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Schamanenstube schreibt über Schamanismus

Erleuchtung und Schamanismus - was erlebt jemand, der erleuchtet ist? Eine schamanische Reise die Yoga-Stufen hoch.

Feb
2009

20


Erleuchtung
Erleuchtung und Yoga ist zur Zeit ein Diskussionsthema in meinem Umfeld und so mache ich mich auf eine schamanische Reise zur Erleuchtung. Mal schauen, wo mich das hinführt. Ich räuchere Wachholder. Getrocknete Beeren, die ich zerheckselt habe. Nur Wachholder zu räuchern ist sehr intensiv, es fühlt sich aber richtig an für die Reise. Ich schwinge mich ein und lande an meinem Platz. Meine Elefant ist da, mein Kauz kommt elegant von hinten links angeflogen und ladet mit ihrem ganzen Gewicht auf meiner Schulter. Ich witzle mit ihr und sage ihr, sie sei denn schon recht schwer so im Anflug mit der Schulter aufzufangen. Sie meint, das hole mich direkter in die Andeswelt. Mit einem Schupf. Ich pflichte ihr bei. Mein Elefant wirkt ruhig und gelassen. Ich frage ihn, ob er mich begleiten möchte auf einer Reise zur Erleuchtung. Er nickt. Schuschu hält sich fest und will auch mit. Die beiden wirken sehr gelassen und ich frage sie, was denn los sei. Wir riechen den Wachholder den Du uns mitgebracht hast. Das trägt uns auf dieser Reise. Ich schlage vor, den Weltenbaum mal wieder afzusuchen und so marschieren wir los. Den Weg kürzen wir ab aus meiner Geistwelt heraus und landen etwa einen Kilometer vom Weltenbaum weg in der Mittelwelt. Viel Volk tummelt sich hier. Viel Betrieb. Mich erinnert die Szene irgendwie an Second Life und ich will da nicht hin. Gehen wir direkt? - Auf meine Frage hin schweben wir schon hoch in die Oberwelten. Wir drehen uns auf einen Platz, an dem wir alleine sind.

Weshalb nahm ich so viele Leute wahr? - Erleuchtung ist ein grosses Thema, erklärt mein Elefant. Wir sind in einer Wüste, einer unendlichen Ebene, sandiger, leicht roter Boden. Vor uns schwebt ein Mann im Schneidersitz, der hell erstrahlt ist. Ich muss mit Schuschu auf meinen Schultern auf den Rücken meines Elefanten klettern, um mir das genauer anzusehen. Um den Mann herum verläuft rechts um ihn drehend eine Art Lichtschleier, wie ein kleiner Wirbel, der überall wieder hell erstrahlt. Kügelchen, vorwiegend goldene umkreisen ihn zusammen mit diesem Lichtwind. "Du bist ein Erleuchteter"? frage ich ihn. Ich sagt, er gebe sich Mühe, ja. Und wie ist es? - Ich erlebe zwischenzeitlich eine Einheit mit allem, was ist. Alles spielt miteinander zusammen, in einem grossen Gefüge. Nichts ist wichtig. Das tönt schön, sage ich und frage ihn, ob ich auch mal darf. Er winkt mich heran und meine Krafttiere nicken mir zu. Viel Spass, sagt Schuschu. Der Mann schwebt etwas herunter auf den Boden und ich kann in diesen Wirbel mit einsteigen. Er gibt mir die Hand, die sehr weich ist und ich setze mich neben ihn auf dieses schwebende Etwas. Es hält, es fühlt sich an wie so eine Massageliege von unten.

Wie kleines Stromkribbeln. Da ich kein Schneidersitz-Mensch bin, winkle ich meine Beine an. Ich mache mich bereit. Es kann losgehen. Wir heben uns ganz langsam empor, getragen von einem lichtigen Etwas. Um mich herum dieser Wirbel, der sich nicht zu schnell, aber sehr kontinuierlich und und in einger gewissen haltgebenenden Stärke dreht. Die Kügelchen werden mitgezogen und umkreisen uns. Das Licht wird heller, es ist, als ob uns das Licht von unserer Umwelt abschneidet, wie eine Lichtwand. Ich kann meinen Elefanten noch sehen. Das Gefühl, hier zu schweben, ist angenehm, ich spüre meinen festen Willen, mich festhalten zu wollen, mich wurzeln zu wollen, den Halt nicht zu verlieren. Ich will nicht mitgedreht werden. Mein Begleiter sagt, ich solle loslassen. Okay, keine Erdung, alles loslassen. Ich werde leicht, so leicht, dass ich gewichtslos bin. Mein Körper wird durchsichtig und das "Material" des Strudels um uns herum durchfliesst mich. Ein tolles Gefühl, wenn auch ungewohnt. Ich atme das in mich auf und das gibt mir wieder Halt. Das ist der falsche Weg. Ich sage meinem Nachbarn, mir fehlt etwas. Das ist mir zu wenig Substanz. Er sagt: genau das ist es. Lasse die Substanz los, alles Körperliche. Skeptisch wie ich bin brauche ich eine ganze Weile, mich darauf einzulassen und ich glaube, ich schaffe das nicht ganz. Meine Erwartungshaltung ist gross, ich warte auf irgendeine Erkenntnis und spüre denselben Drang in meinem Nachbarn. Hier sind wir eins, nichts ist wirklich wichtig, gar nichts. Ich bleibe ein paar Minuten in diesem Zustand und bitte meinen Begleiter, nun wieder anzuhalten. Das kann er sehr gut und wir schweben langsam wieder in Richtung Boden, der Schleier wird durchsichtiger und ich sehe meine Krafttiere. Ich bedanke mich herzlich bei meinem Begleiter und schiebe mich nach vorne, um über dieses von unten Halt gebende, unsichtbare Etwas drüber zu steigen. Als ich draussen bin und vor meinen Krafttiere stehe, macht es Schupp hinter mir und ich nehme beim Umdrehen wahr, wie die ganze Ersheinung in einem unglaublich schnellen Tempo in den Himmel hoch schiesst. Aus der Spuk, weg ist er. Ich schaue meine Krafttiere etwas ratlos an. Sie mich auch. Schuschu sagt, sie wisse noch was. Wir gehen nach rechts weiter, drehen uns einen Berg hinauf und kommen in eine Klosteranlage, dort in einen Raum mit Regalen. In den Regalen sind Tücher. In diesen farbigen und schönen, aber leicht verstaubten Tüchern sind Papierrollen eingewickelt. Es gibt Unmengen davon. Hier scheint wohl alles über die Erleuchtung drin zu stehen. Ist etwas viel, sage ich zu Schuschu und sie zuckt ihre Flügelschultern hoch. Ich habe genug, ich mag den modrigen Geruch dieser Tücher nicht und wir kehren zurück. Ich habe das Geefühl, mich reinigen zu wollen. Mein Elefant sorgt dafür mit einer Wasser-Dusche aus seinem Rüssel. Ich danke meinen Krafttieren und kehre zurück.





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