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Schamanenstube schreibt über Schamanismus

Kretas Geister - der Ursprung der griechischen Götter. Die Schamanenstube erlebt am Geburtsort von Zeus die Begegnung mit den Göttern Griechenlands.

Mai
2018

10


Geburtshöhle ZeusMan sieht im Bild oben einen sehr kleinen Teil der Geburtshöhle des Zeus, die sich auf Kreta befindet. Wir möchten keine genaueren Fotos dieser Höhle hier zeigen: das Erleben in ihr ist dermassen eindrücklich, dass wir das Gefühl haben, man kann sie nur selbst erleben. Gerne berichten wir aber davon.



Der Geburtsort von Zeus - dem griechischen Göttervater

Nach strengen Tagen am Orakelsee benötigt die Schamanenstube eine Auszeit. Ein Blick auf unsere Kalender eröffnet spontan zehn Tage, an denen wir mit dem Handy alleine unsere Arbeit machen können. Wo ist es warm im April? - Es kamen Teneriffa und Kreta in Frage. Beides sind schöne Destinationen. Als Raucher entscheiden wir uns für den Dreistunden-Flug nach Kreta.
Nachdem wir vollständig angekommen sind, machen wir uns auf den Weg zum Geburtsort des Zeus. Zeus ist der sogenannte Göttervater der griechischen Mythologie. Es hätte einfach eine Touristen-Attraktion ohne Hintergrund sein können, aber wir waren ja in den Ferien. Also los! - Die Anfahrt über die kretischen Berge ist spannend. Die Strassen sind mit Schafherden und vereinzelten Ziegen gesäumt. Tanti Google führt uns über Feldwege durch eine Hochebene, auf welcher wir gerade mal im Schrittempo voran kommen. Wir geniessen das Gondeln im kleinen offenen Jimny. Als Frühaufsteher sind wir dennoch alleine auf dem angrenzenden Parkplatz. Darauf folgt der Aufstieg den Berg hoch. Normalerweise gibt es dafür Esel, aber die schliefen noch. So geniessen wir den schönen Steinpfad in gemütlichen Schritten. Die Sonne wird dabei immer stärker und lässt uns ins Schwitzen kommen. Oben angelangt sammeln wir uns erst ein wenig und laben uns an frisch gepresstem Orangensaft, den es hier überall zu kaufen gibt. Das war super!
Es folgt der Abstieg in die Höhle hinab. Einzig eine künstliche Treppe mit Geländer wurde in die naturbelassene Höhle gebaut. Es geht fast senkrecht hinunter. Im ersten Teil des Abstiegs gibt es viele Vögel, die in den tausenden Nieschen ihre Jungen versorgen. Sie sausen durch die Höhle in ungeheuerlichem Tempo. Schon etwas weiter unten verstummen die Vögel. Ein Blick nach oben zeigt noch das Restlicht des Tages, das schon nicht mehr bis hierher reicht. Es gibt auf dem Weg immer wieder Lampen, die für die Sicherheit sorgen. Wir steigen hinab auf den Grund der Höhle.



