, vor denen wir stehen.
    Über die Wahrnehmung inklusive dem schamanischen Reisen zu Wesen entscheiden wir im Gespräch mit der Pflanze, ob sie für uns nützlich sein möchte und ob sie mit will.
    Die Ordnungen der Kräuter halten wir für entscheidend, ob sie sich in unsere eigene Ordnungen oder die unserer Kunden einfügen kann und möchte. Wenn es passt, ist noch die Frage der Form der Einflussnahme immer spanndend: als Salbe, als Öl, als Tinktur, als Seife oder als Rauch.
    Es braucht immer viel Zeit, wenn wir auf Kräutertouren gehen. Das intensive Widmen zu den Kräutern ist für uns eine qualitativ hochstehende Zeit.




  • schreibt über Schamanismus

    Der Schamanismus Club Schweiz: Menschen treffen sich in der Schamanenstube und beschäftigen sich mit Therapie

    Jul
    2013

    21


    Steiler Weg

    Der steile Weg zu sich selbst

    Wir merken immer wieder, wie schwierig sich der Weg gestaltet, so etwas wie "Schamanismus Therapie" zu erlernen. Insbesondere die Sommermonate zeigen: draussen in der Natur zu sein und dann noch das volle Programm der Schamanenschule zu erleben, ist sehr viel. Die TeilnehmerInnen-Köpfe schlagen so gegen 22:00 Uhr auf die Tischkanten vor lauter Überforderung. Und wir? Ja wir laufen erst warm und geben Vollgas.
    Wir machen uns Gedanken, was denn so angstrengend ist. Die Gespräche in der Schamanenstube drehen sich um Gefühle, deren Kraftwirkung und deren Logik. Dies wird immer gleich praktisch angewendet in aktuellen Situationen der TeilnehmerInnen. In diese Grundbeschäftigung mit Gefühlslogik kommen therapeutische Vorgehensweisen, Gesprächsführung, Ideen-Vielfalt in der Rahmenbildung, Objektivitätenwechsel, Therapie-Ziele... und natürlich schamanische Gesichtspunkte und mögliche Ritualgestaltungen.
    All das zur selben Zeit. Gleichzeitig. Gleichzeitig im schamanischen Rat, sprich auf einer schamanischen Reise, die neben all dem ständig läuft.

    Das sind längst nicht alle Dinge, die in den Gesprächen laufen. Da sind viele kleine Details, die der Therapie-Arbeit Basis sind.
    Wir wissen, dass all dies als eine Art Grundgefühl machbar ist. Und wir wissen, dass wir die Menschen in der Schule damit bis auf letzte Quäntchen fordern. Zweilen wird erst beim Erleben klar: emotionale Intelligenz strengt an. So richtig. Ob all ihrer wundervollen Klarheiten, ist sie extremes Hirnjogging.
    Wenn man erst mal die Hürde der Unmöglichkeit, so zu denken genommen hat, ändert sich das aber: man erfährt darin eine Steigerung der Kraft.
    Hier persönlich durchzubeissen ist hart.

    So fragt sich die Schamanenstube, wie wir einen Mittelweg finden zwischen fast schon elitärer Hingabe und dem Erlernen des Weges, für sich selbst aus eigener Achtsamkeit Kraft zu schöpfen.
    Wir wissen, dass es geht, diesen steilen Weg zu meistern. Für jeden.
    Wie viel Durchbeissen dürfen wir zumuten?

    Elefant
    In so einer Ausbildung wie der unseren sind Erfolge wichtig. Vielleicht liegt hier eine weitere Krux: jeder in der Gruppe steht an einem anderen Punkt der Ausbildung. So bringt jeder nicht nur seine Lebenserfahrung in die Gesprächsthemen mit ein, sondern übt sich dabei auch in den erlernten Methoden. Manche scheinen grösseres zu leisten, als Anfänger. Das ist zwar normal, kann aber dennoch entmutigend empfunden werden. Damit denken wir, müssen wir leben. Uns freut es, wenn jemand von dem verblüffenden Erleben bei seinem ersten Krafttiertanz erzählt. Genauso wie es uns freut, wenn jemand aus seiner schamanischen Arbeit heraus etwas in alltäglichen Situationen bewirkt.

