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Schamanische Extraktion mit der Rassel

Bericht einer schamanischen Extraktion

Die Schamanenstube zeigt hier einen etwas tieferen Einblick in eine Beispiel-Arbeit der schamanischen Extraktion. Techniken, Methoden und die Form der Hingabe werden in der Schule für Schamanismus Therapie eingehend besprochen und geübt.



Schamanische Extraktion


Er liegt gerade ausgestreckt auf dem Rücken vor mir auf meinem Rentierfell. Ich sitze daneben und bereite die Tabakfallen vor. Eine plaziere ich oberhalb des Kopfes, je eine neben den Schultern, je eine neben dem Becken und eine bei den Füssen. Nun hülle ich den Körper und die Fallen in eine Art Cocon. Mit der sanften Rassel definiere ich erst mal den Cocon, fahre ihn ab. Die Grösse des Ei's ist ca. 50 cm grösser an jeder Stelle des Körpers.
Mein Krafttier Elefant steht am Kopfende. Ich merke ihm an, wenn er bereit ist, zu arbeiten. Er schwenkt freudig seinen Rüssel hin und her und hebt abwechslungsweise seine Vorderfüsse ein wenig hoch. Meine Heilerbesetzung beginnt.
Ich beginne, die Rassel in den Cocon zu halten und rassle erst ganz fein ca.10 cm über dem Körper alles ab. Dabei drehe ich die Rassel mit dem Handgelenk, ich mache mit ihr Kreisbewegungen. Das gibt eine Art Zischen. Die Drehbewegung geht immer in Richtung der Kraftbahnen. Über dem Kopf beide Hirnhälften, nach aussen ableitend. Erst über die eine Schulter runter bis zu den Händen, dann die andere Schulter. Und so weiter bis am Ende zu den Fussspitzen.
Das Rundrasseln bringt erst mal die Lebensbahnen in Fluss und zeigt auf, wo unter den wässrig fliessenden Bahnen grössere Flüsse sich versteckt halten. Während dieses Rundrasselns sieht mein Elefant gespannt zu und bläst Luft aus seinem Rüssel über den Körper, der die runden Bewegungen der Rassel verstärkt und den Körper etwas aufwühlen lässt, wie ein Rauch, der angeblasen wird und sich Wirbel bilden. Nach dem ersten Durchgang betrachte ich den Körper und wiederhole die Prozedur, bis ich das Gefühl habe, die äusseren Bahnen seien nun gelockert. Nun folgt die tiefere Einwirkung, die ich immer noch mit der leiseren Rassel mache. Dieses Mal verwende ich ein wirkliches Rasseln, also keine Kreisbewegungen, sondern ein Reinschlagen in den Körper. Ich hacke mit der Rassel immer in der Richtung der Lebensbahnen tiefer in den Körper hinein und arbeite mich so noch einmal vollständig durch. Dort, wo es harzt, wird kräfigter geschlagen. Der Elefant ist stampft mit den Vorderbeinen auf und sein Kopf bewegt sich von unten nach oben, der Rüssel fladdert mit.



Starke Besetzung


Mein Heiler ist in seinem Element und ich mag den Bewegungen kaum folgen. Im dritten Teil nehme ich die laute, mit grösseren Steinen gefüllte Rassel, die saumässig Krach macht. Der Körper liegt nun offen da, aufgewühlt und im blutpochenden Fluss. Die grosse Rassel braucht nicht viel, um den Rauch des Körpers in Verwirbelungen durchzublasen. Mein Elefant ist nun kraftgeladen da, stellt seine Ohren nach vorne und bläst in starken Luftstössen in den Körper hinein, immer dort, wo ich rassel. An den Stellen, wo wir das Gefühl haben, es sei noch nicht alles aufgewühlt, schlage ich die Rassel fest und brutal in den Körper hinein. Mit aller Wucht schlage ich sie auf den Körper los (natürlich stoppe ich kurz vor dem physischen Körper) und zerbreche, was da nicht fliessen will. Der Elefant bläst mit voll gefüllten Backen und gestrecktem Rüssel hinein.



Geisterfallen

Die Tabakfallen


Was rundherum nun abhauen will, verlässt den Körper und wird von den Fallen aufgefangen. Mein Kauz passt gut auf, dass nichts nur schon den Versuch unternimmt, durch den Cocon zu entfliehen. Sie würde einen schrillen Pfiff abgeben, wenn dies der Fall wäre und sie unsere Aufmerksamkeit fordern würde.



Die Kristalle


Mit dem Bergkristall fahre ich die Bahnen ab, wühle in ihrer Fliessrichtung damit herum und lasse hinein, was in Teilen aufgebrochen mitschwimmt. Die Extraktion nimmt ihren Lauf. Wenn alles durchbrochen ist, alles fliessen kann, und die mitschwimmenden Teile vom Kristall empfangen wurden, folgt das Heileheilemachen des Gewaltaktes. Mit der feinen Rassel werden die tobenden Flüsse beruhigt und in ihre endgültige Bahn gebracht. Die Haut rundherum wird wieder gebildet und das Rot verschwindet langsam und weicht einem normalen Körper. Die Temperatur kühlt sich ab und kühlt die Bahnen. Der Luftzug des Elefanten wird ebenso kühl und angenehm. Mit dem Rosenquarz fahre ich den Körper noch einmal ab, als sanfte Schliessung und Beruhigung.



Aufräumarbeit


Der Bergkristall kommt ins Salzwasser, ebenso der Rosenquarz. Die Tabakfallen werden draussen verbrannt. Auf dem Weg nach draussen sitzt Schuschu auf meiner Schulter und beäugelt alles. Sie ist mein Wächter, die auf alles aufpasst. Der Elefant bleibt und kühlt und heilt. Die Steine werden vergraben und der Elefant kümmert sich um den Abtransport des Unerwünschten in die Erde hinein und trägt diese Teile fort.



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