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Hellseher und Kartenleger Forum

Das Forum für Hellseherinnen und Hellseher
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und alle, die sich mit Orakeln auskennen oder dafür Interesse zeigen





  • Schamanenstube schreibt am 08.10.2008
    Hoi mitenand!

    Über das Augurium gibt es wenig Texte und noch weniger Richtlinien. Es ist wohl eher eine vergessene Art des Orakelns. Wobei eben: der Vogelflug kommt zu einem, man sucht ihn ja nicht extra auf. Weniges Allgemeines kann ich sinngemäss sagen:
    Das Augurium ist die "Zukunftsschau" aus dem Deuten des Vogelfluges. Meist werden Vogelflugbewegungen danach gedeutet, aus welchen der vier Windrichtungen die Vögel auf einem zu oder weg fliegen, ebenso ist die Höhe, Flugbahn, Anzahl und Farbe der Vögel ein Kriterium für die Findung einer Aussage.
    Vorwiegend Kelten und Etrusker nutzten den Vogelflug als Orakel. Die "Idee" dazu entstand vermutlich schlichtweg aus der Fähigkeit der Vögel, fliegen zu können. Mir geistert das lateinische Wort "ferox" im Kopf herum, für "wild". Vögel in der Natur haben etwas wildes, das ungetrübt unseres Betons wirklich als reine Natur auftritt. Sie kommen aus den Feldern, von dem Boden, auf dem wir alle stehen und erheben sich über unsere Häupter. Als ob sie Träger von Botschaften der Natur wären.

    Augurien sind für mich etwas Individuelles. Der Versuch, sich mit dem Augurium zu beschäftigen und dazu brauchbare Literatur aufzutreiben, ist ziemlich zum Scheitern verurteilt. Doch das braucht es gar nicht. Die persönliche Erfahrung und Auseinandersetzung mit dem Vogelflug gestattet es einem, nach langen Jahren der Beobachtung, einem Augurium Vertrauen zu schenken und dieses auch umzusetzen.

    Mir persönlich ist das Orakel des Vogelflugs von selbst aufgetaucht. Ich hab auch noch nie versucht, eine Frage zu stellen. Ich empfinde das auch nicht als richtig.
    Das erste Mal, als mir ein Vogel etwas sagen wollte, landete ein Rabe auf der rechten Kühlerhaube meines Autos, als ich gerade aus dem Parkplatz losfahren wollte. Der Rabe kam von rechts und liess sich bei mir nieder. Einen Tag später hatte ich einen Unfall mit dem Auto und erinnerte mich an den Raben. Ich verfiel nicht gleich einem Fatalismus, der mich von da an nur noch auf Vögel schauen liess. Über mehrere Jahre jedoch versuchte ich, die verschiedenen Auftauchen von Vögeln bei mir zu deuten. Ich merkte mir ihren Flug und auch, ob er hoch oder tief war, ob es viele Vögel oder wenige waren und brachte dies nach einigen Tagen mit den Geschehnissen zusammen. Auf diese Weise habe ich mir ein "Orakel" zusammengebastelt, das auf meinen ganz persönlichen Erfahrungen basiert. Dieses Sammeln von Information hat sich stets für richtig erklärt und ich durfte mehr und mehr den Flug der Vögel verstehen und ihn deuten.
    Mir ist diese Art des Botschaften-Empfangens sehr wichtig, weil es das einzige "Orakel" ist, auf das ich mich ganz für mich persönlich 100% verlassen kann.

    Interessant ist, wie sich die Deutung des Vogelfluges mit der Zeit ändern kann. Sprich: vor etwa 2 Jahren war die Bedeutung eines tiefen Fluges von vielen kleinen Vögeln für mich ein anderer, als heute. Diesen Umschwung hab ich unbewusst selber vollzogen.
    Das Gefühl für Bewegungen ist es, das die Dinge beschreiben lässt.
    Das Augurium ist für mich also keine starre Erscheinung, die man aus einem Buch mit Regeln erlernen kann, so es denn welche gäbe, sondern eine ganz persönliche Erfahrung, die einem im Leben begleiten kann und sich mit einem mit-wandeln kann.

    Doch es geht noch weiter: ein Augurium lässt sich auch für jemand anderen deuten. Es gibt ein Forum, wo ich eine Zeit lang die Interpretierung von Vogelflügen übernahm, die mir erzählt wurden. Wichtig ist für mich dabei auch immer, in welche Himmelsrichtung der Betreffende selbst geschaut hat, als er den Flug der Vögel wahrgenommen hat.