    Sehr oft bemerken wir eine Konsumhaltung. Hilfe zur Selbsthilfe wird zwar als Grundlage vorgegeben, doch oft ist am Ende nur von Interesse, was die Schamanenstube sagt. Das liegt nicht in unserem Sinne. Unter Umständen kommt die Anstrengung aus dem Warten heraus, wann denn endlich eine mögliche Richtung erkennbar wird. Dessen sind wir uns bewusst und reduzieren immer wieder, bis hin zu dem Punkt, da wir unsere Gedanken nicht teilen, sondern die TeilnehmerInnen komplett selbst arbeiten können.


    Der Club der Menschen

    Sofern es die St. Galler Verhältnisse zulassen, werden wir wieder eine Gruppe unter der Woche haben. Eine neue A-Gruppe. Es kommt uns der Gedanke, diese Gruppe eher als eine Art Club zu führen. Ein Club von ernsthaften Menschen, die sich einmal die Woche trifft und an sich wachsen möchte. Dieser Rahmen zielt dann nicht wirklich auf schamanische Ausbildung im Vordergrund, sondern rückt diesen Punkt in den Hintergrund.
    Auf diesem Gedanken aufbauend haben wir unseren neuen Flyer gestaltet, der bald schon in Winterthur ausgelegt werden wird. Werbung zu machen ist nicht unser Steckenpferd, wir fühlen uns dabei immer etwas seltsam. So haben wir den Text genommen, der ein erstes Betreten der Schamanenstube beschreibt: Auf dem Weg zur Schamanenstube.

    Der Club könnte ein Mittwochs-Club sein. Damit fallen zwar die E-Learning Zeiten an den Mittwochen weg, doch das wird sich regeln lassen. Es ist ein Club, der gemeinsam über Innerstes redet, Rahmen bilden können will, gewaltfreies Kommunizieren übt und sich rauchend vergnüglich auch Köstlichkeiten hingibt.



    Schamanenstube - Schamanismus und Therapie
    Ich will mehr aus meinem Leben machen.

    Dabei möchte ich die Freiheit, mich in sicherer Begleitung, aber mit meinen eigenen Schritten entfalten zu können.

    Ein Gebäude tut sich mir auf. Warmes Licht strahlt durch die Fenster. Scheint ein Pub zu sein, denn das Schild über dem Eingang zeigt die klaren Umrisse eines gemütlichen Pubs. Soll ich eintreten? - Die Türen stehen offen und laden ein. Ich halte inne und besinne mich zurück auf meinen Weg, der mich vor diese Türen gebracht hat. Es ist mein Weg, mein ganz persönliches Denken und Erleben. Mag ich das teilen mit Fremden? - Werden sie mich verstehen? Ich möchte niemandem zur Last fallen mit meinen Dingen. Und doch, hier leuchtet ein Licht, das ich nehmen kann oder es weiter leuchten lassen kann.
    Ich drehe mich um, sehe den Wald, den Weg, woher ich kam. Dort spüre ich die Sicherheit, so weiter zu machen wie bisher. Ich wanke. Mutig zu sein fällt mir schwer. Denn eigentlich geht es um mein Leben, meinen Sinn im Leben, meine Tränen und meine tief verborgene Trauer.
    Es geht um mich.

    So bin ich vorsichtig und wage einen Blick durch ein Fenster. Innen scheint es warm zu sein. Ein Feuer brennt, Menschen sitzen an einem langen Tisch. Sie unterhalten sich. Sie rauchen. Eine Flasche Wein und belegte Brötchen stehen bereit. Das scheint eine friedliche Runde zu sein. Jemand am Tisch erzählt etwas, die anderen hören zu, stellen ab und an Fragen. In ihren Gesichtern lese ich, dass sie gespannt einer Geschichte folgen. Hören sie jemandem zu, der ihnen von seinen Problemen erzählt? Ich kann niemanden erkennen, der das leitet, alle sind gleich auf und alle achten sich gleich wohl. Die kennen sich wohl schon seit Jahren, so eingehend und liebevoll wie sie miteinander umgehen.