Bizzarre Göttergesichter

Die Höhle des Zeus besteht komplett aus Tropfsteinformationen. Wir gehen direkt an den Steinen vorbei und müssen uns teilweise an ihnen abstützen. Alles ist glitschig und nass. Das erste, das einem auffällt, ist die veränderte Akkustik. Es tropft überall. Jedes Tropfgeräusch hallt fein durch die Höhle. Man hört ihre Tiefe und ihre Ausmasse. So ganz allein an so einem Ort ist das Erleben natürlich sehr eindrücklich. Und wir lassen auf uns wirken.
Mit jedem bewussten Schritt steht man vor Gesichtern, die teilweise meterhoch einen direkt anblicken. Tausende von Augen betrachten einem. Es ist ein schönes Gefühl, auf diese Weise in die Geisterwelt hinab zu steigen. Das Interesse ist beiderseits sehr hoch. Schnell ist klar, dass die Wesen der Höhle weit älter sind, als nur zurück bis in die Zeiten der alten Griechen. Wir nehmen urchige, alte Weltwesen wahr, die es schon seit Anbeginn der Erde zu geben scheint. Und auf einmal stehen wir vor Zeus. Paraidolisch erkennen wir erst ein gigantisch grosses Gesicht, das uns tief in die Augen schaut. Der Weltenwechsel in die Anderswelt zeigt ihn sogar noch grösser in diesem Dunkel der Höhle. Dort hallen die Tropfen in eine viel grössere Höhlenformation, die uns aber verborgen bleibt. Im schamanischen Dialog mit Zeus dürfen wir für uns persönlich interessante Dinge erfahren. Alles fügt sich hier z.B. ineinander, v.a. die Geschehnisse. Bei der Parkuhr auf dem Parkplatz unten am Berg kommen die beiden Münzen, die wir einwerfen wollten, wieder heraus. Es waren keine Euros, sondern englische Pfund. Gerne machen wir Zeus dieses Geschenk und bemerken durch diese Verkettung der Ereignisse, wie sich alles ineinander fügt, selbst die Münzen.

Kaum haben wir unseren nachhallenden Dialog beendet, erscheinen auch schon die ersten Touristen in der Höhle und alles ändert sich. Kinder rennen die Treppe herab und die Geister ziehen sich zurück. Wir sind froh, so früh hier unten gewesen zu sein und durften diese friedliche Zeit mit den Geistern erleben. Wenn etwas fertig ist, ist es fertig. Also wieder die Treppe hoch.




Esel

Unten am Berg ist der Tag erwacht. Die Esel stehen bereit, die Besucher der Höhle nach oben zu tragen. Sie wirken noch etwas müde, wir freuen uns aber über ihren Anblick. Es gibt neben Schafen und Ziegen viele Esel auf Kreta. Das Land, auf dem sich die Tiere tummeln, ist recht karg. Die rot gefärbte Erde müssen wir erst einmal anfassen, um diesen für uns Schweizer fremden Gegend richtig zu begegnen.


Wir sinnieren über die Begegnung mit den Göttern nach. Wir durften eine sehr alte Welt erleben, die in ihrer Einfachheit und Klarheit sich viel weniger Sorgen über Geschehnisse macht. Es gibt einfache Verbindungen, die die Ordnung der Systeme definiert. Vielleicht ist in dieser Einfachheit die Forderung nach einem Vertrauen verborgen, die einige das sogenannte Urvertrauen nennen. An einem Ort wie der Höhle des Zeus ist die Welt so einfach, dass sich dieses Vertrauen von selbst bildet. Das war schön, zu erleben.




Windmühlen Kreta

Windmühlen auf Kreta - Alltag auf mystischem Boden

Noch immer im Nachspüren des Urvertrauens in die Geschehnisse um uns herum kommen wir an Windmühlen vorbei. Man findet sie auf Kreta überall. Meist sind sie verfallen. Im Bild sieht man zwei intakte. Wir stehen neben ihnen und spüren die Diskrepanz zwischen dem Erleben in der Höhle und dem Wind, der vom Meer her ständig über die Insel streicht. Er wirkt wie der Alltag, das stete Treiben. So ergibt sich für uns die Möglichkeit, das Gefühl der Zeushöhle mit dem geschäftigen Treiben des Alltags zu verbinden. Oft erlebt man ja tiefgehende Erkenntnisreisen und belässt sie in der gesonderten Erlebniszeit oder an einen Ort geknüpft. Die Windmühlen erlauben uns, den Wind nicht nur wie sonst zu spüren, sondern auch die umgesetzte Bewegung in den Umdrehungen der Windmühlen zu sehen. Sie drehen schneller, als man meinen würde. Die Gewalt des Alltags läuft über dem Untergrund der Erde: wir verbinden das Urvertrauen aus der Höhle mit dem Wind Kretas.






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