    Die Grundmuster (bei mir zur Zeit)
    Von links auf einen zu ist prinzipiell etwas Gutes, von rechts etwas Schlechtes. Die Heftigkeit dessen, was passieren wird, hängt von der Höhe des Fluges ab: je tiefer und näher, je stärker.
    Ändert sich die Bahn nach vorne oder waagerecht an einem vorbei, so zieht dieses "Glück" oder "Unglück" an einem vorbei. Das kann nützlich sein, im rechten Moment doch zuzuschnappen oder geduldig etwas Vermeintliches vorbeiziehen zu lassen.
    Mehrere Vögel haben bei mir immer mit Menschen zu tun. Das heisst, das Postitive oder Negative bezieht sich auf mein Umfeld. In der Regel aber so, dass mir jemand was Gutes tut / gut für mich ist, oder mir Schlechtes will.
    Vögel von hinten bringen unweigerlich Dinge, die unausweichlich sind. Landende Vögel implizieren etwas, das kommt und bleibt, oder aber sie weisen ganz eindringlich auf etwas hin. Funktioniert ein imaginiertes Verscheuchen und die Vögel steigen dennoch auf, so kann zumindest mit Mühe diesem entgegengewirkt werden.

    Was hier allerdings (wieder für mich persönlich) funktioniert, ist das aktive Eingreifen in die Botschaft. Dies ist mir beim Kartenlegen oder ähnlichem nicht möglich. Kommt nun ein Vogel aus einer Richtung auf mich zu, in einem Bewegungsflug, der mir nichts Gutes prophezeit, so rede ich mit ihm und bitte ihn, es doch einfach wieder mitzunehmen auf seinem Flug. Das Gefühl beim Wegfliegen des Vogels ist da wieder entscheidend: hab ich das nicht konzentriert und mit vollem Willen gesagt, sondern als kurze Darlegung meines ganzen Seins, so quasi "schau mal, das passt nicht auf meinen Weg", so zieht es an mir vorbei.
    Das birgt allerdings die Gefahr, keine Botschaften mehr zu erhalten, weil man sich vorkonditioniert. Alles etwas heikel.

    *smile*
    Schamanenstube

    Antworten 7 Antworten
  • Schamanenstube schreibt am 08.10.2008
    Kartenlegen

    Hoi Ihr Lieben!

    Ungefär im Jahre 1983 wurde ich von einer Kartenlegerin auf ihren Wunsch hin ausgebildet. Ich erinnere mich nicht mehr an ihren Namen, nur noch an den Namen, wie sie sich nannte: Studio Bellana. *smile*

    Das Legen der Karten, das mir damals beigebracht wurde, war ziemlich einfach. Bellana hielt nichts von komplizierten Legesystemen, bei denen man ganze Bücher wälzen muss, um die Bedeutung einer einzelnen Karte herauszufinden oder gar die Kombinationen von Karten in allen Himmelsrichtungen herauszufinden. Nö, einfach musste es sein, schnell musste es gehen. Die Karten sollten eine Geschichte erzählen, einen Fluss aufzeigen, dem man folgen kann. Dies schriftlich festzuhalten ist wohl nicht einfach, da es kein fixes System ist, sondern ein intuitives Folgen der Geschichtsflüsse. Natürlich muss man eines lernen: die Bedeutung der Karten. Doch dieses System kommt mit normalen Jazzkarten aus. Man kann auch ein Set nehmen, und die Bedeutungen auf die Karten selbst schreiben.

    Zauberbuch

    In diesem Buch hab ich vieles, was ich damals getan habe, oder besser, wie ich es getan habe, aufgeschrieben. Ihr wisst ja, ich war nicht immer der brave und liebe Trommler, sondern hab mich intensiv mit "magischen" Dingen auseinandergesetzt. Und praktisch immer hab ich einen eigenen Weg gefunden und mich selten an irgendwelche Richtilinien gehalten. Einfach so, wie es damals stimmte.

    Damals, als ich in dieser "Lehre" war, hab ich mir das alles fein säuberlich für mich aufgeschrieben. Bellana hat sich viel Zeit genommen und mir genau auf die Finger geguckt, ob ich das auch alles richtig aufschreibe. Zuweilen konnte ich unter ihrem Zigarettenqualm auch sehen, was ich da schrieb. Hier die ersten beiden Originalseiten:

    Kartenlegen Anleitung

    Die Karten seh ich einfach nur als Hilfen. Als Hilfen, irgendwelche Begebenheiten im Leben aufzuzeigen. Wenn man das mit Schamanenstubelogik angeht, müsste man nun 32 einzelne solcher Begebenheiten finden, die das Leben abbilden können. Das ist nicht möglich. Aber: wenn man jeder einzelnen Karte eine bestimmte "Richtungsbedeutung" gibt, ein Gefühl so quasi, dann lassen sie sich einfach kombinieren.
    Es ist wie bei den Runen als Divinationswerkzeug. Man spürt in die Runen hinein, was sie einem für Bedeutungen zuschicken, für Gefühle und Bilder. In etwa so verhält es sich mit diesem Kartensystem. Es ist ein Mix aus klaren Karten, die was Spezielles bedeuten und Karten, die etwas verstärken, eine Leserichtung geben oder einem einfach eine Grundlage für eine Geschichte auftun.

    Also keine konkreten Bedeutungen, sondern Richtungen.

    Nun also zum schwierigen Teil: die Zuweisung von Bedeutungen und Richtungen zu den Karten. Das Ganze ist unterteilt in vier Hauptrichtungen, die Bellana "Häuser" nannte. Ich selbst mag dieses Wort nicht so, bleibe aber dabei. *smile*

    Antworten 13 Antworten





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