    Ich klopfe und trete ein. Sogleich steigt in mir ein Schuldgefühl hoch, ob ich wohl störe. Jemand steht auf, lächelt und begrüsst mich: "Ein Käffchen?".
    Ich werde freundlich aufgenommen, Platz wird mir gemacht. Sie beziehen mich mit ein: "Wir sprechen gerade darüber, warum unser Kollege im Job ständig das Gefühl hat, nicht zu genügen. Magst Du zuhören?" - Ich nicke und halte mich an der eben gebrachten Tasse Kaffee fest.
    Der Kollege erzählt, wie er sich innerlich genötigt fühlt, alles in seinem Job überkorrekt zu machen, mehr zu machen, als von ihm verlangt wird. Meine Tisch-Nachbarin bietet mir eine Zigarette an und schiebt einen Aschenbecher in meine Richtung. Ich fühle mich willkommen. Alle sind tief ins Thema versunken und lassen die Worte auf sich wirken. Ab und an notieren sie sich Dinge. Ich spüre, wie sich alle intensiv auf den Erzähler einlassen und sich kümmern.
    Das rührt mich.

    "Was meinst Du, woher kann denn so ein übersteigertes Pflichtbewusstsein kommen?", meint jemand zu mir. - Hui, jetzt bin ich wohl dran und soll was sagen? Ich antworte, gerade etwas überrumpelt zu sein, jetzt einfach schon meine Gedanken zu teilen. "Das macht nichts, wir sind alle nur Menschen. Deine Gedanken sind uns wichtig." Ich äussere, dass es mir oft ähnlich ergeht, tauche aber nicht zu sehr in meine Geschichte ab, um den Fokus auf den eigentlichen Erzähler nicht zu verlieren.

    Sofort wird nachgefragt, wie ich denn aus diesem Drang jeweils wieder heraus komme. Einer am Tisch kommentiert die Frage mit einem Fachwort: "Ressourcen-Aktivierung". Das bringt mich etwas aus dem Konzept und macht mich gleich gwundrig. "Lernt ihr hier?"
    "Ja, wir sind eine Schule für Schamanismus und Therapie. Wir vereinen schamanische Wahrnehmung und Wirken mit therapeutischen Methoden. Es geht um andere Wahrnehmungen, andere Sichtweisen und Objektivitäten, um sich Problemen anzunehmen. Eigentlich nur Technik, die sich weit ausdehnt und Zusammenhänge klarer erkennen lassen kann."
    Das Gespräch nimmt seinen Lauf. Ich werfe irgendwo die Frage ein, ob der Kollege denn schon als Kind diesen Drang zum Perfektionismus hatte. Da streckt mir eine Person ihre Notizen entgegen: "Schau mal, das sind die Familienkonstellationen." - Ich sehe einen kleinen Stammbaum, Kinder, Eltern und auf einer Seite auch Grosseltern. Der Vater hat die Hosen an, so wie er gezeichnet ist. Die Mutter wirkt gebückt. "Hier haben wir die Ordnungen der Familie aufgezeichnet, um den Aspekt greifbar zu machen, woher die Pflicht ursprünglich vielleicht herkommt."
    Das Gespräch dauert lange. Zwischendurch werden Köstlichkeiten gereicht, die die Anwesenden mitgenommen haben. Ein schöner Abend, als ob ich direkt in einen Freundeskreis aufgenommen wurde, von denen ich vorher niemanden kannte. Auf meine Frage, wie lange sie sich denn schon kennen, antworten einige mit "Ich bin schon fast ein Jahr dabei", andere antworten mit "seit einem Monat" und wieder andere sind heute erstmals dabei wie ich.
    Die Gastgeber lächeln mich an: "Wir sind eine Schule und zugleich eine Praxis. Therapeutisches Lernen steht im Vordergrund. Wir versuchen mit Techniken wie z.B. der Gesprächsführung, Menschen Rahmen zu bieten, sich entfalten zu können und selbst auf neue Ideen zu kommen. Dabei lösen wir nicht ihre Probleme, sondern helfen, Probleme selbst in Angriff nehmen zu können."
    Ich höre von ernsthaften Menschen an diesem Tisch, die gerade Dinge aus ihrem Leben angehen, wie Jobsuche, Partnerverlust, starke Schuldgefühle, und viele weitere Lebensthemen. Eine Art Selbsthilfegruppe, die sich aber mit aktiver Hilfe auszukennen scheint. Ab und an werden Techniken erwähnt. Die Kursleiter scheinen zu wissen, was davon ich verstehe und was nicht, so führen sie immer wieder in meine und andere Richtungen Details aus. Von Krafttieren, Weltenwechseln, einem Rat der Geister und von vielen anderen Dingen wird gesprochen.
    Alle sind emotional sehr bewegt durch die Gespräche und Aktionen. Gleichzeitig wirken sie sichtlich ruhig und gefasst. Eine innere Zufriedenheit scheint sie zu tragen. Hier wird ernsthaft tiefgründig gearbeitet, hier taucht man ein in die Geschehnisse des Lebens. Kein oberflächliches Kratzen, keine Selbstdarstellung.
    Und immer wieder die Moderation, immer wieder Hinweise auf Richtungen, wie sich neue Rahmen entwickeln können, die trotz ihrer Einschränkung die Freiheit erlauben, weit über den Horizont heraus neue Gedanken fassen zu können.
    Es geht mir gut.
    Hier ist Leben.




  • schreibt über Schamanismus

    Schamanismus Rituale Zürich - Der Ritualplatz der Schamanenstube für die Visionssuche.

    Jul
    2013

    20


    Alte Welt

    Der alte Ritualplatz im Kanton Zürich

    Diese Woche begleiten wir wieder eine Visionssuche. Gedanken um die Örtlichkeit finden natürlich schnell ihre Richtung im Kanton Zürich. St. Gallen kennen wir noch zu wenig. So begeben wir uns in alt bekannte und liebe Gegenden. Wir staunen nicht schlecht, dass hier wohl auch noch andere am Werke sind. Sie scheinen den Eingang zur alten Welt mit einem Baum markiert zu haben. Wohlgemerkt einen lebenden Baum, der verbogen wurde und dessen Krone am Boden festgemacht wurde. Wir fragen uns, ob es sinnvoll war, diese Gegend für ein Haus zu verlassen. Aber auch, ob andere, die hier zu wirken versuchen, wissen, was hier ist.
    Abgesehen davon fühlen wir uns von der Natur willkommen geheissen, wie alte Freunde. Es ist ziemlich genau ein Jahr her, seit wir uns verabschiedet haben. Wir freuen uns darüber, dass unser Medizinrad noch unversehrt im Wald liegt und sich in Ruhe und Geborgenheit einbettet. Ein schönes Gefühl. Und genau der richtige Ort für eine viertägige Visionssuche. Hier oben ist Frieden, Leben und Echtheit.
    Es ist uns bewusst, dass wir hier zu Hause sind. In den Wäldern des Zürcher Oberlandes. Wir entdecken ein neues Gefühl, das wir vorher nicht grossartig bemerkt haben: Heimat.
    Wie uns der Wald begrüsst, uns integriert und wir das Gefühl haben, jeden einzelnen Grashalm, jeden Baum, jede versteckte Ecke zu kennen, so fühlen wir uns daheim. So ist in unserer Gefühlslogik ein neues Gefühl aufgetaucht. Dieses differenzieren wir gleich wieder in verschiedene Untergefühle: Ahnenheimat und Bestimmungs-Heimat.

    Ritualwald ZürichDer Wald leuchtet in seiner Sommerkraft

    Wir haben in 15 Jahren Turbenthal vieles erlebt, Gutes wie Schlimmes. Hätten wir das in St. Gallen erlebt, wäre das Heimatgefühl vielleicht dort angesiedelt. Zürich haben wir aber zu einem grossen Teil mitgenommen. In unserem Garten wachsen Pflanzen, die wir aus dem Zürcher Oberland geholt haben. Die Vögel begleiten uns und neue Wesen sind hinzu gekommen, wie Eichhörnchen, Feuersalamander, Libellen, Mölche und Kröten.

    Der Ritualplatz erstrahlt in der Abendsonne und verstärkt das Gefühl, zu Hause zu sein. Wärme zieht ein in den Wald, warmes, rotes, fast schon kitschiges Licht erhellt mal den einen, mal den anderen Baum. Als ob sie alle da stehen und uns einzeln ihre Zuneigung zeigen würden. Wir stehen da und grüssen die Geister, jeden einzelnen.

    Baum Begegnung ZürichHier bist Du


    Ritual Lebensweg Wir erinnern uns an das alte Ritual des Lebensweges. Und da wird uns klar, die eingeschlagenen Richtungen sind nicht entscheidend, die über lange Zeiträume wirkenden Ordnungen werden erfüllt. Neues ergibt sich aus dem Alten. Je nach Konstellation werden wir dieses Wochenende wohl im Kanton Zürich ritualisieren. Kräutersammeln ist angesagt. Am meisten sind wir natürlich auf die Wirkungen der Zürcher Visionssuche gespannt.




  • schreibt über Schamanismus

    Schamanen und die Wahrnehmung. Das Grundgefühl, um Bewegung von z.B. Undinen und von Geistern zu sehen

    Jul
    2013

    13


    Wassergeister - Undinen

    Sehen denn Schamanen den ganzen Tag Geister?

    Die Frage zielt eigentlich darauf ab, wie man denn Geister, Naturwesen und Naturflüsse / Ordnungen wahrnehmen kann. Wir haben versucht, im Bild oben mit etwas Unschärfe dazustellen, wie sich die Wahrnehmung etwas verschieben kann. Wir können hierbei nur von uns reden, wobei wir auch untereinander unterschiedliche Dinge sehen.

    Bewegung
    Bewegte Dinge wahrzunehmen fällt oft einfacher, als statische. Das vom Hochwasser der Thur hier angeschwemmte Gebilde ist zwar statisch, dennoch zeigt es Bewegung. Wir konzentrieren uns nicht direkt auf Bewegung, sondern nutzen hier eine Art menschlich-tierischer Aufmerksamkeit auf Dinge, die sich bewegen. Bewegungen wahrzunehmen hängt etwas damit zusammen, dass es Dinge geben mag, die sich bewegen. Eine Grundhaltung, dass auch anderes da ist. Damit begibt man sich eine Art wundersames Schauen und miteinander sein. Ein Grundgefühl, dass viel Schönes zulässt. Man könnte es "entrückt" nennen, in einem sich annähernden Sinn. Quasi: wenn in der Welt mehr vorgeht, als wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, dann kann man diese Bewegungen billigen, da lassen, sie ihre Dinge tun lassen und das ganze Zusammenspiel zwischen Realität und Anderswelten mal als zumindest möglich erachten. Auf dieser Grundstimmung liegt es nun nur noch am Betrachter, was er sich anschauen möchte. Gut funktioniert das Betrachten des Zusammenspiels, in welchem sich einzelne Dinge dann auftun können.

    Wir haben die natürliche Fähigkeit, Bewegungen zu erkennen. Das mag aus einem ursprünglichen Jagd-Verhalten oder Schutztrieb gewachsen sein. Dieses Verhalten haben wir heute noch.

    Das Grundgefühl
    Wir können unseren Alltag bestreiten, ohne irgendwelche seltsamen Dinge zu sehen. Das ist gut so. Das gibt uns auch eine Sicherheit, die Welt so zu sehen, wie wir mit ihr gut klar kommen und uns darin behaupten können. Auf jeder Sicherheit entsteht eine Freiheit, etwas mehr zu wagen. Das Wagnis hier besteht in der Möglichkeit - oder wer es schon erlebt hat - dem Wissen und der Erfahrung darüber, dass mehr da ist.
    Es ist aber kein Wissen, keine Möglichkeit, sondern das darf sich zu einem Gefühl wandeln. Ein Gefühl des Hier-Seins, des Jetzt-Seins. Hier sein in einer Welt, die auch andere Dinge enthält und sich darin zu bewegen.

    Die Interpretation
    Jedwelche Interpretation basiert auf verschiedensten Faktoren. Vorwiegend auf den momentanen Gefühlen und Ordnungen des Interpretierers selbst. Hinzu kommen Fakten, die man kennt. Im Beispielbild sind die Fakten, dass die Thur Hochwasser hatte und Dinge angeschwemmt wurden. Das Wesen im Bild könnte also mit einem Besen sein Zuhause putzen. Es könnte auch sein Heim verloren haben und sich gebeutelt auf den Weg gemacht haben, eine neue Heimat zu finden.
    Hier zeigt sich die Schwierigkeit schamanischen Wirkens. Es hilft unser sogenannter Weltenwechsel, um mehrere Objektivitäten zu einem Gesamtbild zusammen zu führen.